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Einstellbarer Kondensator, vorzugsweise Trinmmerkondensator Die Erfindung
bezieht sich auf einen einstellbaren Kondensator, vorzugsweise Trimmerkonden-Bator,
mit einer im wesentlichen aus einer Anzahl koaxialer Zylinder bestehenden feisten
Elektrode und einer ähnlichen bewegbaren. Elektrode, deren gegenseitige Kapazität
dadurch geregelt wird, daß die koaxiiallen Zylinder der beweglichen Elektrode mehr
oder weniger tief zwischen diejenigen der festen Elektrode eingeschoben werden.
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Bei einem, wertverbreitete Anwendung findenden Nachregelkondensator
der erwähnten Art ist ein, zu den Elektroden koaxiales Isolierrohr aus. keramischem
Werkstoff angebracht, daB an einem Endef in einer metallenen Montagekapsel befestigt
ist, in der Nähe des anderen Endes als Führung für die bewegliche Elektrode dient
und dazwischen die feste Elektrode trägt. Im Isolierrohr ist dabei ein Metallstift
angebracht, der an einem Endre durch eine Öffnung @im Boden der Montagekapsel steckt
und an dieser festgelötet ist und am anderen Ende aus dem Isolierrohr hervorragt
mit einem verdickten, mit Schraubengewinde Teil, auf den die bewegliche Elektrode
geschraubt werden kann. Der mit Schraubengewinde versehene Stiftbeil ist dicker
gemacht, um ein, besseres Festhaften der an oder von der bewegbaren Elektrode gebildeten
Mutter auf dem Stift zu verbürge, was z. B. wichtig ist, wenn der Trimmerkondensator
mechanischen Erschütterungen ausgesetzt ist. Die Montagekapsel kann mit Außengewinde,
einem Flansch und einer Mutter versehen sein, mit deren Hillfe der Kondenr sator
an einer Chassisplatte befestigt werden kann Die Erfindung bezweckt eine besonders
robuste und trotzdem billige und zur Massenherstellung geeignett Ansbilldung eines
solchen Nachregelkondealsators, der mechanische Erschütterungen auszuhaJ-ten
vermag
und ohne besondere Maßnahmen den einmal eingestellten Kapazitätswert beibehält.
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Nach der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß das sich durch
die Montagekapsel erstreckende Ende des Metallstiftes ausgehöhlt und umgefalzt und
der umgefalzte Teil an, der Montagekapsel festgelötet ist, wobei zwischen dem durch
den Wulst am anderen. Ende gebildeten, Kragen und dein Ende des Isolierrohres in
axialer Richtung eine Zwischenraum vorhanden ist. Es ist hierbei besonders zweckmäßig,
daß die bewegliche Elektrode eine, axial gerichtete, mit Innengewinde versehene
Verlängerung besitzt, die als eine Mutter mit dem Schraubengewinde auf dem Metalllstift
zusammenarbeitet und, mit einer bis in das Gewinde greifendem: Quernut versehen
ist, die durch axiales Stauchen der Verlängerung verengt ist.
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Die Erfindung wird an, Hand einfies in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiels näher erläutert.
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Fig. i ist ein axialen- Schnitt; Fig. 2 ist ein Schnitt durch einen
Teil einer etwas geänderten Ausführungsform.
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Die feste Elektrode i und die bewegliche: Elektrode 3 sind beide aus
Aluminium hergestellt und bestehen aus einer Grundplatte 5 bzw. 7 und einer Anzahl
durch Spritzguß darauf gebildeter koaxialer Zylinder g bzw. i i. Die feste Elektrode
i ist durch Auftreiben. und/oder Kleben. an einem keramischen Rohr 13 befestigt;
mittels an der Untersaite der Grundplatte 5 gebildeter Niete 15 ist an: der Grundplatte;
eine Kupferplatte 17 festgenietet, die eine als Lötzunge dienende: seitliche Verlängerung
ig besitzt.
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Das keramische Rohr 13 ist durch Treiben, und/ oder Kleben in einer
Metaqlkapsel 2i befestigt, die mit Außengewinde, einer aiu.f dieses geschraubtem,
Mutter 23 und einem Flansch 25 versehen ist, mit deren Hilfe der Kondensator in
einer öffrnung einer Chassisplatte 27 befestigt werden kann.
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Innerhalb des Rohres 13 ist ein. Stahlstab: oder -Stift 29 angebracht,
der feist am Boden der Montagekapsel 21 befestigt ist, da das untere! Ende, des
Stiftes 29 ausgehöhlt und umgefalzt und der Falzrand, gegebenenfalls unter Vermittlung
eines Kupferringes 31 mit Lätzunge 33, am Boden der Kapsel 21 festgelötet ist.
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Der Stift 2g besitzt am oberen Ende eine Verdickung 35, die aus dem
keramischen Rohr 13 hervorragt und mit Außengewinde versehen, ist. Auf diese Verdickung
kann eine Mutter 37 geschraubt werden, die eine axiale Verlängerung der beweglichen.
Elektrode 3 bildet und an dieser mittels einer federnden., runden Messingplatte
39 befestigt ist. Diese Platte hat eine zentrale Öffnung, @in. der die Mutter
37 festgeil'ötet ist, und ist mit drei an der Grundplatte 7 gebildeten Niete 41
an der Elektrode:3 befestigt.
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Die Mutter weist eine sich bis in. das Schraubengewinde erstreckende
Quernut 43 auf (zweckmäßig ist die Mutter zur Hälfte durchgesägt). Der Teil oberhalb
der Nut ist in axialer Richtung ein wenig gestaucht, wodurch erreicht wird, daß
die Mutter 37 ohne Spiel über den Bolzen 35 läuft und überdies selbstbremsend
;ist. Der Teil der Mutter- 37 unterhalb der Nut kann sechseckig sein, um die Einstellung
mittels eines Schraubenschlüssels zu ermöglichen.. Die Bewegung der Elektrode 3
wird vom Rohr 13 geführt, da das Innere der Zylinder i i sc'hl'ießend um das Rohr
13 paßt.
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Da weiter die Mutter 37 engpassend ausgebildet ist und nur mit einiger
Mühe gedreht werden. kann, können bei der Einstellung von Hand verhältnismäßig große
axiall (herab) gerichtete;Kräfte@ auf das obere Ende des Stiftes 29 ausgeübt werden;
durch Umfalzen des unteren. Endes des Stiftes 29 und Festlöten. des Falzrandes ist
es aber praktisch ausgeschlossen, daß sich der Stift von der Kapsiel 21 loslöst.
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Beim Falzen ergibt sich aber firn Zusammenhang mit den. bei der Massenherstellung
zu berücks.ichtigen!den Toleranzen. eine besondere Aufgabe. Wie b erei' t s bemerkt,
wird die Bewegung der Elektrode 3 ohne Spiel von dem Rohr 13 geführt. Ist die als
Mutter dienende Verlängerung 37 der Elektrode 3 nicht genau koaxial in beug auf
die Zylinder i i, was sich beii Massenherstellung praktisch nicht vermeiden läßt,
so soll beim Drehen, der Elektrode 3 das obere Ende 35 des Stiftes 29 in bezug auf
das keramische Rohr 13 schwingen, d. h. eine Kreisbahn rings um die Achse des Rohres
beschreiben können. Im allgemeinen wird dies möglich sein, da der Stift 2g hinreichend
biiegsam ist und naturgemäß dünner als der Innendurchmesser des Rohres 13 gewählt
wird.
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Ohne besondere Maßnahmen würden aber- beim Umfalzen des. unrteren.
Endes des Stiftes 2g der Boden der Kapsel 21 und. das keramische Rohr 13 zwischen
den Falzrand und der Verdickung 35 geklemmt werden. Infolge des. Zusammenklernmen,s
des durch, den Wulst 35 gebildeten Kragens und der oberen Fläche des Rohres 13 könnte
die Verdickung 35 des Stiftes 29 das. erwähnte Schwingen in Bezug auf das Rohr 13
nicht ausführen, wodurch die Elektrode 3 sich ungleichmäßig drehen. würde und, sogar
Formänderungen, des inneren Zylinders i i auftreten würden., wodurch, die genaue
Führung verlorengeht.
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Dies wird dadurch verhütet, daß zwischen dem Rohr 13 und der Verdickung
35 ein axialer Zwischenraum vorhanden. ist, so daß sich die Verrdicku.ng in Bezug
auf das Rohr seitlich frei bewegen kann. Dies wird dadurch erreicht, daß beim Umfalzen
eine Platte geeigneter Dicke, die nicht kritisch ist, zwischen den beiden erwähnten
Teilen angeordnet wird. Es zeigt sich in der Praxis, daß die damit verbundenen zusätzlichem
Kosten vom erreichten Vorteil reichlich eingebracht werden.
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Fig. 2 zeigt in axialem Schnitt die Montagekapsel 2i und das untere
Ende des. Stiftes 29. einer etwas geänderten Ausführungsform. Hierbei ist der durch
Öffnung des Bodens der Kapsel 21 hindurchragende Teil des Stiftes 29 etwas dünner,
wodurch der Stift 2g mit einem Kragen an der oberen Flache dieses Bodens anliegt.
Der beim Umfalzen auftretende Axialdruck wird von diesem Kragen aufgenammen
und
der erforderliche Raum oberhalb des Rohres 13 entsteht dadurch, daß die Länge
des Rohres etwas kleiner gewählt wird als die Länge des Stiftes 29 zwischen dem
Boden der Kapsel 21 und dem Teil 35.
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Diese Ausbildung hat den Vorteil, daß der Widerstand der Befestigung
gegen eine axiäl: gerichtete Kraft noch größer ist als bei der Anordnung nach Fig.
i, obgleich auch. diese Anordnung den zu stellenden Anforderungen vorzüglich entspricht,
und ist denn auch etwas kostspieliger.