DE9103696U1 - Mechanisch spannungsarme Schleifstückbefestigung - Google Patents
Mechanisch spannungsarme SchleifstückbefestigungInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
Ringsdorff-Werke GmbH 53 00 Bonn 2
Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine mechanisch spannungsarme Befestigung eines elektrisch leitend mit einer
metallischen Unterlage fest verbundenen, für die Übertragung elektrischer Ströme bestimmten Schleifstücks auf
einem starren Träger mit Befestigungselementen aus der Gruppe Schrauben/Muttern, Nieten, die an der fest mit dem
Schleifstück verbundenen metallischen Unterlage verankert und durch in dem starren Träger befindliche Bohrungen
geführt sind und auf der dem Schleifstück abgewandten Seite des starren Trägers festgelegt sind.
Schleifstücke der im folgenden beschriebenen Art werden zur Übertragung elektrischer Ströme von einem stationären
Leiter auf das Triebaggregat von sich relativ zu diesem Leiter bewegenden Fahrzeugen mittels Pantographen
benutzt. Wegen ihres guten LaufVerhaltens, geringen Verschleißes an Schleifstück und Fahrdraht, ihrer mechanischen
Festigkeit, der Festigkeit gegen Abhebelichtbögen und ihrer Unempfindlichkeit gegen Umwelteinflüsse
werden heute bevorzugt Schleifstücke auf Basis Kohlenstoff verwendet. Derartige, im wesentlichen oder ganz aus
Kohlenstoff bestehende Schleifstücke sind mit einer metallischen Unterlage, die im folgenden auch als Fassung
bezeichnet wird, fest verbunden, deren Aufgabe es ist, die Widerstandsfähigkeit des KohlenstoffschleifStücks
gegen Durchbiegungen und Stöße zu erhöhen und eine
sichere Befestigung am Stromabnehmer zu ermöglichen.
Außerdem wird durch sie der vom Schleifstück vom
stationären Leiter aufgenommene Strom weitergeleitet.
sichere Befestigung am Stromabnehmer zu ermöglichen.
Außerdem wird durch sie der vom Schleifstück vom
stationären Leiter aufgenommene Strom weitergeleitet.
Für die Befestigung des Schleifstücks auf der Fassung
dienen verschiedene, dem Fachmann bekannte Ausführungsformen von Fassungen wie die Nietfassung, Schraubfassung oder die Bördelfassung. Bei all diesen Fassungen kann die Verbindung noch durch zusätzliche Verlötung des Schleifstücks mit der Fassung verbessert werden.
dienen verschiedene, dem Fachmann bekannte Ausführungsformen von Fassungen wie die Nietfassung, Schraubfassung oder die Bördelfassung. Bei all diesen Fassungen kann die Verbindung noch durch zusätzliche Verlötung des Schleifstücks mit der Fassung verbessert werden.
Seit einiger Zeit werden die Schleifstücke auch mittels
geeigneter Kleber, vor allen Dingen Kunstharzkleber mit den Fassungen fest verbunden. Der elektrische Stromfluß
zwischen Schleifstück und Fassung wird dabei durch
zwischen Schleifstück und Fassung befindliche Kontaktmittel wie leitfähige Kleber, Leitpasten, Metallfolien, Metallgewebebänder, galvanisch aufgebrachte Metallisierungen oder die Klebstoffschicht durchdringende
Metallpulver bewirkt. Aus Gründen der Gewichtsersparnis bestehen die Fassungen heute häufig aus Aluminiumprofilen.
zwischen Schleifstück und Fassung befindliche Kontaktmittel wie leitfähige Kleber, Leitpasten, Metallfolien, Metallgewebebänder, galvanisch aufgebrachte Metallisierungen oder die Klebstoffschicht durchdringende
Metallpulver bewirkt. Aus Gründen der Gewichtsersparnis bestehen die Fassungen heute häufig aus Aluminiumprofilen.
Die Schleifstücke können gerade oder gebogen sein. Die
metallische Fassung ist der jeweiligen Form des Schleifstücks stets angepaßt. Bei einigen Anwendungsfällen
müssen die mit den Fassungen fest verbundenen Schleifstücke, im folgenden auch Schleifstück/Fassung-Kombinationen genannt, noch auf einem weiteren, starren Träger befestigt werden. Dazu wird die Schleifstück/Fassung-Kombination mittels in der Fassung verankerter Befestigungselemente wie z.B. Schrauben auf dem starren Träger festgespannt. Diese Art der Befestigung ist verbesserungsbedürftig, da so befestigte Schleifleisten
metallische Fassung ist der jeweiligen Form des Schleifstücks stets angepaßt. Bei einigen Anwendungsfällen
müssen die mit den Fassungen fest verbundenen Schleifstücke, im folgenden auch Schleifstück/Fassung-Kombinationen genannt, noch auf einem weiteren, starren Träger befestigt werden. Dazu wird die Schleifstück/Fassung-Kombination mittels in der Fassung verankerter Befestigungselemente wie z.B. Schrauben auf dem starren Träger festgespannt. Diese Art der Befestigung ist verbesserungsbedürftig, da so befestigte Schleifleisten
immer wieder durch Bruch versagen, ehe sie durch Abrieb auf ihre Mindesthöhe abgefahren worden sind. Der Grund
für dieses Versagen wird in mechanischen Spannungen gesehen, die sich im Schleifstück bei Temperaturschwankungen
aufbauen und die im Mikrobereich des im wesentlichen aus feinkristallinem Kohlenstoff bestehenden
Schleifstücks die Materialfestigkeit teilweise übersteigen, wenn das Schleifstück starr eingespannt ist.
Dieser Sachverhalt wird durch folgende Messungen bestätigt: Schleifstück/Fassung-Kombinationen, die mit
einer U-Schiene starr verschraubt waren, hatten im Ausgangszustand eine mittlere Scherfestigkeit von
8,5 N/mm2. Dieser starr verschraubte Komplex aus Schleifstück/Fassung-Kombination
und starrem Träger wurde innerhalb von 10 Tagen 25 mal von -20 °C auf +80 °C aufgeheizt und wieder auf -2 0 °C abgekühlt. Nach dieser
Beanspruchung hatten die Schleifleisten einen deutlich dumpferen Klang als unbeanspruchte Schleifleisten - ein
qualitatives Merkmal für eine Schädigung der inneren Struktur - und nur mehr eine mittlere Scherfestigkeit
von 5,9 N/mm2. Obwohl in keinem der untersuchten Fälle ein äußerlich erkennbarer Bruch der Kohlenstoffschleifleiste
erkennbar war, geht aus dem gemessenen Festigkeitsabfall von ca. 30 % deutlich hervor, daß so
arretierte Schleifleisten durch Temperaturwechselbeanspruchungen geschädigt werden. Dabei ist zu beachten,
daß die Temperaturschwankungen beim Betrieb der Schleifstücke infolge witterungsbedingter, jahreszeitlicher,
tageszeitlicher und betrieblicher Einflüsse deutlich über dem in der Laboruntersuchung gewählten Wert von 100 K
liegen können. Das Experiment erklärt die oben beschriebenen Frühausfälle von starr verschraubten Schleifstücken.
Es war deshalb die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Befestigung eines elektrisch leitend mit einer
metallischen Fassung fest verbundenen Kohlenstoffschleifstücks mit einem starren Träger zu schaffen, bei der
keine Beeinträchtigung der Festigkeit oder Brüche des Schleifstücks durch Temperaturwechsel mehr auftreten.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die zwischen der Fassung des Schleifstücks und dem starren Träger
wirkenden Befestigungselemente, insbesondere Schrauben oder Nieten, mit Federelementen versehen sind, die
zwischen dem von Schleifstück wegweisenden Ende der Befestigungselemente als einem Widerlager und dem starren
Träger als zweitem Widerlager gespannt sind. Die Verbindungselemente, im wesentlichen Schrauben oder
Nieten, können in jeder in der Technik bekannten Weise in der Fassung des Kohlenstoffschleifstücks verankert sein.
Erfindungswesentlich ist, daß sie, von der Fassung des
Kohlenstoffschleifstücks ausgehend, durch Löcher in dem
starren Träger reichen und auf der dem Schleifstück abgewandten Seite des Trägers so weit über dessen
Oberfläche überstehen, daß auf ihnen Federelemente montiert werden können. Die Federelemente stützen sich
einerseits an dem Ende des Befestigungselements, das sich auf der dem Schleifstück abgewandten Seite des Trägers
befindet, an Auflagen in Form von z.B. Schrauben- oder Nietenköpfen, Muttern oder Stiften ab, auf der anderen
Seite liegen sie gegebenenfalls unter Zwischenlegung von Stützscheiben auf dem starren Träger auf. Die
Bohrungen in dem starren Träger haben, gemessen an dem Durchmesser oder den Seitenmaßen der Befestigungselemente
ein geringes Übermaß. Als Federelemente können alle Mittel mit Federwirkung verwendet werden, die in der
vorbeschriebenen Weise angebracht werden können. Bevorzugt werden als Federelemente Blattfedern, Schrauben-
federn, Tellerfedern oder Elemente auf Basis von Elastomeren wie Gummi oder Kunststoff verwendet.
Eine andere erfindungsgemäße Lösung zur Befestigung der
Schleifstück/Fassung-Kombination auf dem starren Träger besteht darin, daß sich die auf den Befestigungselementen
wie z.B. Schrauben, Nieten befindlichen Federelemente im Inneren der Fassung befinden und dort zwischen zwei
Widerlagern gespannt sind. Das eine Widerlager befindet sich an dem dem Schleifstück zugekehrten Ende des von
unten in die Fassung hineinragenden Befestigungselements und wird durch Schrauben- oder Nietenköpfe, Scheiben,
Stifte oder ähnliche, als Anschlag wirkende Mittel gebildet. Das zweite Widerlager befindet sich in Ausnehmungen
innerhalb der dem starren Träger zugekehrten Seite der Fassung. Diese Ausnehmungen können in einem die
Fassung in Längsrichtung durchsetzenden Kanal, der auf der dem starren Träger zugekehrten Seite einen Längsschlitz
oder öffnungen in der Größe mindestens des Durchmessers der Befestigungselemente hat oder in einzeln
angebrachten oder auch eingeformten Ausnehmungen oder Verankerungsvorrichtungen bestehen, die jeweils eine
entsprechende öffnung für den Durchgang der Befestigungselemente haben. Der Kanal, die sonstigen Ausnehmungen
oder Verankerungsvorrichtungen haben eine solche räumliche Gestalt, daß sie den mit Federelementen versehenen
Teil der Befestigungselemente im nicht gespannten Zustand aufnehmen können und daß sich an der Innenseite der dem
starren Träger zugekehrten Seite ein Widerlager für die Federelemente befindet.
Das Festlegen der Befestigungselemente und das Anspannen der Federelemente geschieht durch Spann- und Arretierungsmittel,
die auf der dem Schleifstück abgewandten Seite des starren Trägers auf den Befestigungselementen
angebracht sind und für die als Widerlager für diesen Teil der Befestigungsanordnung die dem Schleifstück
abgewandte Fläche des starren Trägers benutzt wird. Derartige Spann- und Arretierungsmittel sind im wesentlichen
selbstsichernde Muttern. Es können jedoch auch alle anderen gleichwirkenden Mittel sein, die dem Fachmann
bekannt sind.
Nach einer weiteren Möglichkeit zur Befestigung der Schleifstück/Fassung-Kombination auf dem starren Träger
üben die Federelemente gleichzeitig die Funktion von Befestigungselementen aus. D.h., die Federelemente sind
einerseits an der metallischen Unterlage des Schleifstücks und andererseits auf der dem Schleifstück zugekehrten
Seite des starren Trägers verankert. Um den im Betrieb senkrecht zur Längserstreckung der Schleifstück/
Fassung-Kombination wirkenden Schubkräften standhalten zu können, müssen die Befestigungselemente entweder
mechanisch hinreichend stabil sein, oder die Schleifstückfassung muß durch konstruktive Maßnahmen auf dem
starren Träger abgestützt sein.
Eine federnde Befestigung der Schleifstück/Fassung-Kombination auf dem starren Träger mittels an der Fassung
und dem starren Träger verankerter Schrauben ist schließlich auch möglich, wenn sich zwischen Fassung und starrem
Träger auf die Schrauben aufgeschobene Federelemente befinden. Bei dieser Lösung wirkt die Federung allerdings
nur in Richtung auf den starren Träger.
Grund für die temperaturwechselbedingten Spannungen in der Schleifstück/Fassung-Träger-Kombination sind die
unterschiedlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten der miteinander gepaarten Materialien. Der lineare Wärmeausdehnungskoeffizient
von Kohlenstoffschleifleisten ist
mit 3 - 5 &khgr; 10~6/&Kgr; um den Faktor von ca. 3 kleiner als
derjenige von Eisen mit 12 &khgr; 10"6/K und um ca. das
6-fache kleiner als Aluminium mit 24 &khgr; 10"6/&kgr;· &Egr;&iacgr;-&eegr;
Materialpaar, das aus einer Kohlenstoffschleifleiste und
einer mit dieser fest verbundenen metallischen Fassung besteht, wird sich bei Temperaturänderungen den unterschiedlichen
thermischen Ausdehnungskoeffizienten der Komponenten gemäß einer Bimetallanordnung ähnlich verbiegen.
Wird das Materialpaar an einem derartigen Verbiegen, z.B. wie im vorstehenden beschrieben, durch Verspannen
des mit der Fassung fest verbundenen Kohlenstoffschleifstücks mit einer starren, nicht biegsamen Unterlage
gehindert, bauen sich in den miteinander verbundenen Körpern mechanische Spannungen auf, die in den polykristallinen
Kohlenstoffschleifstücken zunächst zu von außen nicht erkennbaren Mikrorissen führen, die aber bei
weiterer Beanspruchung z.B. durch die Stöße beim Fahrbetrieb weiter wachsen und schließlich den Ausfall des
SchleifStücks durch Bruch bewirken.
Bei mit Fassungen kombinierten Kohlenstoffschleifstücken,
die nicht starr mit einer sich nicht verbiegenden Unterlage verspannt sind, ist ein derartiger Schadensverlauf bisher nicht festgestellt worden. Derartige
Schleifstück/Fassung-Kombinationen verbiegen sich bei
Temperaturwechseln, wodurch der Aufbau schädlicher Spannungen verhindert wird. Gerade Kombinationen biegen
sich durch, bei mit einer Biegung hergestellten Kombinationen ändert sich die Wölbungshöhe.
Da mit derartigen Verbiegungen Änderungen der Längserstreckung der durch Projektion der Schleifstück/
Fassung-Kombination auf den Träger erhaltenen Fläche einhergehen, sich also die Schleifstück/Fassung-Kombination
relativ zu dem Träger verlängert oder ver-
kürzt, können in den Verbindungselementen, die die Schleifstück/Fassung-Kombination mit dem Träger verspannen
wiederum Schäden verursachende Spannungen auftreten, wenn diesen relativen Längenänderungen nicht
durch konstruktive Maßnahmen begegnet wird. Eine Ausführungsform der Erfindung sieht deshalb vor, daß sich in
dem starren Träger unterhalb der mittleren Zone des Schleifstücks eine Bohrung befindet, in der ein Befestigungselement
mit geringem Spiel geführt wird, so daß das Schleifstück in dieser Position gegen seitliche
Bewegungen fixiert ist. Wo dies zweckmäßig erscheint, können auch mehr Bohrungen zu diesem Zweck angebracht
werden. Sie sind aber auf die unter der Mitte des Schleifstücks befindliche Zone des starren Trägers
beschränkt. Die seitlich außerhalb dieser mittleren Bohrung(en) liegenden Durchbrechungen zur Durchführung
der Befestigungselemente sind als parallel zur Längserstreckung des Trägers verlaufende Langlöcher ausgebildet.
Bei ausreichender Abstützung der Schleifstück/ Fassung-Kombination in den Halterungen an den Enden der
Fassung des SchleifStücks kann auch auf die mittig angebrachten Befestigungselemente verzichtet werden. Die
an den Enden der SchleifStückfassung vorhandenen Befestigungen sind dann ebenfalls in Langlöchern geführt.
Auf diese Weise wird den Befestigungselementen ermöglicht, den mit Temperaturwechseln und den damit verbundenen
Verbiegungen einhergehenden Bewegungen der Schleifstück/Fassung-Kombination zu folgen und einen
Aufbau von Spannungen zu vermeiden. Zur Lösung dieses Problems sind auch Kombinationen der vorbeschriebenen
Lösungen mit an dem starren Träger geführten Gleitauflagen der Schleifstück/Fassung-Kombination möglich.
Die Erfindung wird im folgenden beispielhaft anhand von Figuren erläutert:
Fig. 1 zeigt einen senkrecht zur Längserstreckung einer erfindungsgemäßen Anordnung aus Kohlenstoffschleifstück/Fassung
und starrem Träger geführten Querschnitt.
Fig. 2 gibt einen Querschnitt analog Fig. 1 wieder. Als Federelement dient hier eine auf ein
Gleitrohr montierte Tellerfeder.
Fig. 3 stellt einen Querschnitt entsprechend Fig. 1, jedoch mit einem Gummi- oder Kunststoffederelement
dar.
Fig. 4 veranschaulicht einen Querschnitt parallel zur Längsachse einer erfindungsgemäßen Anordnung
Kohlenstoffschleifstück/Fassung/starrer Träger
mit einer Blattfeder als Befestigungselement.
Fig. 5 zeigt einen Querschnitt senkrecht zur Längsachse einer erfindungsgemäßen Anordnung aus Kohlenstoff
schleif stück, Fassung und starrem Träger mit einer in der Fassung befindlichen Federungsanordnung.
Fig. 6 gibt einen senkrecht zur Längserstreckung einer erfindungsgemäßen Anordnung aus Kohlenstoffschleifstück/Fassung
und starrem Träger geführten Querschnitt wieder, bei dem das Federelement zwischen SchleifStückfassung und starrem Träger
angeordnet und gleichzeitig Befestigungselement ist.
Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Befestigungsanordnung
in einem senkrecht zur Längserstreckung des Schleifstücks geführten Querschnitt. Das Schleifstück 1 aus Kohlenstoff
ist mit einem Kunstharz 2 auf eine metallische, profilierte Unterlage oder Fassung 3 aufgeklebt. Zwischen
dem Schleifstück 1 und der Fassung 3 befindet sich noch eine, eine Klebeverbindung herstellende, ausgehärtete
Kunstharzschicht 4, die zur Herstellung einer elektrisch leitenden Verbindung zwischen dem Schleifstück 1 und der
Fassung 3 mit Teilchen eines elektrisch gut leitenden Metalls gefüllt ist, deren Größe bzw. mittlerer Durchmesser
mindestens der Stärke der Harzschicht im ausgehärteten Zustand entspricht. In der T-profilförmigen
Nut 5 an der dem Schleifstück 1 abgewandten Seite der Fassung 3 ist mit ihrem Kopf 6 eine Schraube 7 befestigt,
die durch eine in dem starren Träger 8 befindliche Bohrung 9 hindurchgeführt ist und in den von den
Schenkeln 10, 10' des starren Trägers 8 umgebenden Raum hineinragt. Über die Schraube 7 ist eine Schraubendruckfeder
11 geschoben, die auf einer Seite über eine Stützscheibe 12 auf der dem Schleifstück 1 abgewandten
Seite des starren Trägers 8 und auf der anderen Seite über eine zweite Stützscheibe 12· gegen eine auf der
Schraube 7 befindliche selbstsichernde Mutter 13 abgestützt und verspannt ist. Zur Verbesserung der Stabilität
der Halterung ist der starre Träger 8 dem Profil der Fassung 3 angepaßt.
Fig. 2 ist ein im Prinzip gleicher Querschnitt wie in Fig. 1. Der Unterschied besteht darin, daß als Federelement
29 eine auf ein Gleitrohr 14 montierte Tellerfeder 15 verwendet wird.
Fig. 3 gibt die in Fig. 1 und 2 gezeigten Anordnungen mit einem Kunststoff- oder Gummifederelement 16 wieder.
Fig. 4 zeigt einen Querschnitt parallel zur Längsachse der erfindungsgemäßen Anordnung mit einer Blattfeder
als Federelement 29. Der Aufbau entspricht in den anderen Details im wesentlichen den in den Figuren 1 bis 3
wiedergegebenen Anordnungen.
In Fig. 5 ist eine auf einem starren Träger 8 mechanisch
spannungsarm verspannte Kombination aus einem auf eine metallische Unterlage oder Fassung 3 mittels eines Kunstharzes
mit einer elektrisch leitenden metallischen Einlage 4 fest verklebten Schleifstücks 1 im Querschnitt
dargestellt, bei der die Federungsanordnung 20 innerhalb der Fassung 3 angeordnet ist. Die Fassung 3 hat einen in
Längsrichtung verlaufenden Kanal 18, der auf der dem starren Träger 8 zugekehrten Seite einen Schlitz 19 mit
einer lichten Weite von etwas mehr als dem Durchmesser der als Befestigungselement dienenden Schraube 7 hat.
In diesem Kanal 18 befindet sich der obere Teil der als Befestigungselement wirkenden Schraube 7 mit dem Federelement
29, das hier als Schraubendruckfeder 11 ausgebildet ist. Die Schraubendruckfeder 11 ist an einer
Stützscheibe 12, die an dem Kopf 6 der Schraube 7 anliegt als einem Widerlager 21 abgestützt. Das entgegengesetzte
Widerlager 22 wird durch die Federauflage auf der Innenseite 2 3 der dem starren Träger 8 zugewandten Wand 24 des
Kanals 18 der Fassung 3 gebildet. Der Raum in der Fassung 3, der den die Feder 11 tragenden Teil der
Schraube 7 aufnimmt, ist so hoch, daß er den oberhalb des Widerlagers 22 befindlichen Teil der Befestigungsanordnung im entspannten Zustand aufnehmen kann. In der
vorliegenden Figur 5 ist die Befestigungsanordnung im gespannten Zustand wiedergegeben. Die in der Fassung 3
festgelegte Schraube 7 ist durch den Schlitz 19 in der Fassung 3 und durch eine mit dem Schlitz 19 fluchtende
Öffnung 9 in dem starren Träger 8 geführt und ragt über die dem Schleifstück 1 abgewandte Seite des starren
Trägers 8 hinaus. Auf dieser Seite befindet sich auf der Schraube 7 eine selbstsichernde Mutter 13 mit der die
Befestigungsanordnung aus Schraube 7, Schraubendruckfeder 11 und Mutter 13 in den Widerlagern 21; 2 2 gegen
die dem Schleifstück 1 abgewandte Seite des starren Trägers 8 unter Zwischenlegung einer Stützscheibe 12' als
Widerlager gespannt ist.
Die in Fig. 6 dargestellte spannungsarme Befestigung der Schleifstück l/Fassung 3-Kombination hat ein Federelement
29; 16 das zwischen dem starren Träger 8 und der Fassung 3 unter einer mittleren Spannung angeordent ist.
Das Schleifstück 1 ist mit der metallischen Unterlage oder Fassung 3 durch eine Schicht 4 aus ausgehärtetem
Kunstharzkleber in das ein leitfähiges Metallpulver eingelagert ist, unlösbar verbunden. Das Federelement 29
ist als Kunststoff- oder Gummifederelement 16 ausgebildet. Es ist über zwei in ihm verankerte
Schrauben 25; 25' mit der Fassung 3 und mit dem starren Träger 8 verbunden. Die der Fassung 3 zugekehrte
Schraube 2 5 ist direkt in einem in der Fassung 3 befindlichen Gewinde 26 durch Einschrauben der mit dem Federelement
16 fest verbundenen Schraube 25 verankert. Das Federelement 16 liegt an der Unterseite 27 der Fassung 3
mit ihrer gesamten Oberseite auf. Die Schraube 25' des Federelements 16, die sich auf der dem starren Träger 8
zugewandten Seite des Federelements 16 befindet, ist durch eine in dem starren Träger 8 vorhandene Bohrung 9
geführt. Sie erstreckt sich in den von den Schenkeln 10; 10' des starren Trägers 8 flankierten Raum 28 und ist
mittels einer auf einer Stützscheibe 12 aufliegenden, selbstsichernden Mutter 13, die gegen die dem Feder-
element 16 abgewandte Seite des starren Trägers 8 gespannt
ist, festgelegt. Das Elastomerfederelement 16 ist über die ganze, auf dieser Seite vorhandenen Fläche auf
dem starren Träger 8 abgestützt.
Claims (5)
1. Mechanisch spannungsarme Befestigung eines elektrisch leitend mit einer metallischen Unterlage (3) fest verbundenen,
für die Übertragung elektrischer Ströme bestimmten Schleifstücks (1) auf einem starren
Träger (8) mit Befestigungselementen (7) aus der Gruppe Schrauben (7)/ Muttern, Nieten, die an der fest
mit dem Schleifstück (1) verbundenen metallischen Unterlage (3) verankert und durch in dem starren
Träger (8) befindliche Bohrungen (9) geführt sind und auf der dem Schleifstück (1) abgewandten Seite des
starren Trägers (8) festgelegt sind, dadurch gekennzeichnet, daß
die Befestigungselemente (7) mit Federelementen (29) versehen sind, die zwischen dem vom Schleifstück (1)
wegweisenden Ende der Befestigungselemente (7) als einem Widerlager und dem starren Träger (8) als
zweitem Widerlager gespannt sind.
2. Mechanisch spannungsarme Befestigung eines Schleifstücks (1) auf einem starren Träger (8) nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Befestigungselemente (7) mit Federelementen (29) versehen sind und an ihrem, dem Schleifstück (1) zugewandten
Ende erste Widerlager (21) für Federelemente (29) haben und die mit dem Schleifstück (1)
verbundene metallische Unterlage (3) Aufnahmen für die Befestigungselemente (7) sowie die auf den Befestigungselementen
(7) befindlichen Federelemente (29) hat und diese Aufnahmen in der metallischen Unterlage (3)
des Schleifstücks (1) auf der dem starren Träger (8) zugewandten Seite als zweite Widerlager (22) wirkende
Unterlagen für die Federelemente (29) aufweist und
die Befestigungselemente (7) auf der dem Schleifstück (1) abgewandten Seite des starren Trägers (8) in
einer solchen Weise festgelegt sind, daß die auf den Befestigungselementen (7) befindlichen Federelemente
(29) zwischen den beiden Widerlagern 21; 2 2 unter Spannung stehen.
3. Mechanisch spannungsarme Befestigung eines elektrisch
leitend mit einer metallischen Unterlage (3) fest verbundenen, für die Übertragung elektrischer Ströme
bestimmten SchleifStücks (1) auf einem starren Träger (8),
dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens ein an der metallischen Unterlage (3) des Schleifstücks (1) verankertes Federelement (29) mit
der dem Schleifstück (1) zugewandten Seite des starren
Trägers (8) fest verbunden ist.
4. Mechanisch spannungsarme Befestigung eines Schleifstücks (1) auf einem starren Träger (8) nach den
Ansprüchen 1, 2 und 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Federelemente (29) Elemente aus der Gruppe Blattfedern (17), Schraubenfedern (11), Tellerfedern (15)
sind.
5. Mechanisch spannungsarme Befestigung eines Schleif-Stücks
(1) auf einem starren Träger (8) nach den Ansprüchen 1, 2 und 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Federelemente (29) Elemente auf Basis Gummi oder Kunststoff (16) sind.
Mechanisch spannungsarme Befestigung eines Schleifstücks (1) auf einem starren Träger (8) nach den
Ansprüchen 1, 2, 4 und 5
dadurch gekennzeichnet, daß
dadurch gekennzeichnet, daß
die Bohrungen (9) in dem starren Träger (8), durch die die Befestigungselemente (7) geführt sind und mit
denen die Position des auf der Fassung (3) montierten Schleifstücks (1) relativ zum starren Träger (8)
festgelegt ist, als parallel zur Längserstreckung des starren Trägers (8) sich erstreckende Langlöcher ausgebildet
und so dimensioniert sind, daß die durch Temperaturänderungen verursachten Längenänderungen der
Paarung Schleifstück (1)/Fassung (3) relativ zum starren Träger (8) durch Gleitbewegungen in den Langlöchern
ohne Aufbau schädlicher mechanischer Spannungen möglich sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9103696U DE9103696U1 (de) | 1991-03-26 | 1991-03-26 | Mechanisch spannungsarme Schleifstückbefestigung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9103696U DE9103696U1 (de) | 1991-03-26 | 1991-03-26 | Mechanisch spannungsarme Schleifstückbefestigung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE9103696U1 true DE9103696U1 (de) | 1991-06-27 |
Family
ID=6865682
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE9103696U Expired - Lifetime DE9103696U1 (de) | 1991-03-26 | 1991-03-26 | Mechanisch spannungsarme Schleifstückbefestigung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE9103696U1 (de) |
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| USD349106S (en) | 1992-07-29 | 1994-07-26 | Kabushiki Kaisha Toshiba | Electronic computer |
| USD357465S (en) | 1993-04-22 | 1995-04-18 | Kabushiki Kaisha Toshiba | Electronic computer |
| USD361062S (en) | 1993-03-17 | 1995-08-08 | Kabushiki Kaisha Toshiba | Electronic computer |
| USD368077S (en) | 1994-09-30 | 1996-03-19 | Kabushiki Kaisha Toshiba | Electronic computer |
| USD381964S (en) | 1995-10-06 | 1997-08-05 | Kabushiki Kaisha Toshiba | Electronic computer |
| DE102017128173A1 (de) * | 2017-11-28 | 2019-05-29 | Conductix-Wampfler Gmbh | Stromabnehmer und Schleifleitungssystem |
-
1991
- 1991-03-26 DE DE9103696U patent/DE9103696U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| USD349106S (en) | 1992-07-29 | 1994-07-26 | Kabushiki Kaisha Toshiba | Electronic computer |
| USD361062S (en) | 1993-03-17 | 1995-08-08 | Kabushiki Kaisha Toshiba | Electronic computer |
| USD357465S (en) | 1993-04-22 | 1995-04-18 | Kabushiki Kaisha Toshiba | Electronic computer |
| USD368077S (en) | 1994-09-30 | 1996-03-19 | Kabushiki Kaisha Toshiba | Electronic computer |
| USD381964S (en) | 1995-10-06 | 1997-08-05 | Kabushiki Kaisha Toshiba | Electronic computer |
| DE102017128173A1 (de) * | 2017-11-28 | 2019-05-29 | Conductix-Wampfler Gmbh | Stromabnehmer und Schleifleitungssystem |
| US11018469B2 (en) | 2017-11-28 | 2021-05-25 | Conductix-Wampfler Gmbh | Current collector and conductor line system |
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