DE967052C - Als Ringkerntransformator ausgebildeter Hochfrequenztransformator - Google Patents
Als Ringkerntransformator ausgebildeter HochfrequenztransformatorInfo
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Description
Bei der induktiven Wärmebehandlung von Metallen mit Hochfrequenz, z. B. mit 2000
bis 10 000 Hz oder darüber, werden in besonderen Fällen, z. B. bei der Oberflächenhärtung, hohe
Strombeläge bei geringer Windungszahl verlangt. Es ist dann notwendig, die aus Maschinen- oder
Röhrengeneratoren verfügbare Spannung von etwa 1500 bis 3000 Volt auf etwa 15 bis 30 Volt herabzutransformieren.
Hierfür wurden bisher meist Lufttransformatoren verwendet. Bei diesen liegt der Magnetisierungsstrom des Transformators in
der Größenordnung des Nennstromes, und da der Transformator für die volle Leistung des Verbrauchers
bemessen werden muß, dessen Leistungsfaktor gering ist, wird der Aufwand an Kondensatoren
zur Kompensierung der Blindleistung sehr hoch. Man hat auch vorgeschlagen, Eisentransformatoren
zu verwenden. Diese hat man als Manteltransformatoren ausgebildet. Die Streuung ist bei
derartigen Hoc'hfrequenztransformatoren sehr groß. Außerdem entstehen an den Spulenenden durch die
starken Streufelder erhöhte Verluste, die zusätzliche
Kühlmaßnahmen erfordern.
Gegenstand der Erfindung ist ein als Ringkerntransformator ausgebildeter Hochfrequenztransformator
für die Zwecke der induktiven Wärmebehandlung von Metallen, wobei in an sich bekannter
Weise die Sekundärwicklung eine einzige, die Primärwicklung umschließende Windung darstellt,
die aus einem topfförmigen Gehäuse mit einem
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zentralen Mittelbolzen besteht. Gemäß der Erfindung ist der Mittelbolzen als Rohr zur Hindurchleitung
einer Kühlflüssigkeit ausgebildet. Dadurch werden zusätzliche Kühlmaßnahmen entbehrlich.
Es ist bereits ein Ringkerntransformator für Induktionsheizung bekannt, dessen Sekundärwicklung
ebenfalls aus einer einzigen Windung besteht, die als ringförmig gebogenes Rohr den Eisenkern
und die Primärwicklung umschließt. Das Rohr ist ίο an der Innenseite des Ringkernes ringsum geschlitzt,
und für die Stromzuleitung sind an die beiden Schlitzkanten des Rohres zwei kreisförmige,
die Innenöffnung des Ringkernes ausfüllende Scheiben angeschlossen, an deren Mittelpunkte zwei
konzentrische Ableiter in Richtung der Achse des Ringkernes angeordnet sind. Diese Mittelbolzen
bilden also nicht den inneren Teil der Sekundärwicklung des Transformators.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigt die Figur. Mit 1 ist der ringförmige Eisenkern aus
lamellierten Blechen' bezeichnet. Die Primärwicklung 2 besteht aus Kupferrohr, das mit Isolierband
umwickelt ist und dessen Windungen am Umfang des Ringkernes gleichmäßig verteilt sind. Die
Sekundärwicklung besteht aus einer einzigen Windung, die topfförmig die Primärwicklung umschließt.
Im Ausführungsbeispiel besteht die Sekundärwicklung aus einem äußeren Mantel 3 mit
einem Boden 4. Die innere'Stromführung besteht aus einem Kupfer rohr S, das mit dem Deckel 6 hart
verlötet ist. Der Deckel 6 ist mit dem äußeren Mantel durch Flansche 7 verschraubt. Das Kupferrohr
5 ist durch Wasser gekühlt, ebenso die Primärwicklung 2.
Durch diesen Aufbau wird die Streuung sehr gering. Die Primärwicklung ist gegenüber der
Sekundärwicklung und dem Eisenkern durch eine Glimmerzwischenlage 8 isoliert. Die noch verbleibenden
Hohlräume werden durch Quarzsand oder Füllmasse ausgefüllt.
Der Einbau erfolgt in der Weise, daß in den Mantel mit dem Boden der Kern mit der Primärwicklung
eingesetzt, dann das Rohr 5 mit dem Deckel 6 eingeschoben und hierauf der Deckel mit
dem Mantel verschraubt wird. Um die· durch den etwas größeren Abstand zwischen Primärwicklung
und Sekundärwicklung an den Enden der Spulen auftretende Streuung zu verringern, empfiehlt es
sich, die topfförmige Sekundärwicklung z. B. als Gußstück so auszuführen, daß sie sich eng an die
Primärwicklung anschmiegt, so· daß die im Ausführungsbeispiel noch bestehenden Zwickel wegfallen.
Auch der zwischen Platte 6 und Primärwicklung vorhandene Zwickel kann durch eine
Kupfereinlage ausgefüllt werden.
Den Topf bzw. den Mantel wird man zweckmäßig mit Kühlrippen versehen.
Im Ausführungsbeispiel ist angenommen, daß an die Sekundärwicklung eine Glühspule 10, die in der
Zeichnung nur angedeutet ist, angeschlossen ist. Hierzu wird die Glühspule mit einer Rohrschraubklemme
einerseits an das Kupferrohr 5, andererseits an eine Verbindungslasche 11 angeschraubt, so daß
• die Glühspule ebenfalls von dem Kühlmittel durchflossen wird, das durch das Kupferrohr S strömt.
Den Abstand zwischen Zu- und Ableitung der Sekundärwicklung wird man möglichst klein halten.
Zu diesem Zweck kann man die beiden Anschlüsse auch in konzentrischer Anordnung ausführen.
Claims (6)
1. Als Ringkerntransformator ausgebildeter Hochfrequenztransformator für die Zwecke der
induktiven Wärmebehandlung von Metall mit einer einzigen die Primärwicklung umschließenden,
aus einem topfförmigen Gehäuse mit einem zentralen Mittelbolzen bestehenden Windung
als Sekundärwicklung, dadurch gekennzeichnet, daß der Mittelbolzen als Rohr zur Hindurchleitung
einer Kühlflüssigkeit ausgeführt ist.
2. Hochfrequenztransformator nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der
Außendurchmesser des Mittelbolzens nur um den Isolationsauftrag kleiner ist als der Innendurchmesser
der Primärwicklung.
3. Hochfrequenztransformator nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der
Mittelbolzen mit dem Deckel des Gehäuses fest, z. B. durch Verschweißen, verbunden und durch
eine Öffnung des Gehäusebodens herausgeführt ist.
4. Hochfrequenztransformator nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die untere
Kante des topfförmigen Gehäuses entsprechend der Form der Primärwicklung abgerundet ist.
5. Hochfrequenztransformator nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der
Zwickel zwischen Gehäuseoberkante und Deckel einerseits und Primärwicklung andererseits
durch Kupfereinlagen ausgefüllt ist.
6. Hochfrequenztransformator nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlüsse
der Primär- und Sekundärwicklung konzentrisch angeordnet sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 709 692/76 9.57
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES522A DE967052C (de) | 1949-11-01 | 1949-11-01 | Als Ringkerntransformator ausgebildeter Hochfrequenztransformator |
Applications Claiming Priority (1)
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| DES522A DE967052C (de) | 1949-11-01 | 1949-11-01 | Als Ringkerntransformator ausgebildeter Hochfrequenztransformator |
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| DE967052C true DE967052C (de) | 1957-09-26 |
Family
ID=7468800
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES522A Expired DE967052C (de) | 1949-11-01 | 1949-11-01 | Als Ringkerntransformator ausgebildeter Hochfrequenztransformator |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE967052C (de) |
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1949
- 1949-11-01 DE DES522A patent/DE967052C/de not_active Expired
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