DER0014766MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 2. August 1954 Bekanntgeniacht am 12. April 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Es sind Rohrleitungen mit doppelwandig«! Querschnitten
bekannt, die aus einzelnen Rohrabschnitten bestehen. Bei diesen bekannten Rohrleitungen
handelt es sich in erster Linie darum, einen Wärmetauscheffekt herbeizuführen. Hierzu sind zwei oder
mehr Rohrleitungen konzentrisch zueinander angeordnet, und durch beide Rohrleitungen strömt das
Arbeitsgut, z. B. Heißgas und Heißdampf. Die gute Wärmeleitfähigkeit für solche konzentrisch ineinanderliegenden
Rohrleitungen wird dabei ausgenutzt.
Es sind auch Rohrleitungen oder Rohrleitungstfeide auis keramischem Werkstoff, z. B. Porzellan
oder Steinzeug oder aus Glas, bekannt. Diese werden vorzugsweise in der chemischen Großindustrie
und in Nahrungs- und Genußmittelbetrieben verwendet, also dort, wo eine hohe Korrosionsfestigkeit
gegen chemische Agenzien erforderlich ist und wo· das zu tiransportieirendie Gut weder geischmacklieh
noch geruchlich beeinträchtigt werden darf.
-Oft müssen derartige Leitungen eine Wärmeoder Kälteisolierung erhalten, die man durch Ummantelung
mittels Kieselgur, Glaswolle, Kork oder anderen Isoliermitteln und Bandagen erzielte. Die
Isolierungen sind aber nicht sehr haltbar und außerdem schwer sauberzuhalten, besonders in Räumen
mit aggressiven Dämpfen, die auch eine zusätzliche metallische Ummantelung schnell zerstören. Sie
,509 704/207
R 14766 XII/47 f
sind auch oft schlecht anzubringen und müssen bei Rohrleitungsreparaturen fast immer zerstört und
erneuert werden.
Gegenüber diesen bekannten Rohrleitungen wird mit der Erfindung die schlechte Wärmeleitfähigkeit
von Keramik oder Glas und die diesem Werkstoff eigene technologische Verformungsart ausgenutzt,
indem die keramischen Rohrleitungen oder Rohrleitungsteile oder solche Teile aus Glas doppelwandig
ausgebildet sind. Das äußere Rohr stellt dabei den Schutz- und Isoliermantel dar. Der zwischen
den beiden Rohren vorgesehene abschließbare Zwischenraum kann mit Luft oder mit anderen Isoliermitteln
ausgefüllt sein oder auch luftleer (evakuiert und entsprechend abgedichtet) als eigentlicher
Wärme- oder Kälteisolator dienen.
Das Leerpumpen der - Zwischenräume und das
nachträgliche Zuschmelzen oder Verkitten der Evakuierungsöffnungen bereitet keine Schwierigkeiten.
ao In der Zeichnung sind einige Ausführungsformen des Erfmdungsgegenstandes beispielsweise dargestellt.
Bild I zeigt die bekannten Rohrleitungsteile 1 der sogenannten Konusflanschausbildung. Aus
Bild II sind die Rohrleitungsteile 2, 3 nach der Erfindung ersichtlich. Die Verbindung erfolgt vorteilhaft
mittels Schellen. Bild III zeigt glatte Rohrlängen 4 bekannter Art und Bild IV eine Ausführung
nach der Erfindung. Die Verbindung erfolgt bei dieser z. B. durch auifgekittete Flansche oder
mittels Schraubverbindungen.
' Bild V zeigt Rohrleitungen nach der Erfindung, indem kurze, glatte Rohrleitungsteile 9 aus Keramik
stumpf aneinandergestoßen und durch einen Mantel 7 und eine Isolierung 8 zu größeren Einbauilängen
zusammengefügt sind, im Gegensatz zu BiIdVI, wo das längere Innenrohrteil 12 aus Glas,
Keramik . oder irgendeinem anderen Werkstoff durch einen Außenmantel 10 aus Keramik, beispielsweise
in der Konusflanschausführung, und einer Zwischenraumfüllung 11, vereinigt ist.
In der gleichen Art wie die dargestellten Rohrlängen werden Formstücke, wie Rohrkrümmer,
Kreuzstücke, T-Stücke, schräg einmündende Stücke usw., ausgebildet.
Die Herstellung derartiger Rohrleitungen und Rohrleitungsteile erfolgt je nach dem Werkstoff,
z. B. durch Gießen, Ziehen, Einformen bzw. Drehen in einem Stück oder aus mehreren Stücken zusammengesetzt
und verbunden. Der Zwischenraum zwischen den beiden Rohrmänteln kann durch Längs- oder Querrippen oder -rillen und Längsbohrungen
oder in anderer Weise unterteilt sein. Form und Querschnitt kann unterschiedlich sein,
so können beispielsweise Rohrleitungen und Rohrleitungsteile nach der Erfindung eckige oder profilierte
Querschnitte besitzen. Ebenso können die Teile als Doppel- und Mehrfachleitungen ausgeführt
sein, sie können auch durch eine zusätzliche Panzerung, z. B. aus Metall oder Kunststoff, besonders
gegen Schlag und Stoß geschützt werden, wobei vorteilhaft die Panzerung zugleich als Verbindungselement
dient.
Claims (7)
1. Rohr oder Rohrleitungsteil aus Keramik . oder Glas, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rohrabschnitte doppelwandig ausgebildet sind , und der wärme- oder kälteisolierende kor- 70·
rosionsfeste Außenmantel aus. Keramik oder Glas besteht.
2. Rohr oder Rohrleitungsteil aus Keramik oder Glas nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen Außen- und Innenrohr Hohlräume (3, 6, 8) vorgesehen sind.
3. Rohr oder Rohrleitungsteil aus Keramik oder Glas nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Hohlräume (3, 6, 8) luftleer sind.
4. Rohr oder1 Rohirleitungsteiil nach Anspruch
ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlräume mit Luft, Gas oder einem festen
oder flüssigen Material ausgefüllt sind.
5. Rohr oder Rohrleitungsteil aus Keramik oder Glas nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß um die Rohre eine zusätzliche Panzerung angeordnet ist, die zugleich als
Verbindungselement für die Rohrleitungsabschnitte dient.
6. Rohr oder Rohrleitungsteil aus Keramik oder Glas nach Anspruch 1 bis 5', gekennzeichnet
durch eine Keramik-Glas-Kombination, z. B. Außenmantel aus Keramik und Innenteil aus
Glas, oder umgekehrt.
7. Rohr oder Rohrleitungsteil nach Anspruch ι bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der
Außenmantel aus Keramik oder Glas und das Innenteil aus beliebigem anderem Werkstoff
besteht.
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 535 496, 399192; USA.-Patentschrift Nr. 2 475 635.
Deutsche Patentschriften Nr. 535 496, 399192; USA.-Patentschrift Nr. 2 475 635.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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