DEP0012893DA - Vorrichtung zur Umwälzung und Auffrischung der den Faden durch den Spinntrichter begleitenden Flüssigkeit bei hängenden Spinnzentrifugen - Google Patents
Vorrichtung zur Umwälzung und Auffrischung der den Faden durch den Spinntrichter begleitenden Flüssigkeit bei hängenden SpinnzentrifugenInfo
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Description
Aktens.: ρ 12 893 TI 1/29a D Pos.693/14
Vorrichtung zur 'Jn:,,i.Izung und Auffrischung der den Faden durch den spinntrichter begleitenden Flüssigkeit bei h&ngenaen
Spinnzentrifu^en» __________
Ur, Hemricn Hampel Oberhausen/Iihid.
Bei der Herstellung von Kunstseide mit Hilfe hängender Spinnzentrifugen ist die Verwendung eines FlusdigKeitsstrahles vorgeschlagen
worden, der das au verzwirnende Fadenbündel durch den Fadentrichter befördert, gleichzeitig aber auch eine üiachftllung, Auswaschung
oder sonstige Beeinflussung des laufenden Fadens bewirkt. vYenn die F&denförderflüssigkeit in ihrer Zusammensetzung wesentlich
vom Jp inn cad abweicht, lässt sich Kunstseide auf diesem Ziege .nach dem ZweibdLüverfahren gewinnen, eine arbeitsweise, die bei ipinnzentrifugen
stenencter Bauart erhebliche Schwierigkeiten bereitet.
Far aie erfolgreiche ü.nvvenduiig eines derartigen £weibadverf_hrens muss aie i'aaenföraerfiässigksifc an allen Fadenerseugungsstellen
gleicaurtige niriungen Hervorbringen. Das fadenbegleitende Flüssigkeitsmediuni muss also an allen .Spinnstellen stets absolut
gleiche Zusammensetzung, Temperatur und Geschwindigkeit aufweisen.
Jjie «.ufrecnxerhaltung einer <in jeder Spinnzelle gleichen Flussigkeitsgeschwinaigkeit oereitet besonders grosse ochvvierigkeixen,
u&a verständlich ist, wenn man beachtet, dass eine Spinnmaschine z.B. loo upinnsteiien aufwulst, die sich auf eine Baulänge
von etwa 12-1S m verteilen und von' einer Stelle aus mit der Fadenförderflüssigiveit versorgt .verden. Weiterhin ist darauf zu
acnten, dass die facienuegleiteme Flüssigkeit sowoni beim Aufgang als auch beim liieaergang der Fadentrichter mit gleichbleibender
Gea chw-ηdi gk eit »usf1i e s st.
Lrfinaongsgemass »vird dieses Siel dadurch erreicht, dass man die Fadenförderfludsigkeit mit Hilfe einer zahnradpumpe oder (Dreh-)
ZoIbenpumpe, a.n. mit einer Pumpvorrichtung umwälzt, deren Fördervolamen in em=m kon&Xa.nten Verhältnis zur Fuapen-Oreaaahl steht,
uria !.im durcn eine Pumpe gl^iciier Art, die mit der Umwälzpumpe jeweils in festem Verhtlxnis gexoppelx ist, fortlaufend genau abgemessene
Voluaenanteile der auffrischenden Lösung zufihrt. Bei dieser Arbeitsweise erfährt die Faaenförderflüssigkeit einen
dauernden Yolumenzuwachs, der mit Hilfe eines Überlaufes aus dem
Kreislauf der fadenbegleitenden lösung ausscheidet.
ld e -iauptleitung, aus der die Fadenförderflässigkeit den einzelnen bpinntrichtem zuilieast, ist mit der auf- and abgenenaen
Cneoajierleiste fest verbanden. .-uif diese Weise erüalten sowohl als ausgehenden, als auca diy abgenenden dpinntricnter ihre gesonderte
Flüssigkeitszufuhr.
In ihrem Innern tragt die Hauptleitung Vorrichtungen, welche den zulaufenden Flüssigkeitsstrom gleichmässig auf die einzelnen
Spinntrichter verteilen. Mit dem Druckrohr der Umwälzpumpe ist aie durcn einen beweglichen ZuIeitungsschiauch verbunden, der beim Auf-
und Niedergang der Ohangierleiste seine Länge unverändert beibehalt.
In der Zeichnung ist die Vorrichtung naoh der Erfindung in Form eines ausfUhrungsbeispieles dargestellt.
Fig. 1 zeigt einen Vertikalschnitt durch die Changierleiste, Pig. 2-4 erläutern konstruktive Einzelheiten, während
Fig. 5 die G-eaamtanordnung einer erfinaungsgemass arbeitenden Vorrichtung zur Umwälzung der Fadenförderflussigkeit
erkennen lasst.
Über aie g&nse Länge jeder Spinnmaschinenseite erstreckt sich eine Leiste 1 IFig.l), welcne aurch ein Cha&giergetriebe in der beim
Zentrifugenspinnen üblichen vVeise auf- und abbewegt wird (Figo). Für jede opinnstelle tragt die Ghangierleiste 1 einen übergehängten
Bügel 2 (Fig.l u.4), der an seinem freien Ende mit einer Gummihülse 3 ausgestattet ist, welche den Fadentrichter 4 aufnimmt.
Jeder Faaentrichter 4 besitzt ein seitliches Ansatzrohr 5 (Fig.l), das ein Gummischlauch 6 mit aem Honrkrümmer 7 verbindet, der seinerseits
dem Hauptrohr 8 eingesetzt ist. JDie 3cnlauchverbindung 6 aurchzient eine aussparung 9 (Fig. 1 und 4), die im unteren Teil des
Fadentrichter-Haltebigeis 2 angebracht ist.
Das fur aie Zuleitung der Faaenforderflissigkeit bestimmte Hauptrohr δ ist aurca Laschen Io (Fig.i) und Schrauben 11 (Fig.l u.4)
mit der Changierleiste 1 fest verbunden und macht deren Auf- und Abwärtsbewegung mit. An einem i^nde ist es durcn eine üappe 12 (Fig.3
abgeschlossen, wahrend es am anaeren ünde einen Flansch 13-trägt, gen den eine Abschlussplatte 14 geacnr<iUDt ist. Durch ciie Platte
wir! das innere uuleitungsronr Ib eingeführt, das an seinem freien Ende 16 rechtwinklig umgebogen und etwas verjüngt ist.
Z.uscaen dem Ausser.rohr 8 und dem inneren Zuleitungsrohr 15 liegt ein Zwiscnenronr 17 (Fig. 3 bsr/. Fig.l). Linige an den Aussenflächen
der üohre 15 und 17 angebrachte Distanzstücke 2o (Fig.2) sorgen dafür, dass die drei ixohxe 15? 17 und 8 aif ihrer ganzen
Längs genau konzentrisch zueinander liegen.
Das innere -^leitungsrohr 15 (Pig.3) besitzt zahlreiche, nach unten gerichtete Düaenof.rnungen 13 (Fig.3), welche auf die Bohrlänge
gleichculsaig verteilt sind, aus den öffnungen 13 ergiesst sich lie jfudenfbraerflü.seigkeit in den zwischen den Bohren 15 and
17 liegenden Hinsraum (Fig.l). Entsprechend dem in Flüssig^oits-Bohrleitungen auftretenden Druckabfall nimmt die liciitweite der
JDu.sen-Offnun.gen IS von aer üohreirrtrittsstelle 14 allmählich derart zu, dass aus jeder Öffnung 13 pro Zeiteinheit das gleiche
Flussigkeitsvolumen austritt.
Die ^wischenrohre 17 tragen nach oben gericntete Offnungen 19 (Pig. 1 und 3)» α-is ebenfalls gleichmässig über die ganze Rohrlänge
verteilt sind. Aus den Offnungen 19 gelan&t die Fadenforderflüssigkeit in den zwischen den Rohren 8 und. 17 liegenden Ringraum
und von·dort aus in die Rohrkrümmer 7, welche ea den einzelnen Spinnxrientern 4 zuleiten.
'.Die beiaen .Konzentrisch ang&orcineten Innenrohre 15 una 17 sollen dafür sorgen-, d-aas die an einem ^nas des veriii-itniamassig langen
Hauptrohres 8 augefunrte ^raneportflaseigkeit sich völlig gleichmassig auf alle Spinnateilen verteilt, ^s ist nämlich zu beachten,
dass aie mit der Chemierleiste 1 verbundene Hauptleitung 8 bei 5o Gpinnstellen/Maschinsnseite eine Länge von 12-15 πι besitzt.
Trots dieser länge muss jedsr Lpinn^telle genau der gleiche «nteil» nämlich l/5o der am itoJarstutzen 16 (Fig.3) eintretenden Flüssigkeit
augefuhrt -werden. Sinaichtlich d«r v/eite der Düsenöffnungen 18 (Fig.3) ist daher der hydraulJache Druckabfall längs der Leitung 15
genau zn berücksichtigen.
.«.Is Baustoff für die -.öhre 3, 15 bzw. 17 und die zugehörigen Sebenteile (ir amme r, --».bdchlussplaTte us.v.) Können mit grosüem Vorteil
polvir.eriaierta Vin^l-aster .ua.venlung finden, ^iiie aus derartigem Materiell bestenende FadenförderflusEiglceit^ ZufuhrungBieitung
wiegt bei 15 m Länge komplett ca. 3o kg. Mit aer während des Jpinnbetriebes in ihr vorhandenen FldasigKeitsinenge hat sie ein Gewicht
von insgesamt ca» 15ο kg.
Der Gesa.Qt.-rr ei si auf der Fadenf orderf llseigkeit iot aua Fig. 5 ersichtlich.
Man erkennt die opinnzentriiugen 21, denen das zu verz»virnende Fadenbündel von der Galette 22xher zugeführt wird. Die aus den
Zentrifugen 21 ablaufende do Fadenförderflüssigkeit sammelt
sieb, in einer Sinne 25, die sich über die ganze Spinnmaschinenlänge erstreckt. Von nier aus gelangt sie aurca die Leitungen 24 und. 25
in ai-e Zahnrad— oder ■ (Dre^-) -.äoibenpunpen 26 und 2?· Jede dieser
Pumpen bedient die Zentrifugen nur einer Cpinnaiaschinenaeite, damit zwischen auf- und ubgenenatn F ade ntri entern kein Unterschied
in der Flüssigkeitszufuhr eintreten kann.
Die Pumpen 26 una 27 drachen die Fadenf örderflüsäigkeit in die Steifelfeitungfen 23 una 29. ^n die abwärts gebogenen imaen 3o und 31
dieser Steigleitungen sind Gummi se hiäuehe 32 und 33 angeschlossen, deren anderes inde mit aen rohrstutzen 16 verbunden ist, in welche
die Innenrohre 15 enden (vgl. Fig.3).
Die Schlauchverbindungen 32 bzw. 33 können auch durch eine Hohrgelenkverbindung
ersetzt werden. Ein ebenfalls denkbares, senkrecntes Jteigrohr, das beim Aufgang bzvv. Abgang der Changierleiste
1 mehr oder weniger tief in eine Stopfbuchse eintaucht, ist weniger vorteilhaft, weil bei dieser tjio riming die Gefahr besteht,
aajs Zivilehen ^uf- und übgang periodische DrucLsch.vanicungen »uftrexen, aie zu fcntspreciienaen Unre^elmi" ssi^keiten in der kusflussinciio-keit
der Faüenfordex-flj-asugkeit fahren, die i'liiabx^kcixsumwcilsung aurcn Lü-inrcid- oäsr Kolbenpumpen
erfolt;t, wira jeder ipinnsxelle stexs dtas gleiche iluasigkeitsvοlumen
pro Zeiteinheit su^efunrt und 4.ie Padenförderflüssigkeit trist in aie üpinntrieuter mit stets konstanter G-escnwindigieit
ein, unübnangig davon, ob aie Ohangierleiste 1 sich hebt oder
Zur Auffrischung der umiaufenaen FadenfÖrderfiassigJceit dienen die beiden Zahnrcia- ouer (Drea-) -iiolbenpuiapen 34 und 35 (Fig.5).
liid bind mit den Förderpumpen 26 und 27 durch Zahnräder starr gekuppelt und drucken daher steto eine bestimmte Menge der ^uffrischfliasigiteit
in aen .detrieböizreialauf, die dieeen Pumpen beispitlawäisc durcn aiö Priscn^asserleitungen 36 und 37 aufliesst.
Die prozentuale Menge der auffriecnenden Flüssigkeit richtet sich nach den jeweiligen üet--ieDsbeo.ingungen und ist durch die üblichen
,"veehseIrader einzustellen.
Diο fortlaufende ^uffrischting der Fadenförderflüssigkeit hat zur FcI^e, aast in aera ^afcdhuXi^en Flüssigste it 3kreisläa.uf dauernd
eine Volumenzununüie eintritt. Die Überschüssigen r'lussigkeitsaiiteile flieasen durci do-ε Uberi^uirohr '^Baus der Spinnmaschine ab^
Mit Hilfe der beiaen ,iärme ■& us tauscher 39 und 4o »vird die
Fadenforderflussickeix auf konstanter Temperatur geaü.ten, iiiegt ais .Detrieostemperatur der Fadenfördsrfl^ssigkeit
oberhalb aer iaumtemperatur, dann erfolge in aen Λ arineaus tauschern
39 und 4o eine ßarmesafu-ir, lisgx sie tmtenxalo der Temperatur des i'abriÄcttxonsrauines, dann mu_>s m den ^ggregciten 59 una 4o durcl
£anlmclie*i exne «armeabfuhr erfolgen. Das Arbeiten der rvarmeaust«useher 39 and 4o ana damit die konstanthaltung der Temperatur
der J adenf brderflassigkeit wird durch an si cn bekannte fiegelv orr ι entun £. en üb e rvs a c nt.
Claims (5)
1. Vorrichtung zur Umwälzung und Auffrischung der den Faden durch den opmntrienter begleitenden Flüssigkeit bei nangenaen Spinnzentrifugen,
gekennzeichnet lurcn die fadenbe^leitende Flüssigkeit den Padentiientern (4) aufunrenae und innerialD aer Dpinrasascnine umwälzende
Puapvornciitanfeen, insbesondere 2iainrad- oder (Dren-) -iLoloenpuEipen (26,27), deren Pördervolumen m einem .Konstanten Yerhaltnis
zur Drenaahl des luiupen^etriebes steht, so.vie aurch vi?eitere, iiit den Umwälzpumpen (25, d) geimp^elte I-uaoer (34,3^)5 die aie zur
Aui'iridcnung erforaerlichen ilasii^keits^nteile in aen -kreislauf der
j?aaenfbrdarfluasislrei-c hmeinaruoiien.
nacn Anspruch 1, daaurcn gekennzeichnet, da&s mit der Changierleiste (1) ein dauptrohr (β) fest verbunden ist, in dem
ein von den Umwälzpumpen (25,27) gespeistes, mit nach unten gerichteten lyasen 0.3)versenenes Innenrohr (15) una kon^änxziscn. um dieses
ein mit nacn oben gericateten öffnungen (IS)1 versehenes weiteres Sohr (17) angeordnet sind, und das iauptrohr (3) fur jede Spinnsteile
Ansatzrohre (7) aufweist;, aurcl* Vielehe die FadenforderfIlssigkeit in die einzelnen opinntrichter (4)
3. Vorrichtung nach Anspioich 1 und 25 daaurch gekennzeicnnet, dass
die rumpenaruckleixungen (23,29) durch biegsd-me Scnlaucne (32,33) oder aurcn bei der auf- und .ibv.ci.rxsbewegung in lnrs/ Lange unverändert
blöicende bewegliche Rcj.rvt,rbinaungen mit den an den Changieileisten (i) Gefestigten una oieicn axe sen dul- and abgehenden
iauptrohren (8) verbunden sind.
4. Vorrichtung -i_ich Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass in den ]mripendruukleitun£en (23,23) "wärmeaustauschvorrichtungen
(r9? Ao) vorreseien sind, welche die Fadenförderflüssigkeit währe na ihrsö Ur4!xj.ufs3 auf iionst^nt jr Temperatur halten.
5. Vorrijntunr noten Anspruch 1-4$ dadurch gekennaelehnet, dass innerhalb des ^reisi=s.ufes der i'daenfÖrderfIJ-ssigkeit eine uberlc*ufvorrichtung
(33) eingeordnet ist, welche die überschüssigen
en selbsttaxig aus dem -^reislauX entferne*.
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