DEP0002238DA - Verfahren zur Herstellung elektrischer Kondensatoren, insbesondere Wickelkondensatoren - Google Patents
Verfahren zur Herstellung elektrischer Kondensatoren, insbesondere WickelkondensatorenInfo
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Description
Für elektrische Kondensatoren, bei denen es auf geringe Verluste und möglichst gleichbleibende Kapazitätswerte ankommt, verwendet man vielfach Polystyrol, vorzugsweise in Form gereckter Polystyrolfolien, als Dielektrikum, indem man die Polystyrolfolien unter Einfügung von Metallfolien, die im fertigen Kondensator die Belegungen darstellen, übereinanderschichtet. Wickelkondensatoren z.B. stellt man in der Weise her, dass man gereckte Polystyrolfolien unter Einfügung von Metallfolien auf einen Dorn wickelt. Um die Lufteinschlüsse zwischen den einzelnen Schicht soweit wie möglich zu beseitigen, ist es bekannt, den fertigen Wickel einer Wärmebehandlung von solcher Höhe und solcher Dauer zu unterziehen, dass sich die gereckten Folien des Dielektrikums in ihren ursprünglichen ungereckten Zustand zurückverwandeln. Dabei ziehen sich die Polystyrolfolien zusammen und setzen den Wickel unter Druck, so dass die Lufteinschlüsse entweichen. Bei dieser Wärmebehandlung, die man wegen des gleichzeitig eintretenden Zusammenklebens der Polystyrolfolien auch als Sintern bezeichnet, kommt es aber mitunter vor, dass die Polystyrolfolien reissen. Ausserdem lässt die Spannungsfestigkeit derart hergestellter Kondensatoren mit der Zeit nach.
Es ist ferner bekannt, dass Kondensatoren zur Entfernung der Lufteinschlüsse getränkt werden. Diese Massnahme hat man aber in der Praxis nur bei Kondensatoren angewandt, die einen saugfähigen Stoff, wie z.B. Papier, als Dielektrikum enthalten. Bei Kondensatoren mit Polystyrolfolien als Dielektrikum hielt man eine Behandlung mit Tränkmitteln für unzweckmässig, weil man der Meinung war, dass das Tränkmittel das Dielektrikum verschlechtere.
Nach der Erfindung werden elektrische Kondensatoren, die aus Polystyrolfolien unter Einfügung von Metallfolien geschichtet sind, insbesondere Wickelkondensatoren, mit Paraffin getränkt. Paraffin besitzt bezüglich Verlustwinkel und Dielektrizitätskonstante fast die gleichen Werte wie Polystyrol. Die Tränkung des Kondensators wird vorzugsweise unter Vakuum bei Temperaturen unterhalb 80°C vorgenommen, d.h. bei Temperaturen, bei denen noch kein Sintern der Polystyrolfolien eintritt. Überraschenderweise hat es sich gezeigt, dass z.B. derart hergestellte Wickelkondensatoren in Bezug auf Verlustwinkel und Dielektrizitätskonstante den nach den bekannten Verfahren hergestellten, sogenannten gesinterten Kondensatoren, nicht nachstehen. Ebenso ist die Temperaturabhängigkeit der Kapazität etwa gleich. Dagegen besitzen die nach der Erfindung hergestellten Kondensatoren sogar eine höhere Spannungsfestigkeit als die gesinterten Kondensatoren.
Für Kondensatoren, die aus scheibenförmigen Folien geschichtet sind, sogenannte Blockkondensatoren, gelten diese Betrachtungen sinngemäss.
Claims (3)
1) Verfahren zur Herstellung elektrischer Kondensatoren, insbesondere Wickelkondensatoren, durch Aufeinanderschichten von Polystyrolfolien unter Einfügung von Metallfolien, dadurch gekennzeichnet, daß der Kondensator mit Paraffin getränkt wird.
2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tränkung im Vakuum bei Temperaturen unterhalb 80°C erfolgt.
3) Nach dem Verfahren nach Anspruch 1 oder 2 hergestellter elektrischer Kondensator, insbesondere Wickelkondensator, bestehend aus einer Schichtung von Polystyrolfolien und Metallfolien.
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