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Schleudermaschine für Suspensionen und Emulsionen Die Erfindung bezieht
sich auf Schleuderinaschinen für Suspensionen und Emulsionen und bezweckt deren
Ausbildung, derart, daß sie nicht nur für die Separierung z. B. von Schlamm, sondern
auch erforderlichenfalls für seine Separierung und Zerlegung entsprechend verschiedenen
Sedimentationskonstanten geeignet sind.
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In einem gewöhnlichen Separatorenläufer läuft die Flüssigkeit an beliebiger
Stelle im Trennraum mit einer im wesentlichen konstanten Winkelgeschwindigkeit um.
Hierbei haben beispielsweise die Schlammteilchen, die in dem Läufer der Flüssigkeit
auf ihrem Wege in Richtung auf die Umlaufachse folgen, keinen stabilen Gleichgewichtszustand,
in dem die nach außen gerichtete Sedimentationsgeschwindigkeit des Teilchens, die
durch das Produkt der Sedimentationskonstanten mit der Beschleunigung gebildet wird,
gleich der nach innen gerichteten Geschwindigkeit der Flüssigkeit ist. Daraus ergibt
sich, daß man in einem solchen Separator Teilchen von verschiedenen Sedimentationskonstanten
nicht voneinander trennen kann.
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Die in einem solchen Separatorenläufer erzielbare Beschleunigung ist
an keiner Stelle größer als diejenige, die in dem Läufer im .größten Abstand von
der Achse herrscht. Will man die Beschleunigung erhöhen, so kann man hierzu entweder
den Durchmesser oder die Umlaufzahl des Läufers erhöhen. Da aber die Beanspruchungen
des Läufers praktisch dem Quadrat der Umfangsgeschwindigkeit proportional sind,
setzt sein Material der Vergrößerung des Durchmessers eine Grenze; will man die
Beschleunigung erhöhen, so kann man dies durch Verringerung des Durchmessers und
Erhöhung
der Umlaufzahl erreichen. Daraus ergibt sich jedoch eine
kurze Laufzeit und eine geringe Leistung des Separators.
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Nach der Erfindung kann man die das Absetzen der Teilchen bewirkende
Beschleunigung gegenüber derjenigen in einem gewöhnlichen Separator dadurch beträchtlich
erhöhen, daß man gewisse hydrodynamische Gesetze anwendet. Nach der Erfindung findet
die Sepärierung in solchen Abschnitten des: Separatorenläufers statt, in idenen
sich die Flüssigkeit mit einer praktisch unveränderlichen Energie nach der Drehachse
zu (zentripetal) bewegt. Wenn eine Flüssigkeit mit einer gegebenen Umfangsgeschwindigkeit
in beliebigem radialem Abstand von der Drehachse zu einer Bewegung in Richtung auf
die Achse veranlaßt wird, so findet ein Gleiten oder ein Schlupf statt. Unter Gleiten
versteht man hier eine Relativbewegung in Umfangsrichtung zwischen der Flüssigkeit
und dem Läufer -unter der Voraussetzung, daß die Energie der Flüssigkeit konstant
bleibt. Ist die Zentripetalgeschwindigkeit der Flüssigkeit nicht zu niedrig, so
ist der Einfluß der Viskosität auf das Gleiten so gering, daß die Energie der Flüssigkeit
praktisch konstant bleibt.
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Wenn die zu behandelnde Flüssigkeit in den Trennraum eintritt, wird
sie in der Winkelgeschwindigkeit der Zentrifugentrommel mitgeführt und bewegt sich
also nur langsam im Verhältnis zu der Auslaßmündung es Zulaufkän.als. Bei normalen
Zentrifugentromm@eln wird sie dann gezwungen, bei Einwärtsströmung diese Winkelgeschwindigkeit
beizubehalten. Nach der Erfindung soll der Flüssigkeit .dagegen .die Möglichkeit
gegeben werden, bei Einwärtsström:ung gegen die Rotationsachse ihre Winkelgeschwindigkeit
zu vergrößern, so daß sie ihre Bewegungsenergie und Druckenergie im wesentlichen
beibehält. DeDruckenergie wird dabei nach einem hydrodynamischen Gesetz in Blewegungsenergie
in Form einer Umfangsgeschwindigkeit umgewandelt, die zu .derjenigen Umfangsgeschwindigkeit
hinzutritt, welche die Flüssigkeit beim Eintritt in den Trennraum hat. .Dse Winkelgeschwindigkeit
wird dadurch, daß die Flüssigkeit sich nach innen bewegt, stark vergrößert, und
dies bringt eine kräftige Vergrößerung der Zentrifugalkraft mit sieh. Die Zentrifugalkraft
wächst also bei Einwärtsströmung. In dem bei der E,inwärtsbewegung rasch zunehmenden
Zentrifugalkraft£eld besteht eine Reihe Gleichgewichtszustände bzw. Gleichgewichtsniveaus
für die schlamm- oder emulsionsbildenden Partikel in Abhängigkeit von den Sedirnentationskonstanten
der Partikel.
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Das Gleiten hat zur Folge, daß die Umfangsgeschwindigkeit der Flüssigkeit
,bei ihrer Bewegung in Richtung auf die Drehachse ansteigt; in gleicher Weise wächst
die Zentripetalbeschleunigung, wenn auch beträchtlich schneller. In der in dieser
Weise sich bewegenden Flüssigkeit enthaltene Schlammteilchen bleiben in bestimmten
radialen Abständen von der Achse in der Flüssigkeit stabil suspendiert oder schwimmend.
Teilchen mit hoher Sedimentationskonstante bleiben in der Flüssigkeit auf einen
größeren Aehsabstand suspendiert als solche mit niedrigerer Konstante. Gestaltet
man das Innere des Separatorenläufers in zweckentsprechender Weise, -so kann man
diese suspendierten Teilchen aus der zu schleudernden Flüssigkeit herausziehen,
in verschiedenen Schlammräumen sammeln und nach ihrer Separierbarkeit voneinander
trennen. Des weiteren haben die äußerst hohen Beschleunigungswerte, die in den mittleren
Teilen des Trennraumes :des Läufers herrschen, die Wirkung einer ganz erheblichen
Steigerung der Separierschärfe.
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Eine notwendige Vorbedingung für das Gleiteis besteht darin, daß der
oder die Läuferräume, durch die die Flüssigkeit auf ihrem Wege vom Ein- zum Auslaß
hindurchgeht, so gestaltet sind, daß sie der Bewegung den geringstmöglichen Widerstand
entgegensetzen. Sämtliche in diesem Bereich von der Flüssigkeit .benetzten Stellen
werden daher zweckmäßig rotationssymmetrisch in bezug auf die Drehachse und mit
einer glatten oder polierten Oberfläche ausgestaltet, so daß die Relativbewegung
zwischen der Flüssigkeit und den mit ihr in Berührung kommenden Wandungen sowenig
wie möglich durch Reibung behindert wird.
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Eine mit dem Separator nach der Erfindung beseitigte besondere Schwierigkeit
ist die Rückgewinnung der Energie der Flüssigkeit am Auslaß aus dem Trennraum des
Separatorenläufers. Ließe man die Flüssigkeit ohne irgendwelche Maßnahmen in dieser
Richtung aus dem Läufer austreten, so wäre :der Energieverlust ganz beträchtlich.
Nach der Erfindung würde diese Energie, die sich aus der Relativbewegung zwischen
der Flüssigkeit und dem Läufer ergibt, durch TJmwandlun:g der Geschwindigkeit der
Flüssigkeit in Druck zurückgewonnen, der dann dazu verwendet wird, die Flüssigkeit
nach Auslässen zu befördern, die nahe bei der Achse des Läufers liegen. Die dies
ermöglichende Anordnung bildet daher einen bedeutsamen Bestandteil der Erfindung.
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Das die Erfindung kennzeichnende wesentliche Merkmal besteht darin,
daß der Separatorenläufer mit wenigstens zwei ringförmigen Kammern versehen ist,
die voneinander durch eine Scheidewand getrennt, längs der Läuferachse hintereinander
angeordnet sind und miteinander über eine freie Innenkante der Scheidewand in Verbindung
stehen. Dabei gelangt die Flüssigkeit unter Druck durch Kanäle im Läufer in eine
dieser Kammern .an in radialer Richtung außerhalb der freien Innenkante der nächsten
Scheidewand liegenden Stellen und fließt über diese hinweg durch die andere Kammer
in im wesentlichen axialer Richtung und wird aus dieser ausgetragen.
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Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der Erläuterung einiger
Ausführungsbeispiele an Hand der Zeichnung, auf der eine Schleudermaschine nach
der Erfindung in einigen Ausführungsmöglichkeiten veranschaulicht ist.
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Fig. z, a und 3 zeigen in axialen Längsschnitten die linke Hälfte
eines Separators nach der Erfindung und stimmen im wesentlichen, jedoch mit Ausnahmeeiniger
Einzelheiten, überein;
Fi:g. 4 und 5 zeigen Querschnitze nach den
Linien IV-IV bzw. V-V in Fig. 2 bzw. 3.
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Der Separator nach Fi.g. i besteht aus einem unteren trommelartigen
Teil i, einem als Deckel ausgebildeten Oberteil 2 und einem Verschlußring 3, der
die Teile i und 2 durch Gewinde 4 verbindet, wodurch der Separatorenläufer entsteht.
Zwischen den Teilen i und 2 ist eine Dichtung 5 vorgesehen. Der Unterteil i sitzt
auf dem kegelförmigen Ende der Antriebswelle 6 mittels einer ',Mutter 7, die in
ein Gewinde 8 .der Antriebswelle 6 eingreift. Die Welle 6 weist für den 1),urchtritt
der Schleuderflüssigkeit eine mittlere Längsbohrung 9 auf, die mit einer Bohrung
io der Mutter 7 in Verbindung steht. Im Läufer ist ein ringförmiger Teil i i durch
eine entsprechende Ausnehmung 12 im Unterteil i zentriert. Der ringförmige Teil
i i hat eine mittlere Öffnung 13, die unter Einfügung einer Dichtung 15 durch eine
Schraubkappe 14 verschlossen wird. Im Teil i i vorgesehene .Kanäle 16, 17 und 18
stehen mit dem Kanal io in Verbindung. Am Boden des Unterteils i ist eine ringförmige
Führung i9 angeordnet, die hier einen besonderen Teil bildet, aber auch mit dem
Teil i i aus einem Stück bestehen kann. Eine ringförmige Scheidewand 20 wird von
einer Hülse 21 getragen, die in einer Ausnehmung 22 .des Unterteils i durch :den
Deckel 2 gehalten wird und das Innere des Läufers in zwei ringförmige Räume 23 und
24 aufteilt, die miteinander über die freie Innenkante 25 der Scheidewand 2o in
Verbindung stehen. Der Teil 20, 21 ist mit nach innen gerichteten Flügeln 26 versehen,
die einen Ring 27 tragen, .der mittels einer Packung 28 einen dichten Verschluß
gegenüber dem Deckel 2 bildet. Der Ring 27 trägt einen kragenförmigen Vorsprung
29. Ein mit radialen Kanälen 31 versehener Ring 30 wird entweder vom Ring
27 oder vom !Deckel 2 getragen und zentriert. Die Scheidewand 2o trägt an ihrer
der Kammer 23 zugewandten Seite mittels Flügeln 32 eine ringförmige Scheibe 33;
diese bildet eine Vorrichtung, mit :der die Flüssigkeit in der Kammer 23 in Umlauf
versetzt werden kann.
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Diese Anordnung arbeitet folgendermaßen: Die hier vorausgesetzte schlammhaltige
Flüssigkeit wird durch die Wellenbohrung 9 eingeführt und folgt der durch Pfeile
bezeichneten Richtung. Sie strömt zunächst .durch die Kanäle io der Mutter 7, die
sie radial nach außen in die Kanäle 16, 17 und 18 führen. In der Regel sind hier
mehrer; Kanäle vorgesehen, die entweder durch Bohrungen im Teil i i oder durch nichtdargestellte
in ihm ausgeschnittene Scheidewände gebildet werden, wobei Teil ii aus zwei Stücken
besteht. Es ist von Bedeutung daß insbesondere der oder die Kanäle 18 radiale Leitflächen
haben, die der Flüssigkeit ein: Umlaufgeschwindigkeit erteilen. Nachdem die Flüssigkeit
den Kanal 18 verlassen hat, hat sie daher praktisch diejenige Geschwindigkeit, die
durch die Kante 34 des Kanals 18 bestimmt wird. Nach ihrem Eintritt in den Raum
35 wird die Flüssigkeit durch die Führung i9 mit axialer Strömungsrichtung in die
Kammer 23 umgelenkt. Aus dieser Kammer wird sie in radialer Richtung nach innen
geführt und biegt dann in axialer Richtung gegen ,den Auslaß :um, der durch den
kragenförmigen Vorsprung 29 gebildet wird, wo die Flüssigkeit in den Raum 37 gelangt,
der zweckmäßig ringförmig gestaltet und etwas außerhalb der ringförmigen Fläche
36 angeordnet ist. Von hier aus strömt die Flüssigkeit durch die radialen Kanäle
31 in das zentrale Austragrohr 38 des Läufers, über dessen Kante 39 sie ausfließt
und durch einen Fangdeckel 40 erfaßt und ausgetragen wird. Die Flüssigkeitszufuhr
wird so eingestellt, daß sich in dem Läufer ein freies inneres Niveau 41 mit dem
Radius, r und in der Austragleitung 38 ein freies Niveau 42 bildet. Dann herrscht
in .dem zentralen Hohlraum 43 derselbe Druck wie in der äußeren Atmosphäre. Wenn
die Flüssigkeit beim Eintritt in die Kammer 23 radial nach innen zu fließen gezwungen
wird, besteht ihre Energie in kinetischer Energie und statischem Druck und wird
in Geschwindigkeitsenergie umgewandelt. Da die entsprechende Geschwindigkeit größer
sein muß als die Geschwindigkeit der benachbarten Wandungen, entsteht das bekannte
Gleiten, das sich während der anschließenden axialen Bewegung der Flüssigkeit gegen
den Auslaß hin fortsetzt. Die Viskosität der Flüssigkeit ist in der Regel von geringer
Bedeutung für eine solche Z.entripetalbewegung. Ein Schlammteilchen der Flüssigkeit
in der Kammer 23 bleibt in Abhängigkeit von der Größe seiner Sedimentationskonstante:n
und von der auf das Teilchen einwirkenden Zentrifugalkraft suspendiert oder schwimmend
in der Flüssigkeit auf einem bestimmten Abstand von der Drehachse. Die größeren
Teilchen sammeln sich dann in größerer und die leichteren in geringerer Entfernung
von der Achse, während die kleineren Teilchen .die Flüssigkeit bei ihrer Bewegung
begleiten. Wenn die Teilchen besonders groß sind, werden sie nach außen gegen die
Wand der eine Schlammtasche 44 bildenden Kammer 23 bewegt; die anderen jedoch verhalten
sich, wie oben erwähnt. Um die in der Kammer 23 in Suspension befindlichen größeren
Teilchen abzuschneiden, wird die Flüssigkeit durch den als Pumpe wirkenden Antrieb
32, 33 in Drehung versetzt, der einem Teil der Flüssigkeit eine umlaufende Bewegung
,gemäß den Pfeilen erteilt. Wenn dann .die großen Teilchen nach :dem Umfang zu wandern,
setzen sie sich ab, da sie durch die langsamen Bewegungen der Flüssigkeit ziemlich
unbehelligt bleiben, so daß die Zentrifugalkraft sie nach außen treibt und sie sich
in der Schlammtasche 44 ablagern. Ein Teil der Teilchen wiederholt den Kreislauf,
setzt sich aber nach und nach ebenfalls in der Schlammtasche 44 ab. Die leichteren
Teilchen begleiten die Schleuderflüssigkeit um die Kante 25 der Scheidewand 2o und
werden in dem radial äußeren Teil der eine Schlammtasche bildenden Kammer 24 abgeschieden,
während die Flüssigkeit allein oder möglicherweise auch zusammen mit dem feinsten
Schlamm in die Kammer 37 gelangt, wo ihre große Geschwindigkeit in Druck umgewandelt
wird, der zum Austragen der Flüssigkeit und gegebenenfalls :des Schlammes durch
die Kanäle 31 und den Auslaß 38 ausgenutzt wird. Es ist erforderlich,
daß
Teil 30 sich mit seiner freien Innenkante radial so weit nach innen erstreckt,
daß die Flüssigkeit nicht über diese Kante; in das Innere des Läufers zurückfließen
kann. Durch die Umwandlung der Austraggeschwindigkeit der Flüssigkeit in Druck und
durch dessen Ausziutzung zum Austragen der Flüssigkeit aus einem Auslaß dicht bei
der Trommelachse wird ein beträchtlicher Teil der Energie zurückgewonnen. Aus der
beschriebenen Wirkungsweise ergibt sich, daß es für die angestrebte Strömung von
Bedeutung ist,, daß die Kante 25 der Scheidewand 2o in radialer Richtung innerhalb
der Kante 34. des Einlaßkanals i8 und die Kante 36 äußerstenfalls auf demselben
Durchmesser wie die Kante 25 liegt. Vorzugsweise ist :die Kante 36; wie Fig. i zeigt,
etwas innerhalb der Kante 25 angeordnet, so daß :durch den nach innen gerichteten
Flüssigkeitsstrom während des Durchganges der Flüssigkeit von der Kante 25 zu der
Kante 36 auch in gewissem Umfange ein Gleiten vorkommen kann. Die radial innere
Kante 45 der Scheibe 33 muß aus strömungstechnischen Gründen gleichfalls in radialer
Richtung außerhalb der Kante 25, und die Flügel 32 müssen außerhalb oder höchstens
auf dem gleichen radialen. Niveau mit der Innenlzante 3:4 liegen. JFerner muß die
Innenkante der Flügel 26 außerhalb oder auf gleichem Niveau mit :der Kante 34. liegen.
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Mit einem derartigen Separator kann man somit den groben. Schlamm
in einer Flüssigkeit von dem feineren Schlamm oder emul.gierte Flüssigkeiten voneinander
trennen. Wenn die Schlammräume mit Schlamm gefüllt sind, muß man den Separator anhalten
und die Schlammräume leeren.
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Der in Fi:g. 2 dargestellte Separator unterscheidet sich von demjenigen
nach Fig. i nur in Ausführungseinzelheiten; daher sind im nachstehenden neue Bezugsziffern
nur für von denjenigen nach Fig. i abweichende Teile eingesetzt.
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Der untere Teil i des Läufers ist mittels einer Mutter 711 auf der
-Antriebswelle 6 befestigt. Durch die Wellenbohrung 9 und die Bohrung ioa der Mutter
wird die Schleuderflüssigkeit in eine Kammer 4.6 geleitet, die einen Vorseparierraum
z. B. für den gröbsten Schlamm in oder Flüssigkeit bildet. Die Kammer .I6 wird von
den gegeneinander durch eine Packung 47 abgedichteten Teilen i 111 und 3o11 gebildet.
Durch die Kanäle .I8 und .I9 im Teil 3o11 steht das Innere ,der Kammer 4.6 und der
Kammern 23 und 24. mit der Atmosphäre in Verbindung. Aus der Kammer 4.6 führen mehrere
Kanäle 16a und 182 im Teil ita bzw. zwischen diesem und dem mit dem Führungsstück
i9 zusammenhängenden Teil 5o zu dem Raum 35, aus dem die Flüssigkeit durch die Führung
i9 in axialer Richtung in die Kammer 23 geleitet wird. Die Kanäle i811 sind voneinander
durch Leitflächen 5 i getrennt, die aus dem Teil i i11 oder 5o ausgeschnitten sind.
Die Kammern 23 und 24. sind durch die Scheidewand 2o11 voneinander getrennt, die
von dem hülsenartigen Teil Zia .getragen -wird. Dieser ist mit radial verlaufenden
Flügeln 26 und mit einem hülsenartigen, mit Löchern 52 versehenen Teil 53 ausgestattet.
Die von der Scheidewand 2o11 getragene Antriebsvorrichtung ist mit 32a und
33"
und die innere Kante -des letzteren Teiles und des Teiles 2o11 mit 45a
bzw. 25a bezeichnet. Zwischen ,dem ringförmigen Teil 27a, der mit seinem ebenfalls
ringförmigen. Ansatz 2g11 die Innenkante des Auslasses der Kammer 24.a bildet, und
der Scheidewand 2o11 sind in der Kammer 24. mehrere ineinandergesetzte kegelförmige
Teller 54. angeordnet. Diese sind an dem Teil 53 geführt und in an sich bekannter
Weise, z. B. durch Klammern, an ihrem Außenrand auf Abstand gehalten. Die Zwischenräume
der kegeligen Teller bilden ringförmige Kammern, in denen keine Flüssigkeitsströmung
im eigentlichen Sinne stattfindet, so :daß der in sie eintretende Schlamm durch
die Zentrifugalkraft nach außen bewegt und an der Wandung Zia in einer Schlammtasche
gesammelt wird. Abweichend hiervon können die Innenkanten der kegeligen Teller auch
entlang der strichpunktierten Linie 55 verlaufen. Der Kana149 gewährleistet das
Vorhandensein atmosphärischen Druckes im gesamten Innern der Kammern 24 ,und 23.
Der Auslaß aus der Kammer 24 wird durch einen Schlitz 56 zwischen den Teilen 27a
und 3o11 gebildet. Dieser Schlitz hat die in Fig. 2 dargestellte besondere Gestalt
und ist teilweise im Schnitt auch in Fg. 4, veranschaulicht. Er erstreckt sich von
der zylindrischen Innenfläche des Teiles 2911 tangential nach außen und hat eine
geringe liebte Weite (vgl. Fig. 4.} sowie eine schnell anwachsende Tiefe (vgl. Fig.
2) und führt zu dem ringförmigen Raum 37 hin, der durch die radialen Kanäle 31 im
Teil 3ö mit dem Auslaß 38 des Separators verbunden ist. Durch :die Geschwindigkeitsverminderung
in dem oder den Kanälen 56, die eigens für diesen Zweck gestaltet sind, wird die
Geschwindigkeitsenergie als Druck wiedergewonnen, der wie in Fig. i zum Austragen
der Flüssigkeit durch idie Kanäle 3 i zu dem auf einem beträchtlich kleineren Durchmesser
als die Kammer 37 liegenden Auslaß 38 ausgenutzt wird.
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Die Wirkungsweise der Anordnung nach den Fig. 2 und 4. entspricht
derjenigen gemäß Fg. i. Der Separatur nach F'ig. 3., von der Fig. 5 .einen Teilschnitt
nach der Linie V-V zeigt, weicht nur in bestimmten Einzelheiten, von dem Ausführungsbeispiel
nach Fig. 2 ab, Daher sind nur hierfür neue Bezugsziffern eingesetzt.
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Der trommlförmige Teil i ist auf 4'em keg°ligen Ende der, Antriebswelle,
die mit einer Bohrung o versehen ist, durch eine mit einer zentralen Bohrung ioa
versehene Mutter- 711 befestigt. Der Kanal ioa erstreckt sich in den: Vorseparierraum
.I6, der durch eine Ausnehmung des Teiles i i11 gebildet wird und mit radialen Flügeln
57 ausgestattet ist. Dir Raum 4:6 wird unter Einfügung einer Dichtung47 durch den
Teil 30v abgedeckt. Aus dem Raum .I6, führen ein oder mehrere Kanäle i611 im Teil
i l11 zu einem oder mehreren im Teil i i11 durch Ausnehmung en gebildeten Kanülen
18a. Diese erstrecken sich in den Raum 35. Die @ußenhante der Scheidewand
zwischen d,en Kanälen i811 eilst mit 34. bezeichti@et. Die Führung i9 leitet den
Flüssigkeitsstrom in axialer
Richtung in die Kammer 23. Diese ist
ebenso wie die Kammer 24 durch die schräg in die Trommel ragende Scheidewand tob
gebildet. Sie wilrd von dem hülsenartigen Teil erb getragen und ist wie in Fig.
2 mit einer inneren Hülse 53b ausgerüstet, die Öffnungen 52b aufweist. Teil 53b
trägt einen Satz ringförmiger Scheiben 58, die in axialem Abstand voneinander angeordnet
sind und deren Innendurchmesser in der Richtung von unten nach oben abnimmt. Die
Zwischenräume 59 zwischen den Scheiben 58 stehen mit den Öffnungen 52b in Verbindung,
so daß zwischen dem Innenbeil der Kammer 24 und :ihrem äußeren Teil, der eine Schlammtasche
bildet, eine Verbindung hergestellt ist. Die Schlammtasche ist durch von Hülsen
61 getragene Wände 6o in voneinander getrennte Räume (Schlammräume) 62, 63, 64 unterteilt,
von denen jeder mit zwei Scheibenzwischenräumen 59 in Verbindung steht. Das Innere
des Separatorenläufers kann in diesem Fall als in vier Kammern 23, 62, 63, 64 unterteilt
angesehen werden, die hintereinander entlang der Trommelwelle angeordnet und voneinander
durch die Wände.20b, 6o getrennt sind. Zu jeder Trennwand 6o kann somit auch eine
Ringscheibe 58 als zugehörig gezählt werden. Die Scheidewand tob trägt wie in Fig.
i und 2 eine Antriebsvorrichtung 32b, 33b mit einer Innenkante45b. Die Kammern62,
63, 64 stehen vorzuigswei:se d urch je einen Kanal 65 m,it nichtdargestellten, den
Läufer umgebenden Auffangbehältern in Verbindung. In diese Kanäle sind Düsen 66
von an sich bekannter und daher nicht näher @dargestellter Art eingesetzt. Durch
diese Kanäle und Düsen kann oder Schlamm und ein Teil der Flüssigkeit ausgetragen
und nach Wunsch entsprechend den, verschiedenen Sed,imentation,skonstanten. gemischt
oder getrennt werden. Der Auslaß für die separierte Flüssigkeit wird durch einen
Schlitz 67 zwischen den ringförmigen Teilen 27b und 30b gebildet. Dieser Schlitz
steht mit der ringförmigen Kammer 37 in Verbindung, die ihrerseits durch den Kanal
3 i mit einem zentralen Auslaß 38 des Läufers verbunden ist. In den Auslaß ist eine
Schälscheibe 68 zum Austragen der Flüssigkeit eingesetzt. In der Regel sind mehrere
Kanäle 3 i vorgesehen. In dem Schlitz 67 sind besonders angeordnete Wände gemäß
Fig. 5 vorgesehen. Diese bestehen aus zwei Ringscheiben 69 und 70, die von den Teilen
30b bzw. 27b getragen werden. Die Scheiben 69 und 70 tragen ihrerseits wechselweise
hülsenförmige Ringe 71 und 72 von schrittweise ansteigendem Durchmesser.
Diese, Ringe sind .ineinaridergesetzt und erstrecken sich in entsprechende Ausnehmungen
73 und 74 ,in der gegenüberliegenden Scheibe 69 bzw. 7o. Die Ringe 71 und 72 sind
gemäß Fig. 5 derart mit Unterbrechungen 75 bzw. 76 versehen, daß die stehengebliebenen
Ringteile @in raid:ialer Richtung einander überdecken.
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Die Wirkungsweise dieser Anordnung entspricht im wesentlichen derjenigen
nach Fig. i und 2. Es besteht jedoch der Unterschied, @daß der Sepaxator nach Fig.
3 durch die größere Zahl der Kammern 46, 23, 62, 63 64 die Möglichkeit gewährt,
den Schlamm nach veränderlicher Sedimenta:tionskraft zu unterteilen, so daß der
gröbste Schlamm in der Kammer 46 und danach schrittweise feinerer Schlamm der Reihe
nach in den erwähnten Kammern abgelagert wird. Hierdurch kann ,der Separator zum
Abscheiden einer Schlammart von einer oder mehreren anderen verwendet werden, was
insbesondere für .die Gewinnung gewisser Arten von Tonbedeutsam ist.
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In der Anordnung nach Fig. i ist Teil 30, 31 hinsichtlich (des
Austrages der separierten Flüssigkeit aus, dem Läufer :am nächsten mit einer Schälvorrichtung
vergleichbar. Die Relativgeschwindigkeit der Flüssigkeit im Raum 37 wird im äußeren
Teil der Kanäle 3 i in Druck umgewandelt, so daß die Flüssigkeit hierdurch gegen
einen näher zur Trommelmitte gelegenen Auslaß 38 getrieben werden kann. Diese einfache
Anordnung hat zwar einen. verhältnismäßig niedrigen Wirkungsgrad, sie kann jedoch
vorteilhaft in solchen Fällen angewendet werden, in denen d er Energieverlust nicht
von entscheidender Bedeutung isst.
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Eine verbesserte Ausführung der Anordnung zum Austragen der separierten
Flüssigkeit :ist in Fig. 2 -und 4,dargestellt. Danach wird. die Flüssigkeit ,durch
die tarngential gerichteten Kanäle 56 erfaßt und in Iden sich schnell erweiternden.
Kanälen gegen die Kammer' 37 hin in ihrer Geschwindigkeit herabgesetzt. Hier ist
e s von Bedeutung, d@aß die Kanäle in axialer und nicht in radialer Richtung sich
erweitern, wodurch verlustbringende Gleitbewegungen vermieden werden. Infolge der
geringen Weite der Kanäle 56 (Feg. 4) ist hier der Einfluß von radialen Geschwindiglceitsgrzdienten
verringert, die sich in der Weise Üarstel.len, d aß die Geschwindigkeit an der der
Welle am nächsten liegenden Kanalseite höher als an der entgegengesetzten Seite
ist. Die Geschwindigkeit der Flüssigkeit am Einlaß der Kanäle 56 wird diesc#fbe
Größe haben wie im inneren Teil der Kammer 24 in deT Nachbarschaft der Flüssigkeitsoberflächei
41, und die Geschwindigkeit in der Kammer 37 in bezug auf den Läufer am Auslaß dieser
Kanäle wind gering sein. Es ist anzustreben, in der Kammer 37 denselben Druck wie
beim Einlaß in die Kammer 23 zu erhalten. Dies ist ohne etwaige Verluste orreichbar,
wenn die Kammer 37 hauptsächlich in demselben axialen Abstand von -der Drehachse
wie der Einlaß zur Kammer 23 liegt, wie es hier der Fall ist. Die Bauart mit nach
außen gewendeten Kanälen 56 urud mit nach innen gerichteten Kanälen 3i wirkt insgesamt
betrachtet als eine Art Schälscheibe, die besser als d ie gewöhnliche Ausführung
gemäß Fig. i zur Ausnutzung der kinetischen Energie der Flüsisigkeit geeignet ist.
Die Anordnung nach Fig. 2 und 4 ist darauf abgestellt, Gleitwirkungen soweit wie
möglich zu vermeiden. Es hat seich gezeigt, daß zentrifugales Gleiten, d. i. ein
Gleiten während einer nach außen gerichteten raidialen Bewegung, im Gegensatz zu.
einem zentripetalen Gleiten nicht stabil :ist, beispielsweise gleich demjenigen,
das in ,der Kammer 23 stattfindet. Läßt man die Flüssigkeit vom Eintritt in die
Kanäle 56 und die Kammer 37 gleiten, so entstehen unmittelbar Sonderbewegungen,
die
eine nachteilige Wirkung auf das angestrebte Ergebnis haben. Andererseits ist "die
Umfangsgeschwindigkeit der Flüssigkeit -in der Kammer 23 an beliebiger Stelle ziemlich
-genau so groß, wie es ihrem konstanten Energiegehalt entspricht, jedoch ausgenommen
dicht an den Wänden der Kammer, wo sie infolge der Viskosität,der Flüssigkeit schnell
bis zur Geschwindigkeit der Trommeloberfläche absinkt. Dies gilt auch für eine Flüssigkeit
von ganz .beträchtlicher Viskosität.
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In einem Gleitraum entsprechend dem Kanal 67 in Fig. 3 und 5, wo sich
die Flüssigkeit radial nach außen bewegt, tritt auch bei einer Flüssigkeit mit sehr
geringer Viskosität eine nachteilige Wirkung auf. Es entstehen wirbelartige Flüssigkeitsbewegungen,
die zwar nicht turbulenter Art sind, deren Heftigkeit jedoch mittels der Ringe
7 1 und 72 im Kanal 67 verringert werden kann. Diese Ausbildung ist als ein
Kompromiß zu betrachten. Eine verlustfreie Strömung könnte entstehen, wenn die Flüssigkeit
in spiralförmigen Kanälen, die genau einem zentrifugalen Gleiten entsprächen, zu
strömen veranl.aßt werden könnte. Eine einfache Rechnung zeigt jedoch, @daß diie
Steigung einer solchen Spirale äußerst klein und praktisch unausführbar sein würde.
Zwischen zwei benachbarten aufgeschnittenen Ringen 71 und 72 muß dann ein Flüssigkeitsteilchen
entsprechend der Kompromißlösung eine sehr große Anzahl Umdrehungen aus--führen,
bevor es den radialen Abstand: zwischen ihnen zurückgelegt hat. Die Ausnehmungen
75 und 76 -in den Ringen ermöglichen der Flüssigkeit eine radiale Bewegung, und
der zwischen zwei Ausnehmungen desselben Ringes liegende, Ringteil kann als ein
Abschnitt einer spirfalförmigen Kanalwand mit sehr gerin ger Steigung betrachtet
werden. Durch diese Anordnung erhalten die erwähnten verlustreichen Sonderbewegungen
keine größere Intensität als diejenige, die zwischen zwei benachbarten Ringen 71
und 72 erreichbar ist und die beträchtlich geringer isst, -als wenn diese Ringe
nicht vorhanden wären. Ferner werden die mit Verlusten verbundenen Bewegungen erheblich
verringert, wenn die Flüssigkeit an einer Kante einer Unterbrechung in den Ringen
71 und 72 vorbeiströmt, weil diese Kante als ein die Bewegung leitendes Mittel wirkt,
d. h. als eine Art Flügel oder Leitfläche. Diese Kanten können-. abgerundet oder--spitz
sein, um unnötigen Verlusten vorzubeugen.
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Sämtliche im der Zeichnung dargestellten Schleudermaschinen haben
einen hermetisch geschlossenen Einlauf. Dies ist von Vorteil, da es,die :Möglichkeit
bietet, die Flüssigkeit unter Druck einzuführen und ihren ~Energieinhalt am Einlaß
.`der Kammer 23 zu erhöhen. Nach her Erfirndung kann man jedoch auch eirein offenen
Trommeleinlaß mit einer freien inneren Flüssigkeitsoberfläche verwenden. Der Einlauf
in die Trommel kann auch von oben erfolgen.
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Der Flüssigkeits,auslaß aus Odem Schleuderm@aschinenläufer isst zum
Teil als -gewöhnliche überlaufaustragung und zum Teil ;als Austragung mittels Schälscheibe
dargestellt. Nach Übr Erfindung können jedoch :auch hermetisch geschlossene Austragorgane
vorgesehen werden, wenn idie Energieverluste während des Durchlaufes der Flüssigkeit
durch . die Schleudertrommel gering sind, wobei indessen zum Ausgleich der dadurch
entstehenden Verluste dhe Flüssigkeit zweckmäßig runter höherem Druck in den Läufer
eingeführt wird. In einem solchen Fall müssen die Öffnungen 48 mit Verschlüssen
oder mit Ventilen, @die sich bei einem gewissen" öffnen; versehen werden.
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Die Anordnung nach der Erfindung läßt sich so treffen, ,daß für einen
gegebenen Schleudermaschinenläufer idlas- Verhältnis zwischen ;dem Durchmesser d,
beidem die Flüssigkeit ausgetragen wird, und,dem Durchmesser D, bei dem die Flüssigkeit
in die ferste Kammer ödes Läufers eingeführt wird; zur Erzielung guter Ergebnisse
mit der Schleudermaschine mindestens o,6 : i und vorzugsweise 0,7 : i ist.