DE8805501U1 - Bewegungseinschränkende und muskeltrainierende Beinorthese - Google Patents
Bewegungseinschränkende und muskeltrainierende BeinortheseInfo
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- A61F5/01—Orthopaedic devices, e.g. long-term immobilising or pressure directing devices for treating broken or deformed bones such as splints, casts or braces
- A61F5/0102—Orthopaedic devices, e.g. long-term immobilising or pressure directing devices for treating broken or deformed bones such as splints, casts or braces specially adapted for correcting deformities of the limbs or for supporting them; Ortheses, e.g. with articulations
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Description
Bewegungseinschränkende und muskeltrainierende Beinorthese
S£and_der_Techni.k^
Bewegungseinechränkende Beinorthesen haben die Aufgabe die Beuge-
und Streckbewegung des Kniegelenkes innerhalb bestimmter Bewegungsgrenzen zu limitieren.
Es gibt zahlreiche Konstruktionen, die diesen Vorgang grundsätzlich
ermöglichen. Diese sind in vier Klassen einteilbar:
1. elastische, komprimierende Beinhüllen
2. elastische, komprimierende Beinhüllen mit seitlicher
Federverstärkung
3. starr verbundene Ober- und Unterschenkelteile
4. durch Gelenkschienen verbundene Ober- und Unterschenkelteile
Diese weisen jedoch Nachteile auf. die nachfolgend beschrieben werden sollen:
Nachteile vorhandener Konstruktionen:
Elastische, komprimierende Beinhüllen, sogenannte "Kniekappen'
bestehen aus Gummi oder gummiähnlichen Materialien. Die bewegungseinschränkenden
Kräfte liegen in einem Bereich, der mit der Wickelung des betr. Gelenkes mit elastischen Binden
vergleichbar ist. Solche bewegungslimitierendo Kräfte reichen
häufig nicht aus, um Gelenke hinreichend zu stabilisieren.
Elastische, komprimierende Beinhüllen mit seitlicher Federverstärkung
sind in ihrem Grundaufbau den unter 1. genannten vergleichbar, sind jedoch zur Behebung der unter 1. genannten
Nachteile mit seitl. Federverstärkuno versehen. Diese Federverstärkung
behindert die Bewegung des betr. Gelenkes zwar sehr viel stärker, als die unter 1. genannte Konstruktion,
soll jedoch die Beugung des Gelenkes über einen weiten Beugebereich nicht zuverlässig limitieren. Die Konstruktion
von 2. ist deshalb in zahlreichen Anwendungsfallen nicht
hinreichend, um Gelenke ausreichend zu stabilisieren.
-2-
Starr verbundene Ober- und UnterschenkelteiIe versuchen die unter
2. genannten Nachteile minderer Bewegungsverhinderung durch den Einsatz starrer Bauteile zu vermeiden. Dies gelingt auch zuverlässig,
wobei das betr. Gelenk gegen jede Bewegung gesperrt
fordert und von Nachteil, da die Gelenkstrukturen und die gelenkbeeinflussende
Muskulatur verkümmern und nicht mehr hinreichend dem physiologischen Stoffwechsel ausgesetzt sind.
Durch Gelenkschienen verbundene Ober- und Unterschenkelteile
versuchen die unter 3. genannten Nachteile der totalen Bewegungsblockierung
durch den Einsatz von Gelenkschienen mit einstellbaren Bewegungsanschlägen zu verhindern. Dies gelingt
meist auch zuverlässig, wobei das betr. Gelenk einen vorzugebenden
Bewegungsfrei raum hat und nach Durchlauf einer Winkelveränderung
durch den jeweiligen Gelenkanschlag an weiterer Bewegung gehindert wird. Diese Konstruktion hat jedoch den Nach
teil erheblich größeren technischen Aufwandes und den Nachteil des ruckartigen Bewegungsstops nach Durchlaufen der
freigegebenen Winkeländerungen. Der ruckartige Stop wirkt
sich immer nachteilig auf die betr. Gelenkstrukturen aus.
Zweck der Neuvorstellung ist es. bei Erzielung der geforderten
Funktion, alle genannten Nachteile zuverlässig zu beheben und darüberhinaus dieses Ziel mit einem Minimum an technischen
Mitteln zu erreichen. Ein weiteres Ziel ist es. die Muskulatur des versorgten Beines (insbesondere postoperativ) gegen äußere
Kräfte trainieren zu können.
der Neuvorstnllyngj.
Bei der Neuvorstellung handelt es sich um eine "Bewegungseinschränkende
und muskeltrainierende Beinorthese". die die Winkeländerungen des menschlichen Kniegelenkes in einem bestimmten
Bewegungsumfang gegen federnden Widerstand freigibt. Winkeländerungen
größeren Umfangs jedoch durch zunehmend starke Federkräfte verhindert,
Weiterhin ermöglicht die Konstruktion es gegen den federnden Widerstand anzutrainieren und geschwächte Muskulatur durch
isometrisches Training wieder aufzubauen.
-3-
Technisch wird dies erzielt, indem eine hintere Wadenpelotte
(Druckfläche) und eine hintere Oberschenkelpe]otte (weitere
Druckfläche) mittels eines flexiblen Fedetstabes miteinander
verbunden werden.
Nach Anlegen dieser Orthese am Bein mittels Fixiergurten bauen -je nach Ausgangsanpassung- die Streckbewegung oder die
Beugebewegung oder aber beide genannten Bewegungen, durch Verbiegen des flexiblen Federstabes, kontinuierlich so starke
Rückstellkräfto auf. daß das Knie gegen die Federkraft nicht
weiter gebeugt bzw. gestreckt werden kann. Neben der Funktion der Bewegungsbegrenzung dient diese Ortheae somit auch der
Muskelkraft igung durch isometrisches Training.
i lbeschrej.byngi
Die Wadenpelotte (1) ist mit der Oberschenkelpelotte (2) über
einen hinteren flexiblen Stab (3) längenverstellbar verbunden. Klettähnliche Haftstreifen (4) auf der jeweiligen Innenseite
der Wadenpelotte (1) und der Oberschenkelpelotte (2) vermitteln
eine selbsttätige Haftung an textlien Oberflächen. Weitere klettenähnliche Haftstreifen an der Außenseite (5) und
die zugehörigen Gegenstücke (6) dienen als zusätzliche Befestigungsgurte
für die Orthese.
-4-
Claims (5)
1. Bewegungseinschränkende und muskeltrainierende Beinorthese
dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einer Wadenpelotte (1),
einer Oberschenkelpelotte (2) und einem hinteren flexiblen Verbindungselement (3) der beiden Pelotten besteht.
2. Beinorthese nach den Ansprüchsn 1. dadurch gekennzeichnet, daß das hintere flexible Verbindungselement (3) an den Pelotten
(1) und (2) längenverstellbar befestigt ist.
3. Beinorthese nach den Ansprüchen 1. und 2. dadurch gekennzeichnet
daß das Verbindungselement (3) lösbar und austauschbar mit den Pelotten (1) und (2) verbunden ist.
4. Beinorthese nach den Ansprüchen 1. - 3. dadurch gekennzeichnet,
daß sie ganz oder teilweise aus Kunststoff hergestellt ist.
5. Beinorthese nach den Ansprüchen 1.-3. dadurch gekennzeichnet,
daß sie ganz oder teilweise aus Metall hergestellt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8805501U DE8805501U1 (de) | 1988-04-26 | 1988-04-26 | Bewegungseinschränkende und muskeltrainierende Beinorthese |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8805501U DE8805501U1 (de) | 1988-04-26 | 1988-04-26 | Bewegungseinschränkende und muskeltrainierende Beinorthese |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8805501U1 true DE8805501U1 (de) | 1988-07-07 |
Family
ID=6823376
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE8805501U Expired DE8805501U1 (de) | 1988-04-26 | 1988-04-26 | Bewegungseinschränkende und muskeltrainierende Beinorthese |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8805501U1 (de) |
-
1988
- 1988-04-26 DE DE8805501U patent/DE8805501U1/de not_active Expired
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