DEP0056048DA - Zündkerze mit keramischem Isolierkörper - Google Patents
Zündkerze mit keramischem IsolierkörperInfo
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Description
>tich.vorts Xittlose Abdichtung der Mittelelektrode
lüc/to 5336 21.9*1949
Anlage zur Patent» Anmeldung ρ &(p O
Robert Bosch G.m.b.Hei Stuttgart-»!*, ^orststraße 9
Zündkerze mit keramischem Isolierkörper,
Die Erfindung betrifft eine Zündkerze und ein iOrti2u.ng0verfs.hren für Zündkerzen mit keramischem Isolierkörper und mindestens einer
lSlektrode (S!ittelelektrode)e die von der Kopfseite des Isolierkörpers
her in eine Längsbohrung desselben eingesetzt und mindestens auf der Kopfseite gasdicht mit dem Isolierkörper verbunden ist und die
in der IVuhe des Isolierkörperfußes eine konische Schulter aufweist, welche einer Gegenechulter in der Län^sbohrung des Isolierkörpers
gegenüberliegt«
Bei einer bekannten Zündkerzenbnuart dieser Art besteht die Kittel» elektrode aus mehreren Teilen verschiedenen Merkstoffes<>
Das aus dem FuS des Isolierkörpers herausredende Ende der Eittelelektrode wird dabei zuerst in die Längsbohrung des Isolierkörpers von der Kopfseite
her eingesteckt^ bis es mit einer Schulter auf der Gegensöhulter der Isolierkörpsrlängsbohrung aufliegt» Dann wird, ebenfalls von der
Kopfseite h.<§T9 ein schmelzbares Bolzenstück eingeführt und daran
anschlieseend gosehisolsen? so dass es sich mit dem fußseitijen Enddtlidk verbindet und einen Abschnitt der i&ngsborhung gut ausfüllt.
Nach dem ,ibkuhlen dieses Zwischenstücks wird als zweites Zwischenstück ein Itetallbolzen mit Spiel eingesetzt und der Spielspalt mit
Graphit ausgefällte ochlieSlioh wird de? kopfseitige Bndteil der Mitte!elektrode in di® Bohrung eingeschraubt und giß ichzeitig darin
Dieser Auf« und Einbau der Ütüttelel'ektrode ist sehr teuer und daher unwirtschaftlich, Ausserdem besteht dabei die Gefahr? dass die ichul·*»
ter des fußseitigen Bnd-tiickes der ϊ/dttelelektrode bei starker .Värme
beanspruchung der Kerze im Betrieb gegen ihre Gegenschulter drückt u dabei den Isolierstein sprengt.
Ferner sind Ziindkerzen bekannt * bei denen die !.".ittelelektrode von der Fußseite des Isolierkörpers her in diesen eingesetzt ist und siemit
einer in der 3ähe ihre3 unteren iindes vorgesehenen konischen ochulter gegen eine entsprechende Gegenschulter am Isolijrkörper
anlegt. Hierdurch soll die Abdichtung zwischen Elektrode und Isolierkörper bewirkt werden, jedoch ist e-sjdabei erforderlich, dass am
Kopfer.de der lose im Isolierkörpor geführten Slektrode eine Federkraft angreift,welche die komischen Schultern auch dann fest gegeneimmderpreout,
wenn sich durch die im Betrieb auftretende ürtfärmun, die :.:ittelelektrode stärker ausdehnt als der Isolierkörper. Die Kerzen
dieser Art sind wegen der erforderlichen Anordnung der Feder nicht nur νerhältnismässig teuer9 sonoern auch bei den hohen Betriebsbeaiispruchungen
praktisch unbrauchbar, da die Federspannung bei den im Betrieb auftretenden hohen Temperaturen bald nachlässt,
wodurch die Ä-erze undicht wird.
«egen ihrer angegebenen Mängel haben diese bekannten Xerzenbauartea keine Verbreitung gefunden*
In der fraxis werden vielmehr in der Regel Zündkerzen verwendet, bei denen die aus zwei itetallstiften zusammengesetzte Mttelelektrode voi
der Kopfseite des Isoliersteins her als vorgeferti ter Teil in die Längsbohrung des dteins eingesetzt, z.B. eingeschraubt, und dabei
gleichzeitig über die gn ze Länge dieser Bohrung eingekittet wird. Der fußseitige Abschnitt der ;:ittelelektrode ist dabei zylindrisch .
und erstreckt sich, ohne eine Schulter oder einen Absatz aufzuweisen mindestens|uber die Hälfte der jteinlänge. Die Herstellung dieser handelsüblichen
Zündkerzen ist verhältnismässig einfach. Auch die Ab® dichtung zwischen Xittelelektrode und Isolierkörper ist hierbei
ausreichend. Indessen besteht nach der Wachteil0 dass sich bei der Fertigung dieser Kerzen erhebliche Streuungen der «Vlrmewerte der
einzelnen Kerzen.untereinander ergeben* wenn nichtb©sondere 9 die
Fertigung vet teuer ie Vorkehrungen getroffen werden9 diese otreuungei
in vcrnünfti 'e*n (}Milizen zu haltene
Die unzulässig hohen Streuvserte riihren davon her» dass sich die Län^sbohrungen injden aus keramischen .Massen hergestellten Isolierkörpern
im Durchmesser nicht ohne erhebliche Toleranzschwankungen herstellen lassen» Bei der Herstellung der Mittelelektroden können
fein® Durchmessertoleranzen ohne nennenswerten Aufwand leicht eingehalten werden. Infolge der verhHltnismässig ^rossen Abweichungen
der Durchmesser der Lan sbohrung im Isolierkörper fällt der .Spalt zwischen der Llittelelektrode und der .".a^d der Längsbohrung bei den
Kerzen verschieden breit aus. Dieser Spalt wird zwar beim Hinsetzen der Ilittelelektrode in den Isolierkörper durch Kitt auagifillt. üie
unterschiedliche Stärke der Kittschicht veränä ert aber die .V>rmeabei 2a~ssvGrh£ltniiJse zwischen riittelelektrode und Isolierkörper und
damit auch die ,Virmewerte der einzelnen Kerzen untereinander recht wese tlich. t'.an hat diesem Mangel abgeholfenf indem man die Isolierkörper
n'Ch den Durohmessern ihrer Längsbohrungen in mehrere Gruppea sortierte und der Anzahl dieser Gruppen entsprechend Mittelelektro»
den mit verschioder.cn Aussendurchmessern herstellte. Auf diese .'/eise konnte die Paarung von Isolierkörpern und Mittelelektroden derart
durchgeführt werden» da@s beim Zusammenbau der Paare die erwähnten opaltbreiten weitgehend übereinstimmten« «)ie dabei notwendige Vcrmessun^s-
und Sortierarbeit sowie die Herstellung und La erhaltung verschiedener! mit dem blossen Auge ohne zusätzliche Sonde^maßnahmen
nicht voneinander zu unterscheidender Mittelelektroden@ sind nicht nur Anlass von Fehlsrquellen und A/i stand en § sondern verteuern auch
die
Die Aufgabef deren Lösung die JSrfindung anstrebt9 besteht nun vornehmlich
darint Zündkerzen derjgingangs erwähnten. Art mit praktisch weitgehend gleichen .Värmevmrten in Kasseferti rung mit leicht er»
reichbaren Abmessungetoleranzen der Einzelteile» jedoch ohne umstand liehen zusätzlichen Arbeits-» Zeit-p oder Lageraufwand herzustellen.
der Erfindung lässt sich dieses ,Ziel dadurch erreichen, daß der fußseitige Abschnitt der ^itteltlektrode» der sich an den im
Isolierkörper befestigten Abschnitt anechliesst^derart frei durch die Läng®b@»wig hindurchra^t$ dass zwischen seiner konischen Schul-
ter und der Ge gen schult er aia Fußende jener Bohrung fcei allen 3etri :bszuständen der Kerze ein feiner Irosselspalt verbleibts der das
3ir.dringen heisour Gase in den Haue zwischen Bohrun^swand und dem fußoeitigen Abschnitt der I.'.ittelelektrode mindestens bei b etri;bs»
warraer Kerze verhindert.
Zur Herstellung der Zündkerzen genäss der ,Orfindung kar.n nyoh einem we'.teren Jrfindunjs^edanken in vorteilhafter weise ein Ferti>-jungs»
verfuhren angewendet werden,welches darin bestehts dass die Xittelelektrode
in zwei getrennten, zuvor an ihren späteren üerühruiv-sflachen für eine Verlötung vorbereiteten Teilen in den Isolierkörper
eingesetzt und der kopfeeiti^e Mittelelektrodeivfceil dabei gasdicht im Isolierkörper befestigt wird, w or af der fußseitigc Llitteleleklroder.teil
duroh Minwirkunf3 aaf sein äusseres Snde mitia-eiiior komischen Schulter fost ;jegen die 3ege»"iSChulter im Isolierkörper gezogen wird
und die beiden Teile der iuittelelektrode zweckmäsei^ durch Hochfre« quenzerviärniung miteinander verlötet werden»
,Veitere i.lerkmale der Erfindung sind der nachfolgenden Beschreibung und den Armprlichen zu entnehmen.
Die Zeichnung veranschaulicht zwei Auüführungsbeispiele des Brfindese 2s zeijtt
Fig« 1 das erste Beispiel im Längsschnitt durch d er. Isolierkörper einer Zündkerze mit eingesetzter !.'.ittelelektrode
und
Fig. 2 das zweite Ausführungsbeispiel im vergrösserten Längsschnitt durch das uiitere Ende eines Isolierkörpers.
Der Isolierkörper 1 hat eine .längsbo^ung 2f deren unterstes Ende
im Fuß des Isolierkörpers durch eine konische Schulter 5 verengt ist« Die in die Lä.igsborhufeg 2 eingesetzte ilittelelektrode besteht
aus einem Oberteil 4 und einem Unterteil 5» Der Unterteil 5 ruht mit seiner kord.sehen Ausser.ochulter 6 auf der Irinenschulter 3 des Isolierkörpers
auf«. Der Oberteil 4 ist in ein Gewinde 7 des Isolier»
körpers eingeschraubt! nachdem ein erhärfbarer Kitt auf das Gewinde aufgestrichen worden ist. Beim Einschrauben des· Oberteils 4 greift
eine Län^sbohrung 8 über einen abgesetzten Zapfen 9 am oberen .inde tags Klektrodenunterteils 5. In die Bohrung 8 ist ein Lötmittel für
die spätere Verbindung der Alektrodenteile 495 eingebracht»
Vor dem Verlöten der Teile A» 5 wird zunächst dor Elektrodeftteil 5 durch eine anjs-einem aus dem Isolierkörper vorstehenden Ende angreifende
Kraft nach unten gezoger»* so dasa die konischen ,Schultern 3 ua 6 fest aufeinander liegen. Hierauf wird das Lot an der Verbindung stelle
Q9 9 beispielsweise durch Hochfrequenzer .ärmung geschmolzen worauf der Strom ausgeschaltet wird. Durch dies© Erwärmung der Mittorelektrode
wird gleichzeitig der Dichtungskitt am Gewinde 7 getrocknet« Die Zugbelastung des Sle/ctrodenteiles 5 wird solange aufrecht
erhaltenf bis die Lötverbindung festf das Lot alao erstarrt
ist. Durch die Schrumpfung der i/üttelelektrode beim Abkühlen entsteht zwischenken konischen Schultern 3 und 5 ein feiner Drosselspalt8
der sich beim Betrieb der Kerze mit zunehmender Erwärmung der Teilzunehmend verengt f aber nicht satt schliesstf so dasa eia
sprengen des Isolierkörpers verhindert wird»
Die konischen Schultern 3 und 6 haben einen spitzen Kegelwinkel» der vorteilhaft kleiner als 60° ist. Hierdurch werden zwei Vorteile
erreicht! Der beim Abkühlen der Llittelelektrode entstehende Spalt zwischen den Schultern 3 und 6 bleibt wesentlich kleiners als wenn
der Kegelwinkel stumpf wäre. Überdies wird die Herstellung der Längsbohrung 2 im Isolierkörper insofern erleichtert 9 als diese
Bohrung durch eine Formnadel beim Herstellen des Isolierkörpers gebildet wird» die sich leichter au© dem roheraPormling herausziehen
lässt, wem; der Kegelwinkel möglichst spitz iste
Bei dem Beispiel nach Fig. 2 ist der Spitzenwinkel des Kegels 6 etwas kleiner als der des Kegele 3» Hierdurch wird erreichte dass
sich die das Eindringen heiaser Gase in den Spalt zwischen Kittelelektrode und oteinhbohrung verhindernde Drosselstelle mit Sicherheil
möglichst nahe am Steinfußend® befindet 9 so dass die von den heissen
Gasen beaufschlagten Flächen des Steins und der Kittelelektrode möglichst klein sind.
Claims (1)
- Ansprüches1„ Zündkerze mit keramischem Isolierkörper und mindestens einer Elektrode (Mittelelektrode)j die von der Kopfseite des Isolierkörpers her in eine Längsführung desselben eingesetzt und mindestens auf der Kopfseite gasdicht mit dem Isolierkörper verbunden ist und die in der Iiähe des Isolierkörperfuoses eine konische Schulter aufweistg weiche einer Gegenschulter in der Längsbohrung des Isolierkörpers gegenüberliegtt dadurch gekennzeichnet, dass der fußseitige Abschnitt der iiittelelektrodeB d er sich an den im Isolierkörper befestigten Abschnitt anschliess^ derart frei durch die Längßbohrung hindurchrägts dass zwischea seiner konischen Schulter und der Gegenschulter am Fußende ;jener Bohrung bei allem Betriebszuständen der Kerze ein feiner Drosseiskalt verbleibt, der das Eindringen heisser Gase in den Raum zwischen Bohrungswand und dem fußseitigen Abschnitt der I.littelelektrode mindeotene bei betriebswarmer Kerze verhindert»2„ Verfahren zur Fertigung von Zündkerzen nach Anspruch 1f dadurch gekennzeichnet 9 dass die lüttelelektrode in zwei getrenntenβ zuvoi an ihren späteren Berührungsflächen für eine Verlötung vorbereiteten Teilen (4*5) in den Isolierkörper (1) eingesetzt und der kopfaeitige Xittelelektrodenteil (4) dabei gasdicht im Isolierkörper befestigt wird, worauf der fußseitige Tiittelelektrodent eil (5) durch Einwirken auf sein äusseres Ende mit seiner konischen Schulter (6) fest gegen die Gegenschulter (3) im Isolierkörper gezogen wird und die beiden Teile (4*5) der ülittelelektrode zw^eckmässig durch Hochfrequenzerwärmung miteinander verlötet werden©3« Verfahren nach Anspruch 2f dadurch ^kennzeichnet9 dass die Zugeinwirkung am fußseitigen :.iittelelektrodenende erst nach dem siehe ren Haften der Lotung aufgehoben wird«4. Zündkerze nuch Anspruch 1f dadurch gekennzeichnet 9 dass sowohl dig konische 3ciiulter (6) am fußseitigen Teil (5) der Tiittelelektrode als auch die Gegenschulter (3) ia der Längsborhung (2) des Iso«« lierkörpers (1) einenjs-pitzen Kegelwinkel hatezündkerze nach Anspruch 4; dadurch gekennzeichnet* d aso der Zmgeh winkel der beiden konischen ochulterf lachen (3*6) kleiner als 60° ist«6. zündkerze nach jedem der Ansprüche 4 oder 5t dadurch gekennzeichnet ^ dasb die konisahen Schultern (3f6) verschiedene Kegel« winkel haben*7. Zündkerze nach Anspruch 6» dadurch gekennzeichnet, dass der Kegel inkel der Schulterfläche (6) am fußseitigen Mttelelektrodenteil (5) etwas spitzer ist als der Kcgelwinkol der Gegensehulter« fläche (3)ο8. Ausbildung der zweitiiligen Mittelelektrode für Zündkerzen 9 die nachdem Verfahren nach Anspruch 1 oder 2 hergestellt sind, dadurch gekennzeichnet» dass der eine derjb-eiden Blektrodenteile in eine Längsbohrung -des anderen einfasste9» Zündkerze nach Anspruch 7» dadurch gekennzeichnetf dass sich die Lär.^sbohrung im kopfseitigen Teil der I-littelelektrode befindet«
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