DE8807672U1 - Gerät zum Üben der Herz-Lungen-Wiederbelebung - Google Patents

Gerät zum Üben der Herz-Lungen-Wiederbelebung

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Description

DIPL.-CHEM.. DR. RER. NAT. &iacgr; \ . ; ;; ··...*■ , jD«§01Z OTTOBRUNN.den
CERHARDVONDERBEY .I.'..* ·.,·*..* '..· \.*UENSTRASSE Jl.
PATENTANWALT FERNRUF <0S9)i 090189 EUROPEAN PATENT ATTORNEY
Arthur Wehner, Holunderweg 8, D-8012 Ottobrunn. "Gerät zum Üben der Herz-Lungen-Wiederbelebung."
Die Erfindung betrifft ein Gerät zum Üben der Herz-Lungen-Wiederbelebung .
Ubungs- und Prüfgeräte zum Erlernen der Herzdruckmassage und der Lungentätigkeit sind an sich bekannt. Sie bestehen in der Regel aus einer naturgetreuen Puppe oder auch deren Torso, bei der die Herzdruckmassage kombiniert mit der Atemspende durch den Ausbilder vorgeführt wird. In Anschluß daran müssen die Auszubildenden an der Puppe oder an dem Torso die Übungen wiederholen, wobei entsprechend der Anzahl der vorhandenen Puppen oder Torsi die Übenden vom Ausbilder angeleitet werden. Hierbei bestimmt der Ausbilder den Ablauf der Übung, indem er den gewünschten Ausgangsrhythmus auswählt und in einen Simulator eingibt. Wird die Defibrillation korrekt durchgeführt, erscheint automatisch ein neuer, ebenfalls vom Ausbilder vorprogrammierter Rhythmus auf dem EKG-Gerät. Der Ausbilder hat es dabei in der Hand, einen Rhythmuswechsel stattfinden zu lassen oder ihn zu verhindern, wenn der Übende falsch reagiert hat oder wenn die Reaktion des Helfers auf unvorhergesehene kardiale Ereignisse geprüft werden soll. In gleicher Weise wie die Erlernung des richtigen Zeittakts bei der Kerzdruckir.assage wird der JLutreffende Druck auf das Herz geübt. Derartige Geräte sind jedoch sehr aufwendig und kom-
&Lgr;&igr;1«|&idiagr;. Mi«rt«. JJIO-··«
pliziert und daher kostspielig. Aus diesen Gründen ist gewöhnlich iiir einen Ausbildungskursus nur ein Gerät voxnanden, und den Übenden verbleibt nur eine verhältnismäßig kurz,-1 Zeit zum Erlernen und Üben.
Der Erfinder hat sich daher die Aufgabe gestellt, ein Gerät zum Üben der Herz-Lungen-Wiederbelebung zu entwickeln, das nicht nur einfacher in der Bedienung und kosteneinsparender ist, sondern auch den Lernenden und Übenden in beliebiger An-&zgr;&agr;&iacgr;&idiagr;&idigr;. während des Ausbildungskursus ?yr Verfügung gestellt werdet, kann, so daß außerdem die Möglichkeit gegeben ist, daß der übende jederzeit auch ohne Ausbilder in der Lage ist, die richtigen Druck- und Rhythmusverhältnisse selbst zu erlernen und stets kontrollieren zu können.
Aus der Gebraachsmusterschrift G 87 10 180.7 ist ein Gerät zum üben der Herz-Lungen-Wiederbelebung bekannt, das aus einem in sich geschlossenen System aus einem Kissen, einem Ausgleichskissen und einem Druckkontrollgerät besteht, die mittels Schlauchleitungen miteinander verbunden sind, wobei die Schlauchleitung zwischen Kissen und Ausgleichskissen verschließbar ist und wobei an einer Stelle des Systems ein verschließbarer Füllstutzen angebracht ist.
Auf das Kissen wird der Druck durch den Lernenden oder Übenden ausgetibt. Zur Einstellung eines gewünschten Druckes dient das Ausgleichskissen. Um eine gleichmäßige Druckverteilung sowohl durch den Lernenden oder Übenden als ^uch den Druckausgleich zu erzielen, sind die Oberflächen von Kissen und Ausgleichskissen Biit Platten aus starrem Material versehen, die vorzugsweise den Formen des Kissens und des Ausgleichskissens angepaßt sind, jedoch im Durchmesser etwas kleiner gehalten sind. Zur Einstfcl lung des Drucks beim Ausgleichskassen werden in der ■"?"' Gewichte verwendet, so daß der Durchmesser des Ausgleichskissens kleiner als der des Kissens gebalten werden kann. Zweckmäßigerweise wird als< Durchmesser für die Platte des Kissens ein Durchmesser
gewählt, der etwas größer als eine normale Handfläche ist. Da das System möglichst eine gleiche Höhe aufweisen soll, um es bequem beispielsweise in einem Koffer unterzubringen, hat es sich als besonders vorteilhaft herausgestellt, daß das Verhältnis des Volumens des Kissens zu dem Volumen des Ausgleichskissens etwa 10 : 1 beträgt. Selbstverständlich können auch andere Verhältnisse gewählt werden, wenn zum Beispiel die Druckverteilung bei einen. Kind erprobt werden soll, wobei Volumenverhältnisse in der Größenordnung von 5*1 ausreichend sind.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform
kann das Ausgleichskissen in einem behältnis angeordnet sein, das Ausnehmungen für die Schlauchleitungen, die mit dem Ausgleichskissen verbunden sind, aufweist. Es ist nicht unbedingt erforderlich, das Ausgleichskissen mic dem Boden des Behältnisses fest zu verbinden. Das Behältnis ist rund und weist am oberen, offenen Ende ein Schraubgewinde auf, in das ein mit einem entsprechenden Gegengewinde versehener Stopfen eingreift, der eine Handhabe zur einfacheren Bedienung aufweist.
Diese AusfUhrungsform hat den Vorteil, daß durch Eindrehen des Stopfens der Druck auf die Platte des Ausgleichskissens variabler gestaltet werden kann, als dies durch Aufsetzen eines Gewichts der Fall ist.
In Weiterentwicklung dieses bekannten Geräts zum Üben der Herz-Lungen-Wiederbelebung ist gefunden worden, daß die in der bevorzugten AusfUhrungsform beschriebene Ausgestaltung einer variablen Druckeinstellung des Ausgleichskissens verbessert und gleichzeitig deutlicher erkennbar gemacht werden kann.
Gegenstand der Erfindung ist demzufolge ein Gerät zum üben der Herz-Lungen-Wiederbelebung, das aus einem in sich geschlossenen System aus einem Kissen, einem Ausgleichskissen und einem Druckkontrollgerät besteht, die mittels Schlauchleitungen miteinander verbunden sind, wobdi die Schlauchleitung zwischen Kissen und Auegleichekissen mittels eines Absperrhahns verschließbar 1st
und wobei an einer Stelle des Systems ein verschließbarer Füllstutzen angebracht ist, das dadurch gekennzeichnet ist, daß das mit mindestens einer aus starrem Material bestehenden Platte ausgerüstete Ausgleichskissen, das mit den Schlauchleitungen zum Kissen und zum Druckkontrollgerät verbunden ist, zwischen einer oberen Begrenzungsplatte und einer in einem feststehenden Abstand davon befindlichen unteren Begrenzungsplatte angeordnet ist und daß zwischen einer der Platten des Ausgleichskassen und einer der Begrenzungsplatten ein Oberdruckkissen vorgesehen ist, das einerseits über eine Schlauchleitung, die mit einem Absperrventil versehen ist, mit einem Druckbeaufschlagungsball und andererseits über eine Schlauchleitung mit einer auf eine Druckvorwahlanzeigevorrichtung einwirkenden Kammer verbunden ist.
Die Druckvorwahlanzeigevorrichtung ist vorzugsweise auf dem gleichen Zapfen beziehungsweise auf der gleichen Welle wie die Anzeigevorrichtung drehbar gelagert, kann aber auch getrennt von der Anzeigevorrichtung angeordnet sein.
Beim Gerät vorliegender Erfindung kann es vorteilhaft sein, um insbesondere die als Bälge ausgeführten Kammern vor einer Beschädigung zu schützen, das Druckkontrollgerät in ein Behältnis einzubauen, in das der Balg beziehungsweise die Kammer der Druckyorwahlanzeigevorrichtung nach der Erfindung einbezogen oder abgesondert ist, beispielsweise durch eine Trennwand.
In analoger Weise, wie das Überdruckkiesen und das Ausgleichskiseen - bei einer Betrachtungsweise von oben - übereinander angeordnet sind, kann auch die Kammer der Druckvorwahlanzeigevorrichtung über der zum Ausgleichekissen gehörenden Kammer der Anzeigevorrichtung angeordnet sein, wobei die beiden jeweiligen Schlauch leitungen parallel übereinander geführt sein können. Gegebenenfalls können die beiden Kammern auch nebeneinander angeordnet «ein, insbesondere dann wenn auch die Druckvorwahlanzeigevorrichtung getrennt von der Anzeigevorrichtung angebracht sein soll.
In allen Fällen sind die Kammern mit denjenigen Seitenwänden, in
die die jeweiligen Schlauchleitungen einmünden, auf einer Basis (Grundplatte, zum Beispiel Bodenplatte eines Koffers) fest verbunden. Diese Basis kann auch die vergrößerte beziehungsweise verlängerte untere Begrenzungsplatte sein, die - je nach Anordnung - mit dem Ausgleichskissen oder mit dem Überdruckkissen in Berührung steht.
Der Druckbeaufschlagungsball kann ein üblicher mit einem Lufteinlassventil versehener Gummiball, wie er bei Blutdruckmeßgeräten oder Parfümzerstäubern bekannt ist, oder auch ein üblicher Blasebalg sein.
Das System kann mit einem Gas, wie Stickstoff, Kohlendioxid oder bevorzugt mit Luft:, aber auch mit einer Flüssigkeit, wobei Wasser bevorzugt ist, gefüllt sein. Gas und Flüssigkeit werden durch den Füllstutzen in das System eingebracht, der danach verschlossen wird.
Das Kissen, das Ausgleichskissen und das Uberdruckkissen und auch die im Druckkontrollgerät angeordneten Kammern, insbesondere die Bälge, sind aus elastischem, gas- und/der feuchtigkeitsaichtem (Flüssigkeitsdichtem) Material gefertigt und bestehen beispielsweise aus natürlichen oder synthetischen Elastomeren, wie Naturgummi oder Silicongummi, oder aus Kunststoffen, wie Polyäthylen, weichgestelltem Polyvinylchlorid oder Polysulfonen.
Die Schlauchleitungen können aus beliebigen Materialien bestehen, die nicht dehnbar, aber biegsam sind.
Größe und Form des Kissens können beliebig gewählt sein, doch ist eine Größe vorteilhaft, die in etwa einem menschlichen Brust-Korb entspricht. Als Form wird eine cunde oder ovale Ausbildung bevorzugt, doch kann das Kissen auch quaderförmig sein. Das Druckkontrollgerät, das auch als Manometer bezeichnet werden kann, weist vorzugsweise zwei Kammern auf, von denen eine über eine Schlauchleitung mit dem Kissen und von denen die andere Kammer über eine andere Schlauchleitung mit dem Ausgleichskissen verbunden 1st. Beide Kammern sind voneinander mittels einer Scheidewand getrennt, so daß an dieser Stelle des Systems kein
ungehinderter Durchtritt des Gases oder der Flüssigkeit vom Kissen zum Ausgleichskissen erfolgen kann. Die Kammern im Druckkontrollgerät weisen bevorzugt die Form eines Balges auf, der aus dem eingangs genannten Materialien besteht.
Die Scheidewand ist außerhalb der Kammern beweglich gelagert. Hierbei kann an einem Ende der Scheidewand eine Ausnehmung für einen Zapfen vorgesehen sein, der im DruckkontrcJLgerät verankert ist. Es ist auch möglich, das eine Ende der Scheidewand in nach oben und unten gerichteten Zapfen auslaufen zu lassen, die ihrerseits in Ausnehmungen im Druckkontrollgerät in Ausnehmungen drehbar gelagert sind.
Das andere Ende der Scheidewand ist vorzugsweise starr mit einer Anzeigevorrichtung, wie einem Zeiger verbunden. Es ist auch möglich, die Scheidewand in eine solche Anzeigevorrichtung auflaufen zu lassen.
Zur FUllung des Systems mit einem Gas oder einer Flüssigkeit ist ein verschließbarer Füllstutzen am System angeordnet, der sich am Kissen, am Ausgleichskissen oder an einer der Schlauchleitungen befinden kann. Bei einer Flüssigkeitsfüllung ist es zweckmäßig, an ueiden Kammern Entlüftungsventile anzuordnen, um restliches Gas oder Luft aus dem System zu entfernen. Die bevorzugte Füllung des Systems erfolgt jedoch mit Luft.
In der Zeichnung ist schemat.isch eine Ausfuhrungsform des Geräts nach vorliegender Erfindung veranschaulicht.
Fig. 1 stellt eine schematische Darstellung des Geräts zum Üben der Herz-Lungen-Wiederbelebung in Draufsicht dar, jedoch ohne obere und untere Begrenzungsplatten;
Fig. 2 ist eine Teilansicht von Fig. 1 in Seitenansicht gemäß A.
Gemäß Flg. 1 ist am Kissen 1 der verschließbare Füllstutzen 8 angebracht. Das Kissen ist weist eine runde Form auf, und auf seiner Oberfläche ist die Platte 9 befestigt. Vom Kissen 1
führt die Schlauchleitung 4 zum Ausgleichskissen 2. Die Schlauchleitung 4 ist durch den Absperrhahn 7 unterbrochen. Vom Ausgleichskissen 2, dessen Oberfläche mit der Platte IO versehen ist, fUhrt die Schlauchleitung 6 zur Kammer 12 des Druckkontrollgeräts 3. Vom Kissen 1 führt die Schlauchleitung 5 zur anderen Kammer 11 des Druckkontrollgeräts 3. Zwischen beiden Kammern 11 und 12 ist die Scheidewand 13 angeordnet« die in die Anzeigevorrichtung 14 ausläuft. Auf der Platte 10 des Ausgleichskissens 2 ist das Uberdruckkissen 17 angeordnet. Zwischen der oberen Begrenzungsplatte 15 (siehe auch Fig. 2) und der unteren Begrenzungsplatte 16, die in einem feststehenden Abstand voneinander angeordnet sind, befinden sich das Uberdruckkissen 17 und das Ausgleichskissen 2. Vom Uberdruckkissen 17 führt die Schlauchleitung 19, die von dem Absperrventil 18 unterbrochen ist, zum Druckbeaufschlagungsball 20. Die weitere Schlauchleitung 21 vom Uberdruckkissen 17 führt zur Kammer 22, die ebenfalls wie die Kammern 11 und 12 als Bälge ausgeführt sind. Die Kammer 22 ist mit der Druckvorwahlanzeigevorrichtung 23 verbunden, die auf der Welle 24 beziehungsweise auf dem Zapfen 24 drehbar gelagert ist. Auf der gleichen Welle 24 beziehungsweise auf dem gleichen Zapfen 24, jedoch unterhalb der Druckvorwahlanzeigevorrichtung 23, ist auch die Anzeigevorrichtung 14 drehbar gelagert. Die Spitzen der Anzeigevorrichtung 14 und der Druckvorwahlanzeigevorrichtung 23 übergreifen beziehungsweise untergreifen den Meßteilkreis 25 in der Ruhestellung 26.
Nachstehend wird die Arbeitsweise des Geräts näher erläutert. Bei geöffnetem Absperrhahn 7 wird durch den ebenfalls geöffneten Füllstutzen 8 Luft in das System eingeblasen. Nach vollständiger Füllung wird zunächst der Füllstutzen 3 verschlossen und danach der Absperrhahn 7 geschlossen. Das System ist nun gleichmäßig mit Luft gefüllt. Im Anschluß daran wird bei geöffnetem Absperrventil 18 mittels des Druckbeaufschlagungsballs 20 Luft über die Schlauchleitung 19 in das Uberdruckkissen 17 und weiter durch die Schlauchleitung 21 in die Kammer 22 gepumpt, die den . Druck auf die DruckVorwahlanzeigevorrichtung 23 überträgt. Dadurch wandert der Zeiger der Druckvorwahlanzeigevorrichtung 23
in die gestrichelt dargestellte Lage und markiert auf dem Meßteilkreis 25 einen bestimmten Wert, der beliebig gewählt und beziehungsweise oder der auf dem Meßteilkreis 2b angegeben sein kann und als Druckausgangsstellung 27 oder als Ubungsstellung | anzusehen ist. &khgr;
Durch die Druckbeaufschlagung des Uberdruckkissens 17 wird gleich- * zeitig auch ein Druck über die Platte 1o auf das Ausgleichskissen \ 2 ausgeübt. Dadurch wird ein Überdruck vom Ausgleichskissen 2 über die Schlauchleitung 7 einerseits und über die Schlauchlei&mdash; ' tung 6 zur Kammer 12 andererseits erzeugt. Dieser Druck drückt auf die Scheidewand 13 in Richtung auf die Kammer 11, wodurch sich die Anzeigevorrichtung 14 aus der Ruhestellung 2b in Richtung auf die Druckausgangsstellung 27 der Druckvorwahlanzeigevorrichtung 23 bewegt. Es ist besonders vorteilhaft, wenn die elastisch verformbaren Teile, wie das Ausgleichskissen 2, das Uberdruckkissen 17 und die Kammern 12 und 22 so beschaffen sind, daß die beiden Spitzen der Anzeigevorrichtung 14 und der Druckvorwahlanzeigevorrichtung 23 nach der Druckbeaufschlagung deckungsgleich sind.
Der gewählte Anschlag beziehungsweise die Druckausgangsstellung 27 wird als Ausgangspunkt für den Druckanwendungsbereich 28 durch den Lernenden oder Übenden auf das Kissen 1 angesehen.
Das Gerät ist nun betriebsbereit.
Der Lernende oder Übende drückt mit der Handfläche auf die Oberfläche der Platte 9, die auf dem Kissen 1 angeordnet ist. Durch den Druck wird das Gas im Kissen 1 durch die Leitung b auf die Kammer 11 und auf die Scheidewand 13 übertragen, deren Anzeigevorrichtung 14 sich je nach dem angewendeten Druck auf das Kissen 1 mehr oder weniger weit in Richtung Ruhestellung 26 und gegebenenfalls auch darüber hinaus bewegt. Durch Markierungen auf dem Meßteilkreis 25 hat man es in der Hand, den angewendeten \ Druck zu bestimmen und gegebenenfalls durch Kontrollmarkierungen festzulegen. Der Lernende oder übende hebt danach den Druck auf das Kissen 1 auf. Dadurch geht die Anzeigevorrichtung 14 in die
Druckausgangsstellung 27 zurück.
Durch wiederholtes Drücken mit der Handfläche gewinnt man nach und nach das Gefühl für den jeweils anzuwendenden Druck und auch den zeitlichen Ablauf zwischen zwei Druckanwendungen.
Um den einzuhaltenden Rhythmus der einzelnen Druckfolgen zu kontrollieren, kann sich der übende oder Auszubildende eines Taktgebers, wie eines Metronoms oder eines Tonbandes als akustisches Hilfsmittel, oder einer Lichtsignale gebenden vorrichtung als visuelles Hilfsmittel bedienen.
Wegen der Einfachheit und der PreiswUrdigkeit des Geräts nach
% der Erfindung können alle Teilnehmer eines Ausbildungskurses
i| mit einem derartigen Gerät versehen werden und dadurch gleich-
zeitig die Übungen a'usführen, die vom Ausbilder verlangt werden. Dadurch entfallen Wartezeiten für die Kursteilnehmer, was beim Vorhandensein nur einer Ubungspuppe oder deren Torso
?■ in Kauf genommen werden muß« Das Ubungsziel 1st somit rascher
&khgr;- erreichbar und auch intensiver erlernbar. Darüber hinaus kön-
&bull; nen die Auszubildenden oder Übenden allein daheim weiterüben.
\ Der Vorteil einer Mitverwendung eines Tonbandes mit einpr&gsa- % Her rhythmischer Musik ist in der direkten Kombination von Druckanzeige und Rhythmus - abgeleitet vom Herzrhythmus - zur Melodie xu sehen. Durch diese Kombination ist erfahrungsgemäß die beste , Merkfähigkeit zu erreichen, da sich Musik oder eine Melodie leich-1 ter merken läßt als ein Herztakt. !

Claims (20)

DIPL-CHEMnDR-RER-NiUl .·.·..'' ''.'·'' J ' ' »*>l2 OTTOBRUNN, den 13. Juni 19i GERHABD VON DER BEY " WJENSTRASSE 31a PATENTANWALT FERNRUF (089) 6 09 Ol 89 EUROPEAN PATENT ATTORNEY SCHUTZANSPRÜCHE
1) Gerät, zum üben der Herz-Lungen-Wiederbelebung, das aus einem In sich geschlossenen System aus einem Kissen, einem Ausglelchskissen und einem Druckkontrollgerät besteht, die mittels Schlauchleitungen miteinander verbunden sind, wobei die Schlauchleitung zwischen Kissen and Ausgleichskissen mittels eines Absperrhahns verschließbar ist und wobei an einer Stelle des -systems ein verschließbarer Füllstutzen angebracht ist, dadurch gekennzeichnet, daß das mit mindestens einer aus starrem Material bestehenden Platte (10) ausgerüstete Ausgleichskissen (2), das mit den Schlauchleiturgen (4) zum Kissen (1) und (6) zum Druckkontrollgerät (3) verbunden ist, zwischen einer oberen Begrenzungsplatte (15) und einer mit einem feststehenden Abstand davon befindlichen unteren Begrenzungsplatte (16) angeordnet ist und daß zwischen einer der Platten (10) des Ausgleichskissens (2) und einer der Begrenzungsplatten (15 oder 16) ein Uberdruckkissen (17) vorgesehen ist, das einerseits über eine Schlauchleitung (19), die mit einem Absperrventil (18) versehen ist, mit einem Druckbeaufschlagungsball )20) und andererseits über eine Schlauchleitung (21) mit einer auf eine Druckvorwahlanzeigevorrichtung (23) einwirkenden Kammer (22) verbunden ist.
2) Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kissen (1), das Ausgleichskissen (2) und das Überdruckkissen
(17) aus einem elastischen, gas- und/oder feuchtigkeitsdichten Material bestehen.
3) Gerät nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf mindestens einer der miteinander in Berührung befind-
Bnikkonlo:DtoHthf &Bgr;·&igr;&Lgr;_/((1. &Pgr;|&Igr;|* !punkten fta.fff) 540(111.7 70Jl 70010) Poi(|lt6 MOnchtn 33i4J-806
lichen Oberflächen des Ausgleichskissens (2) und/oder des Uberdruckkissens (17) auf mindestens einer der Oberflächen des Kissens (1) Platten (10; 9) aus starrem Material angeordnet sind.
4) Gerät nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3r dadurch gekennzeichnet, daß das Kissen (1), das Ausgleichskissen (2) und das Oberdruckkissen (17) eine runde und/oder ovale Form aufweisen«
5) Gerät nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten (9; 10) den Formen rles Kissens " (1), des Ausgleichskissens (2) und/oder des Überdruckkissens (17) angepaßt sind und einen Durchmesser kleiner als die Jurchmesser von dem Kissen (1), d&ia Ausgleichskissen (2) und/oder dem Überdruckkissen (17) aufweisen.
6) Gerät nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Volumen des Kissens (1) größer als das Volumen des Ausgleichskissens (2) ist.
7) Gerät nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß bei gleicher Höhe von Kissen (1) und Ausgleichskissen (2) das Verhältnis des Volumens des Kissens (1)
zum Volumen des Ausgleichskissens (2) IO : 1 beträgt.
8) Gerät nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß im Druckkontrollgerät zwei Kammern OI; 12) angeordnet sind, die mittels einer undurchlässigen Scheidewand (13) getrennt sind.
9) Gerät nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammern (11; 12) als Bälge ausgebildet sind.
10) Gerät nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis S, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Kammer (11) über die Schlauchleitung (5) mit dem Kissen (1) und die andere Kammer (12) über die Schlauchleitung (6) mit dem Ausgleichskissen (2) in Verbindung
stehen.
11) Gerät nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 10/ dadurch gekennzeichnet, daß die Scheidewand (13) außerhalb der Kammern (11; 12) beweglich gelagert 1st.
12) Gerät nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das freie Ende der Scheidewand (13) entweder starr mit einer Anzeigevorrichtung (14) verbunden ist oder in eine solche ausläuft.
13) Gerät nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der verschließbare Füllstutzen (8) am Kissen (1) angebracht ist.
14) Gerät nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der verschließbare Füllstutzen (8) am Ausgleichskissen (2) angebracht ist.
15) Gerät nach mindestens einem der Ansprüche 1 blF 12, dadurch gekennzeichnet, daß der verschließbare Füllstutzen (8) an einer der Schlauchleitungen (4; 5; 6) angebracht ist.
Gerät nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckvorwahlanzeigevorrichtung (23) auf der gleichen Welle oder dem gleichen Zapfen (24) wie die Anzeigevorrichtung (14) drehbar gelagert ist.
17) Gerät nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammer (22) als Balg ausgebildet ist.
18) Gerät nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammern (12; 22) übereinander angeordnet sind.
19) Gerät nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammern (11; 12; 22) in einem Behältnis angeordnet sind.
20) Gerät nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch
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gekennzeichnet, daß die Seitenwände der Kanunern (11; 12; 22), in die die Schlauchleitungen (5; 6; 21) einmünden, mit einer Bodenplatte oder der vergrößerten unteren Begrenzungsplatte (16) fest verbunden sind.
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