DEP0027772DA - Elektromagnetische Kupplung - Google Patents
Elektromagnetische KupplungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf elektromagnetische Kupplungen und besteht darin, dass zwischen dem Magnetkörper und dem Anker ein Reibbelag aus Gußeisen oder Stahl angeordnet ist, der den Kraftlinienfluss wenig beeinflußt. Der Reibbelag soll im Bereich der Magnetspule eine ringförmige Ausnehmung aufweisen und kann zwei- oder mehrteilig sein, so dass er auch bei durchgehender Welle auswechselbar ist.
Durch den Vorschlag gemäß der Erfindung werden elektromagnetische Kupplungen sowohl hinsichtlich ihrer Wirksamkeit als auch hinsichtlich ihrer Langlebigkeit bedeutend verbessert, denn einmal ist der Verschleiß zufolge der sehr günstigen Gleiteigenschaften von Stahl auf Gußeisen sehr gering, zum anderenmal werden die Kraftlinien durch den Gußeisenbelag wenig beeinflußt, insgesamt gesehen aber für den Reibungsschluß besser genutzt als bei den Kupplungen, wo zwischen den beiden Polen bei Reibungsschluß durch die Scheibe aus Bremsbelag ein Luftspalt verbleibt.
Obgleich Gußeisen als Reibbelag gleittechnisch günstiger ist, weist es nicht so gute magnetische Eigenschaften wie Stahl auf. Bei großen Drehmomenten ist deshalb ein Reibbelag aus Stahl vorzuziehen, obwohl die Abnutzung am Magnetkörper dadurch größer wird. Grundsätzlich ist es jedoch so, dass es in erster Linie darauf ankommt, einen Belag mit guten magnetischen Eigenschaften zu verwenden, welcher bei auftretendem Verschleiß auch ausgewechselt werden kann. Aus diesem Grunde kann sowohl Stahl wie auch Gußeisen verwandt werden, und zwar je nachdem, ob günstige oder weniger günstige magnetische Eigenschaften vorliegen müssen.
Auf der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in einer beispielsweisen Ausführungsform veranschaulicht. Es zeigt
Abb. 1 einen Längsschnitt durch eine mit einem Reibbelag gemäß der Erfindung ausgerüstete elektromagnetische Kupplung,
Abb. 2 einen Schnitt durch eine Einzelheit der Kupplung, die auf das Nachstellen der Kupplung Bezug hat.
Mit 1 ist die treibende und mit 7 die getriebene Welle bezeichnet. Mit ersterer ist die Kupplungsnabe 2 verkeilt, an der für die Stromzuführung der Schleifring 3 befestigt ist, während der zwei Pol in die Masse der Maschine gelegt wird, was bei geringen Spannungen möglich ist. Mit der Nabe 2 ist außerdem der Magnetkörper 4 verschraubt, in dem die Spule 5 mit Hilfe von Pressmasse befestigt ist. Die Nabe 6 ist mit der Welle 7 verkeilt und auf ihr beweglich zur Längsrichtung der Flanschkörper 8 angeordnet und durch die Gleitfedern 9 gegen Verdrehen gehalten. An diesem Flanschkörper 8 ist der Anker 10 und an diesem Anker 10 wiederum der gußeiserne Reibbelag 11 mit Schrauben befestigt.
Wird durch die Spule 5 ein Strom geschickt, so erregt diese im Magnetkörper 4 und Anker 10 ein Kraftfeld, wodurch sich beide anziehen. Die alsdann zwischen Magnetkörper 4 und Reibbelag 11 auftretende Reibung wird so gross, dass der Anker 10 und damit die Welle 7 mitgenommen wird. Diese Zustand veranschaulicht die Abb. 1, die somit die Kupplung in eingerückter Stellung zeigt.
Wird der Strom unterbrochen, löst sich der Anker 10 mit dem Reibbelag 11 vom Magnetkörper, und es drücken die in der Nabe 6 verkeilten Druckfedern 12 über die Scheibe 13 den Anker 10 so weit zurück, bis sich die Scheibe 13 gegen die Stellmutter 14 legt. Der Spalt zwischen der Scheibe 13 und der Stellmutter 14 verschwindet, dagegen entsteht jetzt ein Spalt zwischen dem Reibbelag 11 und dem Magnetkörper 4, womit die Kupplung gelöst ist und die Wellen 1 und 7 nicht mehr miteinander verbunden sind. Ist der Reibbelag 11 nach langem
Gebrauch der Kupplung stark verschlissen, wird die Kupplung nachgestellt, indem der Schnapper 15 aus einem der gleichmäßig in der Scheibe 13 verteilten Löcher gezogen, daraufhin die Stellmutter 14 entsprechend verdreht und der Schnapper 15 alsdann wieder eingerastet wird. Mit dieser Nachstellvorrichtung ist es also möglich, den Luftspalt bei ausgerückter Kupplung stets auf ein bestimmtes Mass zu halten und damit auch dafür zu sorgen, dass die Einrückkraft immer konstant bleibt.
Der Reibbelag 11 ist im Bereich der Magnetspule 5 bei 16 mit einer ringförmigen Ausnehmung versehen und zwei- oder mehrteilig ausgebildet, so dass er auch bei durchgehender Welle auswechselbar ist.
Claims (3)
1. Elektromagnetische Kupplung, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Magnetkörper (4) und dem Anker (10) ein Reibbelag (11) mit einem geringen magnetischen Widerstand, beispielsweise aus Gußeisen oder Stahl angeordnet ist.
2. Kupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Reibbelag (11) im Bereich der Magnetspule (5) eine ringförmige Ausnehmung aufweist.
3. Kupplung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Reibbelag (11) zwei- oder mehrteilig ist, so dass er auch bei durchgehender Welle auswechselbar ist.
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