DE950547C - Ammoniakverbrennungsofen mit Abhitzeverwertung - Google Patents
Ammoniakverbrennungsofen mit AbhitzeverwertungInfo
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Description
AUSGEGEBEN AM 11. OKTOBER 1956
F13350 IVa/12 i
Gegenstand der Erfindung ist ein Ammoniakverbrennungsofen, der der Verbrennung eiaes Ammoniak-Luft-Gemisches
mit Hilfe eines Kontaktnetzes, z. B. aus Platin, und der Verwertung des
Wärmeinhaltes der nitrosen Abgase dient.
Öfen, die diesem Zwecke dienen, bestehen in den bekannten Ausführungen aus einem Verbrennungsraum
von kreisflächigem Querschnitt, der unter dem Kontaktnetz zu einem ausgemauerten- Abgasschacht
von rechteckigem Querschnitt verjüngt ist. Jn den Schacht sind die aus Bündeln von hin und
her gewundenen Schlangen bestehenden Verdampfer und Überhitzer fest eingebaut.
Diesen bekannten Anlagen haften erhebliche Mängel an, die einen wirtschaftlichen Dauerbetrieb
und unter Umständen sogar schon die Aufstellung fraglich machen. So ist trotz des verengten Abgasschachtes
die Gasgeschwindigkeit gering. Die Wärmeübertragung je Flächeneinheit ist dementsprechend
klein <und die Bauhöhe so groß, daß in ao den meisten Fällen der Vorwärmer nicht mehr im
gleichen Schacht unter dem Ofen angeordnet werden kann. Der feste Einbau der verschweißten
Schlangen macht beim Auswechseln derselben jedesmal Aufbrechen des Kastens und Ausbrechen
des Mauerwerks sowie Trennschneidearbeiten an den verschweißten Verbindungen erforderlich. Ein
weiterer erheblicher Nachteil der bekannten Anlagen besteht darin, daß die nitrosen Gase durch
die Ausmauerung diffundieren, sich dabei auf
einen Temperaturgrad abkühlen, bei dem sie interkristalline Veränderungen im Stahlmantel hervorrufen
und damit Schweißarbeiten am Mantel .unmöglich machen.
Es wird nun ein Ammoniakverbrennungsofen mit Abhitzeverwertung vorgeschlagen, bei dem
die aufgezeigten Nachteile, inbesondere der der schlechten Wärmeübertragung, vermieden und
hohe Flächenleistungen erzielt werden. Erfindungsgemäß ist eine Anlage mit spiralig gewundenen
Rohrschlangen vorgesehen, bei denen die lichten Abstände der Windungen geringer als Vs Rohrdurchmesser
sind. Die als flache Spiralen ausgebildeten Rohrschlangen sind im Abgasschacht übereinander
in senkrecht zur Strömungsrichtung der Gase liegenden Ebenen angeordnet und erstrecken
sich jeweils über den ganzen Querschnitt des Abgasschachts. Auf diese Weise werden höhere Gasgeschwindigkeiten
ohne Verengung des Schachtquerschnittes erzielt, und es kann mehr Heizfläche in einer Ebene untergebracht werden, was zu, einer
erheblichen Verringerung der Bauhöhe des gesamten Wärmeaustauschers führt. Die Windungen der
übereinanderliegenden Spiralen sind dabei zweckmäßig versetzt angeordnet und die vertikalen Abstände der Spiralenebenen so gewählt, daß die
Durcbgaugsquerschnitte zwischen den versetzt übereinanderliegenden Windungen halb so groß
sind wie die freien Durchgänge in der Ebene der Spiralen. Hierdurch wird in der Verbindung mit
der Spiralenform der Schlangen die Bauhöhe der Überhitzer- und Verdampferpakete weiter vermindert.
Die Unterbringung des gleichartig ausgebildeten Speisewasservorwärmers im selben Schacht
und die Beibehaltung des runden, in seiner Größe durch die Reaktionsgeschwindigkeit des Gemisches
amNetZgegebenenOuerschmttesistdamitgesiehert.
Der Aufbau und die Demontage der Birazelpakete
wird durch den weiten, gleichbleibenden Q.uerschnitt des Schachtes sehr einfach. Eine schwache
Verjüngung des Schachtes in Richtung der Gasströmung hat sich als vorteilhaft erwiesen, da dadurch
weitere Montageerleichterungen erzielt werden. Schweiß- und Schneidarbeiten am Mantel und
an den Schlangen werden zweckmäßig dadurch vermieden, daß die Durchgangsstellen für die Ein-
und Ausgänge der Pakete mit dem Mantel verschraubt und gegen diesen abgedichtet sind. Nach
Lösen dieser Verbindungen und nach Abheben des Ofens sind die Überhitzer-, Verdampfer und Vorwärmerpakete
nach oben auszuziehen. Vorteilhaft ist dabei, den Teil des Schachtes, der den Speisewasservorwärmer
enthält, ausfahrbar zu gestalten. Dies geschieht z. B. durch Anordnung von Flanschverbindungen.
Besonders vorteilhaft kann man die erfindungsgemäß vorgeschlagene Anlage gestalten, indem
man auf die Ausmauerung des. Schachtes verzichtet, wodurch man direkten Kontakt der Abgase mit
So dem Stahlmantel bei Temperaturen erhält, bei denen interkristalline Veränderungen im . Gefüge
des Mantels noch nicht eintreten. Dadurch wird insbesondere der Nachteil der bekannten ausgemauerten
Anlagen vermieden, der in der Veränderung der kristallinen Struktur der Stahlummantel'ung
besteht.
In den Abbildungen ist eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung dargestellt.
Abb. ι zeigt eine Anlage, bei der das Gemisch bei α eintritt und im Raum b in Höhe des Kontaktnetzes
c reagiert. Es passiert dann den Überhitzer d, den Verdampfer e und schließlich den
Vorwärmer /. Die einzelnen Pakete sind an den Stellen g (Abb. 2 und 3) vom Mantel lösbar. Sie
sind in Abb. 1 durch einfache Schleifen h dargestellt. Der Vorwärmer/ ist an den Stellen/ vom
Mantel m zu trennen.
Abb. 2 und 3 zeigen die Windung einer Spirale, ihre Lage im Schacht, die Verbindung mit den
Verteilern i und Sammlern k.
Abb. 4 veranschaulicht die Versetzung der Rohre in, einem Querschnitt durch die Spiralen. Die Strömung
der Gase ist durch Pfeile angedeutet.
In. Abb. 5 ist die beispielsweise Ausführung der Verbindung Schlange, Mantel und Verteiler dargestellt.
Hierin bedeutet η einen Schlangenaustritt. einen Verteileranschluß, m den Mantel, u Dichtungen
und 0 Schraubenbolzen, die mit dem Flansch des Schlangenaustritts verschweißt sind.
Claims (7)
1. Ammoniakverbrennungsofen mit Abhitzeverwertung durch wasserdurchflossene, im Abgasschacht
angeordnete Rohrschlangen, dadurch gekennzeichnet, daß diese als flache Spiralen
mit einem lichten Windungsabstand ausgebildet sind, der kleiner als der halbe Rohrdurcbmesser
ist, und daß die Spiralen übereinander in senkrecht zur Strömungsrichtung der Gase liegenden
Ebene angeordnet sind und sich jeweils über den ganzen Querschnitt des Abgasschachts
erstrecken.
2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Windungen der übereinanderliegenden
Spiralen gegeneinander versetzt und die Abstände der Ebenen, in denen die Spiralen
liegen, so gewählt sind, daß der freie Querschnitt zwischen den versetzt übereinanderliegenden
Rohren halb so groß ist wie der freie Querschnitt zwischen den in einer Ebene liegenden Windungen.
3. Anlage nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der vertikale Abgasschacht
durchgehend den gleichen kreisförmigen Querschnitt aufweist wie der Ofen in Höhe des
Kontaktnetzes.
4. Anlage nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt des Abgasschachtes
nach dem Ende hin schwach verjüngt ist.
5. Anlage nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrspiralen des Überhitzers,
des Verdampfers und des Speisewasser-
Vorwärmers zu untereinanderliegenden Paketen zusammengefaßt sind, die über außenliegende
Sammler- und \rerteilerstücke miteinander in
Verbindung stehen und die an der Durchgangsstelle für ihre Ein- und Ausgänge mit dem
.Mantel verschraubt und gegen diesen abgedichtet sind.
6. Anlage nach Ansprüchen ι bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der den Vorwärmer enthaltende
Teil des Abgasschachtee mit dem daruberliegenden Teil des Schachtes lösbar verbunden
ist.
7. Anlage nach Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der den Überhitzer, den
Verdampfer und den Vorwärmer enthaltende Abgasschacht unter Vermeidung einer Ausmauerung
von einem Metallmantel gebildet ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 752205.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 509 704/355 4. (609644 10.56)-
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF13350A DE950547C (de) | 1953-11-30 | 1953-12-01 | Ammoniakverbrennungsofen mit Abhitzeverwertung |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE766943X | 1953-11-30 | ||
| DEF13350A DE950547C (de) | 1953-11-30 | 1953-12-01 | Ammoniakverbrennungsofen mit Abhitzeverwertung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE950547C true DE950547C (de) | 1956-10-11 |
Family
ID=25947917
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF13350A Expired DE950547C (de) | 1953-11-30 | 1953-12-01 | Ammoniakverbrennungsofen mit Abhitzeverwertung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE950547C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1004597B (de) * | 1955-07-26 | 1957-03-21 | Metallgesellschaft Ag | Reaktionsturm zur Behandlung von Gasen, Daempfen oder deren Gemischen |
| DE1130418B (de) * | 1959-11-11 | 1962-05-30 | Hoechst Ag | Ammoniakverbrennungsofen mit Abhitzeverwertung |
| DE1243162B (de) * | 1963-12-19 | 1967-06-29 | Pintsch Bamag Ag | Ammoniak-Verbrennungsofen |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE752205C (de) * | 1941-12-24 | 1952-11-10 | Ig Farbenindustrie Ag | UEberfuehrung von Ammoniak in Stickoxyde |
-
1953
- 1953-12-01 DE DEF13350A patent/DE950547C/de not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE752205C (de) * | 1941-12-24 | 1952-11-10 | Ig Farbenindustrie Ag | UEberfuehrung von Ammoniak in Stickoxyde |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1004597B (de) * | 1955-07-26 | 1957-03-21 | Metallgesellschaft Ag | Reaktionsturm zur Behandlung von Gasen, Daempfen oder deren Gemischen |
| DE1130418B (de) * | 1959-11-11 | 1962-05-30 | Hoechst Ag | Ammoniakverbrennungsofen mit Abhitzeverwertung |
| DE1243162B (de) * | 1963-12-19 | 1967-06-29 | Pintsch Bamag Ag | Ammoniak-Verbrennungsofen |
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