DEP0000629DA - Verfahren zur Herstellung von lackierten Schwarzblechkonservendosen und ähnlichen Behältern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von lackierten Schwarzblechkonservendosen und ähnlichen Behältern

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DEP0000629DA
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Germany
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painted
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tin cans
sheet metal
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Walter P. Stenger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GEA Group AG
Original Assignee
Metallgesellschaft AG
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Description

Bei der Herstellung von Gefässen zum Konservieren von Nahrungsmitteln, insbesondere Konservendosen, wurden verschiedene Ausgangsmaterialien und Fertigungsarten angewandt. Während man früher hauptsächlich Weissblechdosen verarbeitete, ist man in neuerer Zeit in erhöhtem Masse zu lackierten Schwarzblechdosen übergegangen, bei deren Herstellung zur Zeit hauptsächlich zwei Fertigungsprinzipien in Anwendung sind.
Bei dem einen, der sogenannten A(sub)2-Dose, wird ausgegangen von vorlackiertem Band- bzw. Tafelblech. Das vorlackierte Material wird durch Auftragen des Lackes mit Hilfe der Walzenlackierung auf nach der Walzung bzw. Glühung durch Beizen gereinigten Bänder bzw. Tafeln hergestellt, und zwar derart, dass die Ränder der Tafelbleche bzw. Bänder ausgespart lackiert werden, d.h., dass die Ränder ca. 3-5 mm breit nicht mitlackiert werden. Zur Herstellung von Konservendosen werden aus diesem Material dem Rumpfumfang der Dose entsprechend Zuschnitte hergestellt, die dann in besonders konstruierten Schweissautomaten an den nichtlackierten Rändern durch Ueberlappung zusammengeschweisst werden. Der auf diese Weise hergestellte Dosenrumpf hat nur über die ganze Höhe der Dose laufend eine nicht lackierte und ungeschützte Schweissnaht. Aus diesem Grund wird die Schweissnaht durch Auftragen eines besonderen Schutzlackes innen und aussen nachlackiert und bei höherer Temperatur eingebrannt. Anschliessend werden die beiden Rumpfenden umgebördelt und ein aus vorlackiertem Material gestanzter Boden untergefalzt. Hierauf wird die Dose durch nochmaliges Auftragen eines Speziallackes im Innern der Dose im Spritzverfahren und anschliessendes Einbrennen des Lackfilmes fertiggestellt.
Bei dem anderen Fertigungsprinzip, der sog. Bonderdose,wird aus dem blanken, unlackierten Band- bzw. Tafelblech der Dosenrumpf geschweisst und der aus dem blanken Material gestanzte Deckel untergefalzt. Die fertig geformte Dose wird dann in einer automatischen Anlage entfettet, phosphatiert und anschliessend im Uebergiessverfahren lackiert und der Lack eingebrannt.
Beide Verfahren haben Nachteile. Bei der A(sub)2-Dose ist die Schweissnaht besonders korrosionsanfällig. Während das Innere der Dose sonst einwandfrei ist, zeigen sich an der Schweissnaht und in der unmittelbaren Nähe derselben mehr oder minder starke Korrosionen, die zu einer hohen Eisenaufnahme des Füllgutes führen. Es ergibt sich also hieraus, dass die nachlackierte Schweissnaht nicht die Schutzwirkung der walzenlackierten Fläche erreicht. Ausserdem besitzt die A(sub)2-Dose einen relativ schlechten Aussenschutz, da sie aussen ja nur einmalig walzenlackiert ist. Die Bonderdose zeigt zwar die Nachteile der A(sub)2-Dose nicht. Bei ihr ist aber der Bodenfalz nur oberflächlich geschützt, da Phosphatierung und Lackierung nach der Falzung erfolgen und daher nicht in den Falz eindringen können. Ausserdem sind leicht Fehlstellen in den Bodensicken durch ungleichmässige Lackauflage. Auch ist man im Fertigungsgang an bestimmte Lacktypen gebunden, die den Korrosionsschutzwert der A(sub)2-Dose nicht erreichen lassen.
Es wurde nun ein Fertigungsverfahren gefunden, dass die Herstellung von Dosen in grösstem Masstab gestattet und das nicht auf bestimmte Füllgüter beschränkt ist, sondern einen universellen Einsatz ermöglicht. Dies wird dadurch erreicht, dass man aus blankem Bandstahl bzw. Tafelblechen, wie dieselben vom Walzwerk angeliefert werden, Zuschnitte und durch Schweissen die Dosenrümpfe herstellt. Gegebenenfalls können auch schon die Dosenenden umgebördelt werden. Es ist jedoch vorzuziehen, die Umbördelung erst nach der ersten Lackierung vorzunehmen. Anschliessend an das Schweissen werden die Dosenrümpfe einer speziellen chemischen Vorbehandlung unterworfen, die in chemischer und physikalischer Hinsicht eine einheitliche Oberfläche gewährleistet, verschiedene Potentiale an der Oberfläche aus- gleicht und eine Verbesserung der Haftfestigkeit und Verformbarkeit des anschliessend aufzubringenden Lackes sowie vorzugsweise auch eine Erhöhung des Korrosionsschutzes mit sich bringt. Die so vorbehandelten Dosenrümpfe werden dann mit einem dem Unterzugslack für Walzenlackierung ähnlichen Lack durch Tauchen lackiert und der Lack eingebrannt. Hierauf erfolgt das Umbördeln der Dosenenden - falls dies nicht schon geschehen ist - und Unterfalzen eines aus vorlackiertem Material gestanzten Deckels als Boden. Vorzugsweise verwendet man auch für den Deckel vorlackiertes Material, welches der gleichen Vorbehandlung unterworfen war wie die Rümpfe. Es ist jedoch auch möglich, für den Deckel das übliche walzenlackierte Material zu verwenden wie bei der A(sub)2-Dose. Die so fertiggestellte Dose wird dann im Spritzverfahren im Innern durch nochmaliges Auftragen eines Speziallackes und anschliessendes Einbrennen des Lackfilmes fertiggestellt. Der Speziallack kann je nach Art der zur Verwendung kommenden Füllung (saure Füllgüter, Obst etc.) gewählt werden.
Für die chemische Vorbehandlung der Rümpfe bzw. des Deckelmaterials eignen sich alle Verfahren, die die Lackhaftung auch bei Verformungen sichern und die vorzugsweise auch den Korrosionsschutz erhöhen. Es sind dies insbesondere Verfahren, die Schichten geringer Dicke hervorrufen - nicht über 5 mg/dm(exp)2, vorzugsweise jedoch solche unter 0,1 mg/dm(exp)2 -, beispielsweise solche Phosphorsäurebasis, oder auch nur passivierend wirken bzw. die Oberfläche homogenisieren bei gleichzeitiger Erhöhung der Haftfestigkeit der aufzubringenden Lacke.
Gegenüber der A(sub)2-Dose hat das neue Verfahren den Vorteil des einheitlichen Schutzes der Dosenfläche einschliesslich Schweissnaht. Gegenüber der Bonderdose zeigt die neue Dose den Vorteil des Korrosionsschutzes auch im Falzkanal. Von besonderem Vorteil gegenüber der Bonderdose im Fertigungsgang ist jedoch die Vereinfachung der Lackierung, die den unbeschränkten Einsatz erwünschter Lacke ermöglicht, weil die Anlage bei der Lackierung von Rümpfen arbeiten kann, ohne dass Horden und Aufhängevorrichtungen laufen entlackiert werden müssen. Das neue Verfahren vereinigt also in sich die Vorteile der Bonderdose hinsichtlich der Schweissnaht mit den Vorteilen der A(sub)2-Dose hinsichtlich der Anwendung.
Das erfindungsgemässe Verfahren kann sinngemäss auch auf die Fertigung anderer Blechverpackungen, wie Kanister und ähnliche Behälter angewandt werden.

Claims (2)

1. Verfahren zur Herstellung von lackierten Schwarzblechkonservendosen und ähnlichen Behältern, dadurch gekennzeichnet, dass aus blankem Band- bzw. Tafelblech durch Schweissen die Dosenrümpfe hergestellt, diese, - vorzugsweise vor der Bördelung der Dosenenden -, einer speziellen chemischen Vorbehandlung unterworfen und, vorzugsweise durch Tauchen, vorlackiert werden, anschliessend der Boden aus vorlackiertem, gegebenenfalls chemisch vorbehandeltem Blech untergefalzt und das Doseninnere spritzlackiert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als spezielle chemische Vorbehandlung solche Verfahren angewandt werden, die Schichten geringster Dicke von nicht über 5 mg/dm(exp)2, vorzugsweise solche unter 0,1 mg/dm(exp)2 hervorrufen bzw. passivierend oder die Oberfläche homogenisierend wirken und dabei gleichzeitig Haftfestigkeit und Verformbarkeit des aufgebrachten Lackes sowie vorzugsweise auch den Korrosionsschutz erhöhen.

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