DEP0012786DA - Telephon. - Google Patents
Telephon.Info
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Description
Kiel,€en 18. August 1948
Bei Schwerhörigengers ten tritt das Bedürfnis auf, gewisse Seile der Prequenskurve stärker ansuheben, in denen die Schwerhörigkeit
partiell größer ist als in den übrigen Teilen der Pre— quenskurve« Man hat diese Aufgabe bisher dadurch gelöst, daß man
im Verstärker eine besondere Filtervorrichtung vorsah, die von i'all zu !'all besonders eingestellt wurde. Hierdurch wurden selektive
Anhebungen und Senkungen der 3?re quenskurve bewirkt, wodurch die gev/ünachte Anpassung an die Ohrkurve erreicht war» Die Frequenzkurve
des Mikrofons und des Telephons wurde möglichst gradlinig ausgebildet»
Der lachteil dieser Eethode besteht darin, daß ein zusätzlicher Aufwand im Verstärker- notwendig wird und sich dadurch das
Volumen des Verstärkers vergrößert. Da der Verstärker möglichst unauffällig and bequem am Eörper des Schwerhörigen getragen werden
soll, so ist Jede susätaliche Volumvergrösserung uner?/ünscht,
G-emäß der Erfindung wird die Ire q.uenz kurve eines vorzugsweise für Schwerhörigenswecke dadurch praktisch ohne jeden
zusätzlichen Sanmbedari der Hürkurve des Ohres angepaßt, daß im Hörer zwischen der Abstrahlfläche des !EeIefons und dem Ohr
ein Resonator angeordnet ict, der in Bezug auf das !Telefon kopplungsfrei schwingt und derart gedämpft und abgestimmt ist, daß
die Ireuuenalöchex im Verlaufe der Hbrkarve«ausgefüllt werden. Sine derartige Resonatora.nordnung läßt sieh durch Einführung
von dämpfenden luftkanälen in dem Luftraum vor der strahlenden PItehe des Telefons derart klein dimensionieren, daß er keinerlei
zusätzlichen Sautaes benötigt, weil er allemel in dem Raum awisahen der strahlenden Fläche des Telefons und dem Höreingang
des Ohres unterzubringen ist, G-emäß einer besonderen Ausbildung des Eriiridungsgedankens wird die Resonatoranordnung auswechselbar
im Gehäuse des Telefons auf der dem Ohr zugewandten 3eite angeordnete Es ist auf diese Weise sehr leiche möglich, bei der
Serienanfertigung derartiger Telefons, vorzugsweise für 3chr7erhörigenzwecke,
bis auf diesen einen auswechselbaren Teil das ganse Gerät unabhängig von der speziellen Ohrkurve herzustellen
und nur für die spezielle Anpassung die Resonator anordnung Ton fall zu lall besonders auszuwählen. Man Jsann dabei so vorgehen,
daß man einen ganzen Satz "typischer Resonator anordnungen zur Verfügung hat und hi©raus nach Angabe des Ohrenarates die jeweils
passende Sorte auswählt»
Der häufigste Fall der Ohrkurvenabweichung bei Hervenschwerhörigkeit besteht darin, daß eine Frequenz mit einer gewissen
Dämpfung ausfällt. Es genügt also die Angatre der Tiefe und der Breite des Frequenzloehes, um das gewünschte Filter auszuwählen,
ähnlich wie man Brillengläser durch -Angabe der Dioptrienzahlen und des Achswinkels festlegt»
In der Zeichnung ist eine Aasführungsform der Einrichtung nach der Erfindung beispielsweise dargestellt»
Abb. 1 bedeutet ein Schwerhörig en"bäLef on, das in-den Sehorgan, g eingeschoben wird. 1 bedeutet die Außenkapsel des Gehäuses,
in dem das Telefcmsystein 2 angeordnet ist, das nach dem Aosführungsbeispiel als Ejeistallsehwinger ausgebildet ist.
G-emäß der Erfindung ist die Verschlußkapsel 3 des Gehäuses als gedämpfter Resonator ausgebildet. Dieser Resonator besteht im
wesentlichen aus dera luft raum 4 vor der schwingenden Fläche des Lristallschwingers 2 and einem zylindrischen Luftspalt 5? der den
Luftraum 4 mit einer Olive 6 verbindet? die in dem G-ehörgang eingeschoben
wird*
In Abb. 2 ist noch einmal der zylindrische Luftspalt 5 genauer dargestellt. Die Kapsel 3 i?jt in der Mitue mit einer Bohrung
versehen and diese Bohrung ist durch einen S/linder 7 von etwas geringerem Durchmesser ausgefüllt» Der Zylinder 7 sitzt in
einem Hing 8, der seinerseits fest in eine Bohrung der Kapsel 3 eingelegt ist. Durch grössere Durchtrittöff-nungen 9, die kreusf
örinig angeordnet sind, steht der kreisförmige Luft φ aL t mit dem Außenraum d» h. im vorliegenden Falle mit dem Innern der Olive
in Verbindung. Diese an sich bereits vorgeschlagene Resonator— anordnung ist für den vorliegenden Fall besonders cv/eckmäßig, da
sie serienmäßig leicht und mit großer Genauigkeit herstellbar ist und sich in der Form als Yerschlußkapsel für das Telefongehäuse
leicht auswechseln läßt. 10 bedeutet einen auf aor Eapsel 3 fest-
sitzenden J1IaIiBCh5 in den die Olive 6 einsetzbar ist. Zum mechanischen
Schutz gesell Staub und sonstige Verunreinigungen sitzt in diesem Plansch unten unmittelbar vor dem Eranz der
Öffnungen 9 ein Schutzsieb 11»
Die Wirkungsweise der Einrichtung nach der Erfindung ist folgendermaßenι
Der Luftraum 4 bildet mit dem luftspalt 5 zusammen eines, gadämpften Helmholtzschen Besonator , dessen Abstimmung durch das
Volumen des Luftraumes 4 und durch die Reibung und das Volumen des Luftspaltes 5 segeben ist. Durch entsprechende Dimension!e—^
vuxLg öes Luftraumes 4 wird zunächst erreicht, daß der aus* 4 und7 5
bestehende Resonator unabhängig vom Schwingungsgebilde des TeIeohne Kopplung schwingt. Ctoh -.intap^aoi^oRfe Ü):nieä-&«-
^ 1 rie, ..d..&js
g-n. ©urch die entsprechende Di
rne 12s ionie rung des Luftspalt es 5 v'iro erreicht, caß die an und für sich gradlinige I'requenzkurve ΐ des Telefons (Abb»3) bei einer
gewissen D'requenz f. angehoben wird, so daß die Frequenzlsiurve H entsteht. Hot nun das schwerhörige Ohr anstelle der normalen
Ohrkurve U eine selektiv gestörte Ohrliurve S, so \tird die relative Störung der Ohrkurve durch die Resonanzüberhöhung E soweit
ausgeglichen, daß der Schwerhörige den dargebotenen Schs.ll mit -einem "Frequenzgang aufnimmtf wie er durch die gestrichelte Kurve
Ii angedeutet ist, der sich der !Tormalkurve weitgehend anpaßt.
Hat man einen ganzen Satz «yon Eesoiiatoranordnungen 3 mit Luftspalten verschiedener Dimensionierung zur Verfügung, so lcann
man sehr schnell und durch einfaches Ausprobieren, wie bei der "fiahl von Brillengläsern die passende Resonatoranordnung auswählen·
Der Erfindimc,sgedante ist nicht 32f das Ausfuhrungsbeispiel beschränkt. Auch für Telefone, die nicht für Sch^rerhöri—
Senge Trite bestimmt sind, Irann er mit Torteil angewandt werden. Viele Manschen habeni ohne sch?; erhör ig zu. sein, etwas abweichende
Ohrl-urven. E1Ur diese ist es da or. zweckmäßig, in ο ine-η normalen
Telefonhörer ein derartiges ^esonanzgebilde einzubauen, v;as
durch einfaches Aufsetzen ein§r Einrichtung mit einem dämpfenden Luftspalt möglich ist, der eine oder mehrere selektive Resonanzen
"besitzt und kopplungsfrei vom eigentlichen Scliwingungsgebilde des Telefons schwingt. 3TjIr lelefonistinnen ist diese Maßnahme "beispielsweise'von
7/ichtigkeitj es wird hierdurch dis Verständlichkeit verbessert und damit die Anetengung beim Telefonieren verringerte
Der Erfindungsgedanke läßt sich a, TJ. noch hier abwandeln, daß nicht die Löcher in der IFrequenzkurve durch Eesonanzwirkung
angehoben? sonderr die übrigen Teile der Frec[uenzkurve durch entsprechende Dämpfung mituels akustischer filter gesenkt werden,
bis die Earve einen annähernd normalen Yerlauf nimmt. Die Einbuße an &esamtempfindlichfceit muß dann durch eine erhöhte T er Stärkung
ausgeglichen werden.
Claims (3)
- Patentansprüche.1*) Seiephon, vorzugsweise für Schwerhörigengerät^ mit1 Inpassung dos Frequenzganges an die Hörkurve des Öhres dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der strahlenden Fläche des Telephons und dem Cfehöreingang ein akustischer Resonator angeordnet ist, der kopplungsfrei vom Sehr; ingungs sys tem des Telephons schwingt und der derart gedämpft ist, daß die freguenzlöeher der Hörkurve des Ohres ausgefüllt werden,
- 2.) Seiephon nach naasdl· !Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Eeson^SSnordnung als ein auswechselbarer Gehäuseteil der Telephonkapsel -auf der Ohrseite ausgebildet ist«
- 3.) Telephon nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, daß der Resonator aus einem Luftraum vor der strahlenden Flache des T&lephons und einem entsprechend dimensionierten, zweckmäßig zylinderiechen. Luftspalt besteht·4«5 Einrichtungen nach Anspruch 1, 2 oder 3 dadurch gekennzeichnet^ daß ein ganzer Satz von auswechselbaren Eesonatoren vorgesehen ist, die sich durch Lage, Höhe, Breite der Eesonanz unterscheiden und die den typischen Schwerhörigen-öhrkurven entsprechen.
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