DE93134C - - Google Patents
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- DE93134C DE93134C DENDAT93134D DE93134DA DE93134C DE 93134 C DE93134 C DE 93134C DE NDAT93134 D DENDAT93134 D DE NDAT93134D DE 93134D A DE93134D A DE 93134DA DE 93134 C DE93134 C DE 93134C
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- 238000004804 winding Methods 0.000 claims description 2
- 230000002441 reversible effect Effects 0.000 claims 1
- 238000005096 rolling process Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B66—HOISTING; LIFTING; HAULING
- B66D—CAPSTANS; WINCHES; TACKLES, e.g. PULLEY BLOCKS; HOISTS
- B66D1/00—Rope, cable, or chain winding mechanisms; Capstans
- B66D1/02—Driving gear
- B66D1/14—Power transmissions between power sources and drums or barrels
- B66D1/22—Planetary or differential gearings, i.e. with planet gears having movable axes of rotation
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Retarders (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT\%
PATENTSCHRIFT
KLASSE 35: Hebezeuge,
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. Juni 1896 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Antriebsvorrichtung für Aufzüge und dergl., bei
welcher die Geschwindigkeit der schnell laufenden Antriebswelle, z. B. der Welle eines Elektromotors
oder eines sonstigen mit grofser Geschwindigkeit laufenden Motors, auf die für die
Trommel des Aufzuges erforderliche geringe Geschwindigkeit reducirt werden kann, welche
von den Abmessungen und der Zusammenstellung der verschiedenen Zahnräder abhängt.
Die Antriebsvorrichtung ist aber nicht auf Aufzüge beschränkt, kann vielmehr auch für andere
Zwecke verwendet werden. Auf den beiliegenden Zeichnungen ist in Fig. 1 ein mit
der Antriebsvorrichtung versehener Aufzug im verticalen Längsschnitt dargestellt, Fig. 2 zeigt
einen Querschnitt nach Linie x-x von Fig. 1 und Fig. 3 einen Querschnitt nach der Limey-y
von Fig. i.
Auf einer geeigneten Grundplatte sind die beiden Ständer A und B angeordnet, die an
ihren Enden die in einer Horizontalen liegenden horizontalen Lager α und b tragen.
In diesen Lagern ist die horizontale Trommel C gelagert, auf welcher das Seil des Aufzuges
aufgewickelt wird und welche mit den gewöhnlichen Seitenflantschen versehen ist.
Diese Trommel ist an der einen Seite, z. B. wie in Fig. 1 dargestellt an der rechten Seite,
mit einer Deckplatte C1 versehen, die gewünschtenfalls mit der Trommel aus einem
Stück hergestellt sein kann und mit einer horizontalen Lagerbüchse c versehen ist, die
in dem Lager α rotirt. An dem anderen Ende der Trommel C ist ein Rad F befestigt, welches
zweckmäfsigerweise aufserhalb desFlantsches der Trommel liegt und mit einer horizontalen
Lagerbüchse f versehen ist, die in dem Lager b rotirt.
Ein anderes Rad G, ähnlich dem Rade F und von gleichem Durchmesser, ist auf der
anderen Seite des Lagers b angeordnet und mit einer horizontalen Welle g fest verbunden,
die in der hohlen Lagerbüchse f drehbar ist, wobei ihr entgegengesetztes Ende in die Trommel
C hineinreicht und dort mit einem Rade / versehen ist, welches eine'Verzahnung L besitzt,
wie in Fig. 1 dargestellt, so dafs innerhalb der Trommel C ein Zahnrad mit äufserer Verzahnung
angeordnet ist, welches mit dem Rade G fest verbunden ist, so dafs jede Bewegung
des Zahnrades L gleichzeitig auf das Rad G übertragen wird, und umgekehrt jedes
Anhalten des Rades G ein Anhalten des Rades L verursachen wird.
Ein anderes Rad R, ähnlich den vorerwähnten Rädern F und G und von gleichem Durchmesser,
ist dicht am äufseren Ende des Lagers a gegenüber der Deckplatte C1 angebracht. Dieses
Rad R ist mit der horizontalen Welle R1 fest
verbunden oder mit derselben aus einem Stück hergestellt. Die Welle ist in der oben erwähnten
hohlen Lagerbüchse c drehbar und reicht mit ihrem anderen Ende in die Trommel
C hinein, wo mit derselben ein Zahnrad Z1 verbunden ist, welches der Deckplatte C1
zunächst liegt. Dieses Zahnrad I1 ist mit einer inneren Verzahnung versehen, so dafs ein
inneres Zahnrad L1 gebildet wird, welches mit dem Rade R fest verbunden ist, da es mit
der Welle R1, mit welcher das Rad R verbunden
ist oder aus einem Stück besteht, ver-
einigt ist, so dafs jede Bewegung des inneren Zahnrades L1 sofort auf das Rad R übertragen
wird, während umgekehrt jedes Anhalten des Rades R ein Stillstehen des Innenzahnrades L1
herbeiführen wird.
Mit D ist die Antriebswelle bezeichnet, welche in beliebiger Weise angetrieben werden kann.
Sie kann z. B. die Ankerwelle eines Elektromotors sein oder durch einen sonstigen Motor
mit hoher Geschwindigkeit angetrieben werden. Diese Welle D ist in einer Bohrung der
Welle R1 gelagert und ebenfalls in einer Bohrung g1 der Welle g, wobei sie central durch
die Trommel C hindurchgeht. Die Bohrung g1
kann entweder ganz oder theilweise durch die Welle g hindurchreichen und dient als Lager
für das Ende der Antriebswelle D.
Auf der Welle D ist central in der Trommel C ein Excenter E angebracht, auf welchem
ein Zahnrädergetriebe mit innerer und äufserer Verzahnung sitzt. Dieses besteht aus dem
Rade H, auf dessen einer Seite die innere Verzahnung / angebracht ist, während auf der
anderen Seite1 eine äufsere Verzahnung J sich befindet. Die innere Verzahnung / ist in Eingriff
mit der äufseren Verzahnung des schon erwähnten Zahnrades L, und die äufsere Verzahnung
J greift in das Innenzahnrad K ein, welches mit der Trommel C fest verbunden
ist bezw. einen Theil derselben bildet. Das erwähnte Zahnrä'dergetriebe mit innerer und
äufserer Verzahnung wird also durch das Excenter E bethätigt. Die verschiedenen eben
erwähnten Zahnräder sind vollständig von der Trommel C eingeschlossen und werden durch
dieselbe geschützt. Die in einander greifenden Innen- und Aufsenzahnräder HIJ sind, obgleich
excentrisch zu der Drehungsachse der Welle D, concentrisch zu dem Excenter E.
Neben diesem Excenter E ist auf der Welle D ein ähnliches Excenter E1 angebracht, dessen
Excentricität derjenigen des Excenters E entgegengesetzt ist, d. h. wenn der äufserste Punkt
des Excenters E nach oben gerichtet ist, ist der äufserste Punkt des Excenters E1 nach
unten gerichtet. Auf dem Excenter E1 ist ebenfalls ein Zahnradgetriebe mit Aufsen- und
Innenverzahnung angebracht. Dasselbe besteht aus dem Rade H1, welches auf der einen Seite
mit der inneren Verzahnung I1 und auf der anderen Seite mit der äufseren Verzahnung J1
versehen ist. Die innere Verzahnung 71 greift in das Zahnrad K\ welches an der Trommel C
befestigt ist oder mit derselben aus einem Stück hergestellt ist, ein. Die äufsere Verzahnung J1
greift in das Innenzahnrad L1, welches, wie schon erwähnt, mit der hohlen Welle R\ auf
welcher das Rad R befestigt ist, aus einem Stück hergestellt ist. Hieraus geht hervor, dafs
das zweite Zahnrädergetriebe mit Aufsen- und Innenverzahnung H111 J1 durch das ExcenterE1
bethätigt wird, und obgleich es excentrisch zu der Drehungsachse der Welle D ist, concentrisch
zu dem Excenter E1 ist. Aus dem Vorhergehenden geht hervor, dafs die Aufzugstrommel
C mit einem in der Trommel liegenden Innenzahnrade und ebenso einem in der
Trommel liegenden Aufsenzahnrade versehen ist, welche beide mit der Trommel aus einem
Stück hergestellt sind. In der Trommel C ist ferner ein Aufsenzahnrad angebracht, welches
mit einem äufseren Rade G fest verbunden ist, und ebenso ein Innenzahnrad, welches mit
einem anderen äufseren Rade R fest verbunden ist. Auf einem Excenter der Antriebswelle ist
ferner ein Zahnrad mit Innen - und Aufsenverzahnung angebracht, welches mit dem erwähnten
äufseren Zahnrade und dem inneren Rade der Trommel in Eingriff steht, während ein auf einem zweiten Excenter der Antriebswelle
angebrachtes Zahnrädergetriebe mit Innen- und Aufsen verzahnung mit dem vorerwähnten
inneren Innenzahnrade und dem Aufsenzahnrade in Eingriff steht, welches mit der horizontalen
Trommel aus einem Stück besteht. Ein Gegengewicht von irgend einer geeigneten Gestalt
ist häufig sehr zweckmäfsig zur Erlangung einer gleichmäfsigen Geschwindigkeit und zur
Vermeidung von Unregelmäfsigkeiten und Stöfsen, welche für die Maschine schädlich sind. Besonders
zweckmäfsig sind solche Gegengewichte, wenn sehr schnell laufende Motoren, wie z.B.
Elektromotoren, verwendet werden. An jedem der Räder F G und R, welche der Einfachheit
halber mit »Bremsräder« bezeichnet werden, ist irgend ein geeignetes Bremsband angeordnet,
mittelst dessen der den Aufzug bedienende Arbeiter nach Belieben das eine oder das
andere der Räder anhalten kann.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist wie folgt:
Angenommen, das Rad G sei mit einer Bremse versehen und werde dadurch in Stillstand
gehalten, so wird auch das Zahnrad L stillstehen. Da nun die Welle D mit grofser
Geschwindigkeit rotirt, so wird das auf dem Excenter E sitzende Zahnrädergetriebe HIJ bethätigt,
wobei das Zahnrad / sich auf dem feststehenden Zahnrad L abrollt. Die Trommel
C wird dadurch mit reducirter Geschwindigkeit entgegen der Drehungsrichtung der Antriebswelle
D in Umdrehung versetzt, an welcher auch das Rad F theilnimmt, welche mit
der Trommel C fest verbunden ist.
Während diese Theile in der angegebenen Weise arbeiten, läuft das Rad R, das zweite
Excenter E1 und das zweite Zahnrädergetriebe H1 P J1 lose mit und verrichtet keine Arbeit.
Wenn jedoch die Bremse des Rades G gelöst und dagegen das Rad R gebremst wird, so wird
das Innenzahnrad L1 in derselben Weise wie
vorher das Zahnrad L festgestellt. Wenn nun
die Welle L schnell rotirt, wird durch das Excenter E1 das Zahnrädergetriebe H1 P J1 bethä'tigt,
wobei sich das Zahnrad J1 auf dem Zahnrade L1 abrollt, so dafs die Trommel C
mit reducirter Geschwindigkeit in derselben Drehungsrichtung mit-der Antriebswelle D in
Umdrehung versetzt wird. Hieraus geht hervor, dafs man durch Bremsen der Räder G
oder R die Trommel C mit verringerter Geschwindigkeit nach Belieben in der einen oder
der anderen Richtung in Umdrehung versetzen kann. Wenn die Bremsen der Räder G und R
gelöst werden und dagegen. das Rad F gebremst
wird, so wird die Trommel C festgestellt und beide Excenter mit ihren Zahnrädergetrieben kufen lose und verrichten bezüglich
der Drehung der Trommel keine Arbeit. Es ist klar, dafs die Antriebsvorrichtung auch in
der Weise ausgeführt werden kann, dafs für ein Aufsenzahnrad ein Innenzahnrad und fürein
Innenzahnrad ein Aufsenzahnrad genommen wird. Das Schlufsresultat ist jedoch in beiden
Fällen dasselbe, mit Ausnahme der Aenderung der Drehungsrichtung. In der Wirkungsweise
der einzelnen Theile wird durch solche Umkehrung nichts geändert.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Umschaltbares Getriebe für Windetrommeln, dadurch gekennzeichnet, dafs die Trommel (C) mit einem Innen- und einem Aufsenzahnrade (K bezw. K1) versehen ist, womit ein Aufsenbezw. Innenzahnrad (H bezw. H1) in Eingriff kommt, welch letztere Räder auf zwei entgegengesetzt gerichteten Excentern (E bezw. E1) der stets in derselben Richtung schnell rotirenden Antriebswelle (D) sitzen und mit einer zweiten Verzahnung (I bezw. J1) in zwei mit Bremsscbeiben (G bezw. R) versehene Zahnräder (L bezw. L1) in der Weise eingreifen, dafs, je nachdem die eine oder die andere dieser Bremsscheiben festgestellt wird, die Trommel mit verminderter Geschwindigkeit in der einen oder der anderen Richtung in Umdrehung versetzt wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE93134C true DE93134C (de) |
Family
ID=364584
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT93134D Active DE93134C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE93134C (de) |
-
0
- DE DENDAT93134D patent/DE93134C/de active Active
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