DEM0022133MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 27. Februar 1954 Biekannitigiemacht am 11. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Schwimmbrücken mit einem besonderen, die Fahrbahn bildenden Überbau, der auf weit auseinander
gestellten und entsprechend langen Pontons auf ruht, behalten im fließenden Wasser auch bei
größeren Wassergeschwiindigkeiten eine stabile Schwimmlage, da die Quierschnittseinengung des
Flußbettes infolge der Wasserverdrängung durch diie Pontons verhältnismäßig gering ist und für das
anströmende Wasser ausreichende Durdinußöffnungen
vorhanden sind.
Im Gegensatz hierzu -bilden Schwimmbrücken
mit dicht gestellten Pontons und Hchlträgerbrücken ohne besonderen Überbau eine durchgehende
Wehrschwelle, an der sich das anströmende Wasser zunächst staut, um dann unter der Pontonfläche
durch den in voller Größe der Brückeneintauchung verminderten Fluß querschnitt mit entsprechend
erhöhter Geschwindigkeit abzufließen. Solche Brücken können verhältnismäßig schmal
sein, so daß sich der Vorteil geringsten· Materialaufwandes ergibt. Aus Rücksicht auf die Querstabilität
der Brücke wird hierbei die bug- und h'eckseitige* Abschrägung der Pontons· möglichst
kurz gehalten. Eine längere Abschrägung der Pontonenden würde wegen der damit verbundenen
Verringerung des Auftriebes eine wesentliche Ver-
609 657/67
M 22133XI/65a1
breiterung der Brücke erfordern. Eine derartige Maßnahme ist aus Gründen des Transportes und
der einfachen Handhabung des Gerätes nicht zu empfehlen,
Das die durchgehende geschlossene Brücke unterströmende
Wasser erfährt im Bereich der Bugabschrägung
eine GeschwindigkeitsSiteigerung in Richtung vom Stau- zum Unterwasser, die mit der
Größe der Flußgeschwindigkeit zunimmt und mit
ίο dem auf diesem kurzen Weg verhältnismäßig
starken Gefalle eine Sogbildung am Bug hervorruft, die als 'einseitige Auftriebsverminderung zu
einer kopflastigen Vertrimmung des Pontons führt. Es kann zwar als Ausgleich durch entsprechende
Vergrößerung der Schwimmkörperhöhe ein zusätzlicher Auftrieb erzielt werden, der die Vertrimmung
vermindert;, eine solche Maßnahme· bedeutet
jedoch eine Vergrößerung des Materialaufwandes und des Trossenzuges.
Es sind auch Pontons bekannt, bei denen im Bereich des Bugteiles die Seitenwände erhöht und die
Bugabschrägung entsprechend verlängert sind, so daß die Bugabschrägung ein mit dem Ponton fest
verbundenes zusätzliches Leitblech bildet. Eine solche Anordnung bedingt aber eine größere feste
Pontonlänge, ein. größeres Gewicht sowie einem
größeren Transportraum und ist nur für eine bestimmte, der Bugerhöhiung entsprechende maximale
Stauhöhe aushutzlbar.
Die Erfindung geht davon aus, daß die Höhe und die Länge der Schwimmkörper durch einen mit dem
Ponton fest verbundenen Bauteil nicht mehr vergrößert werden sollte, als es die Schwimtn'stabiLität
der Brücke in stehendem Wasser unter Verkehrs last erfordert. Die Erfindung besteht bei einer
Schwimmbrücke für hohe Wassergeschwindigkeiten, die aus dicht gestellten Pontons mit darauf
liegender Fahrbahn oder aus zugleich den Überbau bildenden prismatischen Hohlkörpern zusammengesetzt
ist, darin, daß an den Pontons bzw. Hohlkörpern anbringbare, die Bugabschrägung nach
oben verlängeraidle Leitbleche vorgesehen sind,
deren Höhe d'er zu erwartenden Stauhöhe des Wassers anpaßbar ist. Diese Leitbleohe können glatt
O'der profiliert ausgebildet sein. Sie können gemäß der Erfindung auch bei oberwasserseitig an die
Brücke angeschlossenen Hilfspontons verwendet
werden. Die Erfindung ergibt den Vorteil, daß die Schwimmbrücke nur aus unter sich gleichen Pontone
oder Schwimmkörpern zusammengesetzt werden kann und die Leitbleche getrennt mitgeführt
und je nach Bedarf den verschiedenen Wassergeschwindigkei/ten
angepaßt werden können.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigt
Fig. ι den Querschnitt einer bekannten Schwimmbrücke
nach der Linie I-I der Fig. 2,
Fig. 2 die zu Fig. 1 gehörige Draufsicht,
Fig. 3 und 5 Querschnitte von Schwimmbrücken nach der Erfindung nach den Linien HI-III der
Fig. 4 bzw. V-V der Fig. 6,
Fig. 4 und 6 die zu Fig. 3 und 5 gehörigen Draufsichten.
' -
Die in den Fig. 1 bis 6 dangestellten Schwimmbrücken ι weisen dicht aneinandergestellte Pcm-
tons 2 auf. Mit 3 ist die Fahrbahn und mit 4 die Verankerung der Brücken bezeichnet.
Aus Fig. ι ist zu erkennen, daß das mit hoher
Geschwindigkeit unter den·'. Pontons. 2 durchfließende Wasser vor den Pontons, angestaut wird
und im Bereich der Bugschwelle des Brückenquerschnittes
bei 5 eine Sogwirkung hervorruft. Die hierdurch entstehende Auftriebsverminderung führt
zu einer unerwünschten kopflastigen Vertrimmung der Brücke 1.
Zur Vermeidung dieses Nachteiles sind erfindungsgemäß
bei den Schwimmbrücken nach den Fig. 3, 4 und 5, 6 oberwasserseitig die Bugabschrägung
6 der Pontons 2 nach oben verlängernde Leitbleche 7. angeordnet. Die Leit'bleche 7, die glatt oder
profiliert sein können, sind an der Bugabschrägung 6 selbst oder an der Oberseite 8 der Pontons 2
befestigbar. Im Ausführungsbeispiel sind sie an der Biugabschrägung 6 angebracht und durch eine
Versteifung 9 mit der Oberseite 8 der Pontons 2 verbunden. Die Fig. 3 zeigt den bekannten Vorgang,
der darin besteht, daß der durch die Wassergeschwiindiigkeit
ν erzeugte Sog s durch die dynamische;
Auftriebskomponente dA ausgeglichen wird. Die Länge der Leitbleche 7 wird der zu erwartenden
Stauhöhe des Wassers angepaßt.
Das Ausführungsib erspiel nach den Fig. 5 und 6
zeigt die Anwendung der Leitbleche 7 in Verbindung mit der Brücke oberwasserseitig zweckmäßig
in gleichen Querabständen vorgeschalteten Hilfspontons
10. Hierdurch wird der Gesehwindigkeitsunterschied
zwischen Oberwasser und Unterwasser in zwei Stufen wirksam·. Der von den Leitblechen 7
aufzubringende Auftrieb vermindert sich um den Auftrieb der Hilfspontons 10, so daß sie entsprechend
kürzer gehalten werden können, was beim Auf-.und Abbau der Brücke vorteilhaft ist. Zur
Erhöhung des Auftriebes können auch an den Hilfspontons 10 noch Leitbleche 7 vorgesehen werden.
Die Anordnung nach den Fig. 5 und 6 ist insbesondere
für sehr hohe Wassergeschwindigkeiten geeignet.
An Stelle von 'einzelnen Hilfspontons 10 können
der Brücke auch Hilfspontongruppen vorgeschaltet werden, die in Verbindung mit Leitblechen 7 den
erforderlichen Auftrieb erzeugen. Wenn die Brücke als Hohl trägerbrücke ausgeführt ist, können an die
Stelle von Hilfspontons oder Hilfspontongruppen Hohlkörper der Brücke, einzeln oder in Gruppen
angeordnet, treten. .
Claims (3)
- : Patentansprücheι. Schwimmbrücke für hohe Wassergeschwindigkeiten, die aus dicht gestellten Pontons 'mit dar auf liegender Fahrbahn oder aus zugleich den Überbau bildenden prismatischen Hohlkörpern zusammengesetzt ist, gekennzeichnet' durch an den Pontons bzw. Hohlkörper (2) anbringbare, die Bugabschrägung (6) nach oben verlängernde Leitbleche (7), deren Höhe der zu erwartenden Stauhöhe des Wassers anpäßbar ist.60« 657/67M22133 XI/65a1
- 2. Schwimmbrücke nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitbleche (7) glatt oder profiliert sind.
- 3. Schwimmbrücke nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch die Anwendung der Leitbleche {7) an oberwasseriseitig an die Brücke (1) angeschlossene Hrlfspontons (10).In Betracht gezogene Druckschriften:Deutsche Patentschriften Nr. 538 963, 604 735, 861 807;britische Patentschrift Nr. 555 886;USA.-Pätentschriftein Nr. 2337376, 2519793, 2515005;französische Patentschrift Nr. 356 201.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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