DEP0012033DA - Vorrichtung zur Eintreibung von Medikamenten durch die Haut - Google Patents

Vorrichtung zur Eintreibung von Medikamenten durch die Haut

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DEP0012033DA
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English (en)
Inventor
Heinz Dr. Born
Original Assignee
Ultrakust-Gerätebau Dipl.-Ing. O. Raudszus, Ruhmannsfelden
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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, um mittels elektrischer Feldkräfte / Iontophorese / und in Verbindung mit Ultraschallwellen Medikamente, die in Ionenform vorliegen, von aussen dem menschlichen Körper zuzuführen.
Bekanntlich stellt die Möglichkeit, Medikamente von aussen dem menschlichen Körper zuzuführen, eine wertvolle therapeutische Bereicherung der Medizin dar, da in vielen Fällen die Zufuhr der Medikamente durch die Haut die einzige Möglichkeit darstellt, eine Heilung herbeizuführen. In bekannter Weise wird diese Forderung mit mehr oder weniger gutem Erfolg durch das Verfahren der Iontophorese erfüllt. Hier werden unter Benutzung der elektrischen Feldkräfte Medikamente, die in Ionenform vorliegen, zur Wanderung durch die Haut veranlasst, wobei die aktive Elektrode, d. h. diejenige, von der aus die Ionen in das Gewebe einwandern, auf die erkrankte Stelle oder in die Nähe des erkrankten Bezirkes angebracht wird, während die zweite Elektrode an irgendeiner anderen Stelle des menschlichen Körpers befestigt werden kann. Zwischen den beiden Elektroden wird eine Spannung angelegt, die die für die Wanderung der Ionen notwendigen Feldkräfte erzeugt.
Es ist schon vorgeschlagen worden, den Vorgang des Eintreibens allein durch Ultraschallwellen zu erzielen. Da jedoch normalerweise entsprechend den physikalischen Gesetzen durch eine Wellenbewegung keinerlei Materie transportiert werden kann, dürften die Ergebnisse dieser mit Histamin durchgeführten Versuche auf Irrtümern beruhen, die ihre Ursache in einer besseren Auflockerung der menschlichen Haut durch die Schallwechseldruckkräfte und damit eine bessere Einwirkungsmöglichkeit der verwendeten Substanzen auf die in Hautnähe liegenden Zellen haben dürften. Ein tieferes Eintreiben von Medikamenten ist aber damit keinesfalls zu erzielen.
Wie oben angedeutet, haben die Ultraschallwellen die Eigenschaft, das Gewebe aufzulockern und - wie Versuche beweisen - auch in grösserer Tiefe das Kapillarsystem im Sinne einer besseren Durchblutung, d. h. im Sinne einer Gefässerweiterung zu beeinflussen. Um nun die in manchen Fällen noch unzureichende Tiefenwirkung der Iontophorese zu steigern, wird erfindungsgemäss vorgeschlagen, die auflockernde Wirkung der Ultraschallwellen in Verbindung mit der Iontophorese für ein tieferes Eindringen der Medikamente zu benützen, indem die aktive Elektrode bei der Iontophorese als schwingender Körper bzw. Ultraschallgeber ausgebildet wird.
Da die Ultraschallwellen den menschlichen Körper gerichtet durchdringen, ist damit gleichzeitig ein gerichtetes Eindringen der Medikamente möglich, was in vielen Fällen äusserst wünschenswert ist. Während also die Feldkräfte der Iontophorese die Zugkräfte für die Ionen abgeben, bereiten ihnen die mechanischen Schwingungen der Ultraschallwellen den Weg, indem sie die Gefässe erweitern.

Claims (1)

  1. Vorrichtung zur Ausübung der Iontophorese, dadurch gekennzeichnet, dass die die positive sog. aktive Elektrode bildende Metallfläche als Ultraschallschwinger ausgebildet wird, so dass sich zwischen dem als Elektrode wirkenden Schallsender und der menschlichen Haut das einzutreibende Medikament befindet, das gleichzeitig als Koppelsubstanz zur Übertragung der Schallwellen benutzt wird.

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