DEP0039217DA - Vorrichtung zur Ultraschallbehandlung des Mittelohres - Google Patents
Vorrichtung zur Ultraschallbehandlung des MittelohresInfo
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Description
Bei Mittelohrerkrankungen, insbesondere Otosklerose, tritt Schwerhörigkeit auf, weil die freie Beweglichkeit der Gehörknöchelchen bzw. der Stapes-Platte behindert ist. Es ist schon vorgeschlagen worden, durch Massage mit Hilfe von sehr niederfrequenten, pneumatisch erzeugten Luftstößen die Gehörknöchelchen wieder beweglich zu machen.
Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, die Massage des Mittelohres nicht mit niederfrequentem Schall, sondern mit Ultraschall durchzuführen, um durch große Kraft bei kleiner Amplitude eine Verbesserung der Massagewirkung zu erreichen und um die bei großen Lautstärken im Hörbereich auftretende lästige Tonempfindung zu vermeiden. Bei der bekannten Übertragung von Ultraschall über die Knochenleitung hat man gelegentlich bereits eine Gehörverbesserung beobachtet. Man hat auch schon versucht, eine Ultraschallbehandlung des Gehörganges durch Schallübertragung auf dem normalen Luftwege herbeizuführen. Dieses Verfahren ist jedoch in Luft bei hohen Frequenzen ungeeignet.
Erfindungsgemäß wird nun, um zu einer intensiven Einwirkung des Ultraschalls auf das Mittelohr zu gelangen, weder von dem für Ultraschall heute allein üblichen Weg der Knochenleitung noch von der für Hörschall normalen Übertragung auf dem Luftwege Gebrauch gemacht, sondern der Ultraschall wird dem Mittelohr über eine den Gehörgang bis zum Trommelfell ausfüllende Koppelflüssigkeit zugeleitet. Hierzu kann der Ultraschallschwinger entweder selbst so gestaltet sein, daß er mit seiner Strahlfläche in den die Koppelflüssigkeit enthaltenden Gehörgang einführbar ist oder er kann in an sich bekannter Weise mit einem in den Gehörgang einführbaren Schalleitkörper ver-
bunden bzw. mit einem entsprechend geformten Longitudinalschwinger aus Glas, Porzellan oder anderem schwingenden Material gekoppelt sein, der von ihm zu Eigenschwingungen angeregt wird.
Vorteilhaft ist zum Eintauchen des Strahlers ein in den Gehörgang einführbarer Flüssigkeitstrichter vorzusehen. Bei Verwendung eines solchen Trichters ist es nicht erforderlich, den Strahler selbst bis in den Gehörgang einzuführen und man kann auch größere, normale Ultraschallerzeuger für die Ohrmassage gebrauchen. Vorteilhaft werden magnetostriktiv wirksame Schallerzeuger mit einer Frequenz von etwa 20-30 kHz verwendet.
Claims (5)
1.) Vorrichtung zur Ultraschallbehandlung des Mittelohrs, gekennzeichnet durch die Verwendung einer den Gehörgang ausfüllenden Koppelflüssigkeit zwischen dem Ultraschallschwinger und dem Mittelohr.
2.) Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen mit seiner Strahlfläche in den Gehörgang einführbaren Ultraschallschwinger.
3.) Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen mit dem Ultraschallschwinger verbundenen, in den Gehörgang einführbaren Schalleitkörper.
4.) Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen mit dem Ultraschallschwinger gekoppelten, zu Eigenschwingungen erregten und in den Gehörgang einführbaren Longitudinalschwinger.
5.) Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen in den Gehörgang einführbaren, zum Eintauchen des Ultraschallschwingers geeigneten Flüssigkeitstrichter.
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