DEP0011093MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 31. Dezember 1953 Bekanntgemacht am 22. März 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf eine besondere Bauart eines Silos zur Lagerung von Weißzucker.
Weißzucker ist bekanntlich gegenüber Rohzucker witterungsempfindlich, d. h. der lose Weißzucker
reichert sich gern mit Feuchtigkeit an, wodurch er nicht locker bleibt, sondern verkrustet. Solche Verkrustungen
behindern das Einlagern von losem Weißzucker in Silos. Die Verkrustungen beginnen
an den freiliegenden Flächen der Masse und auch an den Wandungen des Silos infolge der Temperaturschwankungen
des Wetters, die sich auf Wandungen übertragen. Hinzu kommt die direkte Berührung
des Weißzuckers mit der Luftfeuchtigkeit. Dies führt dazu, daß in dem Silo sich feste Brücken
aus Zucker bilden können, die ein Entleeren und Nachrieseln des Zuckers verhindern. Man hat deshalb
im Gegensatz zum Rohzucker die lose Einlagerung von Weißzucker in Silos nicht durchführen
können, vielmehr wurde der Weißzucker in Packungen, z. B. dichten Säcken, gelagert.
Die Vorratshaltung des Weißzuckers ist insbesondere in solchen Silos erschwert, die mit einer
Absackvorrichtung versehen sind.
Gemäß der Erfindung ist es möglich gemacht worden, daß man auch Weißzucker in Silos unter
Wahrung des Zustandes als loses Schüttgut dauerhaft einlagern kann. Es wurde erkannt, daß es auf
bestimmte Maßnahmen ankommt, um den Weiß-
509 698/303
P 11093 XI/81e
zucker durch die Jahreszeiten hindurch in dem Silo als loses Schüttgut erhalten zu können. Die Erfindung
besteht daher aus einem mit einer an sich bekannten Absackvorrichtung versehenen, luftdicht
abgeschlossenen Silobehälter, der einschließlich der Absackvorrichtung allseitig und über seiner Abdeckung
von einer, um ihn einen Luftisolierraum bildenden, geschlossenen Umkleidung umgeben ist.
Dies bedeutet, daß der Silobehälter zusammen mit
ίο dem Raum, in welchem das Absacken stattfindet,
einen ringsum laufenden Luftmantel aufweist. Das Silogebäude für Weißzucker wirkt also nach Art
eines thermosflaschenartigen Behälters. Es hat sich gezeigt, daß nur mittels einer solchen Isolierung
die bisher eingetretenen Nachteile vermieden werden können. Die'Luftkondition in dem Siloraum
wird abgeschirmt gegen irgendwelche Einflüsse der das Silogebäude umgebenden und den Witterungsverhältnissen unterliegenden Außenluft. Es wird
vermieden, daß beim Absacken von unten her Falschluft in den Siloraum gelangen kann, da
durch 'die Absackvorrichtung nur Luft aus dem Luftisolierraum in den Siloraum eindringen könnte.
Weiterhin ist eine staubfreie Lagerung des Zuckers gesichert.
Der Luftisolierraum kann z. B. durch eine einfache mechanische Filter-Entlüftungsanlage be- und
entlüftet werden.
Der Luftisolierräum bei der Absackvorrichtung kann als zusätzlicher Lagerraum dienen. Der Silo
wird zweckmäßig über Terrain angeordnet, z. B. mehrere Meter, wie 3 m darüber. Ferner kann der
Luftisolierraum eine Beschickungs- und Begehungsanlage aufnehmen.
Der Silo selbst kann als Rechtecksilo ausgebildet werden. Er erhält einen Schüttwinkel von etwa 40
bis 500 für die Absackvorrichtung. Weiterhin kann die Silounterteilung so ausgeführt werden, daß eine
Lagerung von verschiedenen Sorten ermöglicht wird.
Die üblichen, für Getreide bestimmten Silos sind für Weißzucker nicht geeignet, da die Getreidesilos
gerade für starke Durchlüftung gebaut sind und offene Seitenwände aufweisen. Bei den Silos für
beliebige Schüttgüter, z. B. Kohle, Zement od. dgl., steht sowohl der Siloraum als auch die Absackvorrichtung
mit der freien Umluft in Verbindung. Das Problem der Erfindung tritt hier nicht auf.
Man kennt weiterhin eine Belüftung von im wesentliehen
abgeschlossenen Lagerräumen, vornehmlich von Schiffsladeräumen. Zur Belüftung wird an den
Außenwänden Trockenluft eingeblasen. Eine solche Anordnung ist nur für Stückgüter anwendbar. Bei
Schüttgütern, insbesondere Zucker, verbietet sich diese Maßnahme.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht.
In den Fig. 1 bis 3 ist ein Längsschnitt, Grundriß und Querschnitt durch den erfindungsgemäßen
Silo veranschaulicht.
Der eigentliche Silo 1, der zweckmäßig als Rechtecksilo
ausgebildet wird und mehrere Unterteilungen ia, I6, ic aufweisen kann, wird allseitig von
einer Umkleidung 2 umgeben, so daß zwischen Silowand und Bekleidungswand ein Zwischenraum 3
vorhanden ist, der durch die darin befindliche Luftschicht als Isolierraum dient. Der Raum 3 ist auch
unterhalb des Daches 4 durch seitliche Wände 5 gegenüber dem Siloraum abgeschlossen. Unterhalb
des Daches 4 befindet sich eine als Haube ausgebildete Abdeckung 6, die den Siloraum 1 auch
von dieser Seite thermosflaschenartig schützt. Innerhalb des Silos kann oben eine fahrbare Bedienungsbühne
7 vorgesehen sein. Der Boden des Silos läuft beiderseits bis zu der Entleerungsöffnung
8 schräg nach unten.
Der Raum unterhalb des Silos kann zusätzlich als Lagerraum 9 benutzt werden, wodurch eine zusätzliche
Stapelkapazität für Säcke oder Kleinpackungen von erheblicher Größe beim Rechtecksilo
erhalten wird. Dadurch ist es möglich, auf kleinster Grundfläche große Mengen Zucker zu
lagern.
Zur Überwachung der großen losen Zuckermengen
können in dem Raum über dem Silo seitliehe Laufstege mit Zugang zu der fahrbaren Bedienungsbühne
vorgesehen werden. *
Claims (3)
1. Silo zur Lagerung von Weißzucker, gekennzeichnet durch einen mit einer an sich bekannten
Absackvorrichtung versehenen, luftdicht abgeschlossenen Silobehälter, der einschließlich
der Absackvorrichtung allseitig und über seiner Abdeckung von einer um ihn einen
Luftisolierraum bildenden geschlossenen Umkleidung umgeben ist.
2. Silo nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Luftisolierraum bei der Absackvorrichtung als zusätzlicher Lagerraum dient und eine Beschickungs- und Begehungsanlage aufnimmt.
3. Silo.nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Silo über Terrain angeordnet, ist.
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 527 686, 543 417,
238130,859988,886273; >. .
deutsche Patentanmeldung C2224XI/81e
(Patent 913 879).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Family
ID=
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