DEP0018311DA - Hochfrequenzgenerator für medizinische Behandlung mit Ultraschall und Diathermie - Google Patents

Hochfrequenzgenerator für medizinische Behandlung mit Ultraschall und Diathermie

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DEP0018311DA
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Germany
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frequency generator
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ultrasound
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Wilhelm Dr. Lehfeldt
Original Assignee
Dr. Lehfeldt & Co. GmbH, Marquartstein
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Description

Es sind Hochfrequenzgeneratoren für Diathermie auf dem Markt, bei denen die verwendete Senderöhre bis zur Grenze der Leistungsfähigkeit belastet ist. Ändert sich der Belastungskreis z.B. dadurch, dass der Patient seine Lage nennenswert wechselt oder sich gänzlich entfernt, so kann die Röhre erheblich überlastet werden, was ihre Lebensdauer beeinträchtigt. Neuerdings sind auch Ultraschallgeneratoren bekannt geworden, die diesen Mangel, außerdem aber eine schädliche Erwärmung des Massagekopfes, insbesondere während den Behandlungspausen zeigen.
Die Erfindung bezweckt zweierlei:
1.) Zur Verbilligung des vom Arzt zu beschaffenden Inventars soll ein einziger Hochfrequenzgenerator für verschiedene Frequenzen und Zwecke verwendet werden, der sich mittels eines Wellenschalters auf verschiedene Wellenbänder umschalten lässt, wobei, wie vom Rundfunkempfänger bekannt, verschiedene Spulensätze für die verschiedenen, weit auseinander liegenden Frequenzen in bekannter Weise eingeschaltet werden. Dadurch wird erreicht, dass der Arzt statt zweier Geräte nur ein einziges zu kaufen braucht, das in seinem Preis nicht wesentlich höher als jedes der beiden einzelnen der bisher bekannten Gerätetypen zu liegen braucht.
2.) Durch die Erfindung sollen die Mängel der bisher bekannten Geräte bezüglich Überlastung von Röhren und Ultraschallbehandlungskopf beseitigt werden und durch besondere Maßnahmen zur Verhütung einer Überlastung eine kleinere Bauweise und die Verwendbarkeit kleinerer Röhren und sonstiger Einzelteile ermöglicht werden. Die Erfidnung dient also der gedrängten und daher verbilligten Bauweise eines Mehrröhren-Gerätes für den
Arzt.
Erfindungsgemäß dient der gleiche Hochfrequenzsender zur wahlweisen Erzeugung verschiedener und in der ärztlichen Praxis benötigten Frequenzen, wobei zwecks Ausnutzung aller Einzelteile bis an die Grenze der Belastbarkeit Maßnahmen ergriffen sind, die die vom Netz aufgenommene Leistung automatisch verringern oder abschalten, wenn die Behandlung unterbrochen wird oder wenn der Patient selbst durch unzulässige aber unvermeidliche Körperbewegungen den Energiezufluss in seinen Körper verringert oder ganz unterbindet. Wird z.B. der Ultraschallbehandlungskopf vom Körper abgehoben, so strahlt er keine Energie mehr ab und die ganze, vom Netz zugeführte Energie würde in einer schädlichen Erwärmung der Röhren und des Behandlungskopfes enden.
Deshalb wird vorgeschlagen, dem Ultraschallbehandlungskopf eine Aufhängevorrichtung zuzuordnen, in die er in den Behandlungspausen abgelegt wird, wobei durch dieses Ablegen ein elektrischer Kontakt betätigt wird, der die Netz- oder die Anodenspannung unterbricht. Gemäß weiterer Erfindung kann zur Verringerung der erforderlichen Schaltleistung eine zusätzlich erzeugte negative Gitterspannung durch diesen Kontakt an die Röhren gelegt werde, wodurch der Anodenstrom in bekannter Weise gesperrt wird. Dabei bleibt die Heizung in Betrieb, sodass das Gerät betriebsbereit ist.
Da sich ein Ultraschallbehandlungskopf während der Behandlung wenig, in den Behandlungspausen aber sehr stark erwärmen würde, ist damit die Erwärmung weitgehend reduziert. Um den Kopf aber in den Pausen noch zusätzlich zu kühlen, kann die Aufhängevorrichtung gemäß weiterer Erfindung so ausgebildet werden, dass sie selbst eine große Wärmekapazität besitzt und dem Kopf in der Pause deshalb Wärme entzieht. Zur besseren Wärmeübertragung an die Aufhängevorrichtung wird des weiteren vorgeschlagen, entweder für einen guten flächenhaften Kontakt zu sorgen, oder noch besser, die Abkühlung durch Eintauchen des Kopfes in eine hierfür an der Aufhängevorrichtung angebrachten Wanne, mit Öl oder Wasser gefüllt, zu bewirken.
Der Kopf selbst soll gemäß weiterer Erfindung eine vergrößerte Wärmekapazität besitzen, damit er auch eine lang andauernde, pausenlose Behandlung gestattet. Würde man die Wärmekapazität nur durch Ausnützung der spezifischen Wärme erzielen wollen, so würde der Kopf unerwünscht groß und schwer. Deshalb wird gemäß weiterer Erfindung vorgeschlagen, Effekte wie Schmelz- oder Siedewärme zur Erhöhung der Wärmekapazität mit heranzuziehen. Die Schmelzwärme des Eisens beträgt bekanntlich das 80-fache der spezifischen Wärme pro Grad. So kann eine Füllmasse unter Ausnutzung der Schmelzwärme benutzt werden, oder es an die Verwendung einer Füllflüssigkeit gedacht, deren Siedepunkt in einem bestimmten Temperaturintervall liegt, um die Siedewärme zur Erhöhung der Wärmekapazität mit auszunutzen. Der dadurch erhaltene Temeperaturbereich entspricht der vom Patienten als angenehm warm empfundenen Temperatur des Behandlungskopfes, es können aber auch andere Wärmegrade gewählt werden, wenn dies zweckmäßig erscheint.
In der Stellung Diathermie wäre einen Überlastung des Hochfrequenzsenders möglich, wenn der Patient seine Lage im Hochfrequenzfeld ändert oder sich ganz aus diesem entfernt. Hierdurch würde der Strom im Belastungskreis sinken, wodurch gleichzeitig eine Rückwirkung auf die Frequenz des Senders eintritt. Man kann hier erfindungsgemäß eine automatische Abschaltung dadurch erreichen, dass man beispielsweise über einen thermoelektrischen Strommesser den Strom im Belastungskreis misst und bei Unterschreiten eines gewissen Mindestwertes ein Relais zur Abschaltung benutzt. Man kann auch die Stromverhältnisse im Belastungskreis mit einer Glimmlampe überwachen, die aufleuchtet, wenn die Belastung sinkt. Auch dann kann man mittels einer Photozelle ein Relais steuern, das die Abschaltung bewirkt. Man kann, gemäß weiterer Erfindung, auch die Rück- wirkung des Belastungskreises auf die Senderfrequenz benutzen, indem man über einen eigenen Resonanzkreis ein Relais solange unter Spannung hält, als die Frequenz einen vorgegebenen Wert hat. Verändert sich die Frequenz, so fällt das Relais ab und unterbricht die Leistungszufuhr zum Sender.
Die Umschaltung von einer Frequenz zur anderen soll erfindungsgemäß mittels eines Wellenschalters erfolgen. Dieser kann so ausgebildet sein, dass er gleichzeitig eine Umschaltung bewirkt, die den Abstimmdrehkondensator betrifft. Dieser liegt nämlich bei Diathermie im Patientenkreis, muss aber bei Ultraschall in den Senderkreis geschaltet werden, da dieser in engen Grenzen auf die Eigenfrequenz des Quarzes des Ultraschallmassagekopfes abgestimmt werden muss.
Sämtliche vorgenannten Erfindungsgedanken vereinigt, erlauben den gedrängten Aufbau eines universellen Hochfrequenzgerätes für den Arzt, bei dem trotz der äußersten Leistungsausnutzung keine Überlastung der teile zu befürchten ist.

Claims (1)

  1. Anspruch 1:
    Hochfrequenzgenerator für medizinische Behandlung mit Ultraschall und/oder Diathermie, dadurch gekennzeichnet, dass die gleichen Senderöhren oder Teile des Senders zur Erzeugung verschiedener fester Frequenzen dienen und dass zur Verhütung einer Überlastung in den Behandlungspausen eine automatische Abschaltung oder Entlastung erfolgt.
    Anspruch 2:
    Hochfrequenzgenerator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Frequenzumschaltung durch einen Wellenschalter erfolgt.
    Anspruch 3:
    Hochfrequenzgenerator nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Falle der Ultraschallerzeugung der Ultraschallmassagekopf in der Ruhelage in einer besonderen Aufhängevorrichtung liegt und dadurch in den Behandlungspausen automatisch den Generator außer Betrieb setzt oder seine Leistung auf ein erträgliches Maß schwächt.
    Anspruch 4:
    Hochfrequenzgenerator nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufhängevorrichtung für den Massagekopf gleichzeitig zur Kühlung desselben dient und so ausgebildet ist, dass er an eine Metallfläche großer Wärmekapazität anzulegen oder in eine Kühlflüssigkeit, wie Wasser oder Öl, zu tauchen ist.
    Anspruch 5:
    Hochfrequenzgenerator nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmekapazität des Massagekopfes so groß ist, dass die schädliche Erwärmung während der Behandlung verzögert, trotzdem aber eine schnelle Abkühlung in den Behandlungspausen gewährleistet ist.
    Anspruch 6:
    Hochfrequenzgenerator mit Behandlungskopf zur Ultraschallbehandlung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erhöhung der Wärmekapazität des letzteren physio-chemische Effekte wie Schmelz- oder Siedewärme mit ausgenützt sind.
    Anspruch 7:
    Hochfrequenzgenerator nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufhängevorrichtung für den Massagekopf zur Ultraschallbehandlung einen Kontakt betätigt, der bei Auflegen des Kopfes die Netzspannung oder die Anodenspannung abschaltet oder zur Verringerung der Schaltleistung eine besonders erzeugte negative Gitterspannung anlegt.
    Anspruch 8:
    Hochfrequenzgenerator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Betriebsstellung Diathermie die Abschaltung bei fehlender Belastung oder in den Behandlungspausen durch ein Relais erfolgt, das entweder als Stromindikator im Belastungskreis bei Unterschreiten eines Ström-Mindestwertes oder als Spannungsindikator hinter einem besonderen Resonanzglied auf Frequenzänderungen des Generators anspricht.
    Anspruch 9:
    Hochfrequenzgenerator nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Vereinfachung des Aufbaus der Wellenschalter den für Diathermie notwendigen Abstimmkondensator im Patientenkreis bei Umschaltung auf die Betriebsstellung Ultraschall so in den dafür dienenden Schwingkreis legt, dass die Abstimmung auf die Quarzfrequenz ermöglicht ist.

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