DEP0015856DA - Decke aus Stahlbetoniertigbalken ohne Zwischenbau- teile. - Google Patents
Decke aus Stahlbetoniertigbalken ohne Zwischenbau- teile.Info
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Description
piffL.-lNG. J. FRITZE t f^pr
'" PATENTANWALT ■ . /j\j 45 6 ^
HAMBURQ1 ■
STEINSTRASSE 23 Ί !/° _ . „ T nflji/.
Hamburg 31.Januar 1946.
Ingenieurbaugesellschaft Ohristiani & Iieisen mbH, Hamburg 1,
Ch.ileh.aus A.
gbor'-o -
Die Erfindung bezieht sich, auf ©ine aus fertigbetont eilen
herstellbare massive Betondecke, die insbesondere zur Verwendung als Geschoßdecke in Wohnhäusern bestimmt ist, die aber
auch für andere Anwendungsfälle, insbesondere als Dachdecke,
verwendbar ist* Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, gegenüber
den bekannten Bauweisen durch Vereinfachungen beim Herstellen und insbesondere durch Einsparung an Schalung, Zeit und Arbeit
zu sparen. Fernerhin soll die Herstellung der Bauteile fabrikmäßig
abseits der Verwendungsstelle erfolgen, so daß das Eindringen von zusätzlicher, feuchtigkeit in den Bau auf ein Mindestmaß
beschrankt wird.
Die Erfindung geht also von dem Gedanken aus, möglichst
die ganae Deckenkonstruktion aus fabrikmäßig herstellbaren Sinselstücken
zusammenzusetzenj die von ungelernten Arbeitern leicht
an der Baustelle zusammengebaut werden können. Die genannten Aufgaben
werden nach der Erfindung durch eine Bauweise gelöst, bei der die Decke aus aneinanderstoßend verlegten gleichartigen Teilstücken
besteht β Diese Teilstücke berühren sich beim Aneinanderlegsn.
lediglich im unteren Teil über die ganse Balkenlänge, während
darüber an den Seitenwagen Buten und Eingußöffnungen vorgesehen
sind, die nach dem Verlegen der Teilstücke mit Zement» mörtel vergossen werden und so eine gegenseitige Verdübelung der
Teilstücke ergeben« Zweckmäßig bestellt dabei jedes einzelne
Deckenteilstück aus* einem U-förmigen Stahlbetonträger,
der mit der Oeffnung nach unten verlegt wird. Die Außenflächen der Hippen dieses körpers sind also zur Anlage
am gleichartigen lachbarkörper bestimmt. Die Hippen selbst
können in gewissen Abständen durch Querstege verbunden und in den verbleibenden Oeffnungen schall- und wärmedämmende
leichte Füllkörper untergebracht werden, so daß die fertige Decke allen denkbaren Anforderungen bei ihrer Verwendung
entspricht. Der Gesamtquerschnitt des einzelnen Bauteils
kann so klein gehalten werden, daß für die Verlegung keine besonderen Hilfsmittel erforderlich sind.
Die geschilderte Bauweise eignet sich ohne weiteres ftir Neubauten, aber auch besonders für das Einbringen von
Decken bei der Wiederherstellung ausgebrannter Häuser«
Zur nähsren Erläuterung der Erfindung und ihrer weiteren
Einzelheiten und Vorteile sind in der Zeichnung einige
Ausführungsbeispiele für Betondecken gemäß der Erfindung dargestellt. Dabei zeigt
Abb« 1 den Grundriß eines Ausschnittes aus einer fertigen
Betondecke, die als Zwischendecke in ein ausgebranntes Haus eingebracht ist,
Abb. 2 einen zugehörigen Schnitt nach der linie I-I in
Abb. 1 mit dem bei der Herstellung verwendeten Hilfsgerüst,
Abb. 3 in wesentlich vergrößertem Maßstab einen weiteren Schnitt senkrecht dazu.
Abb* 4 zeigt einen Schnitt entsprechend Abb* 2 für ein
anderes Ausführungsbeispiel, nämlich für eine auf mehr als zwei Auflagern durchlaufend "abgestützte Decke',
— ρ —
Abb«. 5 den G-rundriß ähnlich Abb. 1 für eine andere
Ausführungsform des bei Abb. 4 gegebenen Anwendungsfalles.
Die bei den verschiedenen ausführungsformen verwendeten
Hauptbauteile, al&o.die Teilstücke der eigentlichen Decke,
sind bei allen Ausführüngsformen gleichartig. Der in Abb. 3
gezeigte Querschnitt gilt also für-alle erwähnten Anwendungsform
en.
Wie aus Abb» 3 erkennbar ist, sind in der Druckplatte a und in den Rippen b jedes einzelnen Teilstücks die Stahlbewehrungen
c untergebracht» Entsprechende Bewehrungseinlagen d liegen auch in den Querstegen e, die die Rippen b in gewissen
Abständen verbinden. Der nach ,unten offene Hohlraum zwischen den Stegen ist mit einem Zellenbetonkörper geringsten spezifischen.
G-ewichts ausgefüllt, wodurch die Decke eine glatte Untersicht
erhält. Bei Mangel an Baustoffen kann also auf einen
Verputz der Dec^e verzichtet werden. Es kann aber auch nachträglich
noch ein Deckenverputz erfolgen; zur Befestigung der
Putzträger sind in den Querstegen e die Holzdübel f vorgesehen. Diese Holzdübel können auch zur-Befestigung von elektrischen
Leitungen, von Xampen und anderen Dingen dienen.
Die besondere Ausbildung der einzelnen Teilstücke der
Decke hat zur Folge, daß ihr Isolierwert sowohl hinsichtlich der Wärme- als auch hinsichtlich der Schallübertragung mindestens
ebenso gut ist wie der der Hohlsteindecken oder Stahlbeton-Rippendecken
mit iMillkörpern. Der Wärmeschutz kann dabei
ohne Schwierigkeit durch geeignete Fußbodenbeläge auf jedes gewünschte laß gebracht weraen. Bei der Verwendung der Bauteile
zu Dacheindeckungen empfiehlt sich die Vergrößerung der Isolierfähigkeit
durch eine an Ort und Stelle aufgeschüttete Zellenbetons
chicht*
Die,Decke, nach, Abb. 1 bis 3 mrd in folgender Weise
hergestellt« An den Gebäudewänden,:an denen die Kopf-end en
der Rippen b liegen sollen, wird zuerst auf Holzstützen ein JM.tholz. g als Stützbalkenciverlegt,. Au^ diese Stützbalken
werden dann di© Teilstücke der Decke so aufgelagert., daß
sie mit ihren Rippen in der in Abb· 3 gezeigten Weise aneinanderstoßen»
Das Kantholz g dient gleichzeitig ala Seitenschalung für den in Stahlbeton herzustellenden Auflagerbalken
•hi.. Die untere Schalung diese& Balkens wird von demselben Gerüst
getragen wie der Stützbalken &. Das Betonieren des Auf lagerbJalkens
hi erfolgt: dann in einem Arbeitsgang mit der Betonausfüllung der Hohlräume i, die. durch entsprechende Hüten in
den Seitenflanschen der DeckenteilstlickBi gebildet werden und
von oben her durch Singußöffnungen zugänglich sind« 'Gleich-,
.zeitig werden auch die Mau er aussparung en k,,; in denen früher
die Holzbalken der ehemaligen Decke lagen, mit Beton ausgefüllt
„, wobei die: Stahlbewehrung so angeordnet ist, daß sie den
Auflagerbalken h mit den Köpfen in den Aussparungen k und
den Teilen der Decke zu einem biegungs- und drehsteif en: Körper verbindet. Der richtige Anschluß an:die Tei^tücke der
Decke kann dabei dadurch erreicht werden, daß die...Bewehrungseisen-dieS-er
Teile über die Stirnflächen des Betons hinausragen, um in den Auflagerbalken h in geeignete Richtungen eingebogen
zu werden« Eine Verankerung der Außenwände kann durch Einlegen von verbindenden Bewehrungen bezw. Mauerankern in die
Hohlräume i zwischen den Teilstücken der Decke erreicht werden.
Das in Abb· 1 bis 3 dargestellte-Beispiel zeigt, daß die
Wiederherstellung ausgebrannter Häuser mit Decken gemäß der Erfindung in einer besonders einfachen Weise möglich ist,
nämlich mit einem Mindestmaß an Schalungsteilen und an Arbeit
an»Ort und Stelle. Die hier erforderliche Arbeit kann im
allgemeinen mit ungelernten oder angelernten Arbeitern erfolgen.
Bei Neubauten ist die Herstellung der Decken selbstverständlich
«noch wesentlich einfacher. Die einzelnen Deckenteilstücke werden hier unmittelbar auf die Mauern(verlegt,und
zwar in Mörtel? um ein einwandfreies sattes Lager zu gewährleisten.
Hilfsgerüste sind dabei nicht erforderlich, wenn die
Decke als Balken auf zwei Stützen ausgebildet wird. In besonderen Pällen kann allerdings auch bei Heubautten ein Hilfegerüst
zweckmäßig seinj beispielsweise bei großen Spannweiten,
bei denen es vorgezogen wird, die Decke durchlaufend über zwei Feldern zu 'bilden, bei denen die einzelnen Teilstücke in der
Mitte auf einem Unterzug abgestützt werden« Ein Ausführungsbeispiel
für eine tsolche Bauart liegt der Abb. 4 zugrunde. Die Eopftenden m der in den beiden Deckenfeldern verlegt-en Deckenteilstücke
3iand hier während der D etskenherst ellung auf die
von einem Hilfsgerüst getragenen Kanthölzer g abgestützt, zwischen
denen die Schalung für den Unterzug η angeordnet ist, der
gleichzeitig die Teile aus beiden Deckenfeldern zu eiceo? einzigen
Betonkörper verbindet. Die Abstützung des Unterzuges kann an seinen beiden Kopfenden erfolgen oder aber auch durch eine
Wand o, wie dies in Abb. 4 dargestellt ist. Die hier dargestellte Bauweise eignet sich im übrigen auch für den Fall der
',Ti ^ erhers teilung -ausgab rennt er Häuser, wem. "-ärine YTS η "3, <1ie
iVbax -cur Unterstützung durchlaufender Holzbalken iienten,
stehengeblieben oder neuaufzuführen Find.
Bei Ksubauten oder auch in Wisderherstellungsfallen, in
denen die Zwischenwände neu suff^führt werden müssen, kann auch
die in At>"b. 5 gezeigte Ausführung!? form zweckmäßig sein.
Hier sind die Kopfenden m der Deckenteilstücke so ausgebildet,
ö©ß dre Pappenteile b des U-fö magen Profils über
den letzten Quersteg e hinausragen, wobei der Zwischenraum
zwischen, diesen Vorsprüngen unausgefüllt bleibt. 3s ist dann
möglich, in diesen Zwischenraum die entsprechenden Vorsprün-
pe To des anderen Deckenfeldes zu verlegen und die dann noch
verbleibenden Lücken mit Beton zu füllen, nachdem „durch Bewehrungen bezw* durch Anker für eine biegungssteife Verbindung
der in den beiden Deckenfeldern verlegten. Teilstücke gesorgt ist. Auch diese Verbindungsart kann gewählt werden,
um die Teilstücke zweier Deckenfelder auf einem Unterzug abzufangen, dessen Schalungsgerüst dann zum vorübergehenden Abfangen
des Gewichtes der Deckenteilstücke dient.
Ss ist dabei in allen Pailen möglich, die Stoßfugen in
den beiden benachbarten Deckenfeldern so zu versetzen, wie es die Anordnung nach Abbo 5 erfordert. Es ist in den seltensten
Fällen damit zu rechnen, daß die Deckenbreit© zufällig ein Violfaches der Breite der einzelnen Deckenteilstücke ist. Der
meist verbleibend« Zwischenraum ζwischau dem letzten Teilstück
wird dann zur Herstellung eines, Handbalkens ρ benutzt, wie er
in Abb. 1 dargestellt ist. Die Herstellung dieses Balkens erfolgt
in ähnlicher Weise wie die Herstellung der Auflagerbalken
h. Bei der Ausführungsform nach Abb. 5 erhalten dann diese Haridbalken
ungleiche Stärk®, so daß damit sich, die versetzten. Stoßfugen
von selbst ergeben. Eine anders Möglichkeit ist dnrch
die Verwendung von PsJ3balken gegeben, derer* Breite nur einen
Bruchteil der normalen Breite der Deckenteilstücke beträgt.
Als besonderer Vorteil des Gegenstandes der Erfindung ist noch zu erwähnen, daß die zur Verwendung kommenden Deoken-
teilstück© besondara einfach herstellbar sind, so daß ihre
Anfertigung auch in der Nähe der endgültigen Verbindungsstelle
in Schuppen oder Hallen einfachster Art durchführbar ist. Pur die Herstellung der Deck ent eilstück© ist nämlich
nach der Erfindung folgender leg vorgesehen. Als erstes werden die Zellenbeton-Füllkörper gegossen oder auch in
fertigem Zustand von einer für größers IT'sng-snleistung eingerichteten
Pertigungsstätte angeliefert« Biese füllkörper
werden auf einer Fläche so verlegt, daß sie gegebenenfalls
nach Aufrouhung der Seitenwände als Innenschalung für die
Herstellung des Schwerbetont eile dienen. Dieser Teil benöti/rt
( dann au?,er &ft schon g»gQL-~'Epr Grundfläche nur-noch seitlich
Echalungen, während sich di° Hippen b des TJ-Pr of ils und
die Zwischenstege e durch die als Innenschalung νerwenieten
Füllkörper von selbst ergeben.
Patentansprüche:
I)B au:weis^~-Λux~.Bβ■^&1^el·lu■ng"·m^s«i·v■e;arä"δβ:fe cmd eck-en- und
}ber"Binrt«i-i-ts, insbesondere alsxtieschoß decken' in
Wohnhäusern, 4UJt-e*-J8^exweaciAaiig~vp^ dadurch
gekennzeichnet, daß die Deak"e aus aneinanderstoßend verlegten
gleichartigen T-eiistü-ckjeSi besteht, die s4oh-b.eim.yAneinander—
.',H,legea lediglich im unteren Teil über die ganzp Balkenlänge
berühren, währe-nd darüber an den Seitenwänden (b) der
und Einpußb'ffnungen vorgesehen sind, die
Verlegen mit Sementmörtel vergossen w-säMä-en und eine
i^enseitige Verdübelung 3c5r T^tiiiiä^e ergeben.
— 7 —
Claims (2)
- Drfl.-Ing. Johannes FrifcoHämfc Mrg 4, Simon-von-Utrecht-Straße 43Dipl.-Chem. Dr. Werner Koch W ') / Γ1R Π F#? I L·< München 27, Kdberger Straße 9 '" " " " %i ^"in WoMMaS «sr &g da dar oh. @ α üt® isoiss aus
©rtigan Balk«fit«llea (®ffe) tHrattfet(b) te Balken die na@ii äe® V«oM«gia nltwmigm&m sled otto eia® ge^easeltlgtt fesittelKi^ ier - 2)
sas Schwer beton &#et®heasa B&l^sii #iaea 0-forisig©ji@ nastiqcupraoboitt aaf^ei0tt des©» äüijea?© ftt0l€dst« (b) «ar en d«a gieieiihmmhrt® ^a@r@t#g© (o) t^t, er brücken ist @adlaitoas isioEte
«leges «ftjst slmä*
Sa©to ÄaoE Afi^gr&öiie» XBsXkfta (®tfe) eine ^feene Ob»- eaö U stir Befestigaae eixeoliXiejeiäwier iteöt3@iiei, wie-g BöÄen.beX%e in ö#r UtiterfXäedsie and f«XX« saofe Ie äsr &berfXttcb« Holsiltoel (f) tingeeetst 4)in g säab die ^sö®s der Salteßteile Ca8 k») «off - 1 -la gte&lfeeteü ketgm%@ll%m kaflagmrbtlkmi (h) eafg«lag«rt»«ltliQtunr VcweferUage ltt Aielet (Ag* 1 tu& 2) β
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