DEP0012152DA - Einrichtung zur Lagerung von Filmen. - Google Patents

Einrichtung zur Lagerung von Filmen.

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DEP0012152DA
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DE
Germany
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pressure
sub
air
supply air
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Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Friess
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Klangfilm GmbH
Original Assignee
Klangfilm GmbH
Publication date

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Description

Es ist bekannt, Filme in kleinen Behältern, oder auch in grösseren Räumen in Form von Archiven zu lagern. Es handelt sich dabei im allgemeinen um wertvolle Negative, die nur ganz selten wieder für die Vervielfältigung herausgezogen werden, sodass es oftmals Jahre dauern kann, bis wieder ein solcher Film bewegt wird. Die Lagerung solcher Fälle erfolgt dabei in Räumen, die allenfalls eine Entlüftung haben. Es hat sich nun gezeigt, dass bei dieser Lagerung die Filme mit der Zeit zerstört werden. Dies bedeutet nicht nur einen grossen wirtschaftlichen, sondern auch einen erheblichen ideellen Verlust. Um dies zu vermeiden, wird gemäss der Erfindung vorgeschlagen, für die Lagerung der Filme einen klimatisierten Raum vorzusehen, dem unter Druck Luft so zugeführt wird, dass in dem Raum die vorher bestimmten Bedingungen bezüglich Temperatur und Feuchtigkeit, sowie gegebenenfalls der Druck gegeben sind. Dabei erfolgt ein Ausgleich mit der Atmosphäre über eine Entlüftung, die vorteilhaft durch eine auf Druck ansprechende Vorrichtung regelbar ist. Besonders vorteilhaft ist es, gemäss der weiteren Erfindung mit einer Hochdruck-Klimatisierung zu arbeiten, deren Druck z.B. 500 mm WS (Wassersäule) oder mehr beträgt. Solche Hochdruckanlagen eignen sich besonders für unterteilte Räume nach Art von Boxen oder Tresoren, in denen die Filme zur Erhöhung der Sicherheit untergebracht sind.
Die Erfindung und dazugehörige Einzelheiten werden anhand der Abbildungen beispielsweise erläutert.
Die Abbildung zeigt ein Haus H, in welchem in einem geschlossenen Raum die Filme, wie es in einem Archiv bekannt ist, gelagert werden. Der Raum besitzt einen Schornstein E. der Zugang über die Tür T ist so eingerichtet, dass diese den Raum luftdicht abschliesst. Solche Verschlusseinrichtungen sind hinreichend bekannt. Über ein an sich bekanntes Klimaaggregat A wird dem Raum unter Druck Luft zugeführt. Diese Luft ist in Bezug auf Feuchtigkeit und Temperatur so gewählt, dass nach der Expansion im Raum die vorher bestimmte Temperatur und Feuchtigkeit vorherrscht, welche für die Erhaltung der Filme am wirksamsten ist. Für die Temperatur kommen etwa 14 - 18° und für die Feuchtigkeit 60% absolute Luftfeuchtigkeit in Frage.
An dem Schornstein ist ein Ventil V vorgesehen, in Form einer Klappe, die das Rohr abdeckt, wenn die Klimaanlage nicht arbeitet. Bei Luftzufuhr unter Druck öffnet sich die Klappe, sodass praktisch in dem Raum ein atmosphärischer Druck herrscht. Es können natürlich auch andersartige Ventile, z.B. nach Art eines Rückschlagventils angebaut sein, mit denen der Überdruck im Raum leicht - wie gewünscht - eingestellt werden kann.
In Abb. 2 ist als Beispiel eine Hochdruck-Klimatisierung einer aus mehreren Einzelboxen bestehenden Anlage vorgesehen. Der Film wird in Boxen 1, 2, 3 aufbewahrt. Solche Boxen werden zweckmässigerweise in verhältnismässig kleinen Abmessungen gebaut, um bei Zerstörungen durch Feuer oder ähnliche Unfälle den Schaden zu lokalisieren. Würde man diese Boxen zwecks Lüftung an eine normale Klimaanlage anschliessen, so müsste ein Luftverteilungsrohr von etwa 200 cm(exp)2 und mehr Öffnungsquerschnitt gewählt werden. Solche Rohrleitungen würden jedoch bei Explosionen, die durch den Filmbrand entstehen, eine Gefährdung aller übrigen Boxen herbeiführen. Um dies zu vermeiden, müsste man jeder Box ein gesondertes Kanalsystem zuführen, wodurch ein sehr umfangreiches Rohrsystem erforderlich wird.
Erfindungsgemäss wird deshalb eine Hochdruck-Klimatisierung vorgesehen. Während bei normalen Klimaanlagen der Druck 20 - 30 mm Ws (Wassersäule) entspricht, soll erfindungsgemäss mit einem Druck von 500 mm WS oder mehr gearbeitet werden. Durch diese Maßnahme kann das Zuluftrohr (4) mit seinem Querschnitt erheblich herabgesetzt werden, sodass man mit Rohrquerschnitten von 25 cm(exp)2 und weniger auskommt. Die Einmündungen der Rohre sind düsenartig ausgebildet und besitzen eine massiv ausgebildete Rückschlagkappe 5. Des weiteren ist ist ein Drahtsieb 6 eingebaut, welches ebenfalls das Zurückschlagen von Flammen verhindert. Wegen des geringen Querschnittes kann das Rohr 4 ausserdem so massiv ausgebildet werden, dass es etwa in das Rohr gelangenden Explosionsdrücken standhält. Es kann auch ohne Beeinträchtigungen der Klimatisierung eine zusätzliche Rohrschleife 7 eingebaut werden, um den Luftweg zu verlängern und damit bei Explosionen oder Rückschlägen einen so langen Weg zu erreichen, dass eine Löschung etwaiger Feuersäulen erfolgt. Ferner kann in der Zuleitung ein Überdruckventil 8 angeordnet sein, das bei zu hohen Drücken anspricht. Normalerweise wird jedoch eine Explosion oder rasche Verbrennung durch den Schornstein E entweichen oder die rückwärtige gegebenenfalls besonders dünn ausgelegte Wand des Tresors nach dem Freien abdrücken. Die Gesamtanlage arbeitet nun folgendermaßen:
Die Luft wird aus einem möglichst staubfreien Gelänge bei 10 eingesaugt, passiert ein Ölfilter 11 und wird durch den Vorwärmer 12 vorgewärmt, so dass im Taupunktraum 13 eine Temperatur von 12 - 13° herrscht. Durch eine Spritzdüsenanlage, bestehend aus der Pumpe 14 und der Spritzdüse 15 wird die Luft voll mit Feuchtigkeit gesättigt. Sie wird dann durch den Hochdruckventilator 16 über den Nachwärmer 17 mit einem Druck von 500 mm WS in das Rohrleitungssystem 4 gedrückt. Die Dampfzuführung zu dem Vor- und Nachwärmer erfolgt bei 18. Die Ventile 19 werden von den Wärmefühlern 20 bzw. 21 beeinflusst. Der Wärmefühler 20 tastet die Aussentemperatur ab und das vor dem Vorwärmer 12 liegende Ventil 19 wird durch den Ventilmotor M(sub)1 solange geregelt, bis im Taupunktraum 13 die Solltemperatur hergestellt ist. Das zweite Ventil des Nachwärmers 17 wird durch den Wärmefühler 21 über den Ventilmotor M(sub)2 solange beeinflusst, bis im Tresor 2 die Solltemperatur von z.B. 17° erreicht ist. Die Einstellung der Luftfeuchtigkeit, z.B. 50%, geschieht einfach dadurch, dass die Temperatur des Taupunktraumes 13 entsprechend eingestellt wird. Die hierfür maßgebenden Zusammenhänge sind aus der Klimatechnik bekannt.
Um auch bei höherer Aussentemperatur, also im Sommer, klimatisieren zu können, kann in an sich bekannter Weise der Vorwärmer 12 auch als Trockenkühler verwendet werden. Hierzu dient der zweite Wärmefühler 22, der über den Ventilmotor M(sub)3 auf das Ventil 23 einwirkt und einen Trockenkühler bei 12 solange mit Kühlwasser versieht, bis im Taupunktraum 13 die Temperatur unter die Solltemperatur gesunken ist. Die Rohrschaltung ist auf der Zeichnung nur schematisch angedeutet, die notwendigen Umschaltmittel sind nicht dargestellt.

Claims (10)

1. Einrichtung zur Lagerung von Filmen, gekennzeichnet durch einen oder mehrere klimatisierte Lagerräume (H(sub)1, (sub)2, (sub)3 denen unter Druck Luft so zugeführt wird, dass in dem Raum bzw. in den Räumen vorherbestimmte Bedingungen bezüglich der Temperatur und Feuchtigkeit, sowie gegebenenfalls auch des Druckes gegeben sind
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Räume (H(sub)1, (sub)2, (sub)3) eine Entlüftung (E) besitzen.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Entlüftung (E) gegenüber der Atmosphäre durch eine auf Druck ansprechende Vorrichtung (V) vorzugsweise nach Art eines Rückschlagventils abgeschlossen ist.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Zuluftdruck ein mehrfaches des üblichen Druckes in Zuluftkanälen bekannter Art ist.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuluftleitung vorzugsweise geringen Querschnittes, starkwandig ausgebildet ist.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohreinmündungen in die Räume düsenförmig ausgebildet sind.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 6, dadurch gekennzeichnet, dass an der Eintrittsöffnung ein Rückschlagventil, z.B. massive Rückschlagklappe (5) vorgesehen ist.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 7, dadurch gekennzeichnet, dass in die Zuluftleitung Flammenrückschlag verhütende Mittel, z.B. Drahtnetze (6) eingefügt sind.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuleitungen mit Überdruckventilen (8), die bei höheren Drücken als dem Betriebsdruck ansprechen, ausgerüstet sind und/oder durch Einfügung einer Schleife (11) eine Leitungsverlängerung aufweisen.
10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Abluft-Querschnitt ein mehrfaches des Zuluft-Querschnittes beträgt.

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