DE880630C - Vorrichtung zur Entfernung von karioesen Substanzen aus Kavitaeten und zur tiefen Desinfektion, Fluorierung und Verkieselung von Kavitaeten der Zaehne, zugleich zur tiefen Einlassung von weichen Fuellungsmassen in die vorbereitete Kavitaet - Google Patents

Vorrichtung zur Entfernung von karioesen Substanzen aus Kavitaeten und zur tiefen Desinfektion, Fluorierung und Verkieselung von Kavitaeten der Zaehne, zugleich zur tiefen Einlassung von weichen Fuellungsmassen in die vorbereitete Kavitaet

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DE880630C
DE880630C DET2825A DET0002825A DE880630C DE 880630 C DE880630 C DE 880630C DE T2825 A DET2825 A DE T2825A DE T0002825 A DET0002825 A DE T0002825A DE 880630 C DE880630 C DE 880630C
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cavities
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Richard Dr Tangerding
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61CDENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
    • A61C3/00Dental tools or instruments
    • A61C3/02Tooth drilling or cutting instruments; Instruments acting like a sandblast machine
    • A61C3/025Instruments acting like a sandblast machine, e.g. for cleaning, polishing or cutting teeth

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Description

  • Vorrichtung zur Entfernung von kariösen Substanzen aus Kavitäten und zur tiefen Desinfektion, Fluorierung und Verkieselung von Kavitäten der Zähne, zugleich zur tiefen Einlassung von weichen Füllungsmassen in die vorbereitete Kavität Mit der Vorrichtung wird der Zweck verfolgt kariöse Substanzen aus Zähnen zu entfernen, das Zahnbein tief zu desinfizieren zu fluorieren un!d zu verkieseln und weiche Füllungsmassen in die Kavität einzuführen.
  • Die Entfernung von kariösem Zahnbein geschieht nach heutigem Stande durch Bohren und Schleifen.
  • Die Applikation der flüssigen Desinfektionsmittel und der Mittel zur Fluorierung und Verkieselung erfolgt hisher durch mit diesen Mitteln getränkte Wattepellets. Mit der Vorrichtung soll, unter Ausschaltung des Bohrens und Schleqfens. die Entfernung der kariösen Substanzen vorgenommen und eine tiefe Einwirkung der erwähnten flüssigen Äi ittel erreicht werden. Erfindungsgemäß besteht die Vorrichtung dann, daß in einem durch einen aufzementierten Ring geschaffenen Hohl raum a.m Zahn, der die kariöse Höhle mit enthält, durch einen stark rotierenden Propeller mit verschieden gebogenen Flügeln eine flüssige Masse in starken Wirbelstrom gebracht wird, die feinste Schleifmittel in einer organische Substanz lösenden und das Zahnbein. anästhesierenden Flüssigkeit enthält.
  • Der Ring kann sich, besonders bei Zähnen mit kleinem Umfang, vom Zahn weg erweitern, um Raum für einen großeren Propeller und eine größere Menge Schleifflüssigkeit zu schaffen. Es kann auch die Schleifmasse ohne Zusa.tz von Flüssigkeit verwendet werden, wobei durch die Erzeugung von Wirbelwind die Schleifmassen stark auf die kariöse Substanz anprallen und diese abschaben, wobei Sog und Druck die Abschabung begünstigen. Zur tiefen Desinfektion, Fluorierung und Verkieselung des Zahnbeins werden die hierzu üblichen Präparaate durch den Wirbelstrom eingelassen.
  • Folgenses Ausführungsbeispiel soll die Vorrichtung an Hand der schematischen Darstellung erläutern.
  • Um den mit 1 bezeichneten Zahn, an dem die kariöse Höhle 2 ist, wird eine dünne Gummikappe 3 gestülpt, die eine Öffnung hat, die nur wenig größer ist als die kariöse Höhle, so daß die kariöse Höhle freiliegt. Um diese den Zaahn umgebende Gummikappe wird ein Metallring 4 festzementiert. Dann wird die Schleifmasse 9 bzw. die desinfizierende oder fluorierende oder verkieselnde Flüssigkeit in den Ring 4 gefüllt. Dann wird der Propeller 5 in die Masse im Ring eingeführt. Ein Gummistopfen 7, der einen zentralen Kanal hat, dessen Durchmesser kleiner ist als der Schaft 6 des Propiellers., und der sich dadurch fest an den Schaft anlegt, wird dann über das Schaftende bis in den Metallring eingedrückt wodurch die Schleifmasse bzw. die Flüssigkeiten abgeschlossen sind. Dann wird der Propellerschaft 6 so weit in den Ring 4 gedrückt, daß er auf Widerstand des Propellers am Zahn stößt, und dann wieder etwa 2 mm herausgezogen, so daß man nach probeweisem Drehen des Propellers sicher ist, daß der Propeller nicht den Zahn bzw. die Gummikappe berühren kann. Um sicher zu gehen, daß der Propeller immer in genügend großer Entfernung vom Zahn kreist, macht man eine Markierung 8 an der Eintrittsstelle des Schaftes in den Stopfen. Man kann auch einen kleinen, roten Gummiring an dieser Stelle als Markierung um den Schaft legen. Der Kanal im Stopfen dient zugleich als Führung für den Schaft, so daß ein seitliches Abweichen des Propellers und damit Berührung der Wand des Ringes durch den Propeller ausgeschlossen ist.
  • Durch ANschluß an die Bohrmaschine wird der Propeller in stark rotierende Bewegung gebracht, wobei die Drehrichtung in Abständen gewechselt wird. Da die Propellerflügel verschieden geformt und verschieden abgewinkelt sind, wodurch verschiedene Richtungen des Wirbels hervorgerufen werden, werden die Schleifmassen bzw. die Flüssigkeiten in stark wirbelnde Bewegung gebracht. Hierdurch werden durch Sog- und Druckwirkung des Wirbels und dadurch bedingtes schabendes Aufprallen der kleinen Schleifkörper die kariösen Substanzen fortgenommen. Als Schleifmasse wird eine organische Substanzes lösende Flüssigkeit, besondern H2 O2 und Sulfuricin-Oleat und ähnliche, verwendet, in der feinste Diamantsplitter oder Schleifsand oder Carborundteilchen oder andere Schleifkörper enthalten sind. Zur Anästhesierung des Zahnbeins kann, wenn die wirbelnde Aufprallung der kleinsten Schleifkörper noch Schmerzen hervorrufen sollte, das Schleifmaterial in Kokainlösung enthalten sein. Da die durch den Wirbel hervorgerufene Sog- und Druckwirkung sich vielmehr in den kleinsten Hohlräumen der kariösen Zone auswirkt als am gesunden harten Zahnbein, ist eine Gefährdung des gesunden Zahnbeins nicht zu befürchten.
  • Es können mit der Vorrichtung auch weiche, allmählich hart werdende Füllmassen eingelassen werden, die sich, ohne Lufträume in sich einzuschließen, in alle kleinsten Vertiefungen der Höhlenwand einsaugen und so eine Verfilzung des Materials mit dem Zahnbein hervorrufen.
  • Bei Behandlung der Fissurenkaries, bei der nur ein sehr dünner Spalt im Schmelz ist, muß vor Anbringung der Vorrichtung und Betätigung derselben der Spalt mit Schmelzmessern verbreitert werden.
  • Bei Behandlung von Karies an Zähnen im Oberkiefer dürfte der Behandlung am hängenden Kopf der Vorzug zu geben sein, wenngleich auch bei normaler KOpfhaltung auch hier ein Abfließen der Schleifmasse bzw. der Flüssigkeiten unmöglich sein dürfte, da der Gummistopfen den Bohrerschaft fest umschließt.
  • Der wesentliche Fortschritt gegenüber dem bisherigen Bohren besteht darin, daß der Schmerz, der beim Bohren auftritt, stark herabgesetzt oder ganz ausgeschaltet wird. Die Kühlung durch die wirbelnde Masse oder Luft wird stark zur Ausschaltung von evtl. auftretenden Schmerzen beitragen. Ferner wird nur das wirklich kranke kariöse Zahnbein fortgenommen, wodurch der Verlust an gesunder harter Zahnsubstanz, der beim Bohren entsteht, viel weniger staattfindet. Die Gefahr der Perforation zur Pulpa, die beim Bohren entsteht, ist fast ganz ausgeschaltet. In die auf die Weise von kariösen Substanzen befreite Kavität kann auf dieselbe Weise eine Desinfektionslösung, eine Fluorweiche Füllungsmasse eingelassen werden. Diese Substanzen dringen tiefer in das Dentin und die Dentinkanälchen ein als durch oberflächliche Applikation mit Wattepellets, da durch den dauernd wechselnden Druck in dem Hohlraum ein Ausnutzen der Unterdruckräume stattfindet, in dem die Massen sich einsaugen; eine Unterfüllungsmasse, die eingewirbelt wird, dürfte, da sie sich an den unzähligen mikroskopisch kleinen Vertiefungen und Erhöhungen im Zahnbein festlegt, wohl ohne besondere Verankerung, wie Unterschnitte usw., festhalten, wodurch noch wieder weniger gesunde Zahnsubstanz geopfert wird. Der Schutz des Schmelzes kann dadurch erreicht werden, daß die dünne Gummikappe über den Zahn gestreift wird, wobei an der Stelle, wo die Kavität liegt, eine Öffnung ausgeschnitten wird.

Claims (1)

  1. P A T E N T A N S P R Ü C H E : 1. Vorrichtun zum Entfernen kariöser Substanz aus Zähnen, gekennzeichnet, durch eine über den zu behandelnden Zahn schiebbare, mit einem Stopfen oder einer Gummikappe (7) ver-
DET2825A 1950-09-27 1950-09-27 Vorrichtung zur Entfernung von karioesen Substanzen aus Kavitaeten und zur tiefen Desinfektion, Fluorierung und Verkieselung von Kavitaeten der Zaehne, zugleich zur tiefen Einlassung von weichen Fuellungsmassen in die vorbereitete Kavitaet Expired DE880630C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0445728A1 (de) * 1990-03-07 1991-09-11 Hitachi, Ltd. Vorrichtung und Verfahren zur Oberflächenreinigung
WO1999063904A3 (de) * 1998-06-05 2000-03-16 Kaltenbach & Voigt Verfahren, vorrichtung und mittel zum entfernen von karies in einer kavität

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0445728A1 (de) * 1990-03-07 1991-09-11 Hitachi, Ltd. Vorrichtung und Verfahren zur Oberflächenreinigung
US5226969A (en) * 1990-03-07 1993-07-13 Hitachi, Ltd. Method for cleaning solid surface with a mixture of pure water and calcium carbonate particles
WO1999063904A3 (de) * 1998-06-05 2000-03-16 Kaltenbach & Voigt Verfahren, vorrichtung und mittel zum entfernen von karies in einer kavität
US6290502B1 (en) 1998-06-05 2001-09-18 Kaltenbach & Voigt Gmbh & Co. Method, device and medium for the removal of caries in a cavity

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