DEP0007073MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 8. Februar 1952 Bekanntgemacht am 23. Februar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf eine Treteinrichtung für Motorfahrräder und Fahrräder mit Hilfsmotor.
Für derartige Fahrzeuge sind schon Treteinrichtungen
bekanntgeworden, deren Tretkurbelarme gegeneinander verstellbar und in der geänderten
Lage feststellbar sind. Dadurch soll dem Fahrer bei Benutzung des Motors eine erhöhte Fahrsicherheit
geboten werden, indem er durch Parallelstellung der Tretkurbelarme wie ein Motorradfahrer
beide Beine in der gleichen Stellung abstützen und gegebenenfalls auch Knieschluß nehmen
kann. Dessenungeachtet kann im Bedarfsfall die Tretkurbel in ihre normale Gebrauchslage mit um
i8o° gegeneinander versetzten ,Tretkurbelarmen
zurückgeführt werden. ' .
Durch die Erfindung soll die Funktion einer solchen verstellbaren Treteinrichtung erweitert werden.
Es soll nämlich mit ihr bei normaler Tretkurbelstellung wie beim Fahrrad mit Rücktrittbremse
durch Zurücktreten und bei parallel gestellten Tretkurbelarmen wie beim Motorrad durch
Betätigen eines Fußbremshebels gebremst werden können.
Es wird daher für die in Frage stehenden Fahrzeuge eine Treteinrichtung mit gegeneinander verstellbaren
und in der geänderten Lage feststellbaren Tretkurbelarmen vorgeschlagen, bei welcher
erfindungsgemäß wenigstens ein Tretkurbelarm in ein Tretorgan und ein Bremspedal aufteilbar ist,
die gemeinsam oder einzeln betätigt werden können.
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P 7073 II/63k
Zweckmäßigerweise wird die Anordnung so getroffen, daß die beiden Teilorgane des Tretkurbelarmes nebeneinander und in einem Winkel zueinander,
beispielsweise von i8o°, feststellbar sind.
Vorteilhaft wird zum Verschwenken der beiden Teilorgane gegeneinander in die zum Tretantrieb und in die zum Fahren mit Motorantrieb jeweils gebrauchte Stellung ein fußbetätigtes Trennorgan vorgesehen, durch dessen Betätigung die starre
Vorteilhaft wird zum Verschwenken der beiden Teilorgane gegeneinander in die zum Tretantrieb und in die zum Fahren mit Motorantrieb jeweils gebrauchte Stellung ein fußbetätigtes Trennorgan vorgesehen, durch dessen Betätigung die starre
ίο Verbindung zwischen den beiden Teilorganen vorübergehend
gelöst werden kann.
Gegenüber einer bekanntgewordenen Einrichtung, welche eine durch ein Gestänge vom Fahrersitz
aus bedienbare Sperre zum Festlegen der Tretkurbel für das Fahren mit Motorantrieb aufweist,
ist weiterhin vorgesehen, eine Sperre am Bremsorgan anzuordnen, welche aus einem mit einem
fahrzeugfesten Anschlag zusammenwirkenden Sperrglied besteht, zu dessen Verschiebung in die
Sperrlage am Tretorgan Steuermittel angeordnet sind. Damit hat der Fahrer die Möglichkeit, die
Treteinrichtung allein mit dem Fuß umzustellen und festzulegen, ohne die Hand zu Hilfe zu
nehmen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt
Abb. ι die Vorderansicht der beiden in der Tretstellung
nebeneinanderliegenden Organe, wobei der besseren Deutlichkeit halber der die Verbindung
zwischen beiden herstellende Teil um Schnitt dargestellt
ist, und
Abb. 2 eine Seitenansicht des Verbindungsteiles der beiden Organe mit dem zum Lösen der Verbindung
dienenden Hebel.
Auf die Tretkurbelwelle 1 ist das Bremspedal 2 in der für normale Tretkurbeln üblichen Weise aufgesetzt.
Die Tretkurbelwelle 1 ist so weit verlängert, daß sie über das Bremspedal hinausreicht.
Mit einer konischen Mutter 3 wird das Bremspedal 2 auf ihr befestigt. Auf der Verlängerung 4
sitzt die Tretkurbel 5. Soll die Einrichtung nachträglich angebracht werden, so wird auf der bereits
vorhandenen Tretkurbelwelle zur Verlängerung ein Stift aufgeschraubt, dessen eines Ende als konische
Mutter 3 ausgebildet ist. Die Tretkurbel S und das Bremspedal 2 liegen glatt nebeneinander, wobei
ein am Bremspedal 2 hervortretendes Vierkantstück 6 in eine entsprechende Aussparung der Tretkurbel
S paßt. Eine dieser vierkantigen Aussparung gegenüberliegende kreisförmige Aussparung in der
Tretkurbel 5 nimmt eine kräftige Spiralfeder 7 in sich auf, die ihr Widerlager an einer auf der verlängerten
Tretkurbelwelle 4 bzw. dem aufgeschraubten Stift befestigten Kappe 8 findet. Die
Feder 7 ist mit einem Ende an der verlängerten Tretkurbelwelle 4 bzw. dem Stift, mit dem anderen
am Tretkurbelarm 5 befestigt.
Ein auf dem Bremspedal 2 aufgesetzter einarmiger Hebel 9 verschiebt bei einer Drehung mit
seinem Ansatz 10 die Tretkurbel 5 gegen den Druck' der Spiralfeder 7 so weit, daß die vierkantige
Aussparung im Tretkurbelarm 5 von. dem \^ierkantstück 6 auf dem Bremspedal 2 freikommt.
Die Tretkurbel 5 kann nun durch den Fuß so weit um die Tretkurbelwelle gedreht werden, bis sie in
einer in diesem Beispiel um i8o° entgegengesetzten Stellung wieder durch den Druck der Feder 7 mit ·
ihrer vierkantigen Aussparung über das Vierkantstück 6 des Bremspedals 2 greift. . Damit ist die
Ruhestellung (Abb. 2) erreicht. Eine Blattfeder 11
bringt den einarmigen Hebel 9 wieder in seine Ausgangsstellung zurück.
Durch" das Bremspedal 2 ist ein Blockierungsbolzen 12 hindurchgeführt, der in der Tretstellung
mit seinem Kopf in einer entsprechenden Aussparung der Tretkurbel liegt. Drückt jedoch bei Erreichen
der Ruhestellung die Feder 7 die Tretkurbel 5 wieder über das Vierkantstück 6, so wird
durch die Fläche der Tretkurbel, in der an dieser Stelle keine Aussparung ist, der Blockierungsbolzen
12 so weit bewegt, daß er etwas über das Bremspedal 2 hinausragt. Die gesamte Treteinrichtung —
Tretkurbelarm und Bremspedal — läßt sich nun noch so weit drehen, bis der Blockierungsbolzen 12
gegen ein 'am Tretlagerrohr 13 angebrachtes Widerlager 14 stößt. Eine weitere Drehung in der
Tretrichtung ist nun nicht mehr möglich, während sie in Bremsrichtung für ein Zurücktreten, unbehindert
bleibt.
Soll aus der Ruhestellung wieder die Tretstellung erreicht werden, so wird wieder der einarmige
Hebel 9 betätigt. Die Spiralfeder 7, die mit einem Ende an der Tretkurbel 5 und mit dem anderen
an der verlängerten Tretkurbelwelle 4 befestigt und infolgedessen bei der Drehung in Tretstellung
gespannt worden ist, läßt die Tretkurbel 5 so weit zurückschnellen, daß diese mit leichter Nachhilfe
durch den Fuß wieder zum Einrasten in der Tretstellung gebracht werden kann. Gleichzeitig bringt
eine Blattfeder 15 den Blockierungsbolzen 12
wieder in seine zurückgezogene Stellung, so daß die Treteinrichtung wieder frei beweglich ist.
Claims (4)
1. Treteinrichtung für Motorfahrräder und
Fahrräder mit Hilfsmotor mit gegeneinander verstellbaren und in der geänderten Lage feststellbaren
Tretkurbelarmen, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Tretkurbelarm in ein Tretorgan (5) und ein Bremspedal (2) teilbar
ist, die gemeinsam oder einzeln betätigt werden können.
2. Treteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die beiden Teilorgane des Tretkurbelarms parallel nebeneinander und in
einem Winkel zueinander, beispielsweise von i8o°, feststellbar sind.
3. Treteinrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zum Verschwenken
der beiden Teilorgane (2, 5) gegeneinander in die zum Tretantrieb und die zum Fahren mit
Motorantrieb jeweils gebrauchte Stellung ein fußbetätigtes Trennorgan (9) vorgesehen ist,
durch dessen Betätigung die starre Verbindung
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zwischen den beiden Teilorganen vorübergehend gelöst werden kann.
4. Treteinrichtung nach Anspruch 1 bis 3 mit einer Sperre zum Festlegen der Tretkurbel
für das Fahren mit Motorantrieb, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperre aus einem am
Bremsorgan (2) angeordneten, mit einem fahrzeugfesten Anschlag (14) zusammenwirkenden
Sperrglied (12) besteht, zu dessen Verschiebung in die Sperrlage am Tretorgan (5) Steuermittel
vorgesehen sind.
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 147488, 158682.
Deutsche Patentschriften Nr. 147488, 158682.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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