DEP0039706DA - Fertigungskarte - Google Patents

Fertigungskarte

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DEP0039706DA
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Germany
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goods
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Inventor
Hans Wetzlar Leis
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Description

Beim Anmeldungsgegenstand handelt es sich um die Lehre, die Bewegung sämtlicher Waren in einem Fertigungsbetrieb, also insbesondere der Fertigwaren, der Halbwaren, der Rohwaren und der Zubehörteile, mittels eines ganz bestimmten Vordrucks auf besonderen Karten niederzulegen, um dadurch die Möglichkeit einer ständigen Übersicht über alle Waren für eine reibungslose Fertigungssteuerung zu schaffen.
Die bisherige Disposition in den Betrieben beschränkt sich darauf, den Warenbedarf der Kundenaufträge mengenmäßig durch Bestellungen abzudecken. Zu diesem Zwecke wurden Karten verwandt, auf denen im Wesentlichen nach dem Eingangsdatum der Kundenaufträge entweder vom Lagerbestand abgeschrieben, oder wo keine Lager vorhanden waren, diese durch die Bestellungen an den Betrieb für einen bestimmten Termin abgedeckt wurden.
Dies gestattete aber nur eine sehr unvollkommene Disposition, weil damit keine vollständige Auftragsführung, geschweige denn eine Auftragslenkung erreicht werden konnte, man verfügte also lediglich über eine reine Vordisposition der Warenbestandsführung.
Für eine vollkommene Auftragsführung und zu Schaffung der Möglichkeit einer Auftragslenkung gehört aber als Voraussetzung, daß jede Bewegung der Ware (Fertigfabrikate, Halbware, Rohware, Zubehörteile usw.) sofort festgehalten, d.h. in einer entsprechend eingerichteten Karte eingetragen wird, die daher als
Fertigungskarte
anzusprechen ist.
Gegenstand der Erfindung ist demgemäß eine derartige Fertigungskarte, die nach ihren Eintragungen ein vollkommenes und vollständiges Bild über die mengenmäßige Bewegung der Waren, sowohl nach Disposition, als auch effektiv und zugleich über die terminmäßige Abwicklung dieser Bewegungen vermittelt.
Verbunden damit ist die Überwachung und Kontrolle der jeweiligen Fertigungsbetriebe und Lagerstellen.
Die Fertigungskarten gemäß der Erfindung sind überall dort anzulegen, (bzw. am Platze) wo eine wiederholte Fertigung des Erzeugnisses vorkommt und zwar für alle Teile, die dem Fertigungserzeugnis zu eigen sind. Es sind z.B. geschaffen:
Karte I rot Fertigungskarte für Fertigwaren
Karte II grau " " Halbwaren
Karte III blaugrün " " Rohguß (Rohware)
Karte IV braun " " Zubehörteile (fremder Bezug usw.)
Im folgenden wird die Erfindung an Hand der Zeichnung beispielsmäßig für Fertigware näher erläutert.
Handhabung in der Führung der Fertigungskarten für Fertigwaren:
z.B. für die Erzeugung von emallierten Dauerbrandofen Nr. 164, Ausführung IIIb.
Dieses Erzeugnis hat nach den statischen Erhebungen von früheren Zeiten einen Jahresumsatz von ca. 5500 Stück. Der Mindestbestand soll 150 Ofen, der Lagerhöchstbestand 650 Stück unter Berücksichtigung der für den Montagebetrieb günstigsten Fertigungsmenge von 500 Stück in 14 Arbeitstagen betragen.
Zur Zeit der Inventur am 1.1.48 waren lt. Lagerbestandsaufnahme 248 Stück fertige Ofen auf Lager (Karte I, Zeile 1). Es standen also, unter der Voraussetzung, daß keine Bestellungen in der Werkstatt zur Ausführung vorlagen und keine Kundenaufträge auf solche fertige Ofen im Werke vorhanden waren, im Verfügungsstand "Soll" 248 Stück Ofen zur Verfügung; das tatsächliche Lager betrug somit ebenfalls 248 Stück.
Am 3.1.48 kam ein Kundenauftrag V 7 (Versandauftrag) von 25 Stück Ofen, (lieferbar prompt 3.1.48), so daß sich durch Abbuchung dieses Auftrages unter Ausgang der Verfügungsstand "Soll" auf 223 Stück Ofen und nach sofortiger Lieferung auch der Lagerbestand (tatsächliches Lager) auf 223 Ofen ermäßigt. Analog erfolgt die Abbuchung bei den anderen Kundenaufträgen Zeile 3 mit V 9, Zeile 5 mit V 12 und in den Zeilen 6, 7, 10 und 11 mit V 18, V 20, V 43 und V 45. Nach Abbuchung des Kundenauftrages V 9 (über 80 Stück Ofen) ist der Verfügungsstand "Soll" unter den zulässigen Mindestbestand auf 143 Ofen gefallen. Es wird daher dem Betrieb (Zeile 4) am 3.1.48 auf 500 Ofen zur Herstellung vorgeschrieben. Durch diese Disposition erhöht sich der Verfügungsstand "Soll" auf 643 Stück Ofen im Momente der Ausschreibung des Auftrages "B 14" an den Betrieb, während das tatsächliche Lager (am Fertigwarenlager) zu diesem Zeitpunkt 143 Ofen beträgt. Mit den tatsächlichen Lieferungen des erzeugenden Betriebes auf Fertigwarenlager, erhöht sich dann unter "Verfügungslager Ist" Zeile 8, 9, 12 und 13 (mit Bleistift eingetragen) der Lagerbestand an fertigen Ofen um die an diesem Tage jeweils gelieferte Menge. Es ist also unter Verfügungsstand "Ist" immer das tatsächliche Lager zu ersehen, das mit dem Bestand am Lager (der Lagerkarte) übereinstimmen muß.
Die Fertigungskarte I gibt also einmal Aufschluß darüber, ob auf Grund der Kundenanforderung (Bestellungen) richtig disponiert wurde (Verfügungsstand "Soll"), andererseits ist die Kontrollmöglichkeit, ob diese Dispositionen sich terminmäßig richtig abwickeln und vermittelt, außerdem im Verfügungslager "Ist" die Möglichkeit der Kontrolle über Lagerbestand, richtige Zuteilung und Führung der Lager.
Sowie der Auftrag (Zeile 4) B 14 durch den Betrieb erfüllt ist und die letzte Teillieferung (Zeile 13) mit 250 Stück fertigen Ofen (am 17.1.48) vom Fertigwarenlager übernommen wurde, muß der Verfügungsstand "Soll" und der Verfügungslager-"Ist"-Bestand gleich sein.
Ähnlich liegt die Führung bei allen anderen Teilen bzw. Fertigungskarten z.B. für Halbware, Rohware und werksfremden Bezug.
Mit der Führung der Fertigungskarten sind wesentliche Vorteile verbunden und zwar:
1. Im Verkehr mit Kunden und Betrieb
2. Für die Kapitalbewirtschaftung
Die Karten geben ohne jede Rückfrage im Betrieb der Werksleitung sofort ein klares Bild darüber, womit diese ihren Kunden dienen kann, was in der betreffenden Ware auf Lager oder im Betriebe sowohl mengenmäßig als auch termingemäß verplant wurde.
Die Kapitalbewirtschaftung, die jederzeit sofort notwendigen Folgerungen durch zentrale Lenkung und Bewirtschaftung der Bevorratung ziehen kann, wird ebenfalls leicht durchgeführt (Bestandsregulierung).
3. Innerbetrieblich: Wesentliche Entlastung und bessere Dispositionsmöglichkeiten der Werksleitung, leichteres Arbeiten der Abteilungen untereinander, Ersparnis der jährlichen Inventuraufnahmen in den Lagern u.a.m.

Claims (4)

1.) Fertigungskarte für industrielle Betriebe aller Art mit Warenbestandsführung, gekennzeichnet durch eine Einteilung, die gestattet, jede Bewegung der Ware (Fertigfabrikat, Halbware, Rohware, Zubehörteile) innerhalb des Betriebes durch Eintragung in eine dafür vorgesehene und bezeichnete Spalte festzuhalten.
2.) Fertigungskarte nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch vorzugsweise nebeneinander angeordnete Spalten für folgende Eintragungen: Datum, Beleg-Nr., Termine (Soll und Ist), Eingang, Ausgang, Verfügungsstand ("Soll") und Verfügungslager ("Ist").
3.) Fertigungskarte nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch Spalten für folgende Eintragungen: Mindestbestand, Höchstbestand, Normal-Bestellmenge, Lieferzeit in Arbeitstagen, Jahresumsatz.
4.) Fertigungskarte nach Anspruch 1-3, gekennzeichnet durch eine besondere Kennzeichnung, beispielsweise durch verschiedene Farbgebung o.dgl., zur Unterscheidung der Verwendung der Karte für Fertigware, Halbware, Rohware und Zubehörteile.

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