DE975375C - Abgasturbinenanlage fuer Brennkraftmaschinen - Google Patents

Abgasturbinenanlage fuer Brennkraftmaschinen

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DE975375C
DE975375C DEL5669D DEL0005669D DE975375C DE 975375 C DE975375 C DE 975375C DE L5669 D DEL5669 D DE L5669D DE L0005669 D DEL0005669 D DE L0005669D DE 975375 C DE975375 C DE 975375C
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DE
Germany
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turbine
internal combustion
combustion engine
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exhaust gas
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DEL5669D
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Karl Dr-Ing Leist
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MARGARETE LEIST
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MARGARETE LEIST
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    • F02F1/42Shape or arrangement of intake or exhaust channels in cylinder heads
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Description

  • Abgasturbinenanlage für Brennkraftmaschinen Es ist bisher üblich, Abgasturbolader (ebenso wie mechanisch angetriebene Lader) in verschiedenen Einbauarten hinter dem Motor anzubringen, wodurch es notwendig wird, sowohl Gasleitungen vom Auspuffstutzen des Motors zu der Turbine sowie Luftleitungen von dem oder den Ladern zu den Zylindern zu führen. Alle diese Leitungen vergrößern, da sie verhältnismäßig große Querschnitte erfordern, die Schwierigkeiten des Einbaues von Motor und Hilfsaggregat beträchtlich. Dies wird um so stärker, je größer die Auslegungshöhe der Lader wird, insbesondere sobald mehrstufige Lader in Betracht kommen. Bei den meisten bekannten Turboladeranordnungen ist es zudem üblich, das Gas aller oder der Hälfte der Zylinder in eine Turbine und ebenso die Ladeluft aus einem oder zwei parallel geschalteten Verdichtern an eine gemeinsame Ladeluftleitung für alle Zylinder zu führen. Das Gewicht und das Volumen solcher hinten am Motor angebauten Aufladeaggregate ist recht beträchtlich und hat zur Folge, daß insbesondere bei größeren Einheiten die Aufhängung des Motors, z. B. im Flugzeug, erschwert wird. Dazu kommt, daß der Schwerpunkt des Triebwerkes in vielen Fällen in unerträglichem Maße nach vorn verschoben wird. Da die Abgasturbinen bei hohen Gastemperaturen arbeiten müssen, treten außerdem durch die heißen Leitungen und Gehäuse sowie durch die hohen thermischen Beanspruchungen im Turboladeraggregat zahlreiche Havariequellen hinsichtlich Brandgefahr, Lagerschäden, Zerstörung hochbeanspruchter Teile usw. auf.
  • Ein weiterer wesentlicher Nachteil der geschilderten Anordnung des Abgasturboladers, bei der das Abgas aller Zylinder in einer einzigen ziemlich weit von den Zylindern entfernten Turbine expandiert, besteht ferner darin, daß das Gas, welches das Auslaßventil mit hoher kinetischer Energie durchströmt, dahinter wieder völlig verwirbelt wird, so daß seine kinetische Energie` für die Ausnutzung verlorengeht und es in den Turbinendüsen neu beschleunigt werden muß. Hierdurch geht ein nennenswerter Anteil der am Expansionsende noch im Gas enthaltenen Energie verloren.
  • Man hat bereits versucht, die geschilderten Nachteile dadurch zu lindern, daß man für ein oder zwei nebeneinanderliegende Zylinder zusammen Abgasturbinen mit ihren Ladern in unmittelbarer Nähe neben dem Zylinderkopf oder auch zwischen den Zylindern angeordnet hat. Jedoch weisen diese Vorschläge infolge von meist komplizierter Luftführung und platzbeanspruchender Anordnung des Aggregates außerhalb des Maschinengehäuses auch noch einen wesentlichen Teil der geschilderten Nachteile auf.
  • Die Erfindung bezweckt die Behebung dieser Nachteile, und zwar insbesondere durch Einbau der Abgasturbinen und der Gebläse in die Brennkraftmaschinenaggregate derart, daß für sie ein geringster Raum beansprucht und gleichzeitig eine günstige Gewichtsverteilung erzielt sowie eine intensive Kühlung thermisch hochbeanspruchter Teile ermöglicht wird. Außerdem wird eine besonders vorteilhafte Gas- und Luftführung erreicht. Die Erfindung besteht demgemäß zu einem wesentlichen Teil darin, daß bei Brennkraftmaschinen mit Auslaßorganen im Zylinderkopf und durch Abgasturbine angetriebenem Aufladegebläse für jeden einzelnen Zylinder oder für zwei benachbarte Zylinder gemeinsam die Aufladeaggregate derart angeordnet sind, daß der einzelne Zylinderkopf bzw. der zwei Zylindern gemeinsame Zylinderkopf von der Abgasturboladerwelle durchdrungen wird und daß der Abgasturbolader im Zylinderkopfwerkstück enthalten ist.
  • Neben dem Vorteil der bestmöglichen Raumausnutzung und der Beseitigung der oben angedeuteten Einbauschwierigkeiten werden durch die erfindungsgemäße Anordnung die Wege zwischen Auslaßventil und Turbineneintritt und zumeist auch zwischen Verdichteraustritt und Einlaßorgan der Brennkraftmaschine weitestgehend verkürzt. Durch die starke Verkürzung der Gasführung, die die Drosselverluste bis zur Turbine auf ein Mindestmaß herabsetzt, wird eine besonders gute Ausnutzung der Energie der austretenden Abgase erreicht. Durch eine kurze Ladeluftleitung, in der die kinetische Energie am Verdichteraustritt nicht weggedrosselt wird, kann auch eine Beseitigung oder mindestens Verringerung der Ventilverluste beim Eintritt in die Brennkraftmaschine erzielt werden. Ein weiterer wesentlicher Vorteil besteht beim Einbau des Turboladeraggregates in das Zylinderkopfwerkstück gemäß der Erfindung darin, daß Turbinen- und Verdichtergehäuse in das Kühlsystem der Brennkraftmaschine einbezogen werden können. Auf der Seite der Turbine wird dadurch die Wärmebeanspruchung besonders stark vermindert; beim Verdichter wird durch Kühlung während der Verdichtung eine den notwendigen Leistungsaufwand herabsetzende Annäherung des Arbeitsprozesses an die isotherme Verdichtung erreicht und außerdem durch kältere Ladeluft das zugeführte Luftgewicht vergrößert.
  • Nach den weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsvorschlägen kann die Welle des Abgasturboladers je nach den Gegebenheiten und zur Erzielung einer möglichst günstigen Luft- und Gasführung z. B. quer zur Zylinderachse, und zwar diese schneidend oder nur kreuzend, unter einem senkrechten oder hiervon abweichenden Winkel oder in Richtung bzw. im wesentlichen in Richtung der Zylinderachse angeordnet werden oder auch derart, daß die Achsen der Turbine und des Gebläses einen Winkel zueinander bilden.
  • So ist es z. B. durch Schräglage oder durch Versetzung der Gebläseachse zur Zylinderachse möglich, die Luft aus der Spirale des Gebläses unmittelbar möglichst verlustlos und ohne wesentliche Richtungsänderung in die Einlaßventilöffnung einzublasen. Ebenso können für die Turbinenseite Gesichtspunkte auftreten, welche eine gewisse Winkelverschiebung oder Versetzung der Turbinenachse zwecks günstiger Gas- oder Kühlluftführung oder aus sonstigen Gründen wünschenswert erscheinen lassen. Eine Anordnung der Turboladerachse quer zur Zylinderachse, jedoch unter einem gewissen Winkel zur Kurbelwellenachse, ermöglicht es ferner beispielsweise - etwa ebenso wie eine Versetzung der Abgasturboladerachse zur Zylinderachse - die Welle des Abgasturboladers in günstiger Weise zwischen nur einem Einlaß- und einem Auslaßventil pro Zylinder hindurch- oder an diesen Ventilen vorbeizuführen. Zweckmäßig wird bei der erwähnten Schräglage der Abgasturboladerachse die Anordnung an Fahr- oder Flugzeugen derart getroffen, daß die Laderseite der Welle mehr nach vorn, die Turbinenseite der Welle mehr nach hinten gerichtet ist, da die Luftaufnahme zweckmäßig von vorn her erfolgt, während die Abgase vorteilhaft nach hinten - gegebenenfalls unter Ausnutzung der Rückstoßenergie zum Antrieb des Fahrzeugs oder Flugzeugs - abgeführt werden. Die etwas exzentrische Lage des Turboladers zu dem Einlaßventil hat ferner unter Umständen auch den Vorteil einer günstigeren Überführung der Luft aus der Laderspirale in die Einlaßventilöffnung, da die Austrittsöffnung der Spirale ohnehin exzentrisch zur Achse des Turboladers liegt.
  • Bei der Anordnung von je zwei Einlaß- und zwei Auslaßventilen für jeden Zylinder wird die Abgasturbinen-Gebläsewelle zweckmäßig zwischen den beiden Einlaßventilen und zwischen den beiden Auslaßventilen hindurchgeführt, sofern der Abgasturbolader nicht zwischen den Zylindern oder Zylinderköpfen angeordnet ist.
  • Gegebenenfalls kann man auch zur Verringerung der Anzahl der Einzelaggregate - allerdings auf Kosten der Kleinheit derselben (wie auch im Falle von je einem Abgasturbolader für je zwei Zylinder) - je eine Abgasturbine zwei Ladern oder je einen Lader zwei Abgasturbinen unter Zwischenschaltung geeigneter Getriebe zuordnen, indem die Abgasturbine bzw. der Lader z. B. für zwei benachbarte Zylinder gemeinsam ausgeführt wird. Hierdurch lassen sich Unterschiede in der Drehzahl und in der Bemessung zwischen Turbine und Lader unter Umständen ausgleichen. Auch ist es möglich, je zwei Turbinen mit je zwei Ladern durch eine gemeinsame Welle oder die Wellen durch ein Getriebe zu verbinden. Die Welle wird in diesen Fällen zweckmäßig zwischen zwei Zylindern bzw. im Zylinderkopf hindurchgeführt. Ist für zwei Zylinder nur eine Turbine vorgesehen, wobei die @,#'elle z. B. zwischen zwei Zylindern hindurchgeht, so ergibt sich ferner der besondere Vorteil, daß die beiden vorzugsweise benachbarten Zylinder ihre Auspuffstöße zeitlich gegeneinander versetzt auf das Turbinenrad schicken, so daß sich diese zu einer einigermaßen fortlaufenden Beaufschlagung ergänzen. Die Abgase beider Zylinder können hierbei den gleichen Bogen der Turbine beaufschlagen bzw. durch dieselben Leitvorrichtungen den Schaufeln zuströmen oder verschiedene Teile des Umfanges beaufschlagen. Im ersteren Falle ergibt sich der Vorteil, daß bei zeitlich zueinander versetzten Auspuffstößen beider Zylinder eine Querschnittsersparnis erzielbar ist, während der zweite Fall gegebenenfalls günstigere Leitungen ermöglicht und auch bei sich zeitlich überschneidenden Auspuffstößen ohne weiteres anwendbar ist.
  • Ähnliche Gesichtspunkte gelten sinngemäß auch für gemeinsame Lader.
  • Eine weitere Möglichkeit, den Augenblick der Förderung des Laders mit dem des Auspuffstoßes gleichzulegen, besteht darin, den Lader eines Zylinders nicht in diesen Zylinder, sondern in einen Nachbarzylinder hineinladen zulassen, dessen Arbeitsprozeß gegenüber dem erstgenannten Zylinder versetzt liegt. Diese Möglichkeit wird auch durch den unsy minetrischen Ausfluß aus der Laderspirale begünstigt. Gegebenenfalls kann auch hierbei eine gewisse Rohrstrecke zur Einbringung eines Ladungskühlers vorgesehen bzw. ausgenutzt werden.
  • Ein besonders wichtiger, bereits kurz erwähnter Vorteil der Erfindung ist darin zu sehen, daß man, da das Auslaßventil unmittelbar in die Düsen der Abgasturbine übergeben kann, die Restenergie des Gases, welche diesem im Augenblick der Auslaßventilöffnung noch innewohnt, noch gut ausnutzen kann, während sie beim Zusammenströmen des Gases mehrerer Zylinder in einem Sammler bei der bisher üblichen Sammelturbinenanordnung nicht nur durch Drosselung verlorengeht und nicht mehr ausgenutzt werden kann, sondern sogar durch gegenseitige ungünstige Beeinflussung der Einzelauspüffe der Zylinder vielfach Verluste verursacht.
  • Bei der Ausströmung des Abgases eines Zylinders unmittelbar durch eine nur von diesem Zylinder oder gegebenenfalls von zwei benachbarten Zylindern gespeiste Turbine kann infolge des kurzen Weges zwischen Auslaßventil und Turbinenrad der Ventilraum z. B. derart düsenförmig ausgebildet werden, daß ein nennenswerter Anteil der gesamten Auspuffenergie in Arbeit umgesetzt werden kann. Zweckmäßig können den Turbinenschaufeln Leitschaufeln vorgeschaltet sein.
  • Besonders günstige Verhältnisse für die Überführung des Gases in die Schaufeln oder Düsen für die Abgasturbinen mit möglichst wenig Krümmungen im oder hinter dem Ventil ergeben sich, wenn man z. B., wie bereits angedeutet, den Turbolader derart im Zylinderkopf anordnet, daß seine Achse parallel zur Zylinderachse, beispielsweise in der Verlängerung der Zylinderachse, liegt. Bei vierventiligen Zylindern ist hierbei allerdings der Turbinenraddurchmesser durch die Ventilschäfte begrenzt, wird jedoch in vielen Fällen, insbesondere wenn man die Winkel der Schaufeln groß wählt, ausreichen. Sofern die Spirale des Gebläses oder Laders nicht zwischen den Ventilschäften untergebracht werden kann, können letztere gegebenenfalls auch durch entsprechend dicker ausgebildete Leitschaufeln zwischen Laderrad und Spirale hindurchgeführt werden. Besonders günstige Verhältnisse ergeben sich in diesem Falle bei Axialgebläsen, da diese ohne Schwierigkeiten zwischen den Ventilschäften angeordnet werden können.
  • Ordnet man die Abgasturbine - mit oder ohne Gebläse -- koaxial zu den Auslaßventilen an, wobei z. B. der Ventilschaft durch die hohle Turbinenwelle hindurchführt, so läßt sich das Äußerste an unmittelbarer Beaufschlagung der Turbine durch die durch den Ventilspalt ausströmenden Abgase erreichen. Ebenso würde ein um die Achse des Einlaßventiles umlaufendes Gebläse, beispielsweise axialer Bauart, eine günstige Einströmung ergeben.
  • Ähnlich günstige Verhältnisse, insbesondere bei teilbeaufschlagten Abgasturbinen, lassen sich erreichen, wenn zur Steuerung des Auslasses ein mit Steuerschlitzen versehener, z. B. zum Zylinder konzentrischer scheibenförmiger, an sich bekannter Flachschieber verwendet wird und die Abgasturbine unmittelbar hinter diesem und z. B. konzentrisch zu demselben angeordnet ist.
  • Die koaxiale Anordnung der Abgasturbine zum Auslaßventil oder zu einem den Auslaß steuernden Schieber, d. h. also unmittelbar hinter diesen Teilen, ergibt als weiteren Vorteil zugleich eine thermische Entlastung derselben, da die unter Arbeitsleistung erfolgende Entspannung der Abgase im Turbinenrad eine starke Temperatursenkung zur Folge hat, die auch die Temperatur des Raumes hinter der Turbine und damit mittelbar auch die Temperatur des Ventils bzw. des Schiebers erniedrigt.
  • Ähnlich günstige Verhältnisse wie für die Turbinenseite ergibt die Erfindung auch für die Laderseite, wo die Ausströmenergie der Luft aus dem Lader bei einem gemeinsamen zentralen Lader weitgehend verlorengeht, während sie bei erfindungsgemäß für jeden Zylinder oder auch gegebenenfalls für je zwei Zylinder gesondert vorgesehene Lader die Förderhöhe vergrößert und damit die Einströmung unterstützt und die Strömungswiderstände im Einlaßventil zu überwinden hilft, die sonst durch die notwendige jeweilige Neuerzeugung der Ventilgeschwindigkeit beträchtliche Verluste zur Folge haben.
  • Bei quer zur Zylinderachse angeordneten Abgasturboladern kann die Welle in besonders günstiger Weise durch den Zylinderkopf hindurch, und zwar beispielsweise bei vierventiligen Motoren zwischen den beiden Auslaßventilen und den beiden Einlaßventil.en derart hindurchgeführt werden, daß sie den z. B. wassergekühlten Raum des Zylinderkopfes kreuzt und es damit besonders leicht ermöglicht, eine gute Kühlung der Welle, der Lager, der Wellentunnel sowie sonstiger wärmegefährdeter Stellen, wie insbesondere des Ladergehäuses auf seinem ganzen Umfang, sicherzustellen, wodurch die Ladelufttemperatur gesenkt und in vielen Fällen eine Ladeluftkühlung zwischen Lader und Einlaßventil entbehrlich wird. Ist bei besonders großen Förderhöhen oder etwa bei einer zweistufigen Ausführung des Laders, die gegebenenfalls mit verhältnismäßig einfachen Mitteln durchgeführt werden kann (z. B. durch Anordnung von zwei Stufen in einem Ladergehäuse od. dgl.), eine Ladeluftzwischen-oder -endkühlung notwendig, so kann die Luft hinter dem Lader in einem unmittelbar im Zylinderkopf liegenden, wegen der kleinen Luftmenge sehr klein ausfallenden Ladeluftkühler geführt werden, der gegebenenfalls rohrförmig ausgebildet sein und einen für alle Zylinder gemeinsamen Wasserdurchfluß zur Kühlung aufweisen kann.
  • Hierbei können Abgasturbine und Gebläse auf ihren Außenseiten gelagert sein. Dadurch ergibt sich der Vorteil, daß einerseits außergewöhnlich kleine Lagerzapfen ermöglicht werden, wodurch bei kleinen Gewichten gleichzeitig hohe Drehzahlen möglich sind, und daß andererseits die Verbindungswelle zwischen Turbine und Laderläufer zwecks Vermeidung zu niedriger kritischer Drehzahlen sehr stark ausgeführt werden kann.
  • Die Kühlung des Turbinenrades kann in verschiedener Art erfolgen. Beispielsweise können die Schaufeln in bekannter Weise hohl ausgeführt werden und 'das Kühlmittel (z. B. Außen- oder Ladeluft) durch die hohle Welle bzw. das hohle Rad oder unmittelbar den Schaufeln zugeführt werden. Ferner kann das Turbinenrad durch eine Teilbeaufschlagung der Schaufeln vermittels Flugwindluft von außen oder vermittels Ladeluft vom gegenüberliegenden oder einem anderen, z. B. dem benachbarten Lader gekühlt werden. Gegebenenfalls kann auch die Kühlluft mit oder ohne nachgeschaltete Strahldüse dem Turbinenrad dadurch zugeführt oder ihre Zuführung dadurch unterstützt werden, daß sie durch Abgase ejektorartig durch die Schaufeln hindurchgesaugt oder -gedrückt wird. Im Falle einer Kühlbeaufschlagung durch Ladeluft kann man die Luft' während der Auspuffperiode, also bei geschlossenem Einlaßventil, vom Lader in einen dazwischenliegenden Raum hineinpumpen und während der Einlaßperiode, also bei geschlossenem Auslaßventil, aus dem genannten Raum durch die Schaufeln eines kleinen Beaufschlagungsbogens oder aber auch durch sämtliche 'Schaufeln hindurchströmen lassen, so daß also Gasbeaufschlagung und Kühlluftbeaufschlagung der Turbine auf dem ganzen oder einem Teil des Umfanges zeitlich miteinander abwechseln. Dadurch können gleichzeitig das Auslaßventil sowie die Gasdüsen und der ganze Auslaßventilraum gekühlt werden. Allerdings ist der Verlust durch die zu liefernde Luft, wie bei allen Kühlbeaufschlagungsverfahren durchLadeluft, größer als z. B. bei Teilbeaufschlagung durch Flugwindluft. Andererseits ergibt sich jedoch durch die Verwendung von Ladeluft zur Kühlung der Abgasturbine der Vorteil einer nahezu kontinuierlichen Lieferung, während sonst bei geschlossenem Einlaßventil eine Lieferung durch den umlaufenden Lader nicht stattfinden könnte, so daß Pumpgefahr vorhanden ist. Allerdings ist das Volumen hinter dem Laderrad bis zum Ventil so klein, daß insbesondere bei Ausführung des Laderrades aus Stahl Zerstörungen auch in diesem Falle vermeidbar sein sollten.
  • Gegebenenfalls kann auch als Kühlmittel wechselweise Ladeluft und Außenluft benutzt werden, z. B. derart, daß in Anwendung auf Fahr- oder Flugzeuge bei kleinen Geschwindigkeiten Ladeluft verwendet und bei Erzielung eines ausreichenden Staudruckes durch Erhöhung der Geschwindigkeit auf Kühlung durch Außenluft umgeschaltet wird, was durch eine Art Dreiwegehahn, eine Axialverschiebung eines Drehschiebers oder in ähnlicher Weise erfolgen kann. Günstig ist es unter allen Umständen, die Kühlluft - sei es Außenluft oder Ladeluft - in den Raum zwischen Auslaßventil und Turbine strömen zulassen, da hierdurch Ventil und Auslaßventilraum zusätzlich gekühlt werden.
  • Die Einführung von Ladeluft oder einem anderen Kühlmittel in den Raum unmittelbar hinter dem gesteuerten Auslaßquerschnitt hat auch - unabhängig von der Anordnung von Abgasturbinen -allgemeine Bedeutung. Die Auslaßventile oder die entsprechenden Steuerglieder gehören zu den thermisch am höchsten beanspruchten Teilen der Brennkraftmaschine und damit zu den am häufigsten auftretenden Störungsquellen. Allerdings tritt diese Gefahr bei Anwendung von Abgasturbinen in der Regel in besonders hohem Maße auf, weil infolge des Anstaus der Gase vor der Turbine die Ventile durch die heißen Gase thermisch besonders hoch beansprucht werden. Durch die Einführung eines Kühlmittels in den Raum unmittelbar hinter dem gesteuerten Auslaßquerschnitt lassen sich dagegen die Störungen durch thermische überbelastungen der Auslaßsteuerglieder weitgehend beseitigen. Zweckmäßig ist es, daß Kühlmittel unmittelbar gegen die Rückseite des oder der Auslaßventile od. dgl. zu richten, sofern bzw. soweit er nicht die gegebenenfalls vorgesehene Abgasturbine zur Kühlung unmittelbar beaufschlagt.
  • Es ist günstig, den Zuströmkanal für das Kühlmittel, insbesondere Ladeluft, möglichst klein, d. h. kurz und eng, zu halten, um ein Einströmen des heißen Abgases in den Überströmkanal zu verhindern. Wird eine zeitlich abwechselnde Gas- und Kühlluftbeaufschlagung vorgesehen (z. B. unter Zwischenschaltung eines engen Überströmrohres oder eines Speicherraumes zwischen der Ladeleitung und dem Raum hinter dem Auslaßventil), so ist es in der Regel erforderlich, den Kühlmittelzutritt zum Abgasraum bzw. den Speicherraum sowohl gegen die Kühlluftleitung als auch gegen den Abgasraum durch selbsttätige oder gesteuerte Glieder, z. B. Klappen oder Ventile, abzuschließen. In einfachster Weise können diese Glieder jeweils durch den abwechselnden Überdruck, z. B. im Speicher und im Abgasraum, selbsttätig geöffnet und geschlossen werden. Das Steuerorgan für den Kühlmittelzutritt zum Abgasraum sollte an einer möglichst kalten Stelle des Kanals, also in einiger Entfernung vom Abgasraum, angeordnet werden. Es wird ferner zweckmäßig möglichst leicht bzw. derart ausgebildet und bemessen, daß seine Eigenschwingungszahl und diejenige der Motordrehzahl, bei der die höchsten Beanspruchungen der Turbinen bzw. der Ventile auftreten, einander gleich sind oder einem ganzzahligen Vielfachen zueinander entsprechen.
  • In der Regel wird die Verwendung einer axial beaufschlagten Turbine in Verbindung mit einem Radialgebläse am günstigsten sein. Jedoch kann statt dessen auch jegliche andere Kombination zwischen Axial- oder Radialturbinen einerseits und Radial- oder Axialgebläsen andererseits zur Verwendung kommen. Die Axialturbinen haben neben dem Vorteil einer hohen zulässigen Beanspruchung in vielen Fällen - besonders auch bei koaxialer Anordnung zu den Ventilen od. dgl. - den Vorteil einer großen Einfachheit in der Anordnung, während in anderen Fällen dieser Vorteil gegebenenfalls eher der Radialturbine zukommt, so daß Gasumlenkungen oder Winkelgetriebe zum Antrieb des Gebläses durch die Turbine überflüssig werden. Da die radiale Turbinenbauart infolge ihrer besonders niedrigen spezifischen Drehzahl für die sehr kleinen strömenden Mengen eines oder zweier Einzelzylinder besonders geeignet ist, bietet sie Vorteile für jede Art von Einzelzylinderturbinen, auch wenn sie nicht im Zylinderkopfwerkstück enthalten sind. Das Radialgebläse weist ferner im allgemeinen den Vorteil einer größeren Einfachheit und kleineren Bauart auf, da bis zu sehr großen Förderhöhen nur eine Stufe erforderlich ist, während das Axialgebläse wegen der meist erforderlichen Anordnung mehrerer Stufen in der Regel eine größere Baulänge besitzt, dafür allerdings mit besserem Wirkungsgrad arbeitet.
  • Die Regelung derartiger Turbolader für einen oder zwei Zylinder kann entweder durch Drosselung in einer gemeinsamen Ansaugeluftleitung -die Drosselung auf der Saugseite des Laders hat bekanntlich eine Reihe besonderer Vorteile - und oder, was in der Regel noch günstiger ist, durch Abblasen von Luft oder Gas aus den Ventilräumen erfolgen. 1n letzterem Falle kann z. B. durch Verdrehung einer durch sämtliche Zylinder hindurchführenden drehschieberartigen Stange ein Abblasequerschnitt leicht geöffnet und geregelt werden. Mit Rücksicht auf die hohen Gastemperaturen empfiehlt es sich indessen im allgemeinen, die eigentliche Regelung durch Abblasen von Luft aus dem Einlaßventilraum vorzunehmen. Hierdurch kann gegebenenfalls eine gemeinsame Ansaugleitung vermieden werden, deren Drosselung jedoch vielfach in Vereinigung mit der Ladeluftabblasung die günstigste Regelungsform ergibt. Gegebenenfalls besteht auch, wie gesagt, die Möglichkeit einer gleichzeitigen Gasabblasung unter Umgehung des Turbinenrades. Gegebenenfalls können auch alle Lader in eine gemeinsame Ladeluftleitung liefern, von der aus dann die Zylinder gespeist werden. In diesem Falle läßt sich eine gemeinsame Regelung aller Zylinder bzw. aller an die gleiche Ladeleitung angeschlossenen Zylinder durch ein gemeinsames Regelorgan in besonders einfacher Weise erreichen.
  • Bei den geschilderten erfindungsgemäßen Anordnungen von Einzelturbinen für jeden Zylinder oder auch jedes Zylinderpaar ist es weiterhin möglich, mit einfachen Mitteln nach dem Abströmen des Hauptteils des Gases durch die Turbine noch eine völlige Entleerung des Zylinders dadurch zu erreichen, daß noch während der Öffnung des Auslaßventils der Düsenraum hinter dem Ventil kurzzeitig mit der Außenatmosphäre bzw. dem Raum hinter der Turbine in Verbindung gesetzt wird, so daß ein voller Druckausgleich des Zylinderinnern mit der Außenatmosphäre erzielt wird und die Verringerung der Spülung bzw. der Füllung des Zylinderraumes mit frischer Ladung durch den Gasrest, die sonst bei Abgasturbinenbetrieb den Hauptanteil der durch die Gegendruckerhöhung verursachten Leistungssenkung ausmacht, fortfällt. Da das Gas mit großer Geschwindigkeit durch Ventil und Düse der Turbine zuströmt, kann durch eines der Auslaßventile eine unmittelbare Entlüftung des Zylinderinnern stattfinden, während zur Überführung des Gases zu den Düsen nur das andere Ventil benutzt wird. Dies würde allerdings verschiedene Steuerung beider Ventile erfordern. Jedoch kann man auch die Steuerung der Entlüftung des Zylinders durch Verwendung eines für alle Zylinder einer Zylinderreihe gemeinsamen Drehschiebers auf der Gas- oder (in kälterer Umgebung) auf der Luftseite sehr einfach gestalten, zumal der Drehschieber durch das ohnehin vorhandene Kühlwasser recht gut gekühlt werden könnte. Ein derartiger Drehschieber kann beispielsweise, mit der Steuerwellendrehzahl umlaufend, die Zusatzentleerung aller Zylinder unabhängig voneinander im richtigen Augenblick vornehmen. Die Verhältnisse liegen für eine derartige Entleerung des Zylinders bei einer erfindungsgemäß ausgebildeten Anlage besonders günstig, weil an sich schon durch den Fortfall eines von allen Zylindern gemeinsam gespeisten Sammelraumes für das Gas bei geeigneten Querschnitten auch vor der Turbine ein erheblich tieferer Druck als bei Sammelturbinen erreicht werden kann, so daß der Gasverlust durch die Zusatzöffnung erheblich geringer ist und die öffnungszeitflächen des Zusatzorgans für die beschriebene Entlüftung besonders klein ausgeführt werden können.
  • Da die Beaufschlagung des Turbinenrades mit Gas, insbesondere wenn jede Turbine nur durch einen Zylinder gespeist wird, nur stoßweise erfolgt, die Luftentnahme aus dem Lader ebenfalls im Takt des Arbeitsprozesses vor sich geht und zwischen den Luftentnahmeperioden (durch das Herüberrücken des Betriebspunktes im Kennfeld nach der Liefermenge -Null hin) das Drehmoment verkleinert wird, ist es vor allem bei größerem Ungleichförmigkeitsgrad unter Umständen zweckmäßig, ein momentspeicherndes Zwischenglied zwischen der Turbinen- und der Laderwelle, die in diesem Falle getrennt auszuführen wären, zwischenzuschalten, zumal dann, wenn der Leistungsstoß der Turbine und das Leistungsaufnahmemaximum des Laders nicht gleichzeitig auftreten, sondern (wie es bei Ladern und Turbinen des gleichen Zylinders meist der Fall ist) zueinander verschoben sind. Ein solches momentspeicherndes Zwischenglied könnte beispielsweise in einer mitumlaufenden, in die Welle eingebauten spiralfederartigen Vorrichtung bestehen, die bei den sehr kleinen Drehmomenten (infolge der hohen Drehzahlen und der an sich sehr kleinen Leistungen) zur Leistungsübertragung in der Regel ausreichen wird.
  • Bei kleinerem Ungleichförmigkeitsgrad kann man dagegen von einem momentspeichernden Zwischenglied ohne weiteres absehen. Gleichmäßiger wird die Lieferung des Laders, wenn ein Gebläse zwei z. B. benachbarte Zylinder aufladet.
  • Zur Vermeidung eines großen Ungleichförmigkeitsgrades infolge des Periodenwechsels von Antrieb und Leistungsaufnahme ist es ferner zweckmäßig, die Umlaufteile mit möglichst großen Trägheitsmomenten (bei möglichst kleinem Gewicht), d. h. also mit möglichst großer Massenanhäufung am Scheibenrand, auszuführen.
  • Die Erfindung ist, wie bereits teilweise angedeutet wurde, ebenso wie für ventilgesteuerte Motoren auch für Schiebermotoren anwendbar, insbesondere wenn die Schiebersteuerung im Kopf der Zylinder untergebracht ist. Es ergeben sich hierbei gegebenenfalls durch kürzere und glattere Kanäle sowie durch die an sich vielfach niedrigere Bauhöhe von Schiebersteuerungen unter Umständen noch bessere Verhältnisse.
  • Besonders vorteilhafte Verhältnisse lassen sich bei Anwendung der Erfindung auf Sternmotoren erzielen. Eine solche Anwendung ist vor allem insofern besonders günstig, als die insgesamt sehr organisch ausfallende Durchströmung des Motors einen glatten Durchfluß der Ladeluft in den Lader, vom Lader in den Motor, vom Motor in die Turbine und von dort z. B. durch eine Rückstoßdüse ins Freie gewährleistet. Der Einlauf in den Lader kann, da die Ladereintrittsöffnung senkrecht zur Flugrichtung liegt, so gestaltet werden, daß der Flugstau (mit dem Luftschraubenabwind) nahezu vollständig ausgenutzt werden kann. Gegebenenfalls kann ein gesonderter Diffusor für die Ladeluft getrennt vom Kühllufteintritt angebracht werden, da letztere nicht so gute Vorbedingungen für eine ideale Ausnützung des Flugwindstaues liefert wie der Einlaufdiffusor des Laders. Kühlluft für die Schaufeln bei Teilbeaufschlagung ist durch den sowieso vorhandenen Kühlstrom für die Zylinderköpfe vorhanden; jedoch kann zur Erzielung einer tieferen Kühllufttemperatur, als sie hinter dem Zylinderkopf noch aus der Kühlluft zur Verfügung steht, eine gesonderte Kühlluftaufnahme für das Turbinenrad vorgesehen werden. Im übrigen gilt bezüglich der Anordnung der Turbinenwelle in oder zwischen den Zylinderköpfen usw. grundsätzlich dasselbe wie für einen wassergekühlten Motor.
  • In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt Abb. i einen Schnitt durch ein im Zylinderkopf der Maschine angeordnetes Turboladeraggregat, Abb. z einen Grundriß hierzu, wobei die Welle des Turboladers zwischen den Ventilen eines Zylinders hindurchgeführt ist, Abb.3 die Anordnung derartiger Einzelturbolader für Doppelreihenmaschinen, beispielsweise für V-Motoren, Abb. 4. eine entsprechende Anordnung bei Verwendung von j e einem Turbolader für zwei benachbarte Zylinder, wobei in der in der Abbildung oberen Zylinderreihe Tubolader mit j e einer Abgasdüse je Abgasturbine, in der unteren Zylinderreihe Abgasturbolader mit je zwei Abgasdüsen je Abgasturbine vorgesehen sind, Abb. 5 einen Horizontalschnitt durch ein einzelnes der Abb. 4 (oberer Reihe) entsprechendes Turboladeraggregat, Abb. 6 einen Horizontalschnitt durch ein schräg zur Zylinderreihe angeordnetes Turboladeraggregat mit zwischen drei Ventilen des Zylinders hindurchgeführter Verbindungswelle, Abb. 7 einen Grundriß für ein Turboladeraggregat mit einer Turbine und zwei Gebläsen für je zwei benachbarte Zylinder, Abb. 8 einen im wesentlichen der Abb. i entsprechenden Längsschnitt durch ein Turboladeraggregat mit doppelstufigem Gebläse nach Schnitt A-B der Abb. 9, Abb.9 eine Seitenansicht auf zwei benachbarte doppelstufige Gebläse nach Abb. 8, bei welchen die auf gleicher Welle angeordneten Gebläsestufen verschiedene Zylinder beliefern, Abb. io eine schematische Darstellung für die Anwendung der Erfindung auf Sternmotoren, Abb. i i einen Längsschnitt durch den Zylinderkopf mit senkrecht zwischen den Ventilen angeordnetem Turboladeraggregat, Abb. 1z einen Grundriß zur Abb. i i und Abb. 13 einen teilweisen Längsschnitt durch einen Zylinderkopf mit zum Auslaßventil koaxial angeordneter Abgasturbine. In Abb. i und 2 ist i der Zylinderkopf mit dem Kühlwassermantel 2, den Einlaßventilen 3 und den Auslaßventilen 4. Durch den wassergekühlten Zylinderkopf ist die Welle 5 des Abgasturbogebläses hindurchgeführt, an deren einem Ende das Aufladegebläse 6 und an deren anderem Ende die Abgasturbine 7 gelagert ist. Die Abgasturbine kann hierbei zweckmäßig auf ihrer Außenseite bei 8 gelagert sein. Die Spirale 9 des Aufladegebläses geht möglichst unmittelbar in den Ventilraum io des Einlaßventils über. Ebenso ist der Raumabschnitt i i des Auslaßkanals zwischen dem Auslaßventil 4 und der Abgasturbine 7 möglichst kurz gehalten und zweckmäßig düsenförmig ausgebildet, so daß die Abgase möglichst verlustlos von dem Auslaßv entilquerschnitt zur Turbine gelangen. Vor der Abgasturbine sind in der Auslaßleitung Leitschaufeln 12 angeordnet. Der Auslaßkanal 13 hinter der Turbine kann z. B. bei Fahrzeugen oder Flugzeugen düsenförmig zur Erzeugung oder zur Unterstützung des Fahrzeugvortriebs ausgebildet sein. Durch die Bemessung des Austrittsquerschnitts kann der Druck vor der Strahldüse, also hinter der Turbine, und damit die Aufteilung des Gefälles auf Turbine und Strahldüse beeinflußt «-erden.
  • Die Turbine 7 ist als teilbeaufschlagte Turbine dargestellt, indem nur ein Umfangsteil des Schaufelkranzes von den Abgasen beaufschlagt wird. Der übrige Teil des Umfanges wird dagegen beispielsweise durch Kühlluft beaufschlagt, welche durch die gegebenenfalls in Fahrtrichtung abgebogene Leitung 14 unter dem Staudruck des Fahr- und Flugwindes den Turbinenschaufeln zugeführt wird.
  • Bei 15 ist des weiteren ein zum Beispiel über die ganze Länge der :Maschine durchlaufender Drehschieber angedeutet, welcher im Takt der Maschine zweckmäßig nach Eröffnung des Auslaßventils den Zylinderraum über einen im Drehschieber angeordneten Kanal 16 mit der Außenluft verbindet und somit einen die Leistung der Maschine verringernden Druck im Zylinder am Ende der Auslaßperiode verhindert.
  • Die Abb. 3 zeigt die Anordnung der Abgasturbinen 7 und der Gebläse 6 in schematischer Darstellung bei Reihenmotoren. Für alle Zylinder einer Zylinderreihe (gegebenenfalls auch gemeinsam für alle Zylinder wie in Abb. 4) ist eine Einlaßleitung 17 angeordnet, während die Abgase durch z. B. als Rückstoßdüsen wirkende Einzeldüsen i8 in die Außenluft abgeführt werden. Die einzelnen Zylinder der Zylinderreihe sind mit i9 bezeichnet.
  • Bei dein Ausführungsbeispiel nach Abb. .4 (obere Reihe) sind für je zwei benachbarte Zylinder 2o und 2o' nur ein einziges Gebläse 21', eine einzige Abgasturbine 22 und eine der Abgasturbine nachgeschaltete einzige Abgasdüse 23 vorgesehen. Die Welle 24 des Abgasturbogebläses ist zwischen den beiden benachbarten Zylindern 2o und 2o' hindurchgeführt.
  • Bei der Ausführungsform nach der unteren Reihe der Abb. 4 wird jede Turbine 22 aus jedem Zylinder nur auf einem Teil des Umfanges beaufschlagt, wobei die Abgase eines jeden Zylinders durch getrennte Düsen 25 nach außen abgeleitet werden.
  • Eine konstruktive Ausführungsform nach Abb. 4 (obere Reihe) zeigt Abb. 5. Die Auslaßventile 4 bzw. q.' der Zylinder 2o bzw. 2o' münden in gesonderte Auslaßräume i i und i i' aus, aus denen die Abgase über Leitschaufeln 12 bzw. 12' gesondert je einen Teil des Schaufelkranzes der Turbine 22 beaufschlagen. Nach der Durchströmung der Turbinenschaufel gelangen die Abgase in die gemeinsame Rückstoßdüse 23. Außer der Beaufschlagung durch die Abgase kann das Turbinenrad 22 gegebenenfalls zugleich auch noch durch Kühlluft beaufschlagt «erden. Gegebenenfalls können auch die Auslaßventilräume i i und i i' miteinander in Verbindung stehen, einen gemeinsamen Auslaßraum bilden oder in dieselben Düsen münden. Das Rad ist in dieser Darstellung mit Innenkühlung versehen.
  • In ähnlicher Weise kann das Gebläse 21 die Ladeluft über eine Doppelspirale 26 bzw. 26' in getrennte Einlaßventilräume io bzw. iö liefern. Es ist indessen auch möglich, daß das Gebläse nur eine einzige Spirale beliefert, die ihrerseits in einem gemeinsamen Einlaßventilraum mit den Einlaßventilen 3 bzw. 3' ausmündet.
  • Bei der Ausführungsform nach Abb.6 sind im Zylinderkopf i ein Auslaßventil 27 und zwei Einlaßventile 3 vorgesehen. Die Abgasturbinenwelle 5 mit dem Gebläse 6 und der Turbine 7 ist derart schräg zur Achse 28 der Zylinderreihe und zur Fahrtrichtung 29 angeordnet, daß die Welle zwischen den beiden Einlaßventilen 3 hindurch und am Auslaßventi127 seitlich vorbeigeführt ist, wobei das Gebläse 6 in Fahrtrichtung gesehen weiter vorn als die Abgasturbine 7 liegt. Die Fahrwindluft kann infolgedessen ohne wesentliche Umlenkungen durch die Einlaßleitung 3o dem Gebäude zugeführt werden, während die Abgase nach Durchtritt durch die Turbinenschaufeln 7 mit verhältnismäßig geringer Richtungsänderung in die Auslaßdüse 13 nach hinten abströmen können (was gegebenenfalls auch ohne Abgasturbine von Bedeutung ist).
  • Bei der Ausführungsform nach Abb. 7 besitzen die beiden Zylinder 20 und 2o' ein gemeinsames Turbogebläseaggregat, welches bei gemeinsamer Welle 24 eine gemeinsame Abgasturbine 22, dagegen zwei Gebläse 21 und 2i' umfaßt. Die Gebläse 21 und 21' können hierbei parallel zueinander und symmetrisch zur Antriebswelle 24 angeordnet und z. B. über ein Stirnradgetriebe 2q.' oder in sonstiger geeigneter Weise angetrieben werden. Beide Gebläse, von denen das eine den Zylinder 2o und das andere den Zylinder 2o' beliefert, können ferner an eine gemeinsame Einlaßleitung 17 angeschlossen sein. In .entsprechender Weise wäre die Kupplung von nur i Gebläse mit 2 Einzelturbinen zu denken.
  • Bei der Ausführungsform nach Abb. 8 und 9 ist auf dem Ende der Abgasturbinenwelle 31 (Abb. 8) ein zweistufiges Gebläse mit der Niederdruckstufe 32 und der Hochdruckstufe 33 angeordnet. Die Niederdruckstufe 32 des Gebläses fördert die Luft in eine Spirale 34, die Hochdruckstufe 33 des Gebläses in eine Spirale 35. Wie aus Abb. 9 hervorgeht, beliefern die Gebläsestufen 32, 33 im dargestellten Fall nicht den gleichen Zylinder (z. B. 36), an welchem sie angeordnet sind und von welchem die Abgasturbine 37 gespeist wird, sondern verschiedene Zylinder, und zwar gemäß Abb. 9 in folgender Weise: Die auf der Welle 31' angeordnete Niederdruckstufe 32 des Gebläses liefert in eine Spirale 34 , welche über eine Leitung 38, die als Zwischenkühler ausgebildet sein kann, in die Hochdruckstufe 33 des benachbarten, dem Zylinder 36 zugeordneten Gebläseaggregates einmündet. An die Spirale 35 dieses Hochdruckgebläses schließt sich eine weitere Leitung 39 an, welche gegebenenfalls als Endkühler ausgebildet ist und welche in den Einlaßventilraum 4ö des Nachbarzylinders 36' einmündet. Es wird also der Zylinder 36' durch die ihm räumlich zugeordnete Niederdruckstufe 32', 34' und die dem benachbarten Zylinder 36 räumlich zugeordnete Hochdruckstufe 33, 35 beliefert, wobei die Luft durch entsprechende Kanäle von der Niederdruckstufe zur benachbarten Hochdruckstufe und alsdann zu dem der Niederdruckstufe räumlich zugeordneten Zylinder wieder zurückgeleitet wird.
  • Natürlich könnte die Anordnung beispielsweise derart getroffen werden, daß die Hochdruckstufe unmittelbar in den ihr räumlich zugeordneten Zylinder fördert, wobei demgemäß die Niederdruckstufe des Gebläses am benachbarten Zylinder angeordnet wäre. Ferner könnte die Hochdruckstufe auch unmittelbar von der koaxial zu ihr angeordneten Niederdruckstufe des Gebläses beliefert werden, wobei die Hochdruckstufe ihrerseits unmittelbar den dem Gebläse räumlich zugeordneten Zylinder oder auch den Nachbarzylinder beliefern könnte. Gegebenenfalls könnte auch das Turbogebläseaggregat zwischen zwei Zylindern bzw. zwischen den Zylinderköpfen dieser beiden Zylinder angeordnet werden, wobei die Stufen dieses Gebläses wiederum den gleichen oder auch verschiedene Zylinder beliefern könnten, je nachdem, ob es beispielsweise zweckmäßig erscheint, zwischen den einzelnen Stufen bzw. der letzten Stufe und dem Zylinder einen Zwischenkühler für die Ladeluft zwischenzuschalten, wird man das eine oder andere wählen. Entsprechende Anordnungen und Kombinationen sind bei mehr als zweistufigen Ladern vorzunehmen.
  • In Abb. io ist die als Sternmotor ausgebildete Brennkraftmaschine 41 am vorderen Ende eines Flugzeugrumpfes zum Antrieb einer Luftschraube 42 angeordnet. Die Luft tritt zwischen dem stromlinienförmig ausgebildeten Kurbelkasten des Motors bzw. dem entsprechend ausgebildeten Getriebe für die Luftschraube und dem den Sternmotor umgebenden Außenring 43 von vorn her, gegebenenfalls unterstützt durch die Förderwirkung der Luftschraube 42 in den Kühlkanal 44 ein, umströmt die mit Kühlrippen versehenen luftgekühlten Zylinder 45 des Sternmotors und strömt durch den Kanal 46 wieder nach hinten ab. Ein Teil der Kühlluft wird innerhalb des Kanals 44 durch trichterförmige Rohre 47 aufgefangen und zu den Gebläsen 48 geleitet, von denen je eines für jeden Zylinder oder für je zwei benachbarte Zylinder vorgesehen ist. Die Abgase aus der Abgasturbine 49 können im wesentlichen, wie im unteren Teil der Abb. io dargestellt ist, unmittelbar in den Kanal 46 austreten oder entsprechend dem oberen Teil der Abb. io durch eine gesonderte, z. B. als Rückstoßdüse ausgebildete Leitung 5o nach außen abgeführt werden.
  • Für die Anordnung der Gebläse und Abgasturbinen usw. gilt auch in diesem Falle alles vorher Gesagte. Das Gebläse kann also beispielsweise unmittelbar den ihm räumlich zugeordneten Zylinder beliefern, aus welchem die Abgasturbine gespeist wird, oder auch einen hiervon verschiedenen Zylinder.
  • Die Abb. i i und 12 zeigen eine Ausführungsform, bei welcher das Abgasturbinenrad parallel, z. B. koaxial zur Zylinderachse, angeordnet ist. In dem Zylindergehäuse 51 mit dem in der Darstellung wassergekühlten Zylinderkopf 52 befinden sich wiederum zwei Einlaßventile 53 und zwei Auslaßventile 54. Der wiederum als Radialgebläse ausgebildete Lader 55 und die Abgasturbine 56 sind durch eine verhältnismäßig karze (bei stehenden Zylindern ungefähr senkrechte) Welle 57 miteinander verbunden und im wesentlichen zentral zwischen den beiden Einlaßventilen 53 und den beiden Auslaßventilen 54 angeordnet, und zwar derart, daß die Abgasturbine 56 sich unterhalb des Gebläses 55 möglichst in Höhe der gesteuerten Ventilquerschnitte befindet. Das Gebläse 55 fördert in eine Spirale 58, welche ihrerseits mit dem Einlaßventilraum 59 über einen möglichst kurzen und möglichst wenig gekrümmten Kanal in Verbindung steht.
  • Die Turbine 56 ist z. B. als teilbeaufschlagte Turbine ausgebildet, wird also nur auf einem Teil des Umfanges von den in den Auslaßventilraum 6o ausströmenden Abgasen über Leitschaufeln 61 beaufschlagt. Der übrige Umfangsteil der Turbine kann einem Kühlmittel ausgesetzt werden, welches z. B. bei 62 zuströmt und nach Beaufschlagung der Turbinenschaufeln in den Raum 63 übertritt, von welchem es beispielsweise nach außen oder auch in die Abgasleitung hinter der Turbine abgeführt werden kann. Als Kühlmittel kann hierbei gegebenenfalls die aus dem Gebläse 55 in die Spirale 58 geförderte Ladeluft verwendet werden. Der Raum 62 bzw. ein mit diesem in Verbindung stehender weiterer Raum kann hierbei als Speicher (Windkessel) für die Ladeluft ausgebildet sein. Der Übertritt aus der Ladeleitung in diesen Speicher kann durch zwangläufig,oder selbsttätig gesteuerte Schieber, Ventile, Klappen od. dgi. erfolgen. Doch kann auch die Ladeluft in ständigem Strom durch die von ihr beaufschlagten Schaufeln des Turbinenrades beispielsweise, wie dargestellt, durch eine kleine ungesteuerte Öffnung 64 zwischen den Räumen 59 und 62 hindurchgefördert werden. Außerdem ist in Abb. i i noch ein Gas- und ein Luftabblaseorgan je in Form eines Drehschiebers 65 bzw. 66 gezeichnet, wie man sie je nach der geplanten Regelungsart wahlweise oder gleichzeitig einbauen kann. Durch geringes Verdrehen eines solchen Schiebers können genau einstellbare Luft-bzw. Gasmengen vor dem Einlaßventil bzw. vor den Turbinendüsen abgeblasen werden. Der Schieber auf der Turbinenseite ist zwecks Kühlung möglichst weitgehend mit Wasser umgeben und entläßt das Gas unter Umgehung der Turbine in die nachgeschalteteAbgasstrahldüse. Derartige Organe sind bei quer zur Zylinderachse verlaufender Welle des Turboladers in ähnlicher Weise anwendbar.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. 13 sind in dem z. B. wiederum wassergekühlten Zylinderkopf 13 ein oder mehrere Einlaßventile 67 und ein oder mehrere Auslaßventile 68 angeordnet. Der Ventilsitz 69 des Auslaßventils 68, welches hier in üblicher Weise nach innen öffnend dargestellt ist, ist unmittelbar hinter dem gesteuerten Auslaßquerschnitt mit Leitschaufeln 70 und mit einem ringförmigen Ansatz 71 versehen. Innerhalb dieses ringförmigen Ansatzes 71 läuft die Abgasturbine 72 mit den Turbinenschaufeln 73 um. Die Abgasturbine ist hierbei mit ihrer Welle 74 konzentrisch zu der mit dem Ventilsitz 69 aus einem Stück bestehenden Ventilführung 75 angeordnet und auf dieser beispielsweise drehbar gelagert. Am oberen Ende der Turbinenwelle 74 ist ein Kegelrad 76 befestigt, welches mit einem Kegelrad 77 im Eingriff steht, das die im wesentlichen senkrecht zur Drehachse der Turbine angeordnete Gebläsewelle 78 antreibt. Das (nicht dargestellte) Gebläse selbst ist in irgendeiner geeigneten Weise auf dieser Welle, z. B. auf der entgegengesetzten Seite des Zylinderkopfes angeordnet und beliefert beispielsweise den Einlaßventilraum 79 mit der Ladeluft. Es könnte, wie oben erwähnt, auch in ähnlicher Weise wie die Turbine konzentrisch zum Einlaßventil angeordnet sein, wobei ,es in diesem Falle vorteilhaft als Axialgebläse ausgebildet würde, und beispielsweise durch ein großes Stirnrad seinen Antrieb von der Turbine mit beliebiger Drehzahl erhalten.
  • Zur Kühlung der Abgasturbine bzw. des Auslaßventils 68 ist zwischen dem Einlaßventilraum 79 und dem Raum 8o zwischen dem Ventil 68 und den Turbinenschaufeln 73 ein Verbindungskanal 81 angeordnet, welcher im Takt der Maschine durch einen z. B. über das von der Maschine angetriebene Kegelradgetriebe 82 in Umdrehung versetzten Drehschieber 83 mit dem Kanal 84 gesteuert wird. An Stelle des Drehschiebers 83 kann natürlich auch irgendein anderes geeignetes Steuerorgan, z. B. auch ein hin- und hergehender Schieber od. dgl., vorgesehen werden. Zweckmäßig ist das Steuerorgan in einer gewissen Entfernung von dem Raum 6o innerhalb von wassergekühlten Wandungen des Zylinderkopfes angeordnet. Die Eröffnung der Verbindung im Kanal 81 durch den Kanal 84 od. dgl. erfolgt hierbei zweckmäßig zu einem Zeitabschnitt, in welchem sowohl das Einlaßventil als auch das Auslaßventil geschlossen oder im wesentlichen geschlossen ist. Statt mit dem Raum 79 kann der Kanal 81 natürlich mit einem von außen Fahrwind-Luft aufnehmenden Rohr verbunden werden, oder aber es können beide Verbindungen vorgesehen und, wie beschrieben, beispielsweise durch eine Axialv erschiebung des entsprechend ausgebildeten Schiebers 83 von Ladeluft- auf Außenluftkühlung umgeschaltet werden.
  • An Stelle des einfachen gesteuerten Kanals zwischen den Räumen 79 und 8o kann auch zwischen diesen beiden Räumen ein Kühlluftspeicher zwischengeschaltet sein, dessen Verbindung mit dem Raum 79 einerseits und dem Raum 8o andererseits entweder durch zwangläufig oder durch selbsttätig gesteuerte Steuerglieder erfolgen kann, wobei in letzterem Falle die selbsttätige Steuerung durch den jeweiligen Druckunterschied zwischen dem Speicher und dem Einlaßventilraum 79 bzw. zwischen dem Auslaßventilraum 8o und dem Speicher erfolgen kann.
  • Des weiteren ist in Abb. 13 noch ein Drehschieber 85 angedeutet, welcher das Innere des Zylinderraumes mit der Außenluft zusätzlich verbinden kann und im wesentlichen dem Drehschieber 15 der Abb. i entspricht.
  • Die dargestellten Ausführungsbeispiele sollen lediglich zur Erläuterung der Erfindung dienen. Die in den einzelnen Abbildungen dargestellten oder in der Beschreibung erläuterten Einzelmaßnahmen können sinngemäß in gleicher oder wirkungsmäßig ähnlicher Ausführung jeweils auch bei den übrigen dargestellten oder beschriebenen Ausführungsbeispielen in Anwendung kommen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Brennkraftmaschine mit Auslaßorganen im Zylinderkopf, insbesondere für Fahr- oder Flugzeuge, mit durch eine Abgasturbine angetriebenem Aufladegebläse für jeden einzelnen Zylinder oder für zwei benachbarte Zylinder gemeinsam, dadurch gekennzeichnet, daß der einzelne Zylinderkopf bzw. der zwei Zylindern gemeinsame Zylinderkopf von der Abgasturboladerwelle durchdrungen wird und daß der Abgasturbolader im Zylinderkopfwerkstück enthalten ist. z. Brennkraftmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Aggregatwelle die Zylinderachse schneidet. 3. Brennkraftmaschine nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Aggregatachse schräg zur Längsachse der Maschine verläuft derart, daß die Gebläseseite in Fahrt-oder Flugrichtung nach vorn gerichtet ist. q.. Brennkraftmaschine nach Anspruch i bis 3, gekennzeichnet durch die Anwendung auf Sternmotore derart, daß die Gebläse vor den Zylindern und die Turbinen hinter diesen angeordnet sind. 5. Brennkraftmaschine nach Anspruch i bis q, dadurch gekennzeichnet, daß die Welle des Turbinengebläseaggregates zwischen den Ein- und Auslaßventilen eines Zylinders hindurchgeführt ist. -6. Brennkraftmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse des Turbinengebläseaggregates im wesentlichen in Richtung der Zylinderachse oder parallel hierzu verläuft. 7. Brennkraftmaschine nach Anspruch i und 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Turbinengebläseaggregat zwischen den Ventilen eines oder zweier benachbarter Zylinder angeordnet ist, wobei zweckmäßig die umlaufenden Teile so bemessen sind, daß sie bis dicht an die Ventilschäfte gehen und diese z. B. durch hohle, feststehende Leitschaufeln hindurchgeführt sind. B. Brennkraftmaschine nach Anspruch i, 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Turbine koaxial zu einem Auslaß- und/oder das Gebläse koaxial zu einem Einlaßventil angeordnet ist. g. Brennkraftmaschine nach Anspruch i und 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilschaft durch die hohle Turbinen- oder Gebläsewelle hindurchgeführt ist. io. Brennkraftmaschine nach Anspruch i und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Turbine hinter einem mit Steuerschlitzen zur Steuerung des Auslasses versehenen Schieber, z. B. einem zum Zylinder konzentrischen scheibenförmigen Flachschieber, vorzugsweise konzentrisch zu diesem angeordnet ist. i i. Brennkraftmaschine nach Anspruch i bis io, dadurch gekennzeichnet, daß Turbine und Gebläse getrennte Wellen haben, die gegebenenfalls zueinander versetzt angeordnet sind oder einen Winkel miteinander bilden und durch einen Winkeltrieb, z. B. Kegelräder, Kardangelenke, biegsame Welle u. dgl., miteinander gekuppelt sind. 12. Brennkraftmaschine nach Anspruch i bis i i, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Turbinen oder zwei Gebläse mit einer oder zwei Maschinen der anderen Art über Stirnradgetriebe gekuppelt sind. 13. Brennkraftmaschine nach Anspruch i bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Turbine und dem Gebläse eine drehmomentspeichernde oder -ausgleichende Vorrichtung, z. B. eine Feder- oder Flüssigkeitskupplung, zwischengeschaltet ist. 14. Brennkraftmaschine nach Anspruch i bis 13 mit hintereinandergeschalteten, einzeln angetriebenen Verdichtungsstufen, dadurch gekennzeichnet, daß die verschiedenen Verdichtungsstufen für einen oder zwei Zylinder auf verschiedenen Wellen angeordnet sind und von Turbinen angetrieben werden, die verschiedenen Zylindern zugeordnet sind. 15. Brennkraftmaschine nach Anspruch i bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Wände des Gebläses als Mantelkühlung von dem Kühlwasser umspült werden. 16. Brennkraftmaschine nach Anspruch i bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Abgasturbine nur auf einem Teil des Umfanges von den Abgasen beaufschlagt wird, während der restliche Teil von einem Kühlmittel, z. B. Gebläsedruckluft oder Außenluft, beaufschlagt ist, die durch den Staudruck, durch die Förderwirkung der Abgasturbine oder durch die Ejektorwirkung der Abgase gefördert bzw. in ihrer Strömung unterstützt werden kann. 17. Brennkraftmaschine nach Anspruch i bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlung der Abgasturbine mittels Beaufschlagung durch ein Kühlmittel auf dem ganzen oder einem Teil des Umfanges mit der Beaufschlagung durch die Abgase zeitlich abwechselt. 18. Brennkraftmaschine nach Anspruch i bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß ein Kühlmittel, insbesondere Ladeluft oder Fahrwindluft, in den Raum vor den Düsen eingeführt wird und den Turbinenläufer und/oder das Ventil kühlt. ig. Brennkraftmaschine nach Anspruch i bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlmittelkanäle durch zwangläufig oder selbsttätig, z. B. durch den Druck des ausströmenden Gases betätigte Zuströmorgane, wie Klappen, Ventile, Schieber u. dgl., gesteuert werden. 2o. Brennkraftmaschine nach Anspruch i bis ig, dadurch gekennzeichnet, daß bei konzentrisch zum Auslaßventil angeordneter Turbine die Turbinendüsen unmittelbar hinter dem Auslaßventilkörper liegen. 21. Brennkraftmaschine nach Anspruch i bis 2o, dadurch gekennzeichnet, daß die Abgasturbine als axial beaufschlagte Turbine und das Gebläse als Radialturbogebläse ausgebildet ist. 22. Brennkraftmaschine nach Anspruch i bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Abgasturbine als radial beaufschlagte Turbine und das Gebläse als Radialgebläse ausgebildet ist. 23. Brennkraftmaschine nach Anspruch i bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß den Turbinen Abgasrückstoßdüsen nachgeschaltet sind. 24. Brennkraftmaschine nach Anspruch i bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Gebläse an eine gemeinsame Ladeluftleitung angeschlossen sind, von der aus die Zylinder gespeist werden. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 403 816, 5884r6; französische Patentschrift Nr. 710 779; britische Patentschriften Nr. 384472, 442 154; USA,-Patentschriften Nr. i go6 i32, 2 216 731; BBC-Nachrichten, 1937, S. 153 ff.
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