DEP0035194DA - Verfahren zur Herstellung von mit anderen Stoffen getränkten porösen Sintermetallkörpern. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von mit anderen Stoffen getränkten porösen Sintermetallkörpern.Info
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Description
Die Herstellung von Körpern aus gesinterten fein verteiltem Metall, wobei im allgemeinen Metallpulver zunächst in die Form der herzustellenden Körper gepreßt und alsdann gesintert wird, gewinnt immer mehr an Bedeutung. Es werden Körper aus den verschiedensten Metallpulvern, wie z. B. Eisenpulver, Stahlpulver, Gußeisenpulver, Pulver von Nichteisenmetallen und auch Pulver von legierten Metallen, für die verschiedensten Zwecke der Technik hergestellt.
Um z.B. bei im wesentlichen aus Eisen-, Stahl- oder Gußeisenpulver herzustellenden Sinterkörpern diesen noch weitere Legierungsbestandteile einzuverleiben, ist es auch bereits bekannt, dem zu verpressenden und zu sinternden Eisenpulver geringe Mengen anderer Metallpulver, wie beispielsweise von Blei, Kupfer o.dgl., zuzumischen, wobei während des Sintervorganges eine Art Legierung gebildet wird. Dabei handelte es sich bisher nur um die Zugabe verhältnismäßig geringer Mengen anderer Metallpulver zu dem den eigentlichen Grundwerkstoff bildenden Eisenpulver.
Gemäß veröffentlichten weiteren Vorschlägen soll bereits versucht worden sein, poröse Sintermetallkörper, und zwar insbesondere aus Sintereisen und Sinterstahl, nach ihrer Pressung und gegebenenfalls auch nach ihrer Sinterung mit anderen Metallen zu tränken, und zwar derart, daß auf den gepreßten porösen Sinterkörper im Verhältnis des auszufüllenden Porenvolumens ein entsprechend volumenmäßig bemessener Körper des Tränkungsmetalles aufgelegt und mit dem Sinterkörper zusammen, z.B. unter reduzierender Atmosphäre, in den Sinterofen eingesetzt wurden dabei schmilzt unter der Wirkung der Sintertemperatur das aufgelegte Tränkungsmetall, z.B. Kupfer, dessen Schmelzpunkt unter der Schmelz- bzw. Sintertemperatur des eigentlichen Sintereisenkörpers liegen muß, und soll in diesen Poren eindringen und von diesen aufgezogen werden. Bedingt
durch die unterschiedliche und teils sehr feine Porengröße des zu tränkenden Sintereisenkörpers füllt das Tränkungsmetall insbesondere die feinen und allerfeinsten Kanäle infolge seiner hierfür nicht ausreichenden Dünnflüssigkeit jedoch nur verhältnismäßig ungleichmäßig oder auch gar nicht aus, zumal die Luft in diesen Hohlräumen festgehalten wird und nur schwer entweicht und zumal der Fluß des Tränkungsmetalls nur unter der Wirkung seines Eigengewichtes erfolgt. Weiterhin erzielt dabei die Höhe des zu tränkenden Körpers eine Rolle, infolgedessen läßt sich mittels dieses Verfahrens im allgemeinen und insbesondere bei feinporigen Körpern größerer Höhe eine einheitliche Tränkung über die ganze Höhe des Körpers kaum erzielen.
Hier soll nun gemäß der vorliegenden Erfindung eine bedeutende Verbesserung dadurch geschaffen werden, daß die Tränkung von porösen Sintermetallkörpern mit anderen Stoffen dadurch erfolgt, daß die Tränkungsstoffe unter künstlicher Druckwirkung in den porösen Sintermetallkörper hineingereßt bzw. hineingesaugt werden. Durch Anwendung künstlichen Druckes, welcher sowohl als positiv als auch als negativ wirkender Druck wirksam gemacht werden kann, gelingt es, den gesamten miteinander in Verbindung stehenden Porenhohlraum des zu tränkenden Sinterkörpers mit dem Tränkungsstoff gleichmäßig auszufüllen, wobei selbstverständlich die in sich geschlossenen und mithin nicht zugänglichen Poren des Sinterkörpers erhalten bleiben.
Als Tränkungsstoffe, welche naturgemäß bei Temperaturen flüssig sein bzw. flüssig werden müssen, die unterhalb der Schmelz- bzw. Sintertemperatur des porösen Sinterkörpers liegen, können sowohl Metalle, wie z.B. Kupfer, Rotguß, Blei, Zink, Zinn, Aluminium oder deren Legierungen, als auch beispielsweise Kunststoffe, und zwar solche auf thermoplastischer als auch auf aushärtbarer Basis, Verwendung finden, weiterhin kann die Tränkung mit anderen geeigneten Stoffen und gegebenenfalls auch mit Flüssigkeiten, wie Teer, Pech, Wasserglas o.dgl., erfolgen.
Vorzugsweise wird das Verfahren derart durchgeführt, daß die Tränkung der Sintermetallkörper in einen gechlossenen, mit einer Zuführung für die Tränkungsstoffe ausgerüsteten Be-
hälter erfolgt, dessen Inneres z.B. mittels eines Gases, wie Luft, einen reduzierenden Gas o.dgl., unter Druck gesetzt oder evakuiert werden kann.
Um bei der Tränkung von Sintermetallkörpern mit anderen flüssigen Metallen oder Legierungen eine Art legierten Körper zu bilden, wird das Verfahren vorzugsweise derart ausgeführt, daß die Tränkung in entsprechend erhitzten Zustand der Sintermetallkörper, und zwar gegebenenfalls bei deren Sintervorgang erfolgt diese Erhitzung kann z.B. mittels Hochfrequenzbeheizung oder auch auf andere geeignete Weise bewerkstelligt werden.
Zur Durchführung des neuen Verfahrens wird der gepreßte Sintermetallkörper in einen geschlossenen Behälter eingebracht, in welchen man nach Erhitzung des Sintermetallkörpers das flüssige Tränkungsmetall einfließen läßt, worauf durch einen unmittelbar wirkenden Kolbendruck oder durch Vorschaltung eines Luft- oder Gaskissens ein entsprechender Druck auf den in dem Behälter befindlichen Tränkungswerkstoff ausgeübt wird, wodurch der Porenraum des porösen Sintermetallkörpers mit den geschmolzenen Tränkungsmetall ausgefüllt wird. Anstelle von einer Druckwirkung kann auch derart verfahren werden, daß der den zu tränkenden Sintermetallkörper enthaltende Behälter evakuiert wird, worauf das Tränkungsmetall in den Behälter einfließen gelassen wird.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von porösen Sintermetallkörpern, die mit anderen Stoffen, wie insbesondere mit flüssigen Metallen, getränkt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Tränkungsstoffe unter künstlicher Druckwirkung in den porösen Sintermetallkörper eingebracht, z.B. hineingepreßt oder hineingesaugt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tränkung der Sintermetallkörper in einem abgeschlossenen, mit einer Zuführung für die Tränkungsstoffe ausgerüsteten Behälter durchgeführt wird, dessen Inneres mittels Gas unter Druck gesetzt oder evakuiert werden kann.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Sintermetallkörper in erhitztem Zustande mit den Tränkungsstoffen getränkt wird.
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