DE960261C - Bohrkronenfuehrung fuer drehendes Bohren im Bergbau mit an der Bohrlochwandung elastisch anliegenden spreizbaren Fuehrungsteilen - Google Patents
Bohrkronenfuehrung fuer drehendes Bohren im Bergbau mit an der Bohrlochwandung elastisch anliegenden spreizbaren FuehrungsteilenInfo
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- E21B—EARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
- E21B17/00—Drilling rods or pipes; Flexible drill strings; Kellies; Drill collars; Sucker rods; Cables; Casings; Tubings
- E21B17/10—Wear protectors; Centralising devices, e.g. stabilisers
- E21B17/1014—Flexible or expansible centering means, e.g. with pistons pressing against the wall of the well
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Description
AUSGEGEBEN AM 21. MÄRZ 1957
M 15070 VI
1
5b
Es ist bereits eine Vorrichtung zum Loch-anLoch-Bohren mit Hilfe einer an der Bohrstange
des Bohrgerätes lösbar befestigten hülsenartigen Parallelführung bekannt, welche axial unverschieblich
an der Bohrstange befestigt ist und an der Bohrlochwandung mit elastischen Anschlägen anliegt,
so daß bei auftretenden Widerständen die Verringerung des Durchmessers der Führungshülse
möglich ist. Eine derartige Einrichtung setzt jedoch ein neben dem zu bohrenden Bohrloch bereits vorhandenes
paralleles Bohrloch voraus und ist daher für einzelne, gerichtete Zielbohrungen nicht zu verwenden.
Es ist ferner bekannt, besondere Bohrkronenführungen zur Herstellung von Bohrungen, welche
eine möglichst geringe Abweichung von einer gewollten Richtung· aufweisen sollen, sogenannte
»Zielbohrungen«, hinter der Bohrkrone oder dem Bohrmeißel auf-dem Bohrgestänge anzuordnen. Die
bisher bekannten Bohrkronenführungen dieser Art ao haben den Nachteil, daß ihr wirksamer Durchmesser
kleiner als der Bohrkronendurchmesser ausgebildet ist, um ein Festfahren oder Festklemmen
der Führungseinrichtung in der Bohrlochwand zu verhindern. Dieses zwischen der Führung und der as
Bohrlochwandung vorhandene Spiel hat jedoch zur
Folge, daß die Wirksamkeit der Bohrkronenftihrung
beeinträchtigt wird und daß eine Abweichung der Bohrlochachse nicht zu vermeiden ist.
Bei anderen bekannten Bohrkronenführungen ist dieser Nachteil zwar dadurch vermieden, daß sie
aus an der Bohrlochwandung elastisch anliegenden spreizbaren Führungsteilen gebildet werden, welche
zur Änderung ihres Abstands von der Bohrlochwand unter der Einwirkung des elastischen
ίο Mittels radial und-axial verschiebbar angeordnet
sind. Diese Bohrkronenführungen sind jedoch nur für sehr kurze Bohrungen geeignet, da sie mit dem
Bohrloch nicht fortschreiten, und werden daher fast ausschließlich nur für die Führung vonPumpengestängen
in einem bereits fertiggestellten Bohrloch verwendet.
Diese Einschränkung des Anwendungsbereiches und andere oben aufgeführte Nachteile werden bei
der Führungseinrichtung für drehendes Bohren im ao Bergbau mit an der Bohrlochwandung elastisch anliegenden
spreizbaren, Führungsteilen, welche unter der Einwirkung des elastischen Mittels radial und
axial zur Vergrößerung oder Verringerung ihres Abstandes von der Bohrlochwand verschiebbar angeordnet
sind, dadurch vermieden, daß die Füh-• rungseinrichtung erfindungsgemäß aus einer auf
dem Bohrstangenstück drehbar und axial verschiebbaren Rohrhülse mit darauf angeordneten Führungsorganen,
Feder und konzentrisch zur Achse des Bohrstangenstücks mittels der Führungsorgane
längs verschiebbar geführten und durch Schrägflächen spreizbaren Führungsteilea t besteht, die
beim Bohrlocheintritt zurückschiebbar und derartig zurückspreizbar sind, daß sie mit der Bohrstange
zusammen in das Bohrloch hineingelangen. Weitere vorteilhafte Einzelheiten der Erfindung
sind aus der Zeichnung ersichtlich, in welcher die Erfindung beispielsweise veranschaulicht ist. Es
zeigt
Abb. ι eine Führungseinrichtung nach der Erfindung
im Längsschnitt,
Abb. 2 einen Schnitt gemäß der Linie a-b der Abb. i.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist mit ι ein Bohrstangenstück einer Führungseinrichtung
bezeichnet, welches mit dem Außengewinde2 an die Bohrkrone und mit dem Innengewinde 3 an eine
anschließende Bohrstange oder eine weitere nachgeschaltete Bohrkronenführung angeschlossen sein
kann. Die Führungseinrichtung selbst besteht im wesentlichen aus einer auf der Bohrstange 1 drehbar
und axial verschiebbar angeordneten Rohrhülse 4, welche mit Leisten 5 versehen ist. Auf den
Leisten 5 sind Führungsschienen 8 beispielsweise über Schlitzführungen 12 axial verschiebbar angeordnet,
welche die Leisten 5, wie aus Abb. 2 ersichtlich, U-förmig umfassen. Auf der Hülse 4 ist
eine Büchse 6 verschiebbar angeordnet, welche unter der Wirkung der Feder 7 steht, die sich andererseits
gegen den Bund 13 der Rohrbüchse 4 anlegt. Die Leisten 5 sind mit Auflaufflächen 9 versehen,
auf denen entsprechende innere Gegenflächen 14 der Führungsschienen 8 aufliegen. Die Führungsschienen
weisen außerdem am Ende die Anschlagnocken 10 auf, während die Bohrstange 1 mit
dem Anschlagbund 11 versehen ist. Die zeichnerische
Darstellung zeigt die Führungseinrichtung in einer Stellung, in der die Führungsschienen 8 ihre
äußerste Stellung in der Richtung auf ihre Anlage an die Bohrlochwand einnehmen. Die Arbeitsweise
der dargestellten Einrichtung ist folgende:
In der dargestellten äußersten Stellung der Führungsschienen ist die Entfernung zweier gegenüberliegender
Führungsschienen um einige Millimeter größer als die jeweils verwendete Bohrkrone. Die
Führungsschienen 8 werden stets mittels der Führungsbüchse 6 und Feder 7 gleichmäßig, soweit wie
möglich, nach vorn geschoben. Sie gleiten dabei auf den Schrägen 9, wodurch sich der Außendurchmesser
vergrößert. Ist die auf dem Gewinde 2 aufgeschraubte Bohrkrone ins Gebirge eingedrungen,
werden die Führungsschienen 8 durch die Reibung am Bohrlocheintritt zurückgeschoben. Die Führungsschienen
8 gleiten dabei auf den Schrägen 9 zurück, wodurch der Außendurchmesser soviel
kleiner wird, bis die Schienen mit ins Bohrloch gleiten. Da die Kraft der Feder 7 größer ist als die
Reibung der Führungsschienen 8 an der Bohrlochwand, werden die Schienen immer schließend angedrückt
und mithin die Bohrkrone konzentrisch go geführt. Soll die Bohrkronenführung wieder aus
dem Bohrloch herausgezogen werden, legt sich der Anschlagring 11 der Bohrstange 1 an die Anschläge
10 der Führungsschienen 8 an und zieht letztere zurück. Dadurch wird der Durchmesser der Führung
wieder kleiner und ein Festsetzen derselben im Bohrloch vermieden.
In dieser und ähnlicher Weise kann durch die Erfindung eine Führungseinrichtung für Bohrkronen
geschaffen werden, welche stets an der Bohrlochwandung satt anliegt und trotzdem die
Gefahr des Festfressens vermeidet. Eine derartige Einrichtung kann daher selbst im Karbongebirge
in quellenden Gesteinen und leicht verschiebbaren Schichten mit Sicherheit und Erfolg benutzt
werden.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Führungseinrichtung für drehendes Bohren im Bergbau mit an der Bohrlochwandung elastisch anliegenden -spreizbaren Führungsteilen, welche unter der Einwirkung des elastischen Mittels radial und axial zur Vergrößerung oder Verringerung ihres Abstandes von der Bohrlochwand verschiebbar angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungseinrichtung aus einer auf dem Bohrstangenstück (1) drehbar und axial verschiebbaren Rohr- iao hülse (4) mit darauf angeordneten Führungsorganen (5), Feder (7) und konzentrisch zur Achse des Bohrstangenstücks (1) mittels der Führungsorgane (5) längs verschiebbar geführten und durch Schrägflächen spreizbaren Füh- tag rungsteilen (8) besteht, die beim Bohrloch-eintritt zurückschiebbar und derartig zurückspreizbar sind, daß sie mit der Bohrstange zusammen in das Bohrloch hineingelangen.
- 2. Bohrkronenführung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsteile als Führungsschienen (8) ausgebildet sind und an den Führungsorganen (5) der Bohrhülse (4) Auf lauf flächen (9) ■ sowie an den Führungsschienen (8) Gegenflächen (14) angebracht sind.
- 3. Bohrkronenführung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die U-förmig ausgebildeten Innenflächen der Führungsschienen (8) die an der Außenseite der Rohrhülse (4) angeordneten Führungsleisten (5) umgreifen.
- 4. Bohrkronenführung nach einem der Ansprüche ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsschienen (8) relativ zu den Führungsorganen (5) mittels auf diesen befestigten Schlitzführungen (12) verschiebbar angeordnet sind.
- 5. Bohrkronenführung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das elastische Mittel zur Änderung des Abstands der Führungsorgane (5) von der Bohrlochwand aus einer Spiralfeder (7) besteht, die zwischen einem auf der Rohrhülse (4) befestigten Bund (13) und einer auf ihr verschiebbaren Büchse (6) angeordnet ist.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift N 306 VI/5b .(Patent Nr. 872 186);USA.-Patentschrift Nr. 2 389 906.Hierzu 1 Blatt Zeichnungenθ 609 619/14 9.56 (609 843 3.57)
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM15070A DE960261C (de) | 1952-08-08 | 1952-08-08 | Bohrkronenfuehrung fuer drehendes Bohren im Bergbau mit an der Bohrlochwandung elastisch anliegenden spreizbaren Fuehrungsteilen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM15070A DE960261C (de) | 1952-08-08 | 1952-08-08 | Bohrkronenfuehrung fuer drehendes Bohren im Bergbau mit an der Bohrlochwandung elastisch anliegenden spreizbaren Fuehrungsteilen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE960261C true DE960261C (de) | 1957-03-21 |
Family
ID=7296761
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM15070A Expired DE960261C (de) | 1952-08-08 | 1952-08-08 | Bohrkronenfuehrung fuer drehendes Bohren im Bergbau mit an der Bohrlochwandung elastisch anliegenden spreizbaren Fuehrungsteilen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE960261C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2502234A1 (de) * | 1981-03-19 | 1982-09-24 | Santrade Ltd | |
| CN107313728A (zh) * | 2017-07-01 | 2017-11-03 | 济源华新石油机械有限公司 | 一种减缓震击的钻柱稳定器 |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2389906A (en) * | 1944-02-03 | 1945-11-27 | Willis J Heard | Rod guide |
| DE872186C (de) * | 1949-12-22 | 1953-03-30 | Nuesse & Graefer K G Maschf | Vorrichtung zum Loch-an-Loch-Bohren im Bergbau |
-
1952
- 1952-08-08 DE DEM15070A patent/DE960261C/de not_active Expired
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2389906A (en) * | 1944-02-03 | 1945-11-27 | Willis J Heard | Rod guide |
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