DEP0007269MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 25. September 1950 Bekanntgemacht am 5. April 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft Brennereinrichtungen oder Brennkammern, insbesondere für Gasturbinenanlagen.
Hauptzweck der Erfindung ist die Sicherstelkung einer einen hohen Wirkungsgrad aufweisenden
und gleichförmigen Verbrennung in einer Mehrzahl von Brennkammern oder Flammrohren,
welche mit Luft und Brennstoff parallel versorgt bzw. gespeist werden. Ein weiterer Zweck der Erfindung
besteht in der Schaffung einer verbesserten Zündeinrichtung zum Starten oder Einleiten der
Verbrennung in einer solchen Anlage.
Erfindungsgemäß besteht die Brennereinrichtumg oder Brennkammer aus einer Mehrzahl von
Flammrohren, welche mit Luft und Brennstoff parallel versorgt werden, wobei die Brennzonen der
Flammrohre über Durchlässe miteinander verbunden sind.
Die Flammrohre können in einzelnen Luftgehäusen sitzen, welche selbst durch Durchlässe
miteinander.in Verbindung stehen können.
Die Erfindung in Anwendung bei einer Gasturbinenanlage soll nunmehr an Hand der die Erfindung
beispielsweise wiedergebenden Zeichnung ausführlicher erläutert werden, und zwar zeigt
Fig. ι einen Schnitt durch eine einzelne Brennkammer,
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Fig. 2 eine Draufsicht auf die Brennkammer gemäß Fig. i, wobei der End-Domdeckel abgenommen
ist, während
Fig. 3 eine schaubildliche Seitenansicht von
dreien einer Mehrzahl- von Brennkammern, welche symmetrisch um die Achse einer Gasturbinenanlage
verteilt angeordnet sind, wiedergibt.
Die in. Fig. ι dargestellte Brennkammer bestellt
aus einem zylindrischen Luftgehäuse i, an welchem
ίο . am einen Ende ein Domende bzw. ein gewölbter
Deckel 2 sitzt, während am anderen Ende ein Verschluß befestigt ist, welcher eine Verbindung für
verdichtete Zufuhrluft aufweist, beispielsweise einen Dom 3 mit einem Trichtermuindstück 3 A für
den Anschluß einer Luftleitung. Innerhalb des Gehäuses ι sitzt gleichachsig ein Flammrohr 4, welches
ein kegelstumpfförmiges Rohr mit einem zylindrischen Teil 4 A an seinem weiten Ende aufweist.
Das enge Ende des Flammrohrs sitzt in einem Krümmer 15, welcher die Verbrennungsgase rechtwinklig
durch die Wandlung des Gehäuses 1 hindurchführt. Das Gehäuse 1 ist eines einer Mehrzahl
von Gehäusen, welche in Parallelbetrieb arbeiten sollen, und weist Luiftrohrstutzen 1A auf, welche
sich in radialer Richtung von diesem weg erstrekken, um benachbarte Gehäuse miteinander zu verbinden.
Innerhalb dieser Rohrstutzen \A sind, im wesentlichen gleichachsig mit den Luftstuitzen,
Flammstutzen 4 B vorgesehen, welche in ähnlicher Weise das Flammrohr der einen Brennkammer mit
den Flammrohren der benachbarten Brennkammern verbinden. In den Fig. 1 und 2 sind diese Rohrstutzen
gleichachsig dargestellt. In Fig. 3, wo die mehreren Kammern in einem Kreis angeordnet
sind, sind sie gegenseitig um einen gewissen Betrag zueinander versetzt.
Der Dom 2 weist in seinem Innern eine gleichachsige Büchse 2A auf, in welche eine Hilfsdüse 5
der Zerstäuberbauart eingepaßt ist, welche mit Brennstoff unter Druck durch ein Rohr ζΑ hindurch
gespeist wird. Die Hilfsdüse ragt in die Flammzone innerhalb des Flammrohres hinein. In
diese Zone ragt auch die »Arbeits «-Elektrode (Spannungs-Elektrode) 6A einer Zündkerze 6 hinein,
die im Dom 2 sitzt, während eine »Erde-Elektrode 65 an einem beliebigen benachbarten Teil
angeschlossen ist. Teile, die sonst die Wirkung der Elektrode 6A beeinträchtigen würden, sind zurück-
oder weggeschnitten, um die Funken in die gewünschte Richtung zu leiten.
Am sonst offenen Ende des Flammrohrteiles δ,Α
ist eine Drall- oder Wirbel vorrichtung vorgesehen, deren Zweck darin besteht, in der an diesem Ende
in das Flammrohr eintretenden Primärluft eine starke Wirbelung in demjenigen Gebiet hervorzurufen,
wo der Brennstoff eingeführt wird. Diese Wirbelvorrichtung besteht aus einem konischen
Ringträger 7, einer äußeren gleichachsigen zylindrischen Hülse 8. und einer inneren gleichachsigen
Hülse 9. Zwischen den Hülsen 8 und 9 ist eine Reihe von Wirbelschaufeln %A vorgesehen, deren
Drehsinn in der einen Richtung verläuft — beispielsweise in Uhrzeigerdrehrichtung, von vorn
nach hinten gesehen —, und zwischen der Hülse 9 und der Büchse 2.A ist eine Innenreihe von Wirbelschaufeln
gA vorgesehen, deren Drehsinn umgekehrt ist. Luft vom Gehäuse 1 her fließt durch die
Durchlässe hindurch, welche durch diese beiden Schauifelreihen oder -kränze gebildet werden, wie
dies durch den Pfeil 10 angedeutet ist, und wird dadurch im Flammgebiet innerhalb des Flammrohres
stark verwirbelt. Etwas Rückfluß bzw. Rückströmung in der Nähe der Achse hat sich bei dieser
Anordnung herausgestellt, und dies scheint für die Aufrechterhaltung der Verbrennung günstig zu
sein.
Durch den Dom 2 und den Ringträger 7 hindurch führen acht Brennstoffrohre 11, welche sich im
wesentlichen parallel zur Flammrohrachse (und symmetrisch dazu) erstrecken, und zwar über die
Hälfte der Länge des Flammrohres hinweg, und dann sich rückwärts zurückbiegen, so daß sie strömuüigsaufwärts
gerichtet sind. Sie endigen in Düsen ι τ A. Diejenigen Teile dieser Rohre, welche
der Flamme ausgesetzt sind, arbeiten als Verdampfer, so daß der den Rohren 11 zuigeführte flüssige
Brennstoff in dampfförmigen Brennstoff umgewandelt wird, welcher strömungsau'fwärts gerichtet aus
den Düsen ιτΑ austritt. Eine solche Anordnung hat
in sich den Nachteil, daß sie in Schwingung geraten kann, wenn die Rohre 11 einfach parallel von
einer gemeinsamen Lieferquelle her gespeist werden. Es ist beispielsweise einleuchtend, daß kleine
Ungleichmäßigkeiten des Wärmeaustausches zwischen den Rohren des Verdampfers in dem einen
Rohr eine momentane Unterversorgung von flüssigem Brennstoff bewirkt, während ein anderes Rohr
überversorgt wird. Das unterversorgte Rohr wird heißer, während das überversorgte Rohr kalter
wird, so daß dieser Arbeitszustand ein selbstverstärkender ist, mit der Folge, daß ein unstabiler
Arbeitszustand, Zerlegung des Brennstoffes und Niederschlag von Kohlenstoff in den Rohren auftreten.
Da einer der Zwecke der Erfindung. darin besteht, eine gleichförmige Wärmeverteilung in den
abgegebenen Gasen (ebenso wie eine Gleichförmigkeit in einer Mehrzahl von Brennkammern) zu erzielen,
so sind die nachfolgend beschriebenen Vorkehrungen getroffen, um-diese Schwierigkeit zu beseitigen.
Die Rohre 11 kommen von einer gemeinsamen
Ausgleichkammer 12, welche mit flüssigem Brennstoff unter Druck über ein Brennstoffrohr 13 gespeist
wird und ein Sieb, beispielsweise ein feinmaschiges Drahtsieb 12A, aufweisen kann. Wo
jedes Rohr 11 in die Kammer eintritt, ist eine kleine
Düse ι IjE? in Form eines eingeschraubten Nippels
vorgesehen. Die Düsen dieser Nippel bilden Ein- ' schnürungen, und sie sind so ausgewählt und bemessen,
daß sie einen Druckabfall bewirken, wodurch Druckstöße bzw. Schwingungen im Vergaser
als Ganzes verhindert werden. Es ist nicht genau möglich, die Verhältnisse oder Abmessungen dieser
Einschnürungen für jeden Fall festzulegen; sie hängen ab von der Art und Weise, den Abmessungen
und den Betriebstemperaturen usw. der Rohre
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sowie von der Art des Brennstoffes uind dem Bereich
der Strömungsgeschwindigkeiten, die ztfr Anwendung kommen, und von der Eigenart der Düsenöffnungen
bei τι A.
Die Flammrohre 4 sind bei 4 C gelocht bzw. mit Aussparungen versehen, und zwar für den Durchtritt
von Luft vom Gehäuse 1 her. Die durch diese Durchlässe 4C strömende Luft wird als »Sekundär«-Luft
bezeichnet, d. h. Luft, welche nicht 110twendig ist, um die Verbrennung zu vervollständigen.
Die »Primär«-Lu[ft ist diejenige, welche durch die Durchlässe der Wirbelvorrichtung hindurchtritt.
Jedoch hat sich in der Praxis herausgestellt, daß bei den hohen Geschwindigkeiten und bei den
hohen Brenngeschwindigkeiten, für welche die Erfindung zur Anwendung kommen soll, die Sekundärluft
bei geeigneter Zuführung die Verbrennung beschleunigt und die Flamme verkürzt. Wenn sie
in einem Gebiet in zu starkem Ausmaß zugeführt wird, kann sie zur Folge haben, daß die Flamme
gequetscht wird, was eine unvollkommene Verbrennung oder eine lange Flamme bewirkt. Verschiedene
Ausbildungen der Durchlässe können zur Anwendung kommen, und wiederum ist es nicht mög-Hch,
genau diese Ausbildung in allen Einzelheiten festzulegen, da dies von den Betriebsbedingungen
und von den zu berücksichtigenden Erfordernissen abhängt. Ganz allgemein besteht dann, wenn die
Erfindung bei den vorerwähnten Kraftanlagen zur Anwendung kommen soll, der Zweck darin, die
Temperatur einer großen Masse von mit hoher Geschwindigkeit strömenden Luft zu erhöhen, und
zwar wird ungefähr sechsmal mehr Luft durch die Brennkammer hindurchgeschickt, als notwendig ist,
um die Menge des zur Anwendung kommenden Brennstoffes zu verbrennen. Eine innige und
schnelle Mischung der Sekundärluft mit den unmittelbaren Brenngasen oder der Flamme wird daher
angestrebt. Experimente scheinen zu ergeben, daß gute Ergebnisse dann erzielbar sind, wenn das
Massenverhältnis (pro Zeiteinheit) von Primär- zu Sekundärluft ungefähr 2 : 4 ist.
Die Inbetriebsetzung bzw. Zündung der Anlage geschieht wie folgt: Bei verhältnismäßig kleiner
Luftströmung wird die Zündung eingeschaltet und die Anlasserdüse geöffnet. Der Brennstoff von der
Anlasserdüse her zündet, und die Zündung wird abgeschaltet. Die Luftströmung kann nun schwach
vergrößert werden, und nach einer gewissen Zeit, wenn die Vergaserrohre genügend erhitzt worden
" sind, wird die Hauptbrennstoffleitung geöffnet. Die Luftströmung wird nun vergrößert, sobald das auis
den Vergaserrohren austretende Gas brennt, woraufhin die Hilfsdüse abgeschaltet wird. Innerhalb
weiter Grenzen kann nun der Zustrom von Brennstoff und Luft verändert werden, und es ergibt sich
unter der Voraussetzung, daß das Verhältnis von Luft zu Brennstoff im wesentlichen konstant gehalten
wird, eine gleichmäßige Erhitzung der Verbrennungsgase und der überschüssigen Sekundärluft.
Da die Brennkammer eine unter einer Mehrzahl von Brennkammern ist, ist das Brennstoffverhalten
bei allen das gleiche, und die Zündung in der einen zündet in allen, wobei die Flammstuitzen 4 B die
brennenden Gase von einem Flammrohr zum benachbarten hin übermitteln. Eine Zündkerze hat
sich als ausreichend herausgestellt, um eine Zündung eines Ringverbandes von zehn Kammern zu
bewirken.
Die Luiftstutzen τA gleichen die Luftdrücke in
den mehreren Luftgehäusen aus.
Vorkehrungen sollten getroffen werden, um die Arbeitsmittelströmutigs-Einschnürungen bzw. -Behinderungen
einander anzupassen, derart, daß die Brennstoffversorgung einer Mehrzahl von Brennkammern
gleichförmig gehalten wird. Alternativ kann die Zufuhr zui jeder Brennkammer gemessen
und durch andere bekannte Steuer- und Anzeigevorrichtungen geregelt werden.
Die Luftgehäuse 1 können kegelförmige Gestalt aufweisen, haben aber, wie auch die Flammrohre,
vorzugsweise kreisförmigen Querschnitt, wenn beträchtliche Drücke auftreten und eine leichte Bauart
verlangt wird, wie dies z. B. bei Antriebs- oder sonstigen Kraftanlagen für Luftfahrzeuge der
Fall ist.
Claims (3)
1. Brennereinrichtung oder Brennkammer mit einer Mehrzahl von Flammrohren, welche
in Parallelbetrieb mit Brennstoff und Luft versorgt werden, dadurch gekennzeichnet, daß
Durchlässe oder Verbindungsleitungen vorgesehen sind, welche die Brennzonen der Flammrohre
miteinander verbinden.
2. Brennkammer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Flammrohr in einer
einzelnen Luftkammer eingeschlossen ist und daß die Luftkammern durch Verbindungsleitungen
oder Durchlässe verbunden sind.
3. Brennkammer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbinduingsleitungen
oder Durchlässe, welche die Flammrohre verbinden, eingeschlossen sind in den die Luftkammern
verbindenden Durchlässen oder Verbindungsleitungen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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