DE8809904U1 - Vorrichtung zur optischen Anzeige von Zeichen - Google Patents

Vorrichtung zur optischen Anzeige von Zeichen

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Description

BESCHREIBUNG
Vorrichtung zur optischen Anzeige von Zeichen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur optischen Anzeige von Zeichen mit einer aus mindestens zwei verschiedenen, parallel aneinanderliegenden und mindestens teilweise lichtdurchlässigen Scheiben oder Schichten gebildeten optischen Anordnungen, welche von einer Seite her von einer Lichtquelle beaufschlagbar ist, wobei mindestens eine der Scheiben oder Schichten auf ihrer Fläche Zeichen, z.B. Buchstaben, Zahlen, Linien, Kurven o.a., oder Bilder aufweist.
Bei einer solchen durch das DE-GM 87 02 610 bekannten Vorrichtung sind eine teildurchlässige Spiegelscheibe und eine Streuscheibe, zwischen denen ein Diapositiv eingeklemmt ist, fest in einem Rahmen zusammengeklemmt und werden durch zwei Lampen von einer Seite her durchleuchtet.Eine ähnliche Anordnung ist bekannt durch die DE-OS 32 42 409, wo ebenfalls ein Diapositiv auf der verspiegelten Rückseite eines lichtdurchlässigen Spiegels aufliegt und durch eine lichtdurchlässige Andruckscheibe an den Spiegel angedrückt wird. Die Lichtquelle besteht aus einer diffuses Licht abgebenden Leuchtstoffröhre.
Mit derartigen Anordnungen erreicht man lediglich eine flächige Widergabe des zwischen oder an den Scheiben anliegenden Bildes. Weitere solche Mehrschicht- oder MehrScheibenanordnungen, bei denen die einzelnen Schichten oder/und Scheiben aneinanderliegend durch Pressen, Klemmen, Kleben o.a. zusammengehalten werden, sind auch bekannt durch die DE-OSen 25 11 513, 26 13 024 und 32 09 370. Weiterhin ist durch das DE-GM 78 07 707 eine Vorrichtung
bekannt, bei der an einer Seite eines Gehäuses,in dem eine Lampenanordnung untergebracht ist, ein Spionspiegel und an der entgegengesetzten Seite ein Rückspiegel vorgesehen, der das von einem in dem Gehäuse befindlichen Gegenstand reflektierte Licht zu dem Spionspiegel hin reflektiert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine möglichst plastische Darstellung von Zeichen und Bildern zu erreichen und durch Staffelung der Zeichen eine besondere Tiefenwirkung zu erzielen.
Diese Aufgabe wird bei der eingangs genannten Einrichtung dadurch gelöst, daß eine weitere, zweite optische Anordnung in einem definierten räumlichen Abstand von der ersten auf der von der Lichtquelle abgewandten Seite angeordnet ist, wobei die erste besteht aus einer opaken Scheibe oder Schicht und einer auf der der Lichtquelle abewandten Seite der opaken Scheibe aufgebrachten Spiegelschicht, in der die darzustellenden Zeichen freigelegt, bzw. ausgespart sind, während die zweite optische Anordnung durch einen Spionspiegel gebildet wird.
Die beiden optischen Anordnungen können in verschiedener Weise realisiert sein. Die opake Scheibe kann bsispislswsiss aus sinsr Milchglasschsibs bestehen, durch die das Licht diffus gestreut wird, oder durch eine transparente Folie oder Scheibe, z.B. aus Glas, gebildet sein, auf die eine opake Schicht oder ein sonstiges opakes Oberzugsmaterial aufgetragen ist. Die Spiegelschicht auf der opaken Scheibe ist eine das von der Sichtseite, also aus der Richtung des Spionspiegels kommende Licht total reflektierende Schicht, die das Licht der Lichtquelle lediglich an den in Form der darzustellenden Zeichen ausgesparten, bzw. freigelegten Stellen durchläßt. Im Rahmen der Erfindung können die Zeichen auch in der Spiegelschicht ausgefräst sein, z.B. bei Verwendung eines Plexiglas-Spiegels oder es kann bei Verwendung eines
normalen Spiegele die bedampfte Schicht mittels Negativschabloae sandgestrahlt werden. Die Zeichen sind, aus Richtung der Lichtquelle gesehen, in der Spiegelschicht natürlich negativ ausgespart, bzw. freigelegt. Der Spionspiegel kann in bekannter Welse beispielsweibe aus einer Scheibe aus Glas oder Plexiglas gebildet sein, auf deren einer Seite eine aufgedampfte Quecksilberschicht oder eine Sonnenschutzfolie aufgebracht ist.
Die Erfindung unterscheidet sich also gegenüber dem Stand der Technik vor allem dadurch, daß ein größerer Abstand zwischen zwei ganz bestimmten Mehrschicht- oder MehrScheibenanordnungen vorgesehen ist, nämlich zwischen der Spionscheibe und der im Abstand dahinter befindlichen Kombination aus opaker und Spiegelschicht, die die ausgesparten Zeichen enthält. Diese Zeichen erscheinen, wenn die Lichtquelle der erfindungsgemäßen Vorrichtung eingeschaltet wird, plastisch, in unterschiedlicher räumlicher Staffelung und Ausdehnung. Ihr Aussehen und ihre Form, ihre Staffelung und Plastizität lassen sich durch entsprechende Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung verstärken und verändern.
So ist bei einer besonderen Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, daß der Abstand zwischen der Spionscheibe und der opaken Scheibe, z.B. durch Verstellung eines zwischen ihnen befindlichen Abstandhalters, veränderbar ist. Bei solcher Abstandsänderung treten mehrfach Spiegeleffekte auf, so daß das darzustellende Motiv bzw. die darzustellenden 7riichen in sich allmählich ändernder Staffelung wiedergegeben werden. Je größer der Abstand ist, umso größer ist die erreichbare Spreizung der Staffelung und damit die Tiefenwirkung. Die Abstandsänderung kann gleichmäßig oder auch einseitig erfolgen. Der gewählte Abstand ist grundsätzlich beliebig.
Es erweist sich als zweckmäßig, daß bei kurzen Abständen die die Spiegelung bewirkende Schicht der Spionscheibe, z.B. die Sonnenschutzfolie oder aufgedampfte Quecksilherschicht, auf deren Innenseite ist, d.h. auf der der opaken Scheibe zugewandten Seite. Bei größeren Abständen empfiehlt es sich, die die Spiegelung bewirkende Schicht der Spionscheibe auf deren Außenseite vorzusehen.
Besondere Lichteffekte können erfindungsgemäß auch dadurch erzeugt werden, daß mindestens eine der beiden Schuibenanordnungen elastisch verformbar ist, und z.B. durch Einstellen des Abstandhalters in eine gekrümmte Form einstellbar ist.
Im Rahmen der Erfindung besteht auch die Möglichkeit, der Spionscheibe eine oder mehrere weitere Spionscheiben jeweils im Abstand vor- oder nachzuordnen. Hierdurch kann die optische Staffelung der Zeichen um ein Vielfaches erhöht werden.
Weitere optische Veränderungen und Gestaltungsmöglichkeiten des darzustellenden Motivs ergeben sich erfindungsgeraäß auch dadurch, daß zwei oder mehr Lichtquellen im Innern des Kastens vorgesehen sind, deren Licht durch die beiden Scheibenanordnungen nach außen tritt. Hierbei kann nicht nur die Lichtstärke vergrößert werden. Hierdurch eröffnet sich auch die Möglichkeit nicht nur einer gleichmäßigen sondern auch einer besonders unterschiedlichen Bestrahlung der Scheibenanordnungen. Bei einer solchen Ausbildungsform der erfindungsgemäßen Einrichtung kann weiterhin vorgesehen sein, daß Lage und/oder Abstand der Lichtquellen relativ zueinander und zu den Scheibenanordnungen veränderbar sind.
Im Rahmen der Erfindung können die Lichtquellen insbesondere verschiedene Farben aufweisen, sei es mit Hilfe von entsprechenden Filtern oder durch entsprechende GasfUllungen bei Verwendung von Leuchtstoffröhren. Auch ist
es natürlich möglich, die opake Schicht oder Scheibe entsprechend einzufärben. Auf diese Weise lassen sich bestimmte Farbverläufe im darzustellenden Motiv erzielen.
unabhängig hiervon läßt sich im Rahmen der Erfindung natürlich auch die Lichtstärke der verwendeten Lichtquellen verändern. Je höher die Lichtstärke eingestellt wird, desto mehr Staffelungen der verschiedenen Zeichen in dem Motiv ergeben sich. Durch Verändern der Lichtstärke sind stetige Änderungen und Wanderungen der optischen Effekte erreichbar. Die Kombination der Lichtstärkenregelung- und veränderung mit verschiedenfarbigen Lichtquellen ergibt besonders reizvolle Lichterscheinungen.
Bei Anwendung der Erfindung erweist es sich als vorteilhaft, daß dia Vorrichtung in einem Gehäuse untergebracht ist, das die Lichtquelle aufnimmt, und dessen eine Außenseite durch den Spionspiegel gebildet ist. Das Gehäuse ist zweckmäßigerweise lichtundurchlässig. Die auftretenden Lichteffekte werden besonders begünstigt, wenn erfindungsgemäß mindestens eine der Innenflächen der Gehäusewandung mit einem reflektierenden Belag ausgekleidet ist.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist vielseitig verwendbar. Beispielsweise kann sie in den Oberlichtern einer Schaufensteranlage vorgesehen sein oder, bei entsprechender Stabilität der Scheiben und bei Beleuchtung von unten her, im Boden einer Tanzfläche, z.B. in Diskotheken und dgl..
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise und schematisch dargestellt. Das Ausführungsböispiel zeigt einen Schnitt durch ein kubisches Gehäuse (1) aus lichtundurchlässigem Material, das an seiner einen, in der Zeichnung rechten Seite abgeschlossen ist durch einen aus einer Glasscheibe (2) und einer darauf aufgebrachten Sonnenschutzfolie (3) bestehenden Spionspiegel, in einem
9 1 , ·
Abstand dahinter befindet sich, ebenfalls sich über die ganze Querschnittsfläche erstreckend, eine opake Scheibe (4) aus Milchglas mit einer darauf aufgebrachten Spiegelschicht (5). Hinter dieser Scheibe sind im Gehäuseinnern zwei Lampen (6) angeordnet. In der Spiegelschicht (5) sind die darzustellenden Zeichen ausgespart bzw. ausgeschnitten, und zwar, aus Richtung der Lampen (6) gesehen, negativ ausgespart.
Der Abstand zwischen den beiden Scheibenanordnungen (2,3 und 4,5) ist einstellbar mit Hilfe eines Abstandhalters (7), dessen Größe mit Hilfe eines Betätigungselementes (8) veränderbar ist.
Außer dem Abstand zwischen den beiden Scheibenanordnungen sind auch die Abstände der Lampen (6) relativ zueinander und zu den Scheiben sowie ihrer Lichtstärker* veränderbar, was nicht näher dargestellt ist, da dies für den Fachmann auf vielerlei Weise realisierbar ist. Die Innenwandung des Gehäuses (1) ist bei diesem Beispiel mit einem reflektierenden Belag (9) ausgekleidet.

Claims (1)

  1. SCHUTZANSPRÜCHE
    1) Vorrichtung zur optischen Anzeige von Zeichen mit einer aus mindestens zwei verschiedenen, parallel aneinanderliegenden und mindestens teilweise lichtdurchläfiigen Scheiben oder Schichten gebildeten optischen Anordnung, welche von einer Seite her von einer Lichtquelle beaufschlagbar ist, wobei mindestens eine der Scheiben oder Schichten auf ihrer Fläche Zeichen oder Bilder aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß eine weitere, zweite optische Anordnung in einem definierten räumlichen Abstand von der ersten auf der der Lichtquelle abgewandten Seite angeordnet ist, wobei die erste Anordnung besteht aus einer opaken Scheibe und einer auf der der Lichtquelle abgewandten Seite der opaken Scheibe aufgebrachten Spiegelschicht, in der die darzustellenden Zeichen freigelegt sind, während die zweite optische Anordnung durch einen Spionspiegel gebildet ist.
    2) Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen Spionscheibe (2,3) und opaker Scheibe (4,5) veränderbar ist.
    3) Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei kurzen Abständen die die Spiegelung bewirkende Schicht (3) der Spionscheibe (2,3) auf deren Innenseite ist.
    4) Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei längeren Abständen die die Spiegelung bewirkende Schicht (3) der Spionscheibe (2,3) auf deren Außenseite ist.
    .: .. .. .: ... :::.:: : g #0.0.9:904.0 - Dieter wolf
    .?.%.' "&ngr;' 'SgV* Januar 1989 - 2 -
    te 5) Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden,
    Cf dadurch gekennzeichnet, daß mindestens
    eine der beiden Scheibenanordnungen (2,3; (4,5) elastisch verformbar ist, und durch Einstellen des Abstandhalters (7,8) in eine gekrümmte Form einstellbar ist.
    6) Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der Spionscheibe eine oder mehrere weitere Spionscheiben jeweils im Abstand vor- oder nachgeordnet sind.
    7) Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder mehr Lichtquellen (6) vorgesehen sind.
    8) Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß Lage und/oder Abstand der Lichtquellen (6) relativ zueinander und zu den Scheibenanordnungen veränderbar sind.
    9) Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8 mit verschiedenfarbigen Lichtquellen, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtquellen (6) unterschiedliche Farbstrahlung bewirkende Filter oder Gasfüllungen aufweisen.
    10) Vorrichtung nach Anspruch 6 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtstärke der Lichtquellen (6) veränderbar ist.
    11) verrichtung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß sie in einem Gehäuse untergebracht ist, das dieLichtquelle aufnimmt und dessen eine Außenseite durch den Spionepiegel gebildet ist.
    12) Vorrichtung nach Anspruch 11 öder einein der folgenden/ dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der Innenflächen der Gehäusewandung mit einem reflektierenden Belag (9) ausgekleidet ist.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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WO1995019026A3 (en) * 1994-01-03 1995-08-10 Roelof Martinus Hakkert Display device
DE29717624U1 (de) * 1997-10-02 1997-11-27 Krieg, Walter, 79098 Freiburg Dekorationsvorrichtung

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