DEF0002117MA - Metallfaß und Verfahren zu dessen Herstellung - Google Patents
Metallfaß und Verfahren zu dessen HerstellungInfo
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Description
Budolf Fissler in Idar-Oberstein Metallfass und Verfahren zu dessen Herste]lung
Die Erfindung besieht sich auf Metallfässer und auf Verfahren su deren Herstellungj beispielsweise auf die Ausbildung
und Herstellung von Bierfässern aus Leichtmetall«
.,Os ist an sich bekannt, Biertransportfässer aus leichtmetall herzustellen, beispielsweise aus Aluminiumleglerungen.
Diese Fässer bestehen z.B. aus zwei'in-einer Querebene des Fasses durch Schweissung verbundenen Fasshalftens von denen
jede durch Ziehen oder Drücken aus einer Ronde hergestellt ist« Sur Zrhohung der Stabilität sind in der Viandung solcher
MetalTfasser mehr oder weniger breite und hohe, nach aussen oder innen vortretende» ringförmige Hillen vorgesehen, uer
mittlere Teil "der beiden Fassboden ist in der Begel gegenüber dem Fassrand eingesogen bzw. zurückgesetzt. Dadurch
wird ein wul stförmiger Bodenrand gewonnen, an dem das Fass angefasst werden kann. Jedoch ist das Anfassen des Fasses
an solchen wulstigen Bodenrändern, die entsprechend dem Herst eilunpsvorgang mehr oder weniger breit und gerundet sind,
beschwer] ich und unsicher, insbesondere wenn das gefüllte Fass mit beiden Händen gehoben und getragen werden soll. Die
Finger gleiten an dem wulstigen Bodenrand leicht ab und können das Fass nicht annähernd so sicher und fest greifen, wie dies
bei den bekannten Holzfassern der Fai 1 ist, bei denen die Finger fest hinter die von den Daubenenden gebildeten Fass-
bodanränder greifen können«
Daa nach der Srfindung ausgebildete Metal "* fass ■ ist dadurch
se&ennseichnei;* -dass am ueDergang iron der i'asswaiuiuQg zu aea vorzugsweise aUsgeDaucn-Dsn i'assDoaan aus dem werk-·
stoff das lasses ein mit diesem einstückig ausgebildeter, nahtlos anschliessender Bodenreifen vorgesehen ist. Dieser
Bodenreifen ermöglicht nicht nur ein sicheres und bequemes anfassen des Jasses5 sondern ergibt vor allem eine erwünschte
Verstärkung an der beim Transport des Jasses Stossen am stärksten ausgesetzten üebergangsstelle zwischen .Fassboden
und iiasswandung. Die einst.uckige Ausbildung und nahtlose Verbindung des Bodenreifens mit dem lass gewährleistet insbesondere,
dass die auf den Bodenreifen·einwirkenden Erafte und selbst !Formänderungen das Bodenreifens keine schädlichen
Bücliwirkungen auf die Befestigung dieses Seifens oder gar auf die Dichtigkeit des Passes ausüben können« Die Innenwand
.des Fasses verläuft dabei völlig: glatt.
Sina weitere Verstärkung ist erfindungsgeraäss dadurch gewährleistet, dass die Jasswandung mit ihr einstückig« nach
aussen vortretende Ringsonen von grosserer Wandstarke aufweist, die mit Zonen von normaler Wandstärke abwechseln« Die bei
Ietallfassera bekannten, nach aussen gewölbten Hingrilleii liegen dabei zweckmässig in den Bingzonen grosserer Wandstärke,.
bzw. werden von diesen Bingsonen gebildet. Bei einer bevor äugten Ausführung nimmt die "Wand stärke der Rillen zum.
Scheitel der Rille hin zu*
Die irfindung "betrifft ferner ein Terfahrens welches die Herstellung der vorstehend gekennzeichneten Set al "!fässer
auf einfache und zuverlässige Weise gewährleistet. Bei der an sich "bekannten Herstellung der Fassteile durch Ziehen aus
einer Sonde wird erf indungsgemass "bei oder nach der Bildung eines starkwandigen Napfes äurcih Liruckanwendung, z.B. durcii
Pressen, Schmieden oder falzen, unter Verminderung der Bodenstärke .Verkstoff in eine am Bodenrand vorragende Singzone
des Jiapfes übergeführt, welche dann zu einem mit dem JTass einstückigen Bodenreifen geformt wird,
.seitere Merkmale und Vorteile der ilrf indung ergehen sieh aus der folgenden Beschreihang der in der Zeichnung äargestell
ten Ausführungsbeispiele«,
Pig* 1 his 5 zeigen einige der hei der Herstellung einer 'Fassüälfte durchlaufenen Irertigungsstufen.
Pig. 6 und 7 stellen zwei fertige Fass hai ft en verschiedener Ausführung sur Hälfte im Schnitt dar.
Fig. S zeigt ein fertiges Fass zur Hälfte geschnitten*
Die Herstellung kann z.B. in der fteise erfolgen, dass die in Fig. 1 in Seitenansicht gezeigte Ronde 1 zunächst
süß. durch Ziehen zu einem dickwandigen Napf 2 umgeformt wird, der in Fig. 2 zur Hälfte geschnitten dargestellt ist.
Gemäss der Erfindung wird aus dem Boden 3 dieses Hapfes dursii Ijruckanwendung unter Verminderung der Bodenstarke Werkstoff
in eine radial vorragende Bingzone 4 übergeführt, "bis etwa die in Fig. 3 dargestellte Form erreicht ist. Der für den
Pangkragen 4 erforderliche ,Verkstoff kann auch durch ,»al ζ en des Napfhodens 3 gewonnen werden. Hiernach wird der radial
vorragende ?.&nd urageiegt, sodass die aus Jig. 4 ersichtliche Form gewonnen wird. Ls ist unter Umständen aucn möglich, unter
Anweiidung entsprechenden Druckes das in Jig. 4 gezeigte Werkstück durch Kalt- oder Iarmpressen direkt zu erzeugen,
und zwar mit abwärts gerichtetem Rand 4»
Hiernach wird die Vfandung 2 unter Bildung miteinanaer abwechselnder dicker, nach' aussen vorragender Zonen 5 und
dünner, die normale stance der Jasswandung aufvieiaenäer Fdrxgzonen 6 ausgestreckt, z.ii. durch Ziehen oaer unter Verwendung
von Planier» oder ^ickenroll en. üuI diese weise wird die in rig. 5 dargestellte Oesta]t der Jasshaifte gewonnen,
aus welcher die in Pig. 6 gezeigte fertige i'asshälfte srfindungsgeniass durch Aufweiten hergestellt Wird9 indem nacheinander
ssw ei oder mehr Stempel von zunehmender Breite in das Iiohlgef äss eingeführt werden. Gl eichzeitig wird der
Fasshoden durch entsprechende Gestaltung der stempel gerundet bzw. ausgebaucht. Der Bodenrand 4 wird aus Griinaen einer
zweckmässigen Jornigebung und zur Verfestigung gesickt und erhält äadurch die in Fig. 6 dargestellte Iqtuu Die ^rfmdung
ermöglicht, den Sodenrand in jeder beliebigen Stärke und Jorrc herzustellen*
Λ3 ist auch möglich, die miteinander abwechselnden dickeren und dünneren Zonen der Jasswandung durch stufenförmige
Oestaltung der laadune beim Ziehen zu gewinnen. x& diesem Palie wird die zunächst in eine Stufenform überge-
führte Wandung Tseira weiteren Ziehen in ihren senkrechten Zonen gestreckt, während die zwischen?legenden senragen δο- nen
ihre Stärke Tsehalten. .Danach wird die Wandung in die Passform übergeführt.
<'iie Fige 7 zeigt, kann der Bodenreifen des Jasses noch
weiter umgeformt, z.3. mit einer Bordelung 7 versehen werden« Zweckmässig ist der xtodenreifen 4 aus Jestigkeitsgrüruen an
und nahe seiner Ansatzstepe am Jass dicker a] s an seinem Bande. Der Bodenrand 7 kann auch un einen eingelegten Hing
gepresst werden.
uei einer "bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weraen m die stärkeren Wanasonen 5 an sich bekannte Rillen 8
eingewalzt bzw. eingesickt, sodass sich die in Fig. 8 dargestellte Form eines fertigen, aus zwei Hälften zusammengesetzten
Passes ergibt, die durch eine Schweissnaht 9 miteinander ver-0 und en sind. Dieses Paas zeichnet sich bei geringem Material aufwand
durch hohe lestigkeit und Dauerhaftigkeit aus» Auch bei rauher Behandlung treten keine Einbeulungen oder sonstige
Formänderungen auf, da sowohl die Fassränder a"1 s auch die
JassriT-Ien besonders verstärkt · sind. Ausserdem lässt das lass
sich an den jrfodenrändern leicht anlassen und τ r ans j υ r t i e ran.
Die Passform und die isodenränder können dabei so gestaltet sein, dass ein liegendes Jass durch Aufsetzen des Jucses
auf die Innenseite des Bodenreifens unschwer aufgerichtet werden Kann«
Die ciOundl ocher können auf verschiedene leise an den
üblichen 3t©ilen im Jass angebracht werden.
Jin wesentlicher Torteil des nach der Erfindung hergestellten iietanfasses besteht darin, dass die Festigkeit des
Vterkstoffes infolge der weitgehenden Kaltverformung sehr gesteigert Wirds insbesondere in den Zonen der Fasswandung,
welche eine normale Wandstärke aufweisen, aa Fasahoden5 am Bodenreifen und an der Uehergangszone von Boden, bodenreifen
und Wand, ds ist daher möglich* hohe Festigkeiten hei vernal tnismässig geringer Wandstärke zu erzielen»
Claims (1)
- Patentansprüche1. ) I/eta1 ""fass, z.B. Bierfass aus Leichtmetall, das aus zweiin einer ^uerebene des Fasses z.B. durch Schweissung verbundenen Fassteilen besteht, dadurch gekennzeichnet, dass am üeöergang von der Fasswandung zu dem vorzugsweise ausgehauchten Fassboden aus dem 'werkstoff des Fasses ein mit diesem einstückig ausgebildeter, nahtlos anschliessender Bodenreifen vorgesehen ist.2. ) Metallfass nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dassder Bodenreifen an und nahe seiner Ansatzstelle am Fass dicker als an seinem Bande ist.3. ) iietalTfass nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der HaM das Bodenreifens einwärts gebogen, gebördelt- oder um einen eingelegten Bing gepresst ist«4. ) Metallfass nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasswandung nach aussen vortretende Hingzonen von grosserer Wandstärke aufweist, die mitZonen von normaler Wandstärke abwechseln.5. ) WetaTTass nach Anspruch 4, Jadurcn gekennzeichnet? dassm den Hing zone η von grosserer ."»and stärke nach aussen gewölbte PdngriTfen liegen.6. ) Metallfass nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dassdie ,BilTen etwa die ganze Breite der Klngzonen grosserer Wandstärke einnehmen.7. ) .'IetaTTfass nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandstärke der Hillen zum Scheitel der RilTe hin zunimmt.8. ) Yeriünren zur Herstellung von MetalTf assem nach den Ansprachen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass bei der an sich bekannten Herstellung der ITassteile durch "Ziehen aus einer 'Ronde oder aus einem napfförraigen Pressteil bei oder nach der Bildung eines starkwandigen Kapfes .durch Ijruckanwendung, z.B. durch Pressen, Schmieden oder ,Yalzen, unter Verminderung der Bodenstärke ".Yerkstoff in eine am jioaenrand vorragende Ring zone des Hapfes übergeführt wird, welche dann zu einem mit dem lass einstückigen i>oäenreifen geformt v/ird.9. ) Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dassinsbesondere bei grösserem Bodendurchmesser der zur Bildung des üodenreifens erforderliche .vencstofi durch Salzen des Iiapfbodens zunächst als ein in radialer Kichtung vorragender Eingkragen gewonnen wird, der dann durch Umlegen zum Bodenreifen ausgebildet wird.IOe) Verfahren nach den Ansprüchen δ oder 9, dadurch gekennzeichnet, 'dass der den 3oäenreifen "bildende Ring am .Fasskörper gesicict wird«11.) Verfahren zur Herstellung von Lietal !fässern nach den Ansprüchen 4 his 7, dadurch gekennzeichnet, dass die »•andune des in an sich "bekannter \7eise aus einer Itonde oder aus einem Pressteil geformten Kapfes unter Bildung abwechselnder dicker und dünner Zonen durch Zienen oder falzen bz^. Planieren zu der Passwandung ausgestreckt wird»IEe) Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die zunächst zylindrisch gestreckte iasshälfte darch ausweiten in die fertige Passhälfte übergeführt wird, indem nacheinander zwei oder sehr Stempel von zunehmender Breite in das Hohlgefäss eingeführt werden, die gl eichseUig den Jasshoden runden bzw. ausbaucnen.13.) Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die miteinander abwechselnden dickeren und dünneren Zonea der Fasswandung durch stufenförmige Gestaltung der wandung beim Ziehen dadurch erreicht wird, dass die senkrechten Zonen gestrecKt und die zwischen!legenden schrägem Zonen nicht gestreckt werden, worauf die stufenförmige Tiandung in die Fassform übergeführt wird.
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