DESC011304MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 18. Dezember 1952 Bekanntgemacht am 4. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft ein Rippenrohr für einen Wärmeaustauscher, bei dem ein Draht auf ein
Kernrohr aufgewickelt und mit dieisem in metallisch
leitende Verbindung gebracht ist.
Drei Gründe sprechen für die Verwendung von Rippenföhren im Apparatebau: erstens die billige
Wärmeaustauschfläche, zweitens das kleine Bauvolumen, drittens die leichte Konstruktion.
Gerippte Oberflächen finden insbesondere dort
Eingang, wo die Wärmeübeirgangszahlen der in Wärmeaustausch: stehenden Medien verschieden
sind. In solchen Fällen versucht man durch die Anwendung der Rippenrohre das Produkt aus der
Wärmeübergangszahl einerseits mit der Fläche andererseits für beide Seiten des Wärmeaustauschers
gleich groß zu halten, um auf diese; Weise dem technischen und wirtschaftlichen Optimum nahe
zu kommen. Zur Flächenvergrößerung werden die Rohre meistens mit Bändern umwickelt, bei denen
die Höhe ein Vielfaches, der; Bandbreite beträgt. Man erhält auf diese Weise eine außerordentlich
starke Flächenvergrößerung, die jedoch in diesem Ausmaß in vielen praktischen Fällen nicht erforderlich
ist. Bei kleinen Übersetzungsverhältnissen zwischen direkter und indirekter Fläche
sind die meisten Rippenrohrwickeilverfahren zu unwirtschaftlich; auch werden bei üblichen Rippeniquerschnitten
Rippenwirkungsgrade erhalten, die
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stets kleiner als ι sind. Dabei wird' unter dem
Rippenwirkungsgrad! die Temperaturdifferenz zwischen der mittleren Rippentemperatur' und der
Umgebungstemperatur im Verhältnis, zur Differenz zwischen Kemrohroberflächentemperatur und Umgebungstemperatur
verstanden. Dieser ausi den beiden
Temperaturdifferenzen gebildete Quotient wird um so schlechter, je ungünstiger die Wärmeleitungsverhältnisse
in den Rippen sind, so1 daß hierdurch
ίο dier Erfolg des Bewickeins mehr oder weniger aufgehoben
werden kann.
Die vorliegende Erfindung bezweckt nun, ein Rippenrohr zu schaffen, das einerseits bei einem
Flächenverhältnis bis zu etwa dem Zweieinhalbfachen im einfachen, Verfahren herzustellen ist und
bei dem andererseits der vorerwähnte Rippenwirkungsgrad nahezu 1 ist. Dabei bedeutet dlie
zweite Forderung, daß die Rippen praktisch die Temperatur des Kernrohres aufweisen sollen.
Ein Rippenrohr für einen Wärmeaustauscher, bei dem ein Draht auf ein Kernrohr aufgewickelt
und mit diesem in metallisch leitende Verbindung gebracht ist, wird nun gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß bei einem auf seiner
ganzen Erstreckung mit dem glatten. Kernrohr in metallisch leitender Verbindung stehenden) Draht
der Durchmesser eines runden Drahtes oder der Durchmesser des einen profilierten) Draht umschreibenden
Kreises, gleich oder kleiner als ο, ι des inneren Durchmessers ist und! daß die durch
die Drahtwendelsteigung gegebene Rippenteilung gleich oder kleiner ist als das Vierfache des Draht-
oder Kreisdurchmessers.
Es ist an sich bereits bekannt, auf das Kernrohr eines Wärmeaustauschers einen Draht aufzuwickeln
und eine metalllisch leitende Verbindung zwischen Draht und Kernrohr herzustellen. Diabei wurde
jedoch ein gewelltes Kernrohr benutzt, mit dessen schraubenförmigen Erhöhungen sich dier aufgewickelte
Draht! derart kreuzte, däiß er diese nur
an den höchsten Stellen berührte. Im Gegensatz dazu wird gemäß der Erfindung ein glattes Rohr
benutzt, auf dessen Oberfläche der Draht überall mit metallisch leitender Verbindung aufliegt. Bei1
der bekannten Ausführung hat mian also eine Punktberührurig, und die Wärme muß sich von
dem Berührungspunkt erst über den ganzen Draht verteilen, der demgemäß eine wesentlich andere
Temperatur aufweisen wird als das Rohr. Beim
Erfindungsgegenstand hat man dagegen überall eine metallisch, leitende Verbindung1, so daß der
Draht praktisch an allen Stellen die gleiche Temperatur hat wie das Rohr. Bei der bekannten Anordnung
hat man. eine indirekte Wärmeübertragung vom, Rohr auf den Draht und vom Draht auf die
Flüssigkeit, während beim Erfindungsgegenstand die Wärmeübernahme , unmittelbar zwischen dier
aus Rohr und, Draht beistehenden thermischen Einheit einerseits, und, der Flüssigkeit andererseits
erfolgt, Ferner1 vermeidet die Erfindung die BiI-dung von taten Winkeln, in den Rohrrillen. Darüber
hinaus werden durch die Erfindung bestimmte Abmesisungsverhältnisse
gegeben, welche durch das einfache Mittel des Bewickeln», mehr als eine Verdoppelung
der Oberfläche herbeiführen.
Die Herstellung der erfindüngsgemäßen drahtbewickelten
Rohre kann, in Anlehnung an bekannte Bandwickelverfahren vorgenommen werden. Dabei
läßt sich die metallische Verbindung durch Verlöten des Drahtes mit dem Kernrohr erreichen. Es
ist hierbei von untergeordneter Bedeutung, ob das Verlöten, z. B. durch Vorverzinneo des Kernrohres
selbst oder durch Vorverzinnen des gewickelten Drahtes oder durch Tauchen des bewickelten
Rippenrohres im Vollbad erfolgt. In, allen: Fällen wird die Linienberührung des an sich runden oder
profilierten Drahtes mit dem Kernrohr ersetzt durch einen·breiten Fuß.
Ein, Ausführungsbeispiel des Rippenrohres ist in, der Zeichnung, wiedergegeben, wobei Fig. 1
einen Axialschnitt durch ein Rohrende und! Fig. 2 eine vergrößerte Teilansicht1 des, Axialschnittes
zeigen. In beiden Figuren sind das Kernrohr mit 1 und! der aufgewickelte Draht mit 2 bezeichnet.
Gemäß. Fig. 1 ist der Draht 2 um das am oberen Ende erweiterte Kernrohr 1 schraubenförmig herumgewickelt.
Fig. 2 erläutert schematisch, wie die seitlichem Zwischenräume zwischen dem Kernrohr
ι und dem Draht 2 durch Lötmetall 3 ausgefüllt sind, um eine gurte thermische! Verbindung
zwischen beiden Teilen zu erhalten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Rippenrohr für einen Wärmeaustauscher, bei dem ein Draht auf ein Kernrohr aufgewickelt und mit, diesem in metallisch, leitende Verbindung gebracht ist, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem auf seiner ganzen Erstreckung mit . dem, glatten Kernrohr in metallisch leitender Verbindung stehenden Draht1 der Durchmesser eines rundien Drahtes oder der Durchmesser des einen profilierten Draht umschreibenden Kreises gleich oder kleiner als 0,1 des Kernrohrdur'chmessers ist und daß die durch die Drahtwendelsteigung gegebene Rippenteilung gleich oder kleiner ist *a;ls das Vierfache des Draht- oder Kreisdurchmessers.In Betracht gezogene Druckschriften1:
Deutsche Patentschriften, Nr. 78443, 319847; französische Zusatzpatentschrift Nr. 40 915.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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