DEP0011084MA - - Google Patents

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DEP0011084MA
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DE
Germany
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aliphatic
azo compounds
bifunctional
mol
polyester
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 30. Dezember 1953 Bekanntgemacht am 24. November 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Es ist bekannt, aus Hydroxyl- bzw. Carboxyl-Wpolyestern mit Hilfe von Diisocyanaten und Ver-Wnetzern Kunststoffe aufzubauen. Nach diesem Verfahren hat man in jüngerer Zeit eine mannigfache vZahl der verschiedensten Kunststoffe aufgebaut. Der relativ hohe Preis für viele Diisocyanate ließ es geraten erscheinen, vernetzte Kunststoffe auf andere Art zu erhalten, ohne die wesentlichen Eigenschaften der Polyesterkunststoffe zu verlieren. Auf Grund ίο neuerer Arbeiten ist es bekanntgeworden, aliphatische, bifunktionelle Azoverbindungen für Vernetzerreaktionen heranzuziehen.
Es wurde nun gefunden, daß man die Vernetzungseigenschaften bifunktioneller Azoverbindungen in überraschender Weise dafür ausnutzen kann, daß man ungesättigte, weitgehend lineare Polyester aufbaut und die Reaktionsfähigkeit der in Nachbarstellung zu einer Doppelbindung befindlichen Wasserstoffatome bzw. α-ständiger Alkylreste mit noch freien Wasserstoffatomen für die Vernetzung mit den besprochenen Azoverbindungen heranzieht. Die Polyester können hierbei als Hydroxyl- bzw. auch als Carboxylpolyester verwendet werden.
Bekanntlich geht man beim Aufbau der Polyester von Diolen und Dicarbonsäuren aus. Ersetzt man bei der Kondensation jedes 20. bis 50. Molekül durch ein ungesättigtes Diol oder eine ungesättigte Dicarbonsäure mit ein oder mehreren Doppelbindungen, hat man die Reaktionsfähigkeit für eine Vernetzung mit bifunktionellen Azoverbindungen geschaffen.
509 596/172

Claims (2)

  1. P 11084 IVb/39b
    ICs ist dabei unter Umständen vorteilhaft, Diole bzw. Dicarbonsäuren mit mehreren Doppelbindungen zu verwenden. Die ungesättigten Diole bzw. Dicarbonsäuren sollen dabei in Nachbarstellung zur Doppelbindung folgende Konstitutionsmerkmale besitzen:
    ι. — ClL-CH = CH -CH2-
  2. 2. — CH -CH -CH- CH2-
    3. — CH -CH =- CH CH —
    R R
    4. - C — CII - C H — CH2
    R H
    5-
    C-CH - CH-C
    I I
    R R
    R R
    I I
    C-CH r-Cl-l-C
    Im Fall (>. muß mindestens ein R =— CH3 sein.
    Als Vernetzer können alle aliphatischen, bifunktionellen Azoverbindungen verwendet werden, die in der Lage sind, mit Olefinen und hocbpolymeren Olefinen unter substituierender Addition zu reagieren. ICs können dies beispielsweise Substanzen vom Typ des Hisazodicarbonsäureesters nachfolgender Konstitution S(Mn:
    IIr1CjO- C N N C ()( CI-L)n-O C-N N C OC2H5
    Ausführungsbcipiel:
    70 JIoI Äthandiol, 28 Mol 1, 3-Propandiol und 2 Mol i, 4-Butendiol werden mit 99 Mol Adipinsäure zusammenkondensiert, wobei unter Austritt von H2O ein Hydroxylpolyester mit einem Molekulargewicht von etwa 2000 entsteht. Der Polyester stellt eine wachsartige Masse dar. Man schmilzt nun 100 Gewichtstcile des Polyesters auf und gibt unter kräftigem Rühren 4 Gewichtsteile Bisazodicarbonsäurcestcr nachfolgender Konstitution zu:
    H5C2O-C-N=N-C-O(--CH2)„-0-C-N=N-C-OCaHB
    sind.
    Nach wenigen Minuten geht die dünnflüssige Schmelze in einen zähviskosen Zustand über. Die Masse wird entweder in geheizte Formen gegossen oder bei einem spezifischen Druck von 50 kg/cm2 für 20 Minuten bei 1400 zur endgültigen Formgebung verpreßt. Der erhaltene Kunststoff ist alterungsbeständig, hat gegenüber Aromaten, Benzin und Mineralöl gutcQuclleigcnschaftcn und besitzt günstige mechanisch-physikalische Daten, wie hohe Zerreißfestigkeit, gute Kerbzähigkeit und Abriebfestigkeit.
    Ρλτεν τ λ ν s ρ r 0 c ii ε :
    ι. Verfahren zur Herstellung von Kunststoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man lineare, ungesättigte, aliphatische Polyester, die Oxy- oder Carboxyl-Endgruppen aufweisen und in die Diol- und bzw. oder Dicarbonsäureester mit ein oder mehreren Doppelbindungen, die in Nachbarstellung zu mindestens einer Doppelbindung ein Kohlenstoffatom mit einem verfügbaren Wasserstoffatom oder einer CH3-Gruppc aufweisen, eingebaut sind, mit bifunktionellen, aliphatischen Azoverbindungen umsetzt.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die aliphatischen, bifunktionellen Azoverbindungen Substanzen vom Typ des Bisazodicarbonsäureesters
    H5C2-O-C-N=N-C-O-(CHo)n-O-C-N-N-C-O-C2 H5
    © 509 596/172 11.55

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