DEC0008844MA - - Google Patents

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DEC0008844MA
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sulfated
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neutral oils
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fatty acids
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 5. Februar 1954 Bekanntgemacht am 17. November 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Bei der spanlosen Kaltverformung von Metallen, insbesondere von Drähten, ist es üblich, die Reibung zwischen den die Verformung bewirkenden Einrichtungen und dem zu verformenden Metall durch entsprechende Schmiermittel zu verringern und durch deren Anwendung gleichzeitig die örtlich entstehende Hitze abzuleiten. Sofern als Schmiermittel wäßrige Lösungen oder Emulsionen verwandt werden, enthalten diese meistens Seifen allein oder in Kombination mit Mineralölen, Neutralölen u. dgl. Die Seife wirkt in derartigen Kombinationen gleichzeitig als Emulgator für die genannten wasserunlöslichen Fette. Verschiedenartige Schwierigkeiten werden bei Einsatz seifenhaltiger Ziehbäder durch die klebenden Eigen- . schäften der Seifen, durch deren alkalische Reaktion sowie ihre starke Schaumbildung hervorgerufen.
Überraschend wurde nun gefunden, daß man viele der bisher noch auftretenden Schwierigkeiten beim Ziehen unter Verwendung wäßriger Lösungen oder Emulsionen dadurch ausschalten kann, daß man als Schmiermittel wasserlösliche sulfierte Neutralöle oder deren wasserlösliche Salze mit einem Sulfierungsgrad von weniger als 15 anwendet.
Unter »Neutralölen« sollen hierbei natürlich vorkommende oder synthetisch herzustellende Ester
509 580/116
C 8844 IVc/'23c
höhermolekiilarer, mindestens 12 C-Atome enthaltender Fettsäuren mit ein- oder mehrwertigen Alkoholen verstanden werden. Natürlich vorkommende Ester mehrwertiger Alkohole sind beispielsweise die Glyceride gesättigter und ungesättigter Fettsäuren und Oxyfettsäuren, wie sie im Olivenöl, Rüböl, Kokosfett, Rizinusöl u. dgl. vorliegen. Fin natürlich vorkommender lister aus gesättigten und ungesättigten Fettsäuren und gesättigten und ungesättigten einwertigen hochmolekularen Alkoholen ist beispielsweise das Spermöl. Synthetische Ester können ebenfalls sowohl von gesättigten als auch von ungesättigten Fettsäuren sowie ein- und mehrwertigen Alkoholen abgeleitet werden.
'Unter Sulfieren soll allgemein die Behandlung mit solchen Mitlein verstanden werden, die zur Bildung von Sulfaten oder Sulfonsäuren der Neutralöle führen (Lindner, »Textilhilfsmittel und Waschrohstoffe«, Stuttgart, 1954, S. 337, Zeile 18 bis Seite 338, Abs. 1 und 2). Die Begrenzung auf einen Sulfierungsgrad von weniger als 15 soll bedeuten, daß in den beanspruchten sulfierten Neutralölen nicht mehr als 15 Schwefelsäureester-oder Sulfonsätiregruppen auf 100 Fettsäuremolcküle kommen sollen.
Als Salze kommen sowohl Alkali- und Ammoniumsalze als auch die Salze organischer Basen in Frage, soweit diese mit den sulfierten Neutralölen wasserlösliche Verbindungen ergeben.
Es war nicht zu erwarten, daß die Emulsionen derartig niedrig sulfierter Neutralöle die oft monatelang«, starke mechanische Beanspruchung auf den Ziehmaschinen aushalten wurden, ohne zersetzt zu werden oder auszubuttern.
infolge (k-r außerordentlich starken glättenden Wirkung der beanspruchten sulfierten Neutralöle erzielt man bei Einsatz derselben an Stelle von Seifen und Seifenkombinationen bei geringerem Verschleiß an Ziehsteinen und Ziehconen einen hervorragend glatten, bei de)· Weiterverarbeitung nicht zum Zusammenkleben neigenden Draht.
Durch die neutrale Reaktion der Emulsionen wird die Möglichkeit eines oberflächlichen Angriffs alkaliempfindliclier Metalle ausgeschaltet und die Anlaufgefahr bei der Lagerung stark vermindert. Ein weiterer wesentlicher Vorteil der beanspruchten sulfierten Neutralöle besteht darin, daß ihre Emulsionen keine oder nur eine sehr geringe Schaumwirkung aufweisen. Hierdurch werden die mannigfaltigen Schwierigkeiten ausgeschaltet, die durch Anreicherung von Metallflittern in der Schaumdecke hervorgerufen werden.
Beispiel 1
Kin Kupferdraht von 6,3 mm Durchmesser wird in einem Durchzug auf 1 mm Durchmesser ausgezogen unter Verwendung einer Ziehemulsion, welche pro Liter 80 g des Natriumsalzes eines sulfierten ,Spermöls mit einem Sulfierungsgrad von weniger als 12 enthält, eine Temperatur von etwa 700 und einen pjj-Wert von 6,8 aufweist.
Beispiel 2
Ein Bronzedraht von 2 mm Durchmesser wird in einem Durchzug auf 0,2 mm Durchmesser aus- 6, gezogen, wobei eine Ziehemulsion verwandt wird, die pro Liter 200 g des Natriumsalzes eines sulfierten Rizinusöles mit einem Sulfierungsgrad von etwa 4 enthält, eine Temperatur von 6o° und einen Pn-Wert von 7,0 aufweist. 7,
Beispiel 3
Ein Eisendraht von 0,5 mm Durchmesser wird in einem Durchzug auf 0,15 mm Durchmesser ausgezogen, wobei eine Ziehlauge verwandt wird, die pro Liter 10 g des Natriumsalzcs eines sulfierten Olivenöles mit einem Sulfierungsgrad von 14 enthält, eine Temperatur von 300' und einen pn-Wert von 7,2 aufweist.
Beispiel 4 8(
Bei der Herstellung von Maschendraht aus verzinkten Eisendrähten verwendet man als Kü'hl- und Schmiermittel eine Emulsion, die pro Liter 15 g des Triäthanolaminsalzes von Kokosfettsäure- 8; monoglycerid mit einem Sulfierungsgrad von 12 enthält, eine Temperatur von 20°! und einen Pn-Wert von 7,0 aufweist.
Beispiel ς
Ein Nickeldraht von 1,8 mm Durchmesser wird in einem Durchzug auf 0,3 mm ausgezogen unter Verwendung einer Emulsion, die 100 g pro Liter des Kaliumsalzes eines sulfierten Spermölfettsäuremethylesters mit einem Sulfierungsgrad von 13 9; enthält, wobei eine Temperatur von 400' und ein Pn-Wert von 7,1 in der Emulsion vorliegt.
Beispiel 6
Ein harter Stahldraht von 0,9 mm Durchmesser wird in einem Durchzug auf 0,2 mm Durchmesser ausgezogen in einer Emulsion, die 50 g pro Liter des Cyclohexylaminsalzes eines sulfierten Monopalmitinsäureesters von Äthylenglykol mit einem Sulfierungsgrad von 12 enthält. Die Emulsion weist eine Temperatur von 3001 und einen pn-Wcrt von 7,3 auf.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    i. Verwendung wäßriger Emulsionen von wasserlöslichen Salzen sulfierter Neutralöle, bestehend aus natürlichen oder synthetisch hergestellten Estern aus höhermolekularen Fettsäuren mit mindestens 12 C-Atomen mit ein- oder mehrwertigen Alkoholen, mit einem SuI-fierungsgrad von weniger als 15 zur spanlosen Kaltverformung von Metallen, insbesondere' von Drähten.
    © 509 580/116 11.55

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