DEP0002126DA - Verfahren zur Absorption nitroser Gase - Google Patents

Verfahren zur Absorption nitroser Gase

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DEP0002126DA
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DE
Germany
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absorption
tower
gases
towers
packing
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Friedrich Dipl.-Ing. Oberhausen-Sterkade Schnur
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Ruhrchemie AG
Original Assignee
Ruhrchemie AG
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Description

Zur Herstellung von Salpetersäure aus nitrosen Gasen, z.B. aus Ammoniak-Verbrennungsgasen, dienen Absorptionstürmen von meist bedeutender Höhe und großem Rauminhalt. Fast der gesamte Innenraum dieser Türme ist mit Füllkörpern ausgesetzt, damit die von oben zufließende Berieselungsflüssigkeit sich möglichst gleichmäßig über den ganzen Turmquerschnitt verteilen und mit den von unten nach oben strömenden Gasen in innige Berührung kommen kann.
Es wurde, im Gegensatz zu sonstigen Absorptionsprozessen, die überraschend Beobachtung gemacht, dass bei der Verarbeitung von nitrosen Gasen höhere Säurekonzentrationen erreichbar sind, wenn die Absorptionstürme nur in ihrem unteren Teil eine Füllkörperschicht geringer Höhe und darüber einen leeren Turmraum von bedeutender Größe aufweisen. Der obere, nicht mit Füllkörpern besetzte Teil des Absorptionsturmes wirkt in diesem Fall als Oxydationsraum, während der von den Füllkörpern eingenommene Turmraum als Absorptionsraum arbeitet. Da die der Absorption vorangehende Oxydation der nitrosen Gase erheblich mehr Zeit verbraucht, als die eigentliche Absoption, erreicht man, trotz wesentlicher verminderter Füllkörper-Schichthöhe, praktisch den gleichen oder einen besseren Erfolg als die den heute üblichen, vollständig mit Füllkörpern besetzten Säuretürmen.
Weitere Einzelheiten sind aus der Zeichnung ersichtlich. Fig. 1 zeigt die heute üblichen Absoptionstürme und Fig. 2 die erfindungsgemäße Arbeitsweise.
Bisher verwendet man Säuretürme 1 (Fig. 1) von rundem oder rechteckigem Querschnitt, deren ganzer Innenraum mit Füllkörpern 2 besetzt ist. Die zu absorbierenden Gase treten am unteren Boden des Turmes durch eine Leitung 3 ein und werden am Turmkopf durch Rohrleitung 4 abgesaugt. Eine Pumpe 5 befördert die aus dem Turm ablaufende Berieselungsflüssigkeit durch den Kühler 6 zu der am Kopf des Turmes angebrachten Verteilungsvorrichtung 7, damit sie von dort aus auf die Füllkörperschicht herabfließen kann.
Bei der erfindungsgemäßen Arbeitsweise (Fig. 2) finden Säuretürme 8 von praktisch gleichem Rauminhalt Verwendung. Die nitrosen Gase strömen bei 9 ein und verlassen den Turm durch Leitung 10. Die Berieselungsflüssigkeit wird am unteren Boden des Turmes durch eine Pumpe 11 abgenommen und über dem Kühler 12 zur Verteilungsvorrichtung 13 befördert, die am Kopf des Turmes angebracht ist. Die Füllkörperzone 14 weist nur 25% der Schichthöhe auf, die gemäß Fig. 1 bei der heutigen Arbeitsweise benutzt wird. Das darüberliegende Turmvolumen (75%) dient als Oxydationsraum.
Da die Kühlung der zu absorbierenden Gase vornehmlich in den Füllkörperschichten erfolgt, herrscht im erfindungsgemäßen Absorptionsturm (Fig. 2) eine etwas höhere Betriebstemperatur als in den Säuretürmen heutiger Bauart (Fig. 1).Wegen des großen, oberhalb der Füllkörperschicht liegenden Gasraumes werden aber trotzdem bessere Oxydationswirkungen erreicht.
Der gemäß Fig.2 nur mit einer niedrigen Füllkörperschicht besetzte Absorptionsturm hat betriebstechnisch den Vorteil, dass er dem Durchgang der Gase einen erheblich geringeren Widerstand entgegensetzt als die heutigen mit Füllkörpern vollbesetzten Säuretürme.

Claims (1)

  1. Verfahren zur Absorption nitroser Gase, insbesondere von Ammoniak-Verbrennungsgasen, in mit Füllkörpern ausgesetzten Absorptionstürmen, dadurch gekennzeichnet, dass die Absorptionstürme nur in ihrem unteren Teil eine Füllkörperschicht (14) geringer Höhe und darüber einen leeren Turmraum von bedeutender Größe aufweisen.

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