DE970649C - Mikroskopobjektiv - Google Patents

Mikroskopobjektiv

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DE970649C
DE970649C DEO58A DEO0000058A DE970649C DE 970649 C DE970649 C DE 970649C DE O58 A DEO58 A DE O58A DE O0000058 A DEO0000058 A DE O0000058A DE 970649 C DE970649 C DE 970649C
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Germany
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microscope objective
microscope
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objective according
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DEO58A
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DE1627740U (de
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Dr Bruno Knorr
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Jenoptik AG
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VEB Carl Zeiss Jena GmbH
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    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02BOPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
    • G02B21/00Microscopes
    • G02B21/02Objectives

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Optics & Photonics (AREA)
  • Lenses (AREA)

Description

  • Mikroskopobjektiv Alle bisher bekannten Mikroskopobjektive sind so berechnet, daß sich das Objekt bei fehlerfreier Abbildung in einem endlichen Abstand vor der Frontlinse befindet. Zur Erhöhung der Apertur ist bei Immersionssystemen der Zwischenraum zwischen Objekt und Objektiv durch eine entsprechende Flüssigkeit ausgefüllt, deren Brechzahl nD günstigstenfalls bei etwa 1,6 bis 1,7 liegt. Die auf diese Weise erzielbaren Aperturwerte betragen maximal etwa 1,3 bis 1,6. Eine weitere Erhöhung der Apertur war bisher nicht möglich, weil es brauchbare Immersionsflüssigkeiten mit höheren Brechzahlen nicht gibt.
  • Gemäß der Erfindung wird eine wesentliche Erhöhung der numerischen Apertur und damit des Auflösungsvermögens durch eine solche Ausbildung des Mikroobjektivs ermöglicht, daß seine Frontlinsenfläche ohne Zwischenschaltung von Flüssigkeiten Objektträger ist.
  • Die Möglichkeit einer Erhöhung der Apertur und des Auflösungsvermögens ergibt sich beim Erfindungsgegenstand dadurch, daß in den Ausdruck für die Apertur n - sin u die Brechzahl der Frontlinse selbst eingeht und für diese Linse geeignete Stoffe mit erheblich höherer Brechzahl als für Immersionsflüssigkeiten zur Verfügung stehen.
  • Bei Verwendung von Diamant z. B. mit einer Brechzahl von 2,4 kann eine Apertur von rund 2,3 erreicht werden, was noch einmal den gleichen Fortschritt in der Steigerung des Auflösungsvermögens bedeutet, wie ihn die Immersionssysteme gegenüber den Trockensystemen gebracht haben. Andererseits können die mit Immersionssystemen maximal erreichbaren Aperturwerte bei der Erfindung durch Verwendung von Frontlinsen aus hochbrechendem SchwerflintgIas schon bei wesentlich kleineren Öffnungswinkeln erhalten werden. Gegenüber den Immersionssystemen ergibt sich dann der Vorteil, daß die Korrektion mit wesentlich geringeren optischen Mitteln möglich ist. Außerdem fällt die lästige Handhabung mit den Immersionsflüssigkeiten und den Deckgläsern fort.
  • Bei den bekannten Stanhopelupen kommt man zwar ebenfalls ohne Immersionsflüssigkeiten aus. Doch sind solche Lupen von nur winziger Apertur und geringer Vergrößerung mit den erfindungsgemäßen mehrlinsigen Mikroskopobjektiven von großer Apertur und starker Vergrößerung nicht gut vergleichbar. Auch die bekannte zusätzliche Verwendung von Glaszwischenstücken zu einem fertigen Mikroskopobj ektiv kann nicht zum Vergleich herangezogen werden, weil es sich dabei nur um ein Behelfsmittel handelt, das die Korrektion nachteilig beeinflußt und nur für schwache Vergrößerungen als zulässig angesehen werden kann.
  • Der übliche Grob- und Feintrieb zum Scharfstellen des Bildes durch Verstellen des Tubus ist beim Erfindungsgegenstand nicht erforderlich. Da jedoch mit Rücksicht auf eine gewisse Tiefenausdehnung des Objekts sowie auf mögliche Fertigungsfehler der Objektabstand Null nicht immer absolut genau eingehalten werden kann, ist es in vielen Fällen vorteilhaft, eine Einstellmöglichkeit zur genauen Fokussierung vorzusehen. Zu diesem Zweck kann die Fassung des Objektivs als Korrektionsfassung ausgebildet oder aber das Okular gegenüber, dem Objektiv verschiebbar eingerichtet werden. In anderen Fällen kann es zweckmäßig sein, ein zusätzliches, verstellbares optisches Zwischensystem hinter dem Objektiv einzufügen.
  • Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Außenfläche der Frontlinse kugelig erhaben gestaltet; dadurch läßt sich von dem auf die Frontlinse aufgetragenen und daher ebenfalls kugeligen Objekt ohne besondere optische Mittel ein völlig geebnetes mikroskopisches Bild erhalten.
  • Die Erfindung ist von besonderer Bedeutung für die Untersuchung flüssiger und plastischer Präparate, die, wie z. B. ein Blutausstrich, unmittelbar auf die Frontlinse selbst aufgetragen werden können. Aber auch die Untersuchung fester Präparate ist möglich, wenn diese an die dann gegebenenfalls plan ausgeführte Vorderfläche der Frontlinse ohne Luftzwischenraum angepreßt werden können, wie das z. B. bei angeschliffenen Objekten der Fall ist.
  • Bei entsprechender Ausbildung der Objektivfassung und bei Verwendung von besonders hartem Frontlinsenmaterial ist es bei einem erfindungsgemäß ausgebildeten Mikroskop auch möglich, unmittelbar mit der Frontlinse Eindrücke in die Oberfläche eines beispielsweise metallischen Objektes hervorzurufen und dabei gleichzeitig die beider Verformung entstehenden Gefügeänderungen mikroskopisch zu beobachten.
  • In der Zeichnung sind in Abb. i und 2 Ausführungsbeispiele des Mikroskopobjektivs nach der Erfindung dargestellt, und zwar für eine Objektivbrennweite von f' = 1,5 mm, und eine mittlere Schnittweite s' = oo und eine Apertur von 1,7.
  • Das Ausführungsbeispiel nach Abb. i hat die folgenden Abmessungen:
    Radien Dicken nD yD
    und
    Abstände
    dl = 1,31 L1 : 1,994 20,5
    y2 = 0,881
    h=0
    r, = 20,845
    d2 = 1,30 L,: 1,5163 64,o
    r4 = 4,8o7
    12 = o,08
    ys = 27,445
    d3 = 0,50 L3: 1,6727 32,2
    r6 = 6,000
    d4 = 2,50 L4: 1,4338 95,1
    77 = 4296
    13 = 1,0
    r, = 29,825
    d5 = 0,5o L5: 1,6989 3o,1
    yo = 4296
    d 6 = 2,51 Ls : 1,4338 95,1
    ylo = 6776
    14 = 1,0
    rll = 9,417
    d7 = 0,5o L7: 1,6o34 38,o
    r12 = 358o
    ds = 2,49 L,: 1,62o4 6o,3
    y13 = 11535
    Das Objekt wird unmittelbar auf die Vorderfläche der Linse L1 aufgetragen oder an diese angepreßt.
  • Das Ausführungsbeispiel nach Abb. 2 unterscheidet sich von dem nach Abb. i lediglich dadurch, daß die Frontlinse L1 mit einer kugelig erhabenen Vorderfläche vom Radius r1 = o,692 ausgeführt ist. Im übrigen ist der Aufbau derselben wie im Beispiel i.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Mehrgliedriges Mikroskopobjektiv, dadurch gekennzeichnet, daß es zum Zwecke der Erzielung hoher Aperturen so ausgeführt ist, daß die Frontlinsenfläche ohne Zwischenschaltung von Flüssigkeiten Objektträger ist.
  2. 2. Mikroskopobjektiv nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Objektivfassung als Korrektionsfassung ausgebildet ist.
  3. 3. Mikroskopobjektiv nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Okular gegenüber dem Objektiv verschiebbar eingerichtet ist.
  4. 4. Mikroskopobjektiv nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Objektiv und Okular ein verstellbares Zwischensystem zur genauen Fokussierung eingefügt ist.
  5. 5. Mikroskopobjektiv nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenfläche der Frontlinse kugelig erhaben gestaltet ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 622 6o1; »Natur- und Geisterwelt«, Bd. 88, Die optischen Instrumente von M. v. Rohr, 1911, S. 77 und Fig. 47; Druckschrift Leitz-»Ultropak«, Liste Mikro D Nr. 7358c vom Mai 1942, insbesondere S. 17; Rinne-Berek, Anleitung zu optischen Untersuchungen mit dem Polarisationsmikroskop, 1934 S. 14o bis i44.
DEO58A 1949-10-28 1949-10-28 Mikroskopobjektiv Expired DE970649C (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE622601C (de) * 1933-06-08 1935-11-21 Sendlinger Optische Glaswerke Vergroesserungsglas

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE622601C (de) * 1933-06-08 1935-11-21 Sendlinger Optische Glaswerke Vergroesserungsglas

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