DEV0006554MA - - Google Patents

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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 25. November 1953 Bekaiiintgemiaeht am 11. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft eine Bandsägemaschine für die Bearbeitung von Stein oder ähnlichen harten Stoffen,, deren, kennzeichnende Merkmale darin bestehen, daß an den beiden Wendestellen· des unendlichen Sägebandes das z. B. aus einzelnen Rollen bestehende Führungssystem für das Sägeband derart ausgebildet ist, daß jedes der beiden Sägebandtrums eine Ablenkung erfährt, die von. einer Stelle großer Ablenkung zum Ablaufpunkt hin to stetig oder nach einer geeigneten Funktion abnimmt, derart, daß an den Ablauf stellen des Bandes die Zentrifugalkräfte nahezu vollständig aufgehoben werden.
Es sind schon Bandsägen für Holz bekanntgeworden, bei denen das endlose Sägeblatt über verstellbare Zwischen- oder Leitrolleni geführt ist, mittels welcher die Entfernung der beiden, Blattseiten beliebig verändert werden, kann, so· daß so<wohl ein als auch zwei Schnitte gleichzeitig ausgeführt werden. Bei diesen Sägen werden kreisförmige Wenderäder verwendet, welche starke Zentrifugalkräfte im Sägeblatt erzeugen, so· daß sie bei den, für die Steinbearbeitung nötigen, hohen Bandgeschwindigkeiten nicht verwendbar sind.
Weiterhin, sind Bandsägemaschinen bekannt, bei welchen die Sägerolle, durch eine Anzahl an einem
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bogenförmigen Träger drehbar angeordneter kleiner Rollen ersetzt ist. Hierbei liegen die Drehachsen der Rollen auf einem Halbkreis. Diese Anordnung führt zu beträchtlichen Schwingungen im Sägeband, welche infolge der hohen Spann- und Massenkräfte das Band meist über die Grenze der Bruchfestigkeit hinaus beanspruchen, auf jeden Fall aber zu einer unsauberen Schnittfläche führen. Schließlich, sind Steinsägen zum Schneiden von
ίο Platten aus einem Steinblock bekannt, bei denen der Steinblock auf einem an Leitspindeln- geführten und mit einer Drehscheibe versehenen Steinwagen ruht. Hierbei sind mehrere endlose, um horizontale Trommeln, und Leitrollen gespannte Sägeblätter vorgesehen, welche mit-verschiedener Geschwindigkeit gehoben/ und gesenkt werden können und, deren Führ-ungsköpfe mit Misch- und Verteilungsa.ppara.ten für Sand, und. Wasser in Verbindung stehen. Auch bei diesen bekannten Steinsägen sind die Drehachsen der Leitrollen im Halbkreis angeordnet, wodurch die bereits erwähnten Schwingungen der Sägeblätter auftreten.
Diesen, bekannten Bandsägemaschinen gegenüber unterscheidet sich der Gegenstand der Erfindung durch ein Führungssystem für das Sägeband, wel- - ches es ermöglicht, das der Umlenkstelle zulaufende Bandtrum zunächst stark von seiner Zulauf richtung . abzulenken, um dann allmählich bis zum Übergang in den geradlinigen. Teil des von der Umlenkstelle fortlaufenden Bandtrums die Ablenkung zu verringern. Wird dieses System mit einzelnen -■ Führungsrollen.- versehen, so liegen erfindungsgemäß die Drehachsen dieser Rollen auf einer Kurvenlinie, welche im Bereich, des zulaufenden Bandtrums den kleinsteh Krümmungsradius aufweist, im Bereich des ablaufenden Trums dagegen den größten. Krümmungsradius, der hier nahezu den Wert »Unendlich« haben kann.
Weitere Einzelheiten, und Merkmale der Erfindung ergeben, sich, aus der nachfolgenden Beschreibung, in der an Hand der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel der Erfindung erläutert ist. In der Zeichnung zeigt
Fig. ι eine bekannte Anordnung eines Sägebande s,
Fig. 2 eine Anordnung gemäß der Erfindung,
Fig. 3 eine Antriebsvorrichtung für das Sägeband.
In Fig. ι ist ein. Sägeband' 1 gezeigt, das über zwei große Wenderäder 2 und 3 geführt ist. Ein solches Band, das zur Steinbearbeitung eine erhebliche Stärke aufweisen und mit einer großen. Geschwindigkeit bewegt werden muß, verformt sich beim Arbeiten, derart, daß die angestrebte geradlinige Bewegung-, die durch, die strichpunktierte Linie 4 'angedeutet ist, sich in eine Bögenlinie 5 verwandelt, mit der Folge, daß keine geraden, Schnittflächen erzielbar sind. Die Ursache hierfür sind, die Zentrifugalkräfte, welche in Fig. ι .durch die "Pfeile 6 angedeutet sind. Der Biegungsradius des Bandes an den, Wenderädern. 2 und 3 ist" überall der gleiche, so' daß sich an den kritischen Stellen 7,.'nämlich dort, wo das Band das Wenderad verläßt, die Zentrifugalkraft in der Weise störend bemerkbar macht, daß sie das Band nach außen abzuschleudern bestrebt ist, mit der Wirkung, daß das Band die erwähnte Bogen-form einnimmt.
Bei dem Ausführungsbeispieil der Erfindung gemäß Fig. 2 sind die beiden geradlinigen Trums 8 und 9 des Bandes dicht nebeneinander und parallel geführt. Ihr. Abstand voneinander kann z. B. 10 mm betragen. Das in Pfeilrichtung laufende Trum 9 wird durch die Roilei 10 umgelenkt und läuft von hier aus unter einem Winkel von etwa 45° gegenüber der Ankunftsrichtung bis zur Rolle 11. Durch die Rolle 11 wird das Band, abgelenkt, ebenso- durch die weiteren Rollen 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18 und 19. Wie die Fig. 2 erkennen läßt, liegen diese Rollen auf einer KurvenIinie, deren Krümmungsradius sich stetig vergrößert, wodurch die Bandablenkung also- stetig verringert wird, bis das Band von, der Rolle 19 mit kaum merkbarer Ablenkung in den geraden Teil 8 übergeht. Untersucht man, bei einer solchen Anordnung die Wirkung der Zentrifugalkräfte, so- stellt man fest, daß diese im Bereich der Rolle 13 am größten ist, wie durch die Länge des Pfeiles 13' angedeutet ist, und dann allmählich abnimmt. Im Bereich der Rolle 18 ist die Zentrifugalkraft auf den kleinen. Wert gesunken, der durch den Pfeil 18' angedeutet ist, und im Bereich, der Rolle 19 ist die Wirkung der Zentrifugalkraft bereits praktisch ausgeschaltet. Vergleicht man, die Größe der Zentrifugalkraft an der Ablauf stelle 19 mit, derjenigen an der Ablaufstelle 7 in Fig. 1, so. erkennt man ohne weiteres, daß bei 19 kein Abschleudern, des Bandes in einer Richtung senkrecht zur Bewegungsrichtung des Sägebandes mehr zu. befürchten, ist.
Der Krümmungsradius der erwähnten Kurve, auf welcher die Drehachsen der Rollen, liegen, die Anzahl der Rollen, das Material und der Querschnitt des Bandes läßt sich je nach dem Verwendungszweck und. der erforderlichen Schnittlänge ohne weiteres errechnen, wobei die Umlenkrollen ähnlich den Führungs rollen bei der Holzbandsäge derart ausgebildet werden können, daß sie die auftretenden Schneiddrücke als axiale Kräfte aufnehmen. Der Antrieb der Bandsäge kann entweder durch Antrieb einzelner Rollen oder aller Rollen erfolgen oder aber durch einen über die Rollen geführten Triebriemen, der im Innern des Rollensystems über die Riemenscheibe eines Motors gelegt, ist.
Fig. 3 zeigt bei 20 die Riemenscheibe eines Elektromotors, welche einen Treibriemen. 21 antreibt, der über die Rollen, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31 und 32 geführt ist. Diese Rollen, liegen auf einer Kurve mit stetig zunehmendem Krümmungsradius, wie sie im Zusammenhang mit der -Fig. 2 beschrieben ist. Der in gestrichelten Linien angedeutete Trum 33 der Bandsäge liegt auf dem Treibriemen 21 auf, und das Band wird von dem Treibriemen mitgenommen.
Wie bereits erwähnt, ermöglicht diese Führung des Sägebandes im Schnittbereich- die Parallel-
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■führung der beiden Bandtrums in sehr kleinem Abstand voneinander, wodurch es möglich wird, gleichzeitig zwei Schnitte im Abstand von, beispielsweise io mm und darunter auszuführen, was mit bekannten Konstruktionen, aus den geschilderten Gründen, nicht erreichbar ist. Mit der beschriebenen, Anordnung können bei Schnittlängeni von über 1,2 m gerade Schnittflächen erzielt werden, wobei der zum Spannen erforderliche Zug niedrig gehalten werden, kann, so daß die Bruchgefahr des Bandes wesentlich verringert wird. Dabei liegt die Arbeitsleistung einer Bandsäge gemäß der Erfindung erheblich über eines normalen, etwa mit 60 bis 80 Blättern bestückten Sägegatters.
Außerdem wird die Schnittfläche bei Verwendung von Diamantstaub oder einer in der Steinindustrie üblichen Schnei ds cheibens üb stanz auf Kunstharz-, Gummi- oder keramischer Basis wesentlich glatter und sauberer als bei Benutzung normaler Gattersägen mit den, hierbei üblichen, Schneidmitteln,. Hierdurch sinken die Kosten für Nachbearbeitung wesentlich.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Bandsägemaschine für die Bearbeitung von. Stein, oder ähnlichen harten. Stoffen mit einem unendlichen, Sägebandi, das an beiden. Umlenkstellen, über ein z. B. aus einzelnen Rollen, bestehendes Führungssystem läuft, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungssystem derart ausgebildet ist, daß jedes der beiden' Sägetrums an, beiden, Umlenkstellen eine Ablenkung erfährt, die von einer Stelle großer Ablenkung (13) zum. Ablaufpunkt (19) hin stetig oider nach einer geeigneten Funktion abnimmt, derart, daß an den Ablaufstellen des Bandes die Zentrifugalkräfte nahezu vollständig aufgehoben, werden.
  2. 2. Bandsägemaschine nach, Anspruch 1, da,-durch gekennzeichnet, daß bei Verwendung einzelner Rollen (11 bis 19) zur Führung des Sägebandes die Drehachsen der Rollen auf einer Kurvenlinie liegen,, welche im Bereich des zulaufenden. Bandtrums ihren kleinsten, im Be^ reich des ablaufenden, Bandtrums ihren größten Krümmungsradius aufweist.
  3. 3. Bandsägemaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden. Führungssysteme für das Sägeband in bezug auf die geradlinigen,, parallelen Bandtrums einander diametral gegenüberliegen.
  4. 4. Bandsägemaschine nach, einem der Ansprüche ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung des Sägebandes in an. sich, bekannter Weise durch, Antrieb· einiger oder aller Rollen (11 bis· 19) erfolgt.
  5. 5. Bandsägemaschine nach einem der Ansprüche ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung des Sägebandes in an sich bekannter Weise mittelbar durch einen, über die Rollen geführten Treibriemen (21) erfolgt, dessen. Riemenscheibe (20) im Innern des Rbllensystems gelagert sein kann.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschriften Nr. 43 597, 96 798, 821.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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