DE97166C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE97166C DE97166C DENDAT97166D DE97166DA DE97166C DE 97166 C DE97166 C DE 97166C DE NDAT97166 D DENDAT97166 D DE NDAT97166D DE 97166D A DE97166D A DE 97166DA DE 97166 C DE97166 C DE 97166C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- filling
- diaphragm
- granular
- vitrified
- magnesia
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- CPLXHLVBOLITMK-UHFFFAOYSA-N Magnesium oxide Chemical compound [Mg]=O CPLXHLVBOLITMK-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 10
- 239000000395 magnesium oxide Substances 0.000 claims description 5
- 239000004568 cement Substances 0.000 claims description 2
- 239000000203 mixture Substances 0.000 claims description 2
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 claims 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-M hydroxide Chemical compound [OH-] XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-M 0.000 claims 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 17
- 239000003792 electrolyte Substances 0.000 description 3
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 3
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- QVQLCTNNEUAWMS-UHFFFAOYSA-N barium oxide Chemical compound [Ba]=O QVQLCTNNEUAWMS-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 230000006378 damage Effects 0.000 description 2
- 239000008187 granular material Substances 0.000 description 2
- 150000004679 hydroxides Chemical class 0.000 description 2
- 150000002500 ions Chemical class 0.000 description 2
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 description 2
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 2
- 150000002823 nitrates Chemical class 0.000 description 2
- 150000003839 salts Chemical class 0.000 description 2
- 150000003467 sulfuric acid derivatives Chemical class 0.000 description 2
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000013459 approach Methods 0.000 description 1
- 239000007864 aqueous solution Substances 0.000 description 1
- BRPQOXSCLDDYGP-UHFFFAOYSA-N calcium oxide Chemical compound [O-2].[Ca+2] BRPQOXSCLDDYGP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 239000000292 calcium oxide Substances 0.000 description 1
- ODINCKMPIJJUCX-UHFFFAOYSA-N calcium oxide Inorganic materials [Ca]=O ODINCKMPIJJUCX-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 230000001066 destructive effect Effects 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 238000005868 electrolysis reaction Methods 0.000 description 1
- 239000011521 glass Substances 0.000 description 1
- 230000001771 impaired effect Effects 0.000 description 1
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 238000002844 melting Methods 0.000 description 1
- 230000008018 melting Effects 0.000 description 1
- 238000005272 metallurgy Methods 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
- 238000013508 migration Methods 0.000 description 1
- 230000005012 migration Effects 0.000 description 1
- 230000000704 physical effect Effects 0.000 description 1
- 239000000843 powder Substances 0.000 description 1
- 230000002265 prevention Effects 0.000 description 1
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
- C25C—PROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
- C25C7/00—Constructional parts, or assemblies thereof, of cells; Servicing or operating of cells
- C25C7/04—Diaphragms; Spacing elements
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Electrochemistry (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Metallurgy (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Electrolytic Production Of Non-Metals, Compounds, Apparatuses Therefor (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 40: Hüttenwesen.
in PHILADELPHIA.
Diaphragma für elektrolytische Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 29. September 1897 ab.
In der beiliegenden Zeichnung zeigt Fig. 1 einen senkrechten Schnitt und Fig. 2 eine
Draufsicht des vorzugsweise verwendeten. Diaphragmas nach vorliegender Erfindung.
Bei der Elektrolyse vieler gelöster und geschmolzener Salze wird die Leistung gewöhnlich
dadurch erheblich verringert, dafs die freigewordenen Jonen das Bestreben haben, sich
wieder zu verbinden und dabei die ursprünglichen Verbindungen oder eine neue Verbindung
zu bilden. Das gebräuchliche Hilfsmittel zur Verhütung dieses Uebelstandes besteht in der
Anwendung poröser Diaphragmen, welche die positive von der negativen Elektrode trennen
und daher deren Wiederverbindung verhindern, aber der Wanderung der Jonen kein erhebliches
Hindernifs entgegensetzen.
Bei wässerigen Lösungen ist dieses Auskunftsmittel zwar durchaus zweckmäfsig, in jenen
Fällen aber, wo der Elektrolyt eine geschmolzene Masse ist, wie bei Hydroxyden oder Haloidverbindungen
der Alkalien oder Erdalkalien, oder deren Nitraten oder Sulfaten, greift der Elektrolyt das Diaphragma heftig an, so dafs
die Lebensdauer des Diaphragmas nur sehr gering ist.
Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist der, ein Diaphragma herzustellen, das der Zerstörung
beim praktischen Gebrauch, so gut es möglich, widersteht und so angeordnet, werden
kann, dafs es innerhalb der gewünschten Grenzen jeden beliebigen Widerstand bieten
kann.
Zu dem Zweck verwendet man mit einem geeigneten Behälter eine Füllung oder Masse
von körnigem Material von solcher chemischer Beschaffenheit, dafs es durch den geschmolzenen
Elektrolyten weder merklich zersetzt noch verflüssigt wird und dessen physikalische Eigenschaften
ihm gestatten, eine gewisse körnige Beschaffenheit beizubehalten, ohne dafs es zu
feinem Pulver zerfiele und fortgerissen würde. Die Erfinder haben entdeckt, dafs Materialien
von der erforderlichen chemischen Beschaffenheit durch Behandlung bei sehr hoher Hitze
eine glasige Beschaffenheit anzunehmen vermögen, und dafs nach dieser Behandlung die
Materialien fein gekörnt und dann zum angegebenen Zweck verwendet werden können,
ohne dafs man eine Schmelzung oder ein Zerfallen befürchten mufste, wodurch die praktische
Verwendbarkeit der Materialien beeinträchtigt würde.
Es soll nun eine zweckmäfsige Ausführung der vorliegenden Erfindung beschrieben werden.
In der beiliegenden Zeichnung ist A ein cylindrisches Gehäuse aus Eisen- oder Stahlblech,
das, wie bei α angedeutet, gelocht und an einem vollen Boden B befestigt ist. In
diesem Gehäuse befindet sich ein kleineres Gehäuse, das ähnlich gelocht ist, wie bei a'
angedeutet, und an einem entsprechenden Boden B' befestigt ist. Der ringförmige Raum
zwischen den beiden Gehäusen kann so breit gehalten werden, als nöthig ist, um das Ein-'
füllen und Herausnehmen der zu beschreiben-
den Füllung zu ermöglichen. Ebenso kann zwischen den beiden Böden B und B' ein
Zwischenraum frei gelassen werden, wie dies angedeutet ist.
Der Zwischenraum zwischen den Gehäusen enthält die Füllung, welche den Hauptgegenstand
der vorliegenden Erfindung bildet und wie folgt bereitet wird:
Man nimmt am besten Magnesia, am besten möglichst chemisch reine, und schmilzt sie in
einem elektrischen Ofen, wodurch sie eine glasige Beschaffenheit, ähnlich jener eines fast
klaren Glases, annimmt. Diese Magnesia wird, dann so weit zermahlen oder zerkleinert, dafs
sie noch durch eine 20maschige, aber nicht mehr durch eine 30maschige Gaze hindurchgeht.
Der Zwischenraum zwischen den Cylindern A und A' wird dann gleichmäfsig mit
diesem körnigen, glasigen Material ausgefüllt, wie bei C angedeutet, und zwar bis nahe zum
oberen Rande derselben, und über diesem Material wird dann eine Schicht D von Cement
oder anderem Kitt angebracht, um das körnige Material an seiner Stelle zu hallen. Die Löcher
in den Gehäusen A und Ä dürfen natürlich nicht so grofs sein, dafs ein leichtes Herausfallen
der Körner beim Gebrauch zu befürchten ist.
Die Porosität und Leitungsfähigkeit des so gebildeten Diaphragmas kann entsprechend den
jeweiligen Bedingungen abgeändert werden, indem man die Dicke der Körnerschicht ändert,
oder feiner oder gröber gekörntes Material benutzt.
Man erhält so ein poröses Diaphragma, welches der zerstörenden Einwirkung der geschmolzenen
Salze in bester Weise widersteht, und welches gleichzeitig für die wandernden Jonen vollkommen durchlässig ist.
Im Vorstehenden ist Magnesia als das zweckmäfsigste Material für die Diaphragmen angegeben
worden. Die Erfinder beschränken sich jedoch nicht auf Magnesia, da auch andere . Materialien, wie Calciumoxyd, Bariumoxyd oder
Gemenge derselben, benutzt werden können, vorausgesetzt, dafs das Material durch Hydroxyde
oder Haloide der Alkalien oder Erdalkalien oder deren Sulfate oder Nitrate nicht leicht
angegriffen oder verflüssigt wird.
Je mehr sich das zur Füllung dienende Material dem Zustande chemischer Reinheit nähert,
desto widerstandsfähiger wird es unter gegebenen' Bedingungen sein; in der Praxis ist
es aber natürlich sehr schwer, solches chemisch reines Material zu erhalten, auch ist es für die
Praxis nicht wesentlich, dafs das benutzte Material nicht völlig unzerstörbar sei, da der
elektrolytische Procefs mit wirthschaftlichem Erfolg durchgeführt werden kann, wenn auch
die Füllung nach einiger Zeit durch die starken Einwirkungen Schaden leidet. Die Erfindung
beschränkt sich daher nicht auf die Anwendung chemisch reiner Materialien, noch auch auf
völlig unzerstörbare Materialien, . sondern erstreckt sich auf Materialien, welche diese Eigenschaften
in praktisch erzielbarem und brauchbarem Grade besitzen.
Vorstehend wurde ein becherförmiges Diaphragma beschrieben, die Gestalt des Diaphragmas
ist aber selbstverständlich für die Erfindung durchaus unwesentlich. Die Erfindung
erstreckt sich vielmehr auf Diaphragmen jeder für elektrolytisch^ Zwecke brauchbaren
Form.
Auch wurde gelochtes Blech als Material zur Herstellung der Behälter zur Aufnahme
der Füllung angegeben. Die Erfindung ist aber auf Blechbehälter nicht beschränkt, da
auch Behälter aus anderem gelochten Material benutzt werden können, das sich für den angegebenen
Zweck eignet.
Die gelochten, mit losen körnigen Massen
gefüllten Behälter als solche bilden keinen Gegenstand der vorliegenden Erfindung, da den
Erfindern bekannt ist, dafs derartige Behälter als Diaphragmen in elektrolytischen Apparaten
bereits benutzt worden sind.
Claims (2)
1. Ein Diaphragma für elektrolytische Apparate,
bestehend aus einem Behälter mit einer körnigen Füllung, die in der Hauptsache
ein verglastes Oxyd oder ein Gemenge solcher Oxyde darstellt, die mit einem geschmolzenen
Hydroxyd oder einer anderen Verbindung unter den Bedingungen der elektrolytischen Behandlung im Wesentlichen
weder in eine Verbindung eingehen noch hierdurch verflüssigt werden.
2. Ein Diaphragma nach Patent-Anspruch 1,
bestehend aus zwei Behältern mit Böden, welche derart in einander geschoben sind,
dafs ein Zwischenraum zwischen ihnen frei bleibt, der mit einer körnigen, der Hauptsache
nach aus verglaster Magnesia gebildeten Füllung gefüllt ist, wobei dieser Zwischenraum oberhalb der Füllung durch
Cement oder Kitt verschlossen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE97166C true DE97166C (de) |
Family
ID=368235
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT97166D Active DE97166C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE97166C (de) |
-
0
- DE DENDAT97166D patent/DE97166C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE102016104340B3 (de) | Beton- oder Mörtelmischung, Vergussstruktur sowie Verwendung einer Beton- oder Mörtelmischvorrichtung | |
| DE1105854B (de) | Bleidioxyd-Elektrode fuer elektrolytische Verfahren | |
| DE97166C (de) | ||
| DE2054698A1 (de) | Verfahren zur Herstellung einer Vorratskathode und durch dieses Verfahren hergestellte Kathode | |
| DE112019001807T5 (de) | Hochporöser, keramisch gebundener CBN-Schleifstein homogenen Aufbaus | |
| AT394858B (de) | Verfahren zur herstellung von suspensionen aus zement, sio2 und caco3 zur injektion in boeden od.dgl., und danach hergestellte erzeugnisse | |
| DE3204794C2 (de) | ||
| EP1036769A1 (de) | Vorrichtung zur elektrolytischen Behandlung von Wasser bzw. wässrigen Lösungen | |
| DE2037304C3 (de) | ||
| DE112022000001T5 (de) | Herstellungsverfahren für ein sphärisches Mehrkomponenten-Legierungspulver | |
| DE948174C (de) | Einrichtung mit einem zerbrechlichen Quecksilbergefaess | |
| DE69613937T2 (de) | Verfahren zum sintern keramischer grünkörper | |
| DE2162558A1 (de) | Alphanumerische Lumineszenz-Bildröhre | |
| DE764195C (de) | Verfahren zur Herstellung von Leuchtschirmen, insbesondere von Verstaerkungsfolien fuer Roentgenstrahlen | |
| AT61116B (de) | Verfahren zur Trennung adsorbierter, kolloidaler, löslicher oder feinverteilter Körper von den ihnen als Träger dienenden Stoffen. | |
| DE956847C (de) | Vorrichtung zur Einstellung der Elektrodenentfernung bei Elektrolysezellen mit Quecksilberkathode | |
| AT129031B (de) | Elektrolytische Zelle für Halogenalkali- und -erdalkalielektrolyse nach dem Amalgam-Verfahren. | |
| DE568196C (de) | Verfahren zur Herstellung von sehr leichten Stoffen, z. B. Baustoffen | |
| DE3007161A1 (de) | Anode fuer ein elektrolytisches bad | |
| WO2025111621A1 (de) | Reinigungstablette | |
| DE3037434C2 (de) | An einer Fläche offenes Großflächenzählrohr | |
| DE819076C (de) | Elektrolysier-Anlage | |
| AT166877B (de) | Verfahren zur Herstellung von Negativplatten für elektrische Akkumulatoren | |
| DE2126417B2 (de) | Verwendung eines Tantalpulvers zum Herstellen von gesinterten Anoden von Elektrolytkondensatoren | |
| DE278156C (de) |