DE910994C - Fernmessverfahren mit der zu uebertrag Messgroesse proportionaler Frequenz - Google Patents

Fernmessverfahren mit der zu uebertrag Messgroesse proportionaler Frequenz

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DE910994C
DE910994C DEA10067D DEA0010067D DE910994C DE 910994 C DE910994 C DE 910994C DE A10067 D DEA10067 D DE A10067D DE A0010067 D DEA0010067 D DE A0010067D DE 910994 C DE910994 C DE 910994C
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Dr-Ing W Staeblein
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    • G08CTRANSMISSION SYSTEMS FOR MEASURED VALUES, CONTROL OR SIMILAR SIGNALS
    • G08C19/00Electric signal transmission systems
    • G08C19/12Electric signal transmission systems in which the signal transmitted is frequency or phase of AC

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Arrangements For Transmission Of Measured Signals (AREA)

Description

  • Fernmeßverfahren mit der zu übertragenden Meßgröße proportionaler Frequenz Es sind Verfahren bekannt, eine Meßgröße dadurch fernzuübertragen, :daß man sie in eine proportionale Frequenz umwandelt, wobei .diese entweder die Frequenz von Impulsen, die sich mit Hilfe von Relais ebenso wie Telegrafiezeichen übertragen lassen, oder die Frequenz einer Wechselspannung sein kann.
  • Die weitverbreiteten Impulsfrequenzverfahren haben als Geberinstrument meist einen Zähler mit Kontaktvorrichtung, die Stromunterbrechungen hervorruft, deren Zahl in der Sekunde von der Drehzahl des Zählers und damit von der ursprünglichen Meßgröße abhängt. Diese Impulse werden mit einem Senderelais entweder unmittelbar auf die Leitung gegeben oder zum Aussteuern eines Ton- oder Hochfrequenzsenders benutzt und können dann mit Hilfe einer Empfangseinrichtung, im einfachsten Fall nur aus einem Empfangsrelais bestehend, aufgenommen werden.
  • Die einzelnen Verfahren, die nach dem Impulsfrequenzprinzip arbeiten, unterscheiden sich durch die Art und Weise, wie die einlaufende Impulsfrequenz zur Anzeige gebracht wird. Gemeinsam ist ihnen, daß eine Gleichstromgröße hergestellt wird, die einem normalen Gleichstrominstrument zugeführt wird. Verschieden ist jedoch die Art der Erzeugung dieser Gleichstromgrößen.
  • Bei dem Verfahren mit Kondensatorumladung wird beim jedesmaligen Umlegen :des Empfangsrelais ein Kondensator mit einer bestimmten Spannung auf- oder umgeladen. Der Mittelwert des aus einzelnen Stromstößen zusammengesetzten Stromes wird gemessen. Eine ähnliche Methode ist auch unter Verwendung der magnetischen Energie einer ebenfalls durch .das Empfangsrelais ein- und aus- oder umgeschalteten Drosselspule angegeben worden. Bei dem sogenannten Impulskompensationsverfahren wird die einlaufende Impulsfrequenz mit Hilfe eines Schrittschaltwerkes wieder in eine proportionale Drehzahl einer Achse umgewandelt, auf die sich ein Gleichstromzähler selbsttätig einregelt, wobei der von ihm aufgenommene Gleichstrom oder eine proportional Spannung für die Anzeige benutzt wird.
  • Alle diese Verfahren haben für gewisse Verwendungszwecke, wenn es sich insbesondere um eine selbsttätige Regelung handelt, die im Anschluß an die Fernmeßeinrichtung betrieben werden soll, den Nachteil, daß bei einer plötzlichen Änderung der ursprünglichen Meßgröße die Anzeige nur mit einer mehr oder weniger großen Verzögerung erfolgen kann. Diese ist durch die unvermeidbaren mechanischen, magnetischen und elektrischen Trägheiten bedingt.
  • Beim Impulsfrequenzverfahren mit Kondensatorumladung und auch bei den anderen Verfahren ist die Verzögerung auf der Geberseite etwa gleich, sie ist verursacht durch die mechanische Trägheit des Geberzählers, der bei einer Änderung der Meßgröße seine Massen von der alten auf die neue Drehzahl beschleunigen ad-er verzögern muß. Bei der durch die Kondensatorumladung hervorgerufenen Anzeige handelt es sich um eine Mittelurig der einzelnen Stromstöße. Das Instrument hierfür darf den einzelnen Stromstoß nicht anzeigen, sondern soll ihren Mittelwert wiedergeben, d. h. also, die augenblicklich vorgenommene Anzeige ist das Ergebnis von mehreren Stromstößen. Eine Änderung der Meßgröße wird sich daher auch erst dann bemerkbar machen können, wenn mehrere Stromstöße empfangen worden sind. Beim Impulskompensationsverfahren liegt die Trägheit auf der Empfangsseite im Kompensationsverfahren begründet, denn der Gleichstromzähler braucht eine gewisse -Zeit, um diejenige Verstellung herbeizuführen, die für den neuen Gleichgewichtszustand erforderlich ist.
  • Der bisher meist beschrittene Weg zur Verkleinerung dieser Anzeigeverzögerung bei den einzelnen Verfahren ist die Erhöhung der Impulsfrequenz. Die durch das Prinzip bedingte Anzeigeverzögerung, gemessen in Impulsabständen, ist für verschiedene Impulsfrequenzen bei Nennlast etwa gleich, die absolute Verzögerungszeit wird daher mit steigender Impulsfrequenz für Nennwert immer kleiner. Beim Verfahren mit Kondensatorumladung hat man aus diesem Grund die Nennfrequenz in die Größenordnung von io bis 1a Impulsen je Sekunde gelegt.
  • Trotzdem bleibt immer noch eine Anzeigeverzögerung in der Größenordnung von etwa i Sekunde übrig, die für manche Fälle noch zu groß sein kann.
  • Bei den reinen Frequenzverfa'hren mit der M"eßgröße proportionaler Wechselstromfrequenz kann die Anzeigeverzögerung auf der Empfangsseite zwar ziemlich klein gehalten werden, jedoch ist die auf der Geberseite und auf der Empfangsseite erforderliche Apparatur ziemlich umfangreich und kompliziert, wenn auch gleichzeitig eine befriedigende Genauigkeit gewährleistet werden soll. Auf der Geberseite sind für diese Zwecke die photoelektrische Abtastun.g einer gelochten Zählerscheibe und die Verwendung eines Drehkondensators auf der Achse eines ausschlaggebenden Geberinstrumentes vorgeschlagen worden.
  • Auch die Anzeige ist bei größeren Ansprüchen an die Genauigkeit ziemlich kompliziert, wenn man mit Rücksicht auf die Möglichkeit der bequemeren Summierung die Wechselstromfrequenz in eine Gleichstromgröße umwandeln will. Die Trägheit einer solchen Einrichtung hängt von der Ausführung ab. Sie kann jedoch unter Umständen ziemlich klein gehalten werden.
  • Die Erfindung löst die Aufgabe, ein Fernmeßverfahren, bei dem als Hilfsgröße für die Übertragung die Frequenz einer Wechselstramgröße oder auch von Impulsen benutzt wird, vollständig trägheitsfrei zu gestalten, indem ein reines Frequenzmeßverfahren ohne Trägheit, aber geringer Genauigkeit, mit einem trägheitsbehafteten, aber genauen Fernmeßverfahren, das ebenfalls auf der Übertragung der Frequenz beruht, in der Weise vereinigt wird, daß die dem ersten Verfahren eigenen Umwandlungs- oder Anzeigefehler mit Hilfe einer selbsttätigen Kompensation nach dem zweiten Verfahren ausgeglichen werden.
  • Als Ergebnis zeigt sich,daß bei einer plötzlichen Änderung der Meßgröße bis auf einen geringen Fehler die Änderung trägheitsfrei in Gleichstrom umgesetzt wird; der verbleihende Fehler wird dann mit größerer Trägheit bis auf einen zulässigen Gesamtfehler herausgeregelt.
  • Nimmt man z. B. an, daß die Anzeigegenauigkeit des ersten verzögerungsfreien Verfahrens nur ± ioo/o betrage, so wird bei einer plötzlichen Änderung der ursprünglichen Meßgröße diese immerhin sofort ohne jede Verzögerung mit höchstens ioo/o Fehler zur Anzeige gebracht. Nach Ablauf der Verzögerungszeit des zweiten Verfahrens ist der zunächst verbleibende Fehler bis auf den zulässigen Meßfehler herausgeregelt.
  • Es erscheint zunächst wenig vorteilhaft, eine doppelte Apparatur zu verwenden. Bedenkt man aber, daß jedes der beiden Verfahren nur eine einfache Aufgabe zu erfüllen hat, der es leicht gerecht werden kann, und daß es daher denkbar einfach ausgeführt sein kann, ,so ergibt sich, daß der Aufwand im ganzen kaum größer wird, als wenn man eines der beiden Verfahren für die Erfüllung beider Aufgaben gleichzeitig durchbilden müßte. Dies würde wesentlich umfangreichere und auch verwickeltere Einrichtungen erfordern, so daß die erfindungsgemäße Anordnung auch noch den Vorteil eines einfachen Arbeitsprinzips hat, daher eine größere Betriebssicherheit und Unempfindlichkeit gegen Störungen aufweist.
  • In den Abbildungen .sind Beispiele von Fernmeßeinrichtungen gemäß der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt im einzelnen Abb, i eine Einrichtung auf der Geberseite zur trägheitsfreien Umwandlung einer Leistung in eine proportionale Frequenz, Abb. 2 eine Darstellung des Übertragungsstromes auf der Leitung, wenn die nach Abb. i erzeugte Frequenz zusammen mit einer normalen Impulsfrequenz übertragen wird, Abb. 3 eine Einrichtung auf der Empfangsseite zur Umwandlung der empfangenen Wechselstromfrequenz in einen proportionalen Gleichstrom, der das Empfangsinstrument durchfließt, Abb. q. eine für die Erläuterung der Wirkungsweise der Einrichtung nach Abb.3 notwendige Kurve über die Abhängigkeit der Gitterspannung der Röhre von der Frequenz, Abb. 5 die gesamte Empfangsschaltung, bei der die erfindungsgemäße Kompensationsanordnung auf der Empfangsseite getroffen ist, Abb. 6 eine Anordnung, bei der die-erfindungsgemäße Kompensation auf der Geberseite stattfindet.
  • Die Abb. i bis 5 zusammen gehören einem Ausführungsbeispiel an, bei dem auf der Geberseite eine Impulsfrequenz mit großer Genauigkeit, aber auch großer Trägheit, daneben eine Wechselstromfrequenz praktisch ohne Verzögerung, aber mit geringer Genauigkeit erzeugt wird. Beide Hilfsgrößen werden auf die Empfangsseite übertragen, wo sie getrennt empfangen und in proportionale Gleichströme umgewandelt werden. Ihre Summe hat die guten Eigenschaften von beiden Teilströmen, nämlich große Genauigkeit und geringe Trägheit, übernommen. Abb.6 dagegen gehört einem anderen Ausführungsbeispiel an, bei dem die selbsttätige Kompensation schon auf der Geberseite stattfindet und die übertragene Frequenz daher mit großer Genauigkeit die zu übertragende Meßgröße darstellt, wobei angenommen werden muß, daß die Anzeige dieser Frequenz auf der Empfangsseite sowohl nachträglich als auch mit geringen Fehlern erfolgt.
  • In Abb. i ist in einem Beispiel derjenige Teil der gesamten Anordnung des ersten Ausführungsbeispiels dargestellt, der auf der Geberseite die ursprüngliche Meßgröße, in diesem Fall eine Leistung verzögerungsfrei in eine proportionale Wechselstromfrequenz umwandelt.
  • Inder Abbildung bedeutet i einen Stromwandler für die Leistungsmessung, 2 einen Spannungswandler für die Leistungsmessung, 3 und q. Gleichrichter zur Umformung der Wechsel.stromgrößen in Gleichstromgrößen, 5 eine Eisendrossel, deren Induktivität sich mit der Gleichstromvormagnetisierung ändert, 6 einen Kondensator, 7 einen Widerstand, 8 eine Verstärkerröhre, 9. ihre Gittervorspannungshatterie, io ihre Anodenspannungsbatterie, i i einen Übertrager, 12, 13 ,die Ausgangsklemmen, an denen die zu übertragende Wechselstromfrequenz abgenommen werden kann.
  • Die Wirkungsweise der Anordnung isst folgende: Die Spannungen, die an dem Parallelwiderstand zum Stromwandler i und am Spannungswandler 2 abgenommen werden, werden in -den Gleichrichtern 3 und q., die als Trockengleichrichter ausgeführt sein können, in Gleichspannungen umgeformt. Sie sind in Reihe geschaltet, werden also summiert. Die Summenspannung, die bei geeigneter Dimensionierung etwa der Leistung proportional ist, hat einen Gleichstrom über die Wicklung auf dem mittleren Schenkel der Drosselspule 5 zur Folge, deren Induktivität sich entsprechend ändert. Damit ändert sich die Abstimmung des aus der Drosselspule 5 und dem Kondensator 6 bestehenden Schwingkreises, zu dem noch ein Widerstand 7 in Reihe liegt. Der Schwingkreis wird gespeist von der Sekundärwicklung des Übertragers i i, deren Primärwicklung von dem Anodenstrom der Verstärkerröhre 8 durchflossen wird. Man hat es also mit einer Rückkopplungsschaltung zu tun, die bei richtiger Dimensionierung als Generator mit einer durch die Abstimmung des Schwingkreises 5, 6 bestimmten Frequenz wirkt. Die Gittervorspannungsbatterie legt den Arbeitspunkt auf der Kennlinie der Verstärkerröhre in den gewünschten Bereich, die Batterie io liefert den Anodenstrom. An den Klemmen 12 und 13 kann die Sekundärspannung des Übertragers i i, deren Frequenz somit etwa der durch die Wandler i und 2 erfaßten Leistung proportional ist, abgenommen werden.
  • Abb. 2 zeigt den Übertragungsstrom auf der Leitung, wenn durch Tastung dieser Wec'hselstromfrequenz auch noch eine normale Impulsfrequenz übertragen werden soll. Die Impulsfrequenz kann dabei in an sich bekannter Weise von der Kontaktvorrichtung eines Zählers herrühren. Oben im Bild ist die Impulsfolge dargestellt, wie sie als Gleichstrom dem Senderelais zugeführt gedacht werden kann. Die Kontakte des Senderelais steuern dabei nicht einfach den Wechselstrom durch vollständiges Ein- und Ausschalten, sondern durch Schalten mit zwei Intensitätsstufen. Die Empfangseinrichtung muß dabei so angeordnet .sein, daß sie auf die große Intensität anspricht, auf die kleine Intensität dagegen abfällt. Aber auch bei der letzteren ist die zu übertragende Wechselstrornfrequenz noch vorhanden und kann unter Umständen nach Verstärken der weiteren Empfangseinrichtung zugeführt werden. Für den Teil :der Schaltung, der mit der Wechselstromfrequenz weiterarbeiten soll, kann durch eine Art selbsttätige Fa@dingregulierung die Intensitätsschwankung unwirksam gemacht werden. Der Teil der Schaltung dagegen, der mit der Impulsfrequenz weiterarbeiten soll, spricht auf die Intensitätsunterschiede an und empfängt so die übermittelten Impulse. An dieser Stelle sei noch erwähnt; daß eine ähnliche Art von übertragung auch bei modulierter Ton- oder Hochfrequenz durch Änderung des Modulationsgrades durchgeführt werden kann. Man braucht sich dann nur vorzustellen, daß das Kurvenbild nach Abb.2 die in ihrem Modulationsgrad geänderte Modulationsfrequenz der Trägerwelle darstellen soll. Der Empfang kann ganz allmählich vorgenommen werden, wie er für die direkte Leitungsübertragung beschrieben wurde.
  • Abb. 3 zeigt eine für die Umwandlung der an der Empfangsstelle aufgenommenen, in der Amplitude wieder gleichgeregelten Wechselstromfrequenz geeignete Apparatur.
  • In der Abbildung bedeuten 14 und 15 die Klemmen, denen die übertragene Wechselstrornfrequenz zugeführt wird, 16 eine Drosselspule, 17 einen Kondensator, 18 einen Widerstand, ig eine Verstärkerröhre, 2o die Gittervorspannungsbatterie, 21 die Anodenspannungsbatterie, 22 und 23 die Ausgangsklemmen, denen Gleichstrom entnommen wird.
  • Die Wechselspannung veränderlicher Frequenz wird den Klemmen 14 und 15 zugeführt, an denen ein Schwingungskreis mit der Drosselspule 16 und dem Kondensator 17 in Reihe mit einem Widerstand 18 liegt. Der Spannungsabfall am Widerstand 18 hängt bei konstanter Amplitude der Spannung an den Eingangsklemmen 14 und 15 von -dem Verhältnis der aufgedrückten Frequenz zur Resonanzfrequenz ab, er dient als Gitterspannung für die Verstärkerröhre ig, wobei die Gittervorspannungsbatterie 2o den AAeitspunkt auf der Charakteristik festzulegen gestattet. Er ist so gewählt, daß eine möglichst große Änderung des von der Anodenspannungsbatterie 21 gelieferten Anodenstromes bei Änderungen der Gitterspannung erzielt wird. Dieser veränderliche Gleichstrom kann an den Klemmen 22 und 23 abgenommen werden.
  • Abb. 4 zeigt den Zusammenhang zwischen dem Strom i im Schwingungskreis und damit der Gitterspannungder Röhre in der Abb. 3 mit der angelegten Frequenz f. Der Bereich ist dabei so gewählt, daß eine etwa proportionale Änderung des Gleichstromes an den Klemmen g und io der Abb. 3 für die möglichen Frequenzänderungen erzielt wird.
  • Abb.5 zeigt die, erfindungsgemäße Kompensationsschaltung für das bis jetzt besprochene Ausführungsbeispiel. Es bedeutet 24 den Kontakt des Empfangsrelais, das die Impulsfrequenz aufnimmt, 25 eine Batterie, 26 und 27 Wicklungen eines magnetischen Schrittschaltwerkes. 28 dieses magnetische Schrittschaitwerk, 29 dessen Anker, 30 einen Regulierwiderstand auf der Achse des Schrittschaltw erkes, 31 den Bürstenaibgriff mit getrennter Achse, 32 ein Zahnrad zum Antrieb der Bürstenachse, 33 den zugehörigen Trieb, 34 einen Gleichstromamperestundenzähler als Antriebsmotor, 35 eine Batterie, 36 und 37 Schleifringzuführungen zu den angetriebenen Achsen, 38 eine Einrichtung zur Lieferung eines der Wechselstromfrequenz proportionalen Gleichstroms nach Abb.3, 39 das Empfangsinstrument. Die Wirkungsweise ist die folgende: Der Kontakt des Empfangsrelais 24 legt im Takt der empfangenen Impulsfrequenzen um und legt damit die Batteriespannung 25 abwechselnd an die linke Wicklung 26 und die rechte Wicklung 27 des magnetischen Schrittschaltwerkes 28. Die Polschuhe und der Anker 2g sind dabei in an sich bekannter Weise so ausgebildet, daß der linke Polschuh auf einer Lücke zwischen den Zähnen des Ankers .steht, wenn -der rechte Polschuh bei Erregung einen Zahn angezogen hat. Die Polschuhe sind so abgeschrägt, daß beim Erregen der Wiclclulig 26 links der Polschuh den der Lücke benachbarten Zahn in einem ganz bestimmten Drehsinn anzieht. Beim abwechselnden Erregen links und rechts macht der Anker daher immer im selben Drehsinne Schritte gleich der halben Zahnteilung. Die mit dem Anker v er, bundene Achse und damit auch der Widerstand3 erfahren daher schrittweise eine Drehung, deren Drehzahl proportional der Impulsfrequenz ist und damit der ursprünglichen Meßgröße, von der diese abgeleitet wurde. Der Bürstenarm 3.1 wird. über die Zahnräder 32 und 33 von dem Gleichstromzähler34 angetrieben. Läuft die Achse des Bürstenarmes und der Anker des Schrittschaltwerkes gleich schnell, so tritt keine relative Bewegung zwischen beiden und damit keine Verschiebung des Abgriffs des Widerstandes 3o ein. Aus der Batterie wird dann ein ganz bestimmter Kompensationsstrom ik entnommen, wobei dem Widerstand 30 der Strom über die Schleifringanordnung 37 zugeführt und vom Bürstenarm 31 über ,die Schleifringanordnung 38 wieder angeführt wird. Die Einrichtung 38, die nach Abb. 3 ausgeführt gedacht werden muß, liefert zwischen ihren Klemmen 22 und 23 einen Strom if, der proportional der Wechselstromfrequenz ist, wie sie ursprünglich auf der Geberseite in einer Einrichtung gemäß Abb. i erzeugt wurde. Die Summe i beider Ströme durchfließt das Empfangsinstrument 39.
  • Nimmt man zunächst an, daß der Empfangsstrom i vollständig richtig den augenblicklichen Meßwert wiedergibt, wie er in Form einer Impulsfrequenz vom Empfangsrelais 24 und in Form einer Wechselstromfrequenz von, der Anordnung 38 empfangen wird, so hat sich die ganze Anordnung in einen Gleichgewichtszustand eingespielt, bei dem ein bestimmter Strom if geliefert wird, der durch einen am Abgriff am Vorwiderstand 30 eingeregelten Kompensationsstrom ik gerade zu demjenigen Summenstrom i ergänzt wird, bei dem die Drehzahl des Zählers 34 die richtige ist, d. h. mit der durch das magnetische Schrittschaltwerk vorgeschriebenen Drehzahl übereinstimmt.
  • Nimmt man nun eine plötzliche Änderung des Meßwertes an, bei dem sich der Strom i z. B. um io mA ändert, so wird der größte Teil dieser Änderung durch den trägheitsfrei. folgenden Strom if aufgebracht. Da dieser aber wegen der nicht vollkommenen Meßgenauigkeit von Geber- und Empfängeranordnung nicht vollständig richtig ist, wird durch ihn die Änderung nur mit einem bestimmten Fehler, z. B. 9 mA statt io mA, wiedergegeben. Es fehlt also für den neuen Gleichgewichtszustand der Anordnung noch ein Strom von i mA, .der durch eine Verschiebung des Abgriffes am Widerstand 30 und damit eine Änderung des Kompensationsstromes ik aufgebracht wird. Die Verschiebung des Abgriffes geschieht dadurch, daß die Drehzahl des Gleichstromzählers 34 noch nicht der durch das magnetische Schrittschaltwerk 28 vorgeschriebenen Drehzahl entspricht, so daß eine Relativbewegung der beiden Achsen gegeneinander so lange stattfindet, bis der richtige Abgriff eingestellt ist.
  • DieWirkung derAnordnung ist also die folgende: Der größte Teil der plötzlich eingetretenen Meßwertänderung wird durch den unverzögert folgenden Strom if der Anordnung 38 trägheitsfrei sofort wiedergegeben, der durch den Fehler dieser Art von Übertragung verbleibende Rest wird mit einer von den Eigenschaften der Kompensationseinriehtung abhängigen Verzögerung ausgeglichen, so daß auf die Dauer gesehen der Gesamtfehler der Anordnung ausschließlich durch Impulsfrequenzübertragung und die Kompensationseinrichtung bestimmt ist, wobei er auf außerordentlich kleinen Werten gehalten werden kann.
  • Abb.6 zeigt eine Kompensationsanordnung auf der Geberseite, bei der vorausgesetzt ist, daß auf der Empfangsseite eine fehlerfreie und trägheitslose Umwandlung einer Wechselstromfrequenz in die Anzeige stattfindet. In der Tat sind hierfür Anordnungen, die nicht zum Gegenstand der vorliegenden Erfindung gehören, denkbar, die diesen Forderungen in ausreichendem Maße genügen. Eine solche Einrichtung ist z. B. der Frequenzmesser nach dem Prinzip der Kondensatorumladung durch Röhren, wie er als Meßinstrument für Frequenzen in der Fernmeldetechniik benutzt wird.
  • Für das Ausführungsbeispiel der Abb.6 ist daher vorausgesetzt, daß die erfindungsgemäße Kompensation nur den Fehler auszugleichen hat, der bei der trägheitsfreien Umwandlung der Meßgröße in eine proportionale Wechselstromfrequenz entsteht, wie sie in Abb. i beschrieben ist. Das, Ergebnis der erfindungsgemäßen Kompensation ist dann eine Wechselstromfrequenz, die trägheitsfrei und ohne unzulässigen Fehler die ursprüngliche Meßgröße wiedergibt.
  • In der Abbildung bedeutet 4o-das drehbare System eines Zählers, z. B. für Leistung, 41 einen Trieb, 42 ein Zahnrad, 43 einen Vorwiderstand, der über 41 un4 42 vom Zähler 4o angetrieben wird, 44 seinen Bürstenabgriff, 45 ein Zahnrad zum Antrieb der Bürstenachse, 46 den zugehörigen Trieb, 47 einen Synchronmotor, 48 und 49 Schleifringanordnungen zur Stromzuführung auf die rotierenden Achsen, 5o und 51 Ausgangsklemmen für den vom Vorwiderstand 43 eingeregelten Gleichstrom, 52 und 53 Klemmen zum An@schluß des Synchronmotors an die Wechselstromfrequenz, die zur übertragung dient.
  • Die Wirkungsweise der Anordnung ist folgende: Der Zähler 4o dreht über das Zahnradpaar 4i, 42 den Vorwiderstand 43 mit einer Drehzahl, die mit großer Genauigkeit der ursprünglichen Meßgröße entspricht. Wegen der mechanischen Trägheit des Zählers kann sie allerdings einer Änderung der Meßgröße nur mit Verzögerung folgen. Der Bürstenarm 44 wird über das Zahnradpaar 45, 46 vom Synchronmotor 47 gedreht, der an der Spannung liegt, deren Frequenz als Hilfsgröße über die Leitung übertragen werden soll. Die Klemmen 52 und 53 sind daher mit den Klemmen 12 und 13 der Anordnung nach Abb. i verbunden zu denken. Ist nun die am Synchronmotor liegende Wechselstromfrequenz nicht in genauer Übeleinstimmung mit der ursprünglichen Meßgröße, so stimmen auch die Drehzahl des Vorwiderstandes 43 und die des Bürstenarmes 44 nicht miteinander überein. Es findet eine Relativverschiebung und damit eine Änderung des Abgriffs statt. Dies muß zu einer Korrektur der von der Anordnung nach Abb. i gelieferten Frequenz benutzt werden. Dies kann in der Weise geschehen, daß von einer Spannungsquelle ein Strom, der zwischen den Klemmen 5o und 51 durch den Bürstenabgriff eingeregelt wird, auf eine zweite Wicklung auf dem mittleren Schenkel der Drosselspule 5 bei Abb. i gegeben wird. Durch diese zusätzliche Änderung der Vormagnetisierung wird die Frequenz der Anordnung geändert, und zwar so lange, bis die fehlende Übereinstimmung hergestellt ist.
  • Nimmt man wieder eine Änderung der Meßgröße an, nachdem vorher der Gleichgewichtszustand erreicht war, so führt diese zu einer Änderung der zu übertragenden Frequenz, die auch den Synchronmotor 47 speist. Nimmt man an, daß das genaue Maß der erforderlichen Frequenzänderung z. B. 5 Hz sei, infolge der Fehler der Leistungsmessung und der sonstigen Fehler der Anordnung nach Abb. i nur eine Änderung von 4,5 Hz zustande gekommen sei, so ist die Korrektur der Frequenz um o,5 Hz zusätzlich notwendig. Während die erstgemannte große Änderung der Frequenz infolge des Meßprinzips nach Abb. i unverzögert folgt, wird der Rest mit einer Trägheit herauskorrigiert, die durch die mechanische Trägheit des Kompensationsapparates mach Abb.6 bedingt ist.
  • Die angeführten Ausführungen sind Beispiele, die durch eine Reihe von anderen Beispielen ergänzt werden könnten. Gemeinsam 'ist ihnen allen, daß als Hilfsgröße für die Übertragung die Frequenz benutzt wird, daß zwei Einrichtungen überlagert werden, von denen. die eine ohne Trägheit, aber mit geringer Genauigkeit, die andere mit Trägheit, aber großer Genauigkeit arbeitet, und die letztere in einer Kompensationsschaltung zum Ausgleich der Meßfehler der ersteren herangezogen wird. Dieser Fehlerausgleich ist mit Trägheit behaftet, während durch das erstere Verfahren der wesentlichste Teil einer Änderung unverzögert zur Anzeige kommt.
  • Wie die gewählten Ausführungsbeispiele zeigen, ist es dabei belanglos, ob,die Kompensation auf der Geberseite oder auf der Empfangsseite vorgenommen wird. Liegt sie auf der Empfangsseite, so wird es notwendig, eine Doppelübertragung vorzunehmen. Die in dem angeführten Ausführungsbeispiel vorgesehene Übertragung einer Wechselstrom- und einer Impulsfrequenz ist für die Erfindung nicht charakteristisch; es können auch z.B.zwei Wechselstromfrequenzen übertragen werden. In allen Fällen wird man jedoch zweckmäßigerweise von leitungssparendenübertragungsverfahren Gebrauch machen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Fernmeßverfahren mit dei zu übertragenden Meßgröße proportionaler Frequenz eines Wechselstromes oder einer Frequenz von Impulsen, dadurch gekennzeichnet, daß Einrichtungen vorgesehen sind, die nach zwei Fernmeßverfahren arbeiten, denen beiden die Übertragung mit der Frequenz als Hilfsgröße eigentümlich ist, von denen- das erste Verfahren nur angenähert, aber verzögerungsfrei, das zweite Verfahren mit großer Genauigkeit, aber auch mit Verzögerung wirkt, und die derartig miteinander vereinigt sind, daß die demersten Verfahren eigenen Umwandlungs- oder Anzeigefehler mit Hilfe einer selbsttätigen Kompensation nach dem zweiten Verfahren ausgeglichen werden. a. Fernmeßverfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Kompensation auf der Empfangsseite stattfindet und daß vom Gebeort zum Empfangsort zwei Frequenzen übertragen werden, die erste als Hilfsgröße des ersten verzögerungsfreien, die zweite als Hilfsgröße des zweiten genauen Fernmeßverfah.rens. 3. Fernmeßverfahren nach Anspruch i und a, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Übertragungsfrequenzen unter Zuhilfenahme von leitungssparenden Mitteln auf derselben Leitung übertragen werden. 4. Fernmeßverfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Frequenz als Wechselstrornfrequenz, die zweite als Impulsfrequenz übertragen wird. 5. Fernmeßverfahren nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Impulse durch Änderung der Intensität des Wechselstromes oder durch Änderung des Modulation.sgrades der Trägerfrequenz, die mit der Übertragungsfrequenz des ersten Verfahrens moduliert ist, durchgegeben werden.. 6. Fernmeßverfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte Kompensation schon auf der Geberseite stattfindet und nur einige Frequenz nach der Empfangsstelle übertragen wird, die verzögerungsfrei ist und mit großer Genauigkeit der übertragenen Meßgröße entspricht und am Empfangsort durch eine verzögerungsfrei und genau arbeitende Empfangseinrichtung angezeigt wird.
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