Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Auswerten maschinenlesbarer
Gutscheine, mit einer den Gutschein abtastenden
Leseeinheit und mit einer Transporteinrichtung,
die den in einen Einzug eingeführten Gutschein zum Abtasten
an der Leseeinheit in einer ersten Transportrichtung
vorbeiführt.
Schon seit langer Zeit ist die Verwendung von Gutscheinen
oder Vouchers bekannt, die den Inhaber des Gutscheines
dazu berechtigen, einen Artikel einmalig verbilligt zu
erwerben oder auch eine Dienstleistung in Anspruch zu
nehmen. So sind häufig zu Werbezwecken Tageszeitungen
oder Magazinen Gutscheine beigelegt, die ein Kunde beispielsweise
in einem Supermarkt einlösen kann, um den beworbenen
Artikel verbilligt einkaufen zu können. Neuerdings
sind diese Gutscheine oder Vouchers maschinenlesbar
gestaltet, d.h. sie sind mit einem Strichcode oder ähnlichem
versehen, der den Wert, das Ausgabedatum, das Verfallsdatum
etc. des Gutscheines angibt. Zum Auswerten des
maschinenlesbaren Gutscheins wird eine ohnehin an einer
Registrierkasse vorhandener Strichcode- oder OCR-Leser
verwandt, mit dem der Gutschein von einer Leseeinheit abgetastet
wird.
Bei dieser bekannten Vorrichtung besteht nun das Problem,
daß der Gutschein zwar problemlos ausgewertet werden
kann, der eingelöste Gutschein jedoch nicht entwertet
wird. Um einem Mißbrauch durch erneutes Einlösen des Gutscheines
vorzubeugen, müssen daher die Gutscheine dem
Kundenzugriff entzogen und entweder gesammelt oder vernichtet
werden.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung der eingangs
genannten Art so weiterzubilden, daß sie nach dem
Auswerten des Gutscheines diesen entwertet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung
gelöst, welche eine den in einen Einzug eingeführten Gutschein
zum Abtasten an der Leseeinheit in einer ersten
Transportrichtung vorbeiführende Transporteinrichtung und
eine Entwertungseinheit oder eine -in der ersten Transportrichtung
gesehen- nach der Leseeinheit angeordnete
Schreddereinheit aufweist, der der Gutschein durch die
Transporteinrichtung zuführbar ist und die den von der
Leseeinheit gelesenen Gutschein entwertet.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich
aus den Unteransprüchen.
Bei der Erfindung wird der Gutschein in den Einzug eingeführt
und zum Abtasten von der Transporteinrichtung an
der Leseeinheit vorbeigeführt. Nachdem er von der Leseeinheit
eingelesen worden ist, wird er direkt durch eine
in der Vorrichtung angeordnete Entwertungseinrichtung
entwertet, vorzugsweise durch eine Schreddereinrichtung
zum Entwerten zerkleinert. Dadurch, daß der Gutschein
noch vor dem Lesen dem Zugriff entzogen und anschließend
entwertet oder vernichtet wird, verhindert die erfindungsgemäße
Vorrichtung auf elegante Weise einen Mißbrauch
des Gutscheines durch erneutes Einlösen.
Bei einer bevorzugten Weiterbildung der Vorrichtung fördert
die Transporteinrichtung den Gutschein in einer der
ersten Transportrichtung entgegengesetzten zweiten Transportrichtung
und gibt ihn aus dem Einzug wieder aus, wenn
die Leseeinheit den Wert des Gutscheines nicht ordnungsgemäß
bestimmen kann. Dadurch soll verhindert werden, daß
ein eventuell noch gültiger Gutschein, der von der Leseeinheit
nicht ausgewertet werden kann, vernichtet wird
und der Kunde seinen Gutschein verliert.
Als Leseeinheit eignet sich insbesondere ein Flachbettscanner,
an dessen Abtastoberfläche der Gutschein zum Abtasten
von der Transporteinrichtung vorbeigeführt wird,
da sich Flachbettscanner durch eine besonders hohe Betriebssicherheit
und Auswertegenauigkeit auszeichnen. Bei
der Verwendung eines Flachbettscanners als Leseeinheit
wird als Transporteinrichtung ein Transportband vorgeschlagen,
das auf quer zur Transportrichtung verlaufenden
Transportwalzen gespannt ist und dessen zwischen den
Transportwalzen gespannter, dem Flachbettscanner zugewandter
Bandabschnitt zumindest teilweise an der Abtastoberfläche
des Flachbettscanners anliegt. Bei dieser Ausführungsform
ist die Schreddereinheit in erster Transportrichtung
gesehen nach der zweiten Transportwalze angeordnet.
Durch die Verwendung eines Transportbandes als
Transporteinrichtung wird der Gutschein beim Abtasten
flach auf der Abtastoberfläche des Flachbettscanners gehalten
und ein Falschauswerten des Gutscheines vermieden,
das beispielsweise auftritt, wenn der Gutschein gewölbt
oder gebogen ist.
An Stelle eines Flachbettscanners wird auch die Verwendung
eines Lesestiftes als Leseeinheit vorgeschlagen, der
an einem quer zur Transportrichtung verfahrbaren Träger
befestigt ist. Zum Abtasten des Gutscheines wird der Lesestift
mit Hilfe des Trägers über den Gutschein bewegt
und der Gutschein auf diese Weise ausgewertet. Durch Verwendung
eines Lesestiftes als Leseeinheit kann die Vorrichtung,
verglichen mit einer Vorrichtung, die einen
Flachbettscanner verwendet, klein ausgebildet sein, da
der Lesestift im Vergleich zu einem Flachbettscanner weniger
Bauvolumen einnimmt.
Als Schreddereinheit eignet sich insbesondere jeder
Schredder, der Papier oder auch dünne Kunststoffolien
zerkleinern kann. So wird zum Zerkleinern des Gutscheines
eine Schreddereinheit vorgeschlagen, in der mindestens
ein Paar quer zur Transportrichtung verlaufende, parallel
zueinander angeordnete Schredderwalzen vorgesehen ist.
Dabei hat jede Schredderwalze auf ihrer Mantelfläche mindestens
eine Messerschneide, die mit der Messerschneide
der anderen Schredderwalze in Eingriff steht. In Transportrichtung
gesehen nach den Schredderwalzen ist ein Behälter
angeordnet, in den der zerkleinerte Gutschein
fällt. Bei dieser relativ einfach aufgebauten Schreddereinheit
können Funktionsstörungen problemlos behoben
werden.
Da Gutscheine insbesondere in Supermärkten oder Einzelhandelsgeschäften
eingelöst werden, wird ferner vorgeschlagen,
die Vorrichtung in einer elektronischen Registrierkasse
anzuordnen. In diesem Fall dient der Belegeinzug
der Registrierkasse als Einzug für die Vorrichtung
und die nach dem Belegeinzug angeordnete Transporteinrichtung
der Registrierkasse fördert den Gutschein an der
in einer Druckvorrichtung der Registrierkasse angeordneten
Leseeinheit vorbei. Die Schreddereinrichtung ist bei
dieser Ausführungsform in erster Transportrichtung gesehen
nach der Druckeinrichtung angeordnet. Bei einer derartig
ausgebildeten Registrierkasse kann die Kassiererin
zunächst die regulären Waren erfassen und abrechnen.
Sollte der Kunde einen Gutschein vorlegen, kann die Kassiererin
den Gutschein in den Belegeinzug der Registrierkasse
einführen, deren Transporteinrichtung den
Gutschein in die Druckvorrichtung fördert. Dabei erfaßt
die in der Druckvorrichtung angeordnete Leseeinheit den
Wert des Gutscheines, der an die Steuerung der Registrierkasse
weitergeleitet werden kann, die den Wert mit
dem registrierten Betrag verrechnet. Wurde der Wert des
Gutscheines ordnungsgemäß bestimmt, fördert die Transporteinrichtung
der Registrierkasse den Gutschein in die
Schreddereinrichtung, die den Gutschein anschließend zum
Entwerten zerkleinert. Statt durch Zerkleinern kann der
Gutschein auch durch einen Aufdruck entwertet werden, der
von der ohnehin vorhandenen Druckvorrichtung aufgebracht
wird. Vorzugsweise macht der Aufdruck den maschinenlesbaren
Teil des Gutscheins unleserlich.
Bei dieser Ausführungsform eignet sich als Leseeinheit
insbesondere ein Lesestift, der an einem quer zur Transportrichtung
des Gutscheines verfahrbaren Druckkopfträger
der Druckeinrichtung befestigt ist.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich
aus der folgenden Beschreibung, welche in Verbindung mit
der beigefügten Zeichnung die Erfindung an Hand eines
Ausführungsbeispiels erläutert. Darin zeigt die Figur eine
erfindungsgemäße Vorrichtung zum Auswerten und Entwerten
maschinenlesbarer Gutscheine.
In der Figur ist eine Vorrichtung 10 zum Auswerten und
Entwerten maschinenlesbarer Gutscheine 12 gezeigt. Die
Vorrichtung 10 hat ein Gehäuse 14, an dessen in der Figur
links dargestellten Vorderseite 16 ein Einzug 18 für den
Gutschein 12 ausgebildet ist. Unmittelbar hinter dem Einzug
18 ist im Gehäuse eine Transporteinrichtung 20 angeordnet,
die aus einem ersten Paar Transportwalzen 22a und
22b und einem zweiten Paar Transportwalzen 24a und 24b
besteht. Das erste Paar Transportwalzen 22a und 22b ist
unmittelbar hinter dem Einzug 18 angeordnet und erstreckt
sich quer zu einem vorgegebenen Transportweg 26, entlang
dem der Gutschein 12 in das Gehäuse 14 der Vorrichtung 10
gefördert wird. Die Transportwalzen 24a und 24b des zweiten
Paares verlaufen gleichfalls quer zum Transportweg 26
und sind entlang diesem mit Abstand zu dem ersten Paar
Transportwalzen 22a und 22b angeordnet. Sowohl die Transportwalzen
22a und 22b des ersten Paares als auch die
Transportwalzen 24a und 24b des zweiten Paares haben eine
aus einem elastischen Material gefertigte Walzenoberfläche,
liegen unter Vorspannung aneinander an und definieren
einen Transportspalt, in den der Gutschein 12 einführbar
ist. Ein nicht dargestellter Antrieb treibt das
erste Paar Transportwalzen 22a und 22b und das zweite
Paar Transportwalzen 24a und 24b synchronisiert zueinander
in eine erste Transportrichtung, in der der Gutschein
12 in das Gehäuse 14 gefördert wird, und in einer zu dieser
entgegengesetzten zweiten Transportrichtung an, in
der der Gutschein 12 durch den Einzug 18 aus dem Gehäuse
14 transportiert wird.
Unter dem Transportweg 26 ist zwischen dem ersten Paar
Transportwalzen 22a und 22b und dem zweiten Paar Transportwalzen
24a und 24b ein Flachbettscanner 28 angeordnet,
mit dem der auf dem Gutschein 12 aufgedruckte maschinenlesbare
Code abgetastet werden kann. Der Flachbettscanner
28 steht über Leitungen 30 mit einer Steuerung
32 in Verbindung, die unterhalb des Flachbettscanners
28 und der Transporteinrichtung 20 angeordnet ist.
Die Steuerung 32 wertet die von dem Flachbettscanner 28
erfaßten Daten aus, steuert den Antrieb (nicht dargestellt)
der Transporteinrichtung 20 an und betätigt eine
entlang dem Transportweg 26 in erster Transportrichtung
gesehen nach dem zweiten Paar Transportwalzen 24a und 24b
angeordnete Weiche 33 und eine dahinter angeordnete
Schreddereinheit 34.
Die Schreddereinheit 34 hat zwei quer zur Transportrichtung
verlaufende, parallel zueinander angeordnete Schredderwalzen
36a und 36b. Die Schredderwalze 36a hat auf ihrer
Mantelfläche mehrere, zueinander beabstandete, umlaufende
Messerschneiden 38a, die mit entsprechenden, an der
zweiten Schredderwalze 36b ausgebildeten Messerschneiden
36b in Eingriff stehen. In erster Transportrichtung gesehen
nach dem Paar Schredderwalzen 36a und 36b ist ein Behälter
40 angeordnet, in den der von der Schreddereinheit
34 zerkleinerte Gutschein 12 gefördert wird.
Nachfolgend wird die Arbeitsweise der Vorrichtung 10 beschrieben.
Zum Auswerten des maschinenlesbaren Gutscheins
12 wird der Gutschein 12 in den Einzug 18 des Gehäuses 14
eingeführt. Sobald die Vorderkante des Gutscheines 12 in
den Einzug 18 ragt, erfaßt ein unterhalb des Transportweges
26 nahe dem Einzug 18 angeordneter erster Sensor 42
die Vorderkante des Gutscheines 12 und gibt an die Steuerung
32 ein Startsignal ab. Durch dieses Startsignal aktiviert
die Steuerung 32 den Antrieb (nicht dargestellt)
der Transporteinrichtung 20, durch den das erste Paar
Transportwalzen 22a und 22b und das zweite Paar Transportwalzen
24a und 24b in die erste Transportrichtung angetrieben
wird. In dem Augenblick, in dem die Vorderkante
des Gutscheines 12 in den Transportspalt des ersten Paares
Transportwalzen 22a und 22b gelangt, erfassen diese
den Gutschein 12 und ziehen ihn entlang dem Transportweg
26 in das Gehäuse 14. Durch das Startsignal des ersten
Sensors 42 aktiviert die Steuerung 32 gleichzeitig den
Flachbettscanner 28, der den Gutschein 12 während des
Transportes in die erste Transportrichtung abtastet. Sobald
ein unter dem Transportweg 26 zwischen dem zweiten
Paar Transportwalzen 24a und 24b und der Schreddereinheit
34 angeordneter zweiter Sensor 44 die Vorderkante des
Gutscheins 12 erfaßt, gibt er an die Steuerung 32 ein
Haltesignal ab, durch das die Steuerung 32 den Antrieb
der Transporteinrichtung 20 anhält.
Ist der Flachbettscanner 28 in der Lage, die auf dem Gutschein
12 angegebenen Angaben zu lesen, gibt er die ausgewerteten
Daten an die Steuerung 32 weiter. Die Steuerung
32 bestimmt dann, ob es sich um einen gültigen, zu
akzeptierenden Gutschein 12 handelt oder nicht. Wird der
Gutschein 12 nicht von der Steuerung 32 angenommen, aktiviert
sie den Antrieb (nicht dargestellt) der Transporteinrichtung
20 derart, daß die Transportwalzen 22a und
22b sowie die Transportwalzen 24a und 24b den Gutschein
12 in die entgegengesetzte zweite Transportrichtung aus
dem Gehäuse 14 fördern.
Akzeptiert dagegen die Steuerung 32 die von dem Flachbettscanner
28 erfaßten Daten, stellt sie die Weiche 33
in Richtung der Schreddereinheit 34 und aktiviert sie erneut
den Antrieb (nicht dargestellt) der Transporteinrichtung
20 in die erste Transportrichtung, damit diese
den Gutschein 12 weiter in das Gehäuse 14 fördert.
Gleichzeitig betätigt sie die Schreddereinheit 34, deren
Schredderwalzen 36a und 36b durch einen zweiten Antrieb
(nicht dargestellt) in Drehung versetzt werden. Der ausgewertete
Gutschein 12 wird dann von der Transporteinrichtung
20 der Schreddereinheit 34 zugeführt, die
den Gutschein 12 mittels ihrer Schredderwalzen 36a und
36b zerkleinert und in den Behälter 40 fördert. Auf diese
Weise wird ein ordnungsgemäß eingelesener Gutschein 12,
nachdem die Steuerung 32 die erfaßten Daten gespeichert
hat, entwertet.
Um die vorbeschriebene Transporteinrichtung 20 und Leseeinheit
28 auch anderweitig benutzen zu können, ist die
Weiche 33 auch in eine andere Richtung verstellbar, in
der ein gelesener Informationsträger an der Schreddereinheit
34 vorbeigeführt wird.