DEM0023426MA - - Google Patents

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DEM0023426MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 15. Juni 1954 Bekanntgemacht am 5. April 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Es ist schon verschiedentlich vorgeschlagen worden, an Baustoffen aus gebranntem Ton, wie Mauerziegel, Dachziegel usw., die Entstehung von »Ausblühungen«, insbesondere von Calciumsalzen, wie Sulfat und Carbonat, durch Beimischung von Mineralien, darunter auch Quarzsand oder Flint mit allerdings unbefriedigendem Erfolg1 zu verhindern. . Diese Beimischung soll eine Bildung von Calciumsilikaiten im Brennprazeß bewirken, um auf diese Weise ein Entstehen relativ leicht wasserlöslicher Calciumverbindungen imigebrannten Scherben hintanzuhalten; Ergebnisse sind aber hierbei bisher nur im Falle übergroßer Beigaben (über 40 %> der Gesamtmasse) beobachtet worden, so daß von Beimischungen nicht mehr gesprochen werden kann, weil die Natur der Tonmasse völlig verändert wird und ein klingender Scherben, damit nicht mehr erzielt werden kann. Eine auch sonst noch bekannte Beimischung von Bariumkarbonat ist der chemischen Natur dieses Stoffes nach auf eine Bildung1 von Bariumsulfat beschränkt und wegen seiner · Reaktion, mit Calciumsilikait unter Bildung1 von Bariumisilikat und Calciumoxyd bei kalkreichen Tonen nicht tauglich.
Demgegenüber beruht die Erfindung auf der Er- »5 kenntnis, daß alle bekanntem Beimischungsmethoden von Kieselsanden unzulänglich sind, weil infolge unterschiedlicher Korngrößen, ungenügender Fein-
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M 23426 IVc 180 b
verteilung1 in der Masse und mangelnder Oberflächenaktivität der Kieselsäurepartikel die notwendige Reaktion; zwischen, den Kalkverbindüngen und der Kieselsäure innerhalb der Brennzeit der Produkte mit genügender Schnelligkeit und Vollständigkeit nicht erfolgen kann, zumal es sich hierbei um Festköirperreaktionen handelt.
Gemäß der Erfindung erfolgt daher zurReak-' Hubbeschleunigung ein Zusatz von Kieselsäure
to entweder in der Form: von Kieselsäure-Sol oder -Gel zusammen mit dem Antnachewasser der Tbnmasse oder in Form von aktiviertem Quarz.-, Flint- usw. -sand, der zu diesem Zweck mit einem Kation (Na", NH4', usw.) vorbehandelt ist, wodurch eine Erhöhung seiner Adsorptionskapazität und besonders der Chemoisoirption. bewirkt und auch eine Bildung monomolekularer Filme'auf allen 'Reaktionspartikeln, ermöglicht wird. Während im ersten Falle die Vermischung mit dem. Ton. in der Aufbereitung naturgemäß feucht erfolgt, kann im zweiten auch eine Troekenvermischung, zweckmäßig in einer Kugel- oder Rohrmühle, in halbfeuchtem Zustand auch in einem Mischbeschicker, Kollergang oder in einer sonst geeigneten. Kombi nation von, Misch,-vorrichtungen erfolgen. Zweckmäßig wird sowohl bei der Aufgabe von Kieselsäure-Sol als auch bei der Vorbehandlung fester Kieselsäure mit einem Kation sogleich ein pH-Wert eingestellt,, der dem durch Versuch festgestellten günstigsten für die spätere Verformung der Tommasse entspricht.
Die Aktivierung von Kieselsäure in fester Form kann z. B. durch längere Lagerung mit der entsprechenden, Kationmenge mit oder auch ohne Dampfbehandlung, durch Erhitzen im, Autoklav oder in einem Trommelofen, oder sonstiger "Vorrichtung erfolgen; auch hierbei wird die Menge des Elektrolyts, zweckmäßig dem für die Verformung durch Versuch als geeignetesten ermittelten pH-Wert entsprechend, bemessen. Als geeignete Zusätze haben sich z. B. folgende Massen erwiesen:
1. Kieselsäure-Sol im Anmachewasser, berechnet auf Tontrockensubstanz zwischen 0,1 bis 0,2%,
2. zur Aktivierung fester Kieselsäure im1 Gefäß, Druckgefäß oder Trommelofen, berechnet auf o.8°/oige trockene Kieselsäure, 0,9% Na-.
Naturgemäß hängen bei der starken Unterschiedlichkeit der Tone die Beimischungsmengen in jedem Einzelfall von den in jenen enthaltenen, die späteren Ausblühungen verursachenden Verbindungen ab und müssen deshalb' in jedem' Falle besonders bestimmt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Verfahren zur Herstellung von nicht ausblühenden Mauer- und Dachziegeln, dadurch gekennzeichnet, daß dem Ziegelton Kieselsäure in Sol- oider Gelform oder durch, Einwirkung von Kationen aktivierte feste Kieselsäure beigemischt wird.
    ι 509 700/422 3. 56

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