DEV0006510MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 16. November 1953 Bekanntgemacht am 17. Mai 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Zur Messung der Feldstärke von Magnetfeldern sind~ verschiedene Verfahren und Meßgeräte bekannt.
Sie sind jedoch meist nur für die Ausmessung homogener Felder von genügend großer
räumlicher Ausdehnung anwendbar. Die mit Hilfe dieser Verfahren und Geräte ermittelten Meßwerte
sind von den Meßelementen, ζ. Β. flachen Meßspulen, abhängig und stellen das Integral der Feldstärke
der von ihnen geschnittenen Fläche dar. Dies ist z.B. bei Wismutspiralen der Fall, die die Eigenschaft haben, im Magnetfeld ihren Widerstand zu
ändern und die demzufolge für die Feldstärkenmessung geeignet sind. Sie bestehen aus in bifilare
Windungen gepreßten Flachspulen einer bestimmten Flächengröße. Derartige Spiralen haben jedoch - 15:
den Nachteil, daß sich schwache Felder mit ihnen nur schwierig bestimmen lassen,' da die prozentuale
Widerstandsänderung von Wismut im unteren Feldstärkenbereich nur sehr klein ist. Auch die
Flächenausdehnung der Spiralen macht diese für die genaue Bestimmung von schwachen und inhomogenen
Feldern ungeeignet/'
Ein anderes bekanntes Meßverfahren besteht darin, daß der beim Herausziehen einer auf ein
Rähmchen gewickelten Kreisspüle aus dem Magnetfeld entstehende Induktionsstrom mittels eines
ballistischen Galvanometers gemessen und daraus der Wert der Feldstärke hergeleitet wird. Auch bei
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V 6510 VIII c 121 e
diesem \f erfahren wird der Meßwert über die von
der Feldspule geschnittene Fläche bestimmt., Bei Feldern in engbegrenzten Räumen, wie sie bei-
!.·.·. .!spielsweise im Spalt von Hufeisenmagneten für
Meßgeräte auftreten, sind die meisten der bekannten Verfahren gar nicht oder nur bedingt anwendbar,
da mit ihnen die Verteilung der Feldstärke' nicht ermittelt werden kann. Dies trifft z. B. auch
für eine bekannte Einrichtung zu, bei der zur
to punktweisen Ausmessung _eines Magnetfeldes das Dämpfungsdekrement eines sich innerhalb des
Feldes leicht um seine Aufhängungsachse drehenden Metallkügelchens von wenigen Millimetern Durchmesser
benutzt wird. Dabei muß das Metallkügelchen vor jeder Messung durch eine von außen wirkende
Kraft eines rasch vorbei bewegten Magneten in eine Torsionsbewegung 'um die Aufhängüngsachse in
der Art eines Drehpendels versetzt werden. Die Unterbringung dieses Systems in einer Schutzhülle
zum. Zwecke der statischen Abschirmung wie auch
zur Erhöhung der Empfindlichkeit durch Evakuierung der Schutzhülse engen deren Gebrauchsfähigkeit auf relativ große Feld- oder Spalträume
ein. Ferner wird durch die Benutzung einer Autokollimationsablesung
mittels eines in der Aufhängungsachse mit der Kugel starr verbundenen Spiegels, durch die Möglichkeit des Pendeins des
ganzen Systems um den .Aufhängungspunkt und die bereits erwähnte Notwendigkeit, das System
bei jedem Meßpunkt von außen zur Torsionsbewegung anzuregen, die Anwendung einer derartigen
Einrichtung äußerst unbequem.
Es ist ferner eine Einrichtung bekannt, mit der es möglich ist, die mechanischen Eigenschaften von
Blechproben durch die Kraftwirkung einer im Blech wirksamen Feldstärke auf einen oder zwei stromdurchflossene
Leiter,, die dicht vor dem Blech ausgespannt sind, zu bestimmen.
Die Erfindung richtet sich auf eine Meßsonde zur Bestimmung der Feldstärke an Magneten, bei
der als Maß für die Feldstärke die Auslenkung eines stromdurchflossenen Leiters dient. Gemäß der
Erfindung ist bei einer derartigen Meßsonde der stromdurchflossene Leiter zwischen zwei festen
Punkten eingespannt und in der Mitte zwischen den beiden Einspannstellen zu einem elastischen Glied
ausgebildet. Durch die elastische Ausbildung des Mittelgliedes tritt auch bei kleinen Feldstärken
eine merkliche Auslenkung des stromdurchflossenen
SP -Leiters auf, so daß gegenüber den bekannten Anordnungen
eine wesentliche Empfindlichkeitssteigerung erzielt wird. Die die Erfindung bildende Meßsonde
ermöglicht es, in einfacher und rascher Weise die Verteilung der Feldstärke im Spalte kleiner
Dauermagnete oder auch im übrigen Magnetfeld senkrecht zur Schwingungsrichtung der Sonde
durch ihre schrittweise Bewegung in ihrer Schwingungsrichtung und Messung als Integral der FeId-.
stärke der durch sie gebildeten nahezu linienförmigen Fläche aufzunehmen, wobei eine ausreichende
Empfindlichkeilt gewährleistet wird, um auch verhältnismäßig schwache Feldstärken ohne Schwierigkeiten
zu messen.
Der stromdurchflossene Leiter kann dabei aus einem dünnen Draht bestehen, dessen mittlerer Teil
flachgedrückt und Z-förmig gebogen ist. Zur besseren Anzeige der Auslenkung des stromdurchflossenen
Leiters kann an der einen Hälfte desselben ein Zeiger angebracht werden, der die Auslenkung
mechanisch vergrößert anzeigt. Ferner ist es zweckmäßig, die Meßsonde zur Erzielung einer
möglichst guten Ablesegenauigkeit an einem Mikroskop anzubringen, so daß die Auslenkung des ■
stromdurchflossenen Leiters bzw. der. Zeigerausschlag durch das Mikroskop vergrößert betrachtet
werden kann.
Ein Ausführungsbeispiel für die die Erfindung bildende Meßsonde ist an Hand der Abbildungen
näher erläutert, von.denen
Abb. ι den konstruktiven Aufbau der Sonde und
Abb. 2 ihre Verwendung in Verbindung mit einem Mikroskop darstellt.
In Abb. ι sitzt auf einem Halterungsteil 1 ein
Isolierstück 2, an dem ein Rähmchen 3 aus dünnem Messingblech befestigt ist. An dem unteren Querteil
des Rähmehens 3 ist bei 4 die eigentliche Meßsonde angelötet, die beispielsweise aus einem Konstantandraht
5 von 0,05 mm Durchmesser besteht. Das obere Ende des Konstantandrahtes 5 ist mit einem
steifen Draht 6 verlötet, der mit einer auf das Isolierstück 2 aufgeschraubten Klemme 7 verbunden
ist. Eine zweite, gleichfalls auf das Isolierstück 2 aufgeschraubte Klemme 8 steht in leitender
Verbindung mit dem Rähmchen 3. Um ein lineares
Ausschwingen der Sonde bei Stromdurchgang im Magnetfeld zu ermöglichen und mit einem geringen
Meßstrom einen möglichst großen Ausschlag zu erhalten, ist deren mittlerer Teil 9 senkrecht zur
Zeichenebene auf etwa 0,01 mm flachgedrückt und Z-förmig gebogen. Auf diese Weise kann jeder der
beiden mit dem Mittelteil 9 verbundenen Schenkel genügend frei schwingen, da die bei glatt durchgespannten
Drähten durch die Df ahtspannung hervorgerufene Verringerung der Schwingfähigkeit
nicht vorhanden ist. Am unteren Schenkel ist ein Zeiger 10 angelötet, der aus dem gleichen Material
bestehen kann und dessen oberes Ende rechtwinklig nach hinten umgebogen ist. Zur Zuführung des
Meßstromes dienen an die Klemmen 7 und 8 angelötete Drähte 11 bzw. 12.
Bei der in Abb. 2 dargestellten Verbindung der erfindungsgemäßen Meßsonde mit einem Mikroskop
ist das Halterungsteil der Sonde (1 in Abb. 1) als verschiebbare Hülse 13 ausgebildet, die an der
Objektivseite auf einem Mikroskop 14 sitzt. Der am unteren Schenkel der Sonde 5 angelötete Zeiger
10 ist mit seinem abgewinkelten Ende bis dicht unter das Mikroskopobjektiv geführt. Durch Verschieben
der Hülse 13 auf dem Mikroskop 14 kann
auf den Zeiger 10 scharf eingestellt werden. Da dieser infolge der Vergrößerung des Mikroskops
als sehr starker Balken im Sehfeld erscheint, kann nur eine Kante des Zeigers zur Messung benutzt
werden, die im stromlosen Zustand der Sonde in die Mitte des Sehfeldes justiert wird. An Stelle des
rechtwinklig abgebogenen Zeigers kann auch ein
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Haardrähtchen von einigen μ Dicke angeklebt werden, das im Mikroskop ein vorteilhaftes Zeigerbild
ergibt. Eine unter dem Zeiger liegende reflektierende Fläche 15 dient zu seiner Beleuchtung. Die
Sonde liegt mitsamt dem Rähmdhen 3 parallel zur Mikroskopachse. Die gesamte Anordnung nimmt
dabei in der Dicke nur wenige Zehntel Millimeter und in der Breite einige Millimeter in Anspruch,
so daß das Gerät auch zur Ausmessung der FeIdstärke
in sehr kleinen Spalten benutzt werden kann. Unterhalb der Sonde befindet sich, wie bei einem
Mikroskop üblich, ein drehbarer Kreuztisch 16 zur Aufnahme eines zu prüfenden Magneten 17. Der
Tisch darf möglichst keine Eisenteile enthalten.
Zum Betrieb des Gerätes ist eine Batterie von etwa 2 Volt Klemmenspannung, ein Milliamperemeter
sowie ein Widerstand zur Einregelung des Meßstromes erforderlich.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Meßsonde zur Bestimmung der Feldstärke an Magneten, bei der als Maß für die Feldstärke die Auslenkung eines stromdurchflossenen Leiters dient, dadurch gekennzeichnet, daß der stromdurchflossene Leiter zwischen zwei festen Punkten eingespannt und in der Mitte zwischen den beiden Einspannpunkten zu einem elastischen Glied ausgebildet ist.
- 2. Meßsonde nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der stromdurchflossene Leiter aus einem dünnen Draht besteht, dessen mittlerer Teil flachgedrückt und Z-förmig gebogen ist. ' . .
- 3. Meßsonde nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der einen Hälfte des. stromdurchflossenen Leiters ein Zeiger angebracht ist, der dessen Auslenkung mechanisch vergrößert anzeigt.
- 4. Meßsonde nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verbindung mit einem Mikroskop, das zur Betrachtung der Auslenkung des stromdurchflossenen Leiters dient.Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 319340, 388874.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen,
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