DEP0031727DA - Tunnelofen mit Luftumwälzung in der Vorwärmzone - Google Patents
Tunnelofen mit Luftumwälzung in der VorwärmzoneInfo
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Description
Es ist bei Tunnelöfen, wie sie beispielsweise dem Brand keramischer Erzeugnisse dienen und bei welchen das Brenngut auf Brennwagen entsprechend dem fortschreitenden Brennprozess durch den Brennkanal hindurchgefahren wird üblich, in der Vorwärmzone eine Luftumwälzung vorzusehen. Zu diesem Zweck sind in der Kanalseitenwandung besondere Umwälzkanäle vorgesehen, die in der Nähe der Kanalzone und im Gewölbe Öffnungen besitzen. Die verhältnismässig kalte Luft in der Nähe der Kanalsohle wird durch entsprechende Öffnungen abgesaugt, senkrecht nach oben geführt und vom Gewölbe her wieder in den Ofen eingeleitet. Um diese Umwälzung durchzuführen, sind in dem Weg, den die Luft nimmt, beispielsweise in den Kanälen Ventilatoren vorgesehen, die die erforderliche Luftbewegung hervorrufen. Auf der Länge der Kühlzone sind auf beiden Seiten des Brennkanals mehrere solcher Einrichtungen vorgesehen und es kann auf diese Weise eine gewisse Vergleichsmässigung der Temperatur in den einzelnen Abschnitten der Vorwärmzone herbeigeführt werden. Indes genügt dieser Ausgleich nicht, denn es ist nicht nur erwünscht, in einzelnen Abschnitten eine gewisse Vergleichsmässigung der Temperatur zu erzielen, sondern einen steuerbaren Temperaturausgleich über die ganze Länge der Vorwärmzone zu ermöglichen. Mit der gegebenen Möglichkeit einen Ausgleich über die ganze Abkühlzone herbeizuführen, wird es wesentlich leichter, die Ofenführung besondere betrieblichen Bedingungen anzupassen.
Gemäss der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass in den Seitenwandungen des Brennkanals im Bereich der Vorwärmzone mindestens zwei Kanalgruppen für die Umwälzung der Luft vorhanden sind. Diese Kanalgruppen haben Öffnungen in der Nähe der Brennkanalsohle und im Gewölbe, die derart gegeneinander versetzt sind, dass die Sohlenöffnungen der einen Kanalgruppe und die Gewölbeöffnungen der benachbarten Gruppen einander gegenüber stehen. In dem Wege, den die Luft nimmt, z.B. in den Kanälen sind
Ventilatoren untergebracht und unter dem Einfluss der Drehrichtung dieser Ventilatoren wird wahlweise ein schraubenförmiger Vor- und Rücktransport der Luft in Richtung der Ofenachse herbeigeführt. So ist es möglich, die unmittelbar über der Kanalsohle dem Ofenquerschnitt entnommene verhältnismässig kalte Luft weiter in Richtung auf die Brennzone dem Ofen wieder zuzuführen und auf diese Weise an dieser an sich heisseren Stelle des Ofens eine gewisse Kühlwirkung hervorzurufen. Andererseits ist es aber auch möglich, in Anpassung an besondere Betriebsbedingungen heisse Luft in der Nähe des Gewölbes zu entnehmen und in Richtung auf das Einfahrtende des Ofens der Brennkanalsohle zuzuführen und dort eine Temperatursteigerung herbeizuführen, die sonst nicht zu erreichen wäre. Die schraubenförmige Umwälzung der Luft in der Vorwärmzone macht daher den Ofen wesentlich elastischer und anpassungsfähiger.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgedankens schematisch dargestellt, ohne dass indes die Verkörperung des Erfindungsgedankens auf diese Ausführungsform beschränkt wäre.
Die Abb. 1 und 2 stellen senkrechte Längsschnitte durch den Brennkanal eines Tunnelofens dar.
Die Abb. 3 stellt einen Schnitt durch die Abb. 1 im Bereich einer Umwälzkanalgruppe dar.
Abb. 4 einen entsprechenden Schnitt nach Abb. 2.
Der Brennkanal 1 erstreckt sich, wie aus den Abb. 1 und 2 ersichtlich, über die ganze Länge des Ofens und das Brenngut wandert in Richtung des Pfeiles 2 durch den Brennkanal hindurch, der seinerseits unterteilt ist, in eine Vorwärmzone, eine Brenn- und Abkühlzone. Einzelheiten des Ofens sind in den Darstellungen fortgelassen und zwar gilt dies insbesondere für die Brenn- und Abkühlzone, die mit Einrichtungen versehen sein können, wie sie bei derartigen Öfen üblich und bekannt sind. In der Vorwärmzone sind die Umwälzkanäle gemäss der Erfindung dargestellt. Diese Kanäle 3a und 3b sind auf den Seiten des Kanals 1 angeordnet. In der Nähe der Kanalsohle besitzen sie Öffnungen 4a und 4b und im Gewölbe Öffnungen 5. Diese Öffnungen 4a/4b und 5 sind derart gegeneinander versetzt, dass sich die Ge-
wölbeöffnungen 5 der einen Kanalgruppe und Sohlenöffnungen 4a/4b der anderen Gruppe gegenüberstehen. Bei der ersten in der Nähe des Einfahrtendes angebrachten Kanalgruppe stehen den Sohlenöffnungen 4a/4b keine entsprechenden Gewölbeöffnungen 5 gegenüber, während bei der letzten Gruppe in der Nähe der Brennzone die Gewölbeöffnungen 5 ohne gegenüberliegende Öffnungen einer anderen Kanalgruppe angeordnet sind. In der Zeichnung (Abb. 1 und 2) sind jeweils nur zwei Kanalgruppen vorgesehen. Selbstverständlich ist es möglich, auch drei oder mehr solcher Kanalgruppen vorzusehen, wobei sinngemäss die Anordnung entsprechend getroffen wird. In dem senkrechten Verbindungskanal bzw. 3b zwischen Sohlenöffnungen und Gewölbeöffnungen befinden sich die Ventilatoren 6, die von Motoren 7 angetrieben werden, deren Drehrichtung wahlweise umsteuerbar ist.
Die Wirkungsweise der Anordnung ist folgende:
In Abb. 1 und 3 ist die Drehrichtung der Ventilatoren so eingestellt, dass in der ersten Gruppe die Luft an den Sohlenöffnungen 4a bzw. 4b angesaugt wird, wie durch die Pfeile angedeutet. Diese verhältnismässig kühle Luft wird durch den Verbindungskanal 6 zum Gewölbe befördert und dort dem Ofen wieder zugeleitet, und zwar an einer Stelle, die näher der Brennzone liegt und infolgedessen eine höhere Temperatur aufweist. Es tritt mithin hier eine gewisse Abkühlung ein. Den Gewölbeöffnungen 5 dieser ersten Kanalgruppe stehen die Sohlenöffnungen 4a bzw. 4b der zweiten Kanalgruppe gegenüber. Hier wird wiederum Luft von der Kanalsohle abgesaugt und dem Gewölbe zugeführt und zwar wiederum einer Stelle, die noch näher der Brennzone liegt. Es ist deutlich, dass der hierdurch hervorgerufene schraubenförmige Transport der Luft in Achsrichtung des Ofens und in Richtung auf die Brennzone beliebig weit geführt werden kann, indem weitere solcher Kanalgruppen vorgesehen werden.
Während die beschriebene Transportrichtung der Luftumwälzung beispielsweise dann angeordnet wird, wenn die Vorwärmzone in der Nähe der Brennzone zu hohe Temperaturen annimmt, wird die Drehrichtung der Ventilatoren und damit die Umwälzrichtung geändert, wenn bei-
spielsweise die Temperatur in der Nähe des Einfahrtstandes zu niedrig wird. Diese Verhältnisse sind durch die Pfeile in den Abb. 2 und 4 angedeutet. Die Luft wird in der letzten Kanalgruppe im Gewölbe abgesaugt und schliesslich in der Nähe des Einfahrtstandes durch die Sohlenöffnungen wieder der Sohle des Kanals zugeführt, sodass hier eine Temperatursteigerung hervorgerufen wird.
Es ist selbstverständlich, dass bezüglich der Anordnung der einzelnen Kanalgruppen bzw. ihrer Öffnungen zueinander gewisse Abweichungen möglich sind, ohne dass hierdurch der Grundgedanke der Erfindung wesentlich geändert würde, wenn dadurch der schraubenförmige Transport der Luft vor- oder rückwärts gewahrt bleibt. Auch sind Änderungen in der Ausbildung der Kanäle und der Öffnungen sinngemäss möglich.
Claims (1)
- Tunnelöfen mit einer durch Ventilatoren bewirkten Luftumwälzung in der Vorwärmzone gekennzeichnet durch mindestens zwei Kanalgruppen, deren Öffnungen in der Nähe der Brennkanalsohle und im Gewölbe derart gegeneinander versetzt sind, dass jeweils die Sohlenöffnungen der einen Gruppe und die Gewölbeöffnungen der benachbarten Gruppen einander gegenüberstehen, so dass unter dem Einfluss der Drehrichtung der Ventilatoren eine schraubenförmige Bewegung des Luftstromes in Richtung der Ofenachse stattfindet.
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