DEP0042961DA - - Google Patents
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Description
&ng, am .
30. April 1949
Druckguß-Verfahren zur Herstellung von Doppel- oder Mehrfach-Käfigläufern für Asynchronmotoren.
Für die Massenfertigung von Käfigläufern für Asynchronmotoren hat sich das Leichtmetall-Druckguß-Verfahren sehr bewährt.
Es läßt sich jedoch für Läufer beliebiger Größe nicht anwenden, weil ihm die Leistungsfähigkeit der handelsüblichen
Druckgußmaschinen eine obere Grenze setzt. Es war deshalb bisher ohne erheblichen Kostenaufwand nicht möglich, Druckgußkäfige
für Läufer von Asynchronmotoren größerer Leistung herzustellen.
Einem bekanntgewordenen Herstellungsverfahren für solche Käfige,
durch welches dieser Mangel überwunden werden sollte, stehen Bedenken hinsichtlich der Güte der elektrischen Leitfähigkeit
des Käfigs entgegen. Nach diesem Verfahren erfolgt nämlich eine Aufteilung der Ringe des Läuferkäfigs in Segmente,
die nacheinander mit den zugehörigen Stäben gespritzt werden, und bei welchen eine Verbindung der Ringsegmente durch eingelegte
Kupferstücke herbeigeführt wird. Der Läufer wird also für das Gießen in Sektoren unterteilt, die nacheinander gegossen
werden.
Bei dem Druckguß-Verfahren zur Herstellung von Mehrfach-Käfigläufern
für Asynchronmotoren nach der Erfindung werden mindestens zwei in sich selbständige Käfigelemente, von denen das
eine innerhalb des anderen angeordnet ist, nacheinander gegossen« Für jedes Element steht dadurch die gesamte Leistungsfähigkeit
der zur Anwendung kommenden Druckgußmaschine zur Verfugung.
In der Zeichnung sind 2 Ausführungsbeispiele für Läuferkäfige wiedergegeben, die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt
sind. Das eine Beispiel ist in der Abb. 1 im Schnitt senkrecht zur Achse und in der Abb. 2 durch die Achsebene geschnitten
dargestellt. Ein anderes Beispiel ist im Schnitt aus Abb. 3 ersichtlich. Die beispielsweisen Läuferausführungen
lassen noch verschiedene zusätzliche Merkmale der Erfindung erkennen.
In den Abb. 1 und 2 sind die Nuten 1 des äußeren Käfigs von den Nuten 2 des inneren Käfigs durch die Stege 3 (Sättigungswege) voneinander getrennt. Die Herstellung des Käfigs erfolgt
in der Weise, daß durc'i die Druckgußform zunächst die äusseren
Nuten ί abgedeckt sind und nur der innere Käfig gegossen
wird, der aus den Stäben 2 und den Ringen 4 besteht. An die Ringe 4- sind die Flügel 5 angegossen. Beim nächsten Arbeitsgang
werden durch die Form die äußeren Nuten 1 freige-
geben. Beim Druckgußvorgang entsteht dann der äußere Käfig, der aus den Stäben 1, den Ringen 6 und den Plügeln 7 gebildet
wird.
Durch diese Herstellungsart wird ein aus zwei Käfigelenenten bestehender Läufer geschaffen. Er weist in elektrischer Hinsicht
den Vorteil auf, daß beide Elemente (Anlauf- und Lauf-Käfig) völlig getrennt arbeiten, wodurch eine Erhöhung des
Anzugsmomentes erzielt wird. Erweist sieh die magnetische
Streuung bei Lauf durch die Sättigungsstege 3 als zu hoch, so werden diese Stege nach dem ersten Spritzvorgang durch Aussägen
entfernt.
Der äuUere Käfig (Anlauf-Käfig) kann aus Werkstoff geringerer
Leitfähigkeit (Silumin) bestehen. Für den Laufkäfig dagegen ist Reinaluminium zu verwenden.
Die Unterteilung des Läufers in einzelne Elemente kann je nach
Bedarf bzw« nach Maßgabe der Leistungsfähigkeit der zur Verfügung stehenden Druckgußmaschine fortgesetzt werden. Statt
zweier Käfigelemente können also auch deren drei und mehr nacheinander hergestellt werden,,
Die Abbildung 3 gibt einen Längsschnitt durch einen Läufer mit zugehörigem Ständer wieder, bei welchem der ganze Läuferkörper
in Achsrichtung in drei Teile unterteilt ist. Jeder Teil ist dabei als vollständiger Doppelkäfigläufer ausgebildet und
einzeln nach dem geschilderten Druckguß-Verfahren hergestellt. Die drei Einzel-Käfige 8, 9 und 10 sind auf die tfelle 11 aufgepreßt.
Durch angegossene Rippen 12 wird Kühlluft durch die Schlitze zwischen den Ständerblechpaketen 13, 14 und 15 gefördert.
Claims (5)
- Patentansprücheti1· Druckguß-Verfahren zur Herstellung von Doppel- und Mehrfach-Käfigläufern für Asynchronmotoren, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei in sich selbständige Käfigelemente (1, 6 und 2, 4), von denen das eine (2, 4) innerhalb des anderen (1, 6) angeordnet ist, nacheinander gegossen werden (Abb. 1 und 2).
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen den äußeren (1) und inneren (2) Nuten des Läuferkörpers vorgesehenen Stege (3) nach dem ersten Spritzvorgang entfernt werden.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der äußere Käfig (Anlauf-Käfig) aus Werkstoff geringerer Leitfähigkeit (z.B. Silumin) als der innere Laufkäfig (ζ·Β. Reinaluminium) hergestellt wird.
- 4. Käfigläufer für Asynchronmotoren, dessen Käfig nach dem Anspruch 1, 2 oder 3 hergestellt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Läufer in der Richtung der Achse aus mindestens zwei nacheinander gegossenen Teilen (z.B. 8 und 9) besteht, von denen jeder Teil für sich einen selbständigen Käfigläufer bildet, und daß die einzelnen Käfigläufer auf eine gemeinsame Welle aufgepreßt sind (Abb. 3).
- 5. Käfigläufer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die inneren Kurzschlußringe der Käfige mit Sippen (12) versehen sind, die in die Luftschlitze zwischen den einzelnen Teilkäfigen (8, 9 und 10) hineinragen»
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