DE880407C - Absorptionsschattenmikroskop - Google Patents

Absorptionsschattenmikroskop

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DE880407C
DE880407C DEA3737D DEA0003737D DE880407C DE 880407 C DE880407 C DE 880407C DE A3737 D DEA3737 D DE A3737D DE A0003737 D DEA0003737 D DE A0003737D DE 880407 C DE880407 C DE 880407C
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    • G02B21/0004Microscopes specially adapted for specific applications

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Description

  • Absorptionsschattenmikroskop Zur Darstellung der Struktur mikroskopischer Objekte sind bisher neben den Strahlen des sichtbaren Spektrums Ultraviolettstrahlen,Infrarotstrahlen, Elektronenstrahlen und Röntgenstrahlen zur Anwendung gelangt.
  • Die bei Verwendung unsichtbaren Lichtes an Stelle von sichtbarem Licht in der Mikroskopie gegebenen erschwerten Arbeitsbedingungen wurden in Kauf genommen, weil viele Substanzen für Ultraviolettstrahlen sowohl als auch für Infrarotstrahlen ein Absorptionsvermögen aufweisen, das von dem im sichtbaren Licht völlig abweicht, so daß es bei Darstellung im ultravioletten oder infraroten Licht gelingt, im Objekt Strukturen abzubilden, die man im sichtbaren Licht kaum oder nur unter Zuhilfenahme von Färbungen, die das Objekt mehr oder weniger stark beeinflussen, unterscheiden kann. So läßt sich das bekannte Verfahren der Ultraviolettmikroskopie nach K ö hl e r mit Vorteil zur Erkennung von Chromosomen, zur Untersuchung von Protoplasmastrukturen und zur Aufsuchung von kleinsten Bakterien in ungefärbtem Zustand verwenden. Diese Besonderheit der Verhältnisse beim Arbeiten mit ultraviolettem Licht erklärt es auch, daß in der Ultraviolettmikroskopie neben Objektiven hoher Eigenvergrößerung auch solche schwacher und mittlerer Eigenvergrößerung herangezogen werden.
  • Bei der Verwendung von Ultraviolettstrahlen an Stelle von sichtbarer Lichtstrahlung in der Mikroskopie in der von Köhler vorgeschlagenen Weise gelingt es, das Auflösungsvermögen des Mikroskops gegenüber dem Arbeiten mit sichtbarem Licht um etwa 3o"/, zu verbessern.
  • Die technischen Schwierigkeiten beim Arbeiten mit dem Ultraviolettmikroskop nach Köhler, die insbesondere darin gelegen sind, daß das Bild des Objektes nicht unmittelbar wahrgenommen werden kann, haben zu einem Vorschlag von Zworykin (USA-Patent 2 om go7) geführt, das mit dem Ultraviolettmikroskop gewonnene unsichtbare Bild durch Abtastung in einer Bildfängerröhre (Ikonoskop) in ein sichtbares Bild zu verwandeln. Dieses Verfahren erfordert allerdings eine komplizierte und kostspielige Apparatur. Auch ist die Abbildungsgüte der bekannten Ikonoskopröhren bei dem gegenwärtigen Stand der Technik noch nicht so groß, daß ihr Einsatz in der Ultraviolettmikroskopie heute bereits Erfolg verspräche.
  • Auch mit anderen Zielen wird Ultraviolettlicht in der Mikroskopie verwandt. Es sind Lumineszenzmikroskope bekannt, die nach dem Prinzip des zusammengesetzten Lichtmikroskops gebaut sind und es erlauben, Strukturen darzustellen, die bei Durchleuchtung mit Ultraviolettlicht in verschiedenem Grade Eigenfluoreszenz zeigen. Mit diesen bekannten Anordnungen gelingt es auch in ebenfalls bekannter Weise, Objektelemente, die durch Ultraviolettlicht selbst nicht zur Lumineszenz anregbar sind, nach voraufgegangener Anfärbung mit sog. Fluorochromen bei Durchstrahlung mit Ultravriolettlicht unmittelbar sichtbar zu machen.
  • In neuerer Zeit schließlich sind Mikroskope bekanntgeworden, bei denen das Objekt zur Darstellung seiner Struktur. mit Elektronenstrahlen durchstrahlt wird. Diese Mikroskope sind analog den bekannten Lichtmikroskopen konstruiert, wobei von der Tatsache Gebrauch gemacht wird, daß es möglich ist, Elektronenstrahlen mit Hilfe von Elektronenlinsen in ihrer Fortpflanzungsrichtung ebenso zu beeinflussen wie sichtbares Licht durch Glaslinsen.
  • Während in der Lichtmikroskopie die Differenzierung von Objektstrukturen nur möglich ist, wenn die zu differenzierenden Elemente entweder in verschiedenem Grade Anteile der zur Durchstrahlung des Objektes verwandten Strahlung absorbieren, oder sich in ihrem Lichtbrechungsvermögen unterscheiden oder durch die zur Durchstrahlung des Objektes verwandte Strahlung in verschiedenem Grade zur Lumineszenz angeregt werden, liegt dem Abbildungsprinzip der bekannten Elektronenmikroskope die Beobachtung zugrunde, daß Elektronenstrahlen, die auf Masseteilchen auftreffen, zum Teil aus ihrer Fortpflanzungsrichtung abgelenkt bzw. in ihrer Geschwindigkeit geändert und dadurch in verschieden hohem Grade von der Bilderzeugung durch die dem Objekt nachgeschaltete Elektronenoptik ausgeschlossen werden. Beim Arbeiten mit den bekannten Elektronenmikroskopen gelangen Objektstrukturen nur dann zur Darstellung, wenn sie durch verschiedene Massendicke des Objekte, worunter das Produkt aus Dicke und Dichte der Objektschicht verstanden wird, bedingt sind. Hierdurch sind die bekannten Verfahren der Elektronenmikroskopie auf bestimmte Objekte beschränkt und insbesondere zur Differenzierung biologischer Objekte einheitlicher Massendicke nicht geeignet. Als Vorteil der bekannten Anordnungen der Elektronenmikroskopie gegenüber denjenigen der Mikroskopie mit sichtbarem Licht ist es dagegen anzusehen, daß auch ungefärbte Objekte elektronenmikroskopisch dargestellt werden können.
  • Für die Darstellung miskroskopischer Objekte mit den bekannten mit Objektdurchstrahlung arbeitenden Elektronenmikroskopen ist es erforderlich, die sehr dünnen Objekte entweder frei tragend in Netzen oder in feinen Bohrungen oder auf extrem dünnen Folien anzuordnen. Die Vorbereitung der Objekte zur Untersuchung ist dadurch gegenüber der in der Lichtmikroskopie üblichen Unterbringung der Objekte auf stabilen Objektträgern sehr erschwert.
  • Es ist bekannt, daß Elektronenstrahlen beim Durchgang durch dünne Objektschichten nicht nur gestreut und in ihrer Geschwindigkeit geändert, sondern auch in verschieden hohem Grade absorbiert werden. Bei den normalen Anodenspannungen der Elektronenmikroskope (io4 bis io5 Volt) findet allerdings eine merkliche Stromabschwächung durch Elektronenabsorption in der Objektschicht noch nicht statt, so daß die Strommodulation durch unterschiedliche Absorption am Objektelement bei der Erzeugung der Kontraste im Bild bei den bekannten Anordnungen praktisch keine Rolle spielt. Brauchbare Verfahren zur Darstellung von Objektstrukturen mit Hilfe von Elektronenstrahlen, bei denen von der Eigenschaft genügend langsamer Elektronenstrahlen, bereits beim Durchgang durch dünne Objektschichten in erheblichem Grade absorbiert zu werden, Gebrauch gemacht wird, sind nicht bekanntgeworden.
  • Die Verwendung von Elektronenstrahlen geringerer Geschwindigkeit in den bekannten elektronenmikroskopischen Anordnungen, die an sich grundsätzlich wohl möglich wäre, wurde bisher nicht vorgeschlagen, weil bei Verwendung langsamer Strahlen der Hauptvorteil der bekannten elektronenmikroskopischen Anordnungen die Steigerung des Auflösungsvermögens gegenüber demjenigen des Lichtmikroskops in Fortfall käme und damit der für den Aufbau der bekannten elektronenmikroskopischen Anordnungen erforderliche beträchtliche Aufwand das Verfahren nicht mehr als lohnend erscheinen ließe.
  • Es ist schließlich noch ein Verfahren zur Darstellung mikroskopischer Objektstrukturen bekannt, bei dem an Stelle von Elektronenstrahlen Röntgenstrahlen zur Objektdurchstrahlung zur Anwendung gelangen. Bei diesem bekannten, als Mikroradiographie bezeichneten Verfahren wird eine Röntgenaufnahme des darzustellenden mikroskopischen Objektes in natürlicher Größe auf einer möglichst feinkörnigen photographischen Platte gemacht und nachträglich in der üblichen Weise mikrophotographisch vergrößert, soweit es das Plattenkorn zuläßt. Die Anwendbarkeit dieses Verfahrens zur Differenzierung mikroskopischer Objektstrukturen setzt voraus, daß in den verschiedenen Objektelementen unterschiedliche Anteile der zur Durchstrahlung des Objektes verwandten Röntgenstrahlung in erheblichem Grade absorbiert werden, was für sehr dünn,. Objekte, insbesondere. biologische Objekte, nicht zutrifft. Da bei diesen bekannten Verfahren die Vergrößerung erst nachträglich auf photographischem Wege erzeugt wird, handelt es sich streng genommem gar nicht um ein mikroskopisches Verfahren.
  • Es ist jedoch auch vorgeschlagen worden, in Abwandlung dieses bekannten Verfahrens vergrößerte Abbildungen der Struktur mikroskopischer Objekte dadurch zu erzielen, daß das Objekt mit Röntgenstrahlen durchstrahlt und auf einer kornlosen fluoreszierenden Kristallfläche (Willemit, Kunzit) ein Fluoreszenzbild des Absorptionsschattens des Objektes erzeugt wird, das direkt mikrophotographisch vergrößert dargestellt wird.
  • Abgesehen von dem bereits oben gegen die Verwendung von Röntgenstrahlen zur Darstellung mikroskopischer Objekte erhobene Einwand, daß die zur Durchstrahlung des Objektes verwandte Strahlung im Objekt nicht in ausreichendem Maße absorbiert wird, ist diese Anordnung mit dem grundsätzlichen Nachteil verbunden, daß die im Objekt nicht absorbierten Röntgenstrahlen die Leuchtsubstanz in erheblichem Grade durchdringen und hierbei in ihrer ganzen Tiefe Fluoreszenzlicht anregen. Es ist zwar bekannt, daß es mit Hilfe von Immersionsobjektiven hoher Apertur in Anordnungen des zusammengesetzten Lichtmikroskops bei der Abbildung raumtiefer Obj ekte mit hoher Vergrößerung gelingt, den Bereich der tiefenscharfen Abbildung so stark einzuengen, daß Objektteile, die größenordnungsmäßig etwa o,5 x i0-3 mm vor bzw. hinter der Einstellungsebene liegen, nicht mehr abgebildet werden (:Methode des optischen Querschnitts). Die Übertragung dieses an sich bekannten Prinzips auf die vorstehend beschriebene bekannte Anordnung ist jedoch deswegen nicht möglich, weil Röntgenstrahlenquellen ausreichender Strahldichte für die Durchführung dieses ausschließlich auf hohe Vergrößerungen beschränkten Verfahrens nicht zur Verfügung stehen, zumal bei Ausgestaltung des bekannten Verfahrens in dieser Richtung ja nur ein ganz geringer Anteil der das Objekt durchsetzenden Strahlung, nämlich ausschließlich der in der Einstellungsebene des Mikroskops Fluoreszenzlicht erzeugende Anteil, bei der Abbildung nutzbar werden würde. In der bekannten Anordnung wird daher auch abweichend von diesen Überlegungen so vorgegangen, daß das Objekt mit einem Bündel nahezu paralleler Röntgenstrahlen, die mit Hilfe von Lochblenden ausgesondert werden, durchstrahlt wird und daß das auf dem der abbildenden Optik zugewandten Austrittsquerschnitt des Kristalls entstehende Leuchtbild des Absorptionsschattens lichtoptisch dargestellt wird. Es ist jedoch bei Anwendung bekannter Röntgenstrahlenquellen nach diesem bekannten Verfahren bisher nicht gelungen, auch nur bei schwachen Vergrößerungen genügend lichtstarke Abbildungen zu erzielen.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Weiterbildung dieses bekannten Verfahrens zur Darstellung der Struktur mikroskopischer Objekte im Absorptionsschatten, bei dem die der Anwendung des bekannten Verfahrens entgegenstehenden Schwierigkeiten durch die erfindungsgemäße Verwendung von Elektronenstrahlen bzw. Ultraviolettstrahlen zur Durchstrahlung des Objektes an Stelle von Röntgenstrahlen völlig beseitigt sind.
  • Bei dem Verfahren nach der Erfindung wird das Objekt ebenfalls wie bei der bekannten Anordnung in direkten Kontakt mit einer durch die zur Durchstrahlung des Objektes verwandte Strahlung zur Lumineszenz anregbaren Substanz gebracht, jedoch im Gegensatz zu der bekannten oben beschriebenen Anordnung ausschließlich das in unmittelbarem Kontakt mit dem Objekt in der Berührungsebene zwischen Objekt und Leuchtsubstanz gelegene Lumineszenzbild des Absorptionsschattens des Objektes lichtoptisch vergrößert dargestellt. Es ist bekannt, daß Elektronenstrahlen im Gegensatz zu Röntgenstrahlen in Leuchtsubstanzen nur sehr wenig tief eindringen. Die Eindringungstiefe läßt sich mittels des exponentiellen Absorptionsgesetzes der Kathodenstrahlen nach L e n a r d errechnen. Sie beträgt beispielsweise für Strahlen der Beschleunigungsspannung von 105 Volt 30o bis 4001c, für solche der Beschleunigungsspannung von 5 x i04 Volt etwa io if, für solche der Beschleunigungsspannung von Zoo Volt nur noch etwa z ,@@ und für solche der Beschleunigungsspannung von i03 Volt nur noch etwa 0,02 /c.
  • Bei dem Verfahren nach der Erfindung werden daher, soweit Elektronenstrahlen zur Durchstrahlung des Objektes verwandt werden, vorzugsweise solche von Zoo Volt Beschleunigungsspannung und weniger, bei sehr dicken Objekten auch solche bis zu etwa i05 Volt Beschleunigungsspannung verwandt. Im letzteren Falle wird ebenso wie bei der Verwendung von Ultraviolettstrahlen zur Durchstrahlung des Objektes in Durchführung des Erfindungsgedankens, der Darstellung des in unmittelbarer Berührung mit dem Objekt entstehenden Lumineszenzbildes, von der Anwendung eines Lichtmikroskops hoher Apertur nach der Methode des optischen Querschnitts in der weiter oben näher dargelegten Weise Gebrauch gemacht. Hierdurch gelingt es, auch in diesen Fällen das ausschließlich in unmittelbarer Berührung mit dem Ob- jekt entstehende Lumineszenzbild des Absorptionsschattens des Objektes zur Darstellung zu bringen, während die von tiefer in die Leuchtsubstanz eingedrungener Strahlung herrührende Lumineszenzstrahlung die Abbildungsgüte hinsichtlich des Auflösungsvermögens nicht verschlechtern kann. Das Verfahren in dieser Ausführungsform ist unter Verwendung von Elektronenstrahlen bzw. Ultraviolettstrahlen im Gegensatz zur Verwendung von Röntgenstrahlen durchführbar, weil sowohl Elektronenstrahlenquellen als auch Ultraviolettstrahlenquellen ausreichender Strahldichte bekannt sind, was für Röntgenstrahlenquellen nicht der Fall ist. Diese Tatsache ist darin begründet, daß die Röntgenstrahlen Sekundärstrahlen sind, die ihrerseits durch Elektronenstrahlen erzeugt werden, wobei die Ausbeute jedoch nur etwa i bis :2 07, beträgt.
  • Durch die Anwendung bekannter elektronenoptischer Hilfsmittel, Kombination einer fast punktförmig emittierenden Glühkathode mit einer negativ vorgespannten, die Emissionsquelle rotationssymmetrisch umgebenden Elektrode (Wehneltelektrode), gelingt es in bekannter Weise, die von der Strahlenquelle abgegebene Strahlung sehr stark auf das Objekt zu zu bündeln.
  • Da bei dem Verfahren nach der Erfindung im Gegensatz zu dem bekannten Verfahren mit Röntgenstrahlen das unmittelbar auf dem Objekt selbst gelegene Lumineszenzbild des Absorptionsschattens des Objektes zum Gegenstand der lichtmikroskopischen Abbildung gemacht wird, ist es möglich, die Bestrahlungsintensität des Objektes dadurch um mehrere Größenordnungen gegenüber dem bekannten Verfahren zu erhöhen, daß die erfindungsgemäß zur Anwendung gelangende Strahlenquelle auf dem Objekt abgebildet wird.
  • In Abb. i ist eine beispielsweise Ausführungsform einer Anordnung nach der Erfindung unter Verwendung von Elektronenstrahlen, in Abb. 2 eine solche unter Verwendung von Ultraviolettstrahlen zur Durchstrahlung des Objektes dargestellt.
  • In Abb. i wird der kleinste Querschnitt i eines von einer Glühkathode in bekannter Weise erzeugten, durch eine Wehneltelektrode in bekannter Weise eingeengten und auf die Anodenblende 2 beschleunigten Elektronenstrahlenbündels 3 mit Hilfe der ebenfalls bekannten Kondensorspule q., vorzugsweise einer eisengekapselten Spule mit innerem eisenfreiem Spalt, auf dem Objekt 5 elektronenoptisch abgebildet. Hierbei entsteht in der durch die Schnittlinie A-B gekennzeichneten Ebene des Lumineszenzträgers 6 das durch das Immersionsobjektiv 7 zur Abbildung gelangende Lumineszenzschattenbild des Objektes.
  • Die Abb. 2 entspricht in allem der Abb. i mit dem Unterschied, daß die Elektronenstrahlenquelle durch die Ultraviolettstrahlenquelle i und die Kondensorspule durch die Kondensorlinse q. ersetzt ist. Es ist bei der Verwendung von Ultraviolettstrahlen zur Durchstrahlung des Objektes selbstverständlich auch möglich, die Strahlenquelle statt durch ein Linsensystem durch eine Spiegeloptik auf dem Objekt abzubilden.
  • In Abb. 3 ist dargestellt, daß bei Verwendung eines auf das Objekt 5 konvergierenden Strahlenbündels 3 der Öffnung 2 cc in der Berührungsebene mit dem Träger der Lumineszenz 6, die durch den Schnitt A -B angedeutet ist, in der dem Lumineszenzträger abgewandten Seite des Objektes 5 gelegene Objektpunkte durch Zerstreuungskreise mit dem Durchmesser x abgebildet werden. Für die Errecbnung der Größe dieser Zerstreuungskreise ergibt sich folgende Beziehung: worin d die Objektdicke bezeichnet.
  • Hieraus errechnet sich beispielsweise für eine Objektdicke von i ,es bei einem im Hinblick auf das Auflösungsvermögen des Lichtmikroskops für zulässig gehaltenen Durchmesser des Zerstreuungskreises von o,2 ,u eine zulässige Apertur der Strahlenquelle von o,i, für eine Objektdicke von o,i @u unter im übrigen gleichen Bedingungen eine solche von o,7.
  • Da bei der Anordnung nach der Erfindung im Gegensatz zu den bekannten Anordnungen der Elektronenmikroskopie eine elektronenoptische Abbildung bildseitig nicht mehr stattfindet, ist es bei der Anordnung nach der Erfindung unter Verwendung von Elektronenstrahlen zur Durchstrahlung des Objektes möglich, die nach vorstehender Berechnung zulässigen Aperturen der Strahlenquelle, die um eine bis mehrere Größenordnungen über den in der Elektronenmikroskopie bisher üblichen und bei den bekannten Elektronenmikroskopen zulässigen Aperturen liegen, voll auszunutzen. Hieraus ergibt sich wiederum die Möglichkeit, auch mit Elektronenstrahlen wesentlich geringerer Geschwindigkeiten zu arbeiten, als sie bisher in der Elektronenmikroskopie zur Anwendung gelangten. Daher ist es mit dem Verfahren nach der Erfindung auch möglich, selbst von sehr massedünnen Objekten ohne besondere Vorbehandlung derselben differenzierte Abbildungen der Struktur zu erhalten. Die Anforderungen an die Abbildungsgüte der Kondensorspuie sind dabei selbstredend gering. Es ist sogar vorteilhaft, die Elektronenquelle etwas unscharf auf dem Objekt abzubilden, Bei der bekannten Anwendungsart der bekannten Immersionsobj ektive in der Lichtmikroskopie ist es erforderlich, das Objekt selbst in der Immersionsflüssigkeit oder in einer Immersionsmasse einzubetten, die den gleichen oder einen ähnlichen Brechungsindex n wie die Frontlinse hat. Im Unterschied zu dieser bekannten Anwendungsart der bekannten Immersionsobjektive wird bei dem Verfahren nach der Erfindung das Objekt selbst gar nicht mit der Immersionsflüssigkeit in Berührung gebracht. Es ist daher möglich, an Stelle der in der Mikrobiologie fast ausschließlich verwandten Wasser- und Ölimmersionen auch für die Untersuchung empfindlicher Objekte die ebenfalls bekannte Monobromnaphthalinimmersion heranzuziehen. Darüber hinaus ist esmöglich, für dieDurchführung des Verfahrens nach der Erfindung nach bekannten Grundsätzen Immersionsobj ektive zu errechnen und herzustellen, bei denen als Immersionsflüssigkeit andere, an sich bekannte Flüssigkeiten mit sehr hohem Brechungsindex, z. B. Lösungen von Quecksilberjodid in Anilin und Chinolin oder Mischungen von Schwefelarsen mit Bromarsen (n = 2,i bis 2,q.), zur Anwendung gelangen. Leuchtsubstanzen mit hohem Brechungsindex, z. B. Zinksulfid- undZinkkadmiumsulfidphosphore (7a = 2,3), sowie geeignete Materialien zur Herstellung der Frontlinse der Immersion (schwerste Flintgläser, Diamant u. a.) sind bekannt. Auch ist ein Verfahren bekannt, nach welchem es gelingt, durch Einführung geeigneter Substanzen in die Glasschmelze künstlich hergestellten Gläsern die Eigenschaften kornlos leuchtender Leuchtsubstanzen zu geben.
  • Besondere Vorteile bietet es bei dem Verfahren nach der Erfindung, den Träger der Lumineszenz in Form eines dünnen planparallelen Plättchens nach Art der mikroskopischen Deckgläser zur Anwendung zu bringen und gleichzeitig als stabile Tragschicht für das an ihm adhärente Objekt zu verwenden. Unter Auswahl geeigneter Materialien, beispielsweise von blau leuchtendem Zinkkadmiumsulfid (;t = 2,3) sowie einem Immersionsobjektiv, dessen Frontlinse aus Dizmant (fa = 2,5) hergestellt ist, und einer Mischung von Schwefelarsen mit Bromarsen (ft = 2,3) als Immersionsflüssigkeit, kann auf diese Weise eine Immersion der Apertur 2,2, die universell anwendbar ist, verwirklicht werden.
  • Bei dem Verfahren nach der Erfindung wird durch das zwischen Objekt und Bild eingeschaltete Lumineszenzbild des Absorptionsschattens, das als das eigentliche Objekt zur vergrößerten Abbildung dient, aus jedem darzustellenden Objekt künstlich ein Selbstleuchter gemacht.
  • Es ist das Verdienst von M. B e r e k , durch praktische Versuche den Nachweis geführt zu haben, daß eine Abbildung gemäß den Vorschriften der Nichtselbstleuchtertheorie nicht immer zu günstigen Resultaten führt (Betrachtungen zur Darstellung des Abbildungsvorganges im Mikroskop und zur Frage des Auflösungsvermögens im Hellfeld und Dunkelfeld, Z. Mikr. 41 ;=i924] i) und darüber hinaus den Zusammenhang zwischen Selbstleuchter- und Nichtselbstleuchtertheorie aufgedeckt zu haben (Über Kohärenz und Konsonanz des Lichtes, Z. Physik 36 [z926] 675, 824; 37 U926] 387 und 40 [i927] 42o). Eine genaue Darstellung der Theorie der mikroskopischen Abbildung nach dem gegenwärtigen Stand der Forschung wird durch G. Stade und H. Staude in ihrem Buch: Mikrophotographie (Leipzig Akademische Verlagsgesellschaft) auf S. zo bis 23 gegeben. Hiernach errechnet sich der kleinste Abstand, den zwei Punkte, die getrennt wahrgenommen werden sollen, bei der Selbstleuchterabbildung noch haben dürfen, zu worin 7z einen von der Fähigkeit der abbildenden Schicht, Helligkeitsunterschiede zur Darstellung zu bringen, abhängigen Proportionalitätsfaktor bedeutet. Dieser Proportionalitätsfaktor beträgt im Grenzfall nach Stade und Staude (a. a. 0.) für sehr hart arbeitendes Photomaterial 0,45, während er für das Auge ungefähr gleich o,6 ist.
  • Während bei der Abbildung eines Selbstleuchters vom Objekt ein Strahlenkegel ausgeht, der vom Objektiv aufgenommen und in der Bildebene wieder vereinigt wird, findet bei der Abbildung eines Nichtselbstleuchters eine der Selbstleuchterabbildung gleichwertige Abbildung gemäß der Berekschen Theorie immer nur dann statt, wenn an irgendeiner Stelle des Strahlenganges zwischen Objekt und Bild eine Helligkeitsverteilung besteht, die gleich derjenigen bei Abbildung eines Selbstleuchters ist. Charakteristisch für ein nicht selbstleuchtendes Objekt ist es, daß es Licht (die Beugungsmaxima) in bestimmter Richtung des Raumes aussendet. Beleuchtet man das Objekt in verschiedenen Richtungen, so daß sich die Beugungsmaxima überlagern und dadurch das abbildende Objekt gleichmäßig ausleuchten, so erhält man im Bildraum eine Lichtverteilung, die von der eines Selbst-Leuchters nicht mehr zu unterscheiden ist. Hieraus folgt, daß eine der Selbstleuchterabbildung äquivalente Abbildung nur im Hellfeld vorhanden ist, und zwar dann, wenn die Apertur des Kondensors der des Objektivs gleich ist. Abblendung des Kondensors oder Verschieben der Blende führt zur Nichtselbstleuchterabbildung, bei der keine objektähnliche Wiedergabe mehr erfolgt. Nur im günstigsten Fall entspricht das Auflösungsvermögen eines nicht selbstleuchtenden Objektes gerade demjenigen, das oben für ein selbstleuchtendes Objekt abgeleitet wurde.
  • Der kleinstmögliche Abstand zweier Punkte, die noch getrennt wahrgenommen werden können, beträgt mithin in der Anordnung nach der Erfindung unter Verwendung eines Objektivs der Apertur 2,2 und eines blau lumineszierenden Zinkkadmiumsulfids bei subjektiver Beobachtung bei photographischer Wiedergabe während der gleiche Wert für das Köhlersche Ultraviolettmikroskop bei Forderung objektähnlicher Abbildung (zentrale Beleuchtung) bei Verzicht auf objektähnliche Abbildung und Ersatz derselben durch Auszählbarkeit der Strukturelemente (schiefe Beleuchtung) beträgt. Bei Forderung obj ektähnlicher Abbildung und photographischer Gewinnung des Bildes ist das Verfahren nach der Erfindung unter Verwendung eines Objektivs der Apertur 2,2, wie beschrieben, dem Köhlerschen Ultraviolettmikroskop mithin hinsichtlich des Auflösungsvermögens um mehr als das Doppelte überlegen.
  • Erfindungsgemäß ist es aber darüber hinaus auch möglich, unter Verwendung nach bekannten Grundsätzen errechneter Objektive auch bei der Anwendung höchster Aperturen gänzlich ohne die Verwendung jeglicher Immersionsflüssigkeit auszukommen, wenn die plangeschliffene Frontlinse des zur Abbildung verwandten Immersionsobjektivs selbst aus einer Substanz hergestellt ist, die durch die zur Bestrahlung des Objektes verwandte Strahlung zur Lumineszenz angeregt wird, beispielsweise aus einem an sich bekannten Lumophorglas mit hohem Brechungsindex oder einem blau lumineszierenden Zinksulfidkadmiumleuchtkristall (n = 2,3) oder einem bei Bestrahlung mit Elektronenstrahlen bzw. Ultraviolettstrahlen kräftig blau lumineszierenden Diamanten (n = 2,5), sofern das Objekt direkt mit der plan geschliffenen Seite der Frontlinse in Kontakt gebracht wird bzw. an der Frontlinse adhärent ist. Die Wirkungsweise eines solchen erfindungsgemäßen Mikroskopobjektivs wird in Abb. 4 aus der homogenen Immersion abgeleitet. In Abb. 4a insbesondere stellt 8 die Frontlinse eines an sich bekannten Immersionsobjektivs, beispielsweise einer homogenen Ölimmersion, g die Immersionsflüssigkeit, io das Deckglas, 5 das Objekt in der Einbettungsmasse ii und 12 den Objektträger dar. In Abb. 4b ist die Wirkungsart eines Objektivs gleicher Leistung nach der Erfindung schematisch dargestellt. 8 bedeutet hier wiederum die Frontlinse des Objektivs, 5 das Obj ekt und 5' das als scheinbares Obj ekt dienende Lumineszenzbild des Absorptionsschattens des Objektes, das in der Masse der Frontlinse gelegen ist. Der unterhalb des Schnittes C-D gelegene Anteil der überhalbkugeligen Frontlinse ersetzt mithin lediglich die Immersionsflüssigkeit und das Deckglas sowie teilweise die Einbettungsmasse des Objektes. Die Abb. 4 dient ausschließlich zur Darstellung des Prinzips des erfindungsgemäßen Mikroskopobjektivs. Es ist ohne Schwierigkeiten möglich, ein Objektiv für einen Öffnungswinkel bis zu i8o° nach den an Hand der Abb. 4 erläuterten Grundsätzen zu errechnen. Die Apertur dieses Objektivs erreicht mithin den Wert des Brechungsindex der Frontlinse. Bei Herstellung der Frontlinse beispielsweise aus Diamant ist hiermit ein Trockensystem mit allen Qualitäten einer homogenen Immersion und der hohen Apertur von 2,5 verwirklicht, dessen Auflösungsvermögen bei Verwendung eines blau lumineszierenden Diamanten zur Herstellung der Frontlinse mithin für photographische Wiedergabe den Wert von go m 1c, für subjektive Betrachtung denjenigen von i2o in ,u. erreicht.
  • Es ist schließlich erfindungsgemäß auch möglich, in der in Abb. 5 dargestellten Weise die zur Durchstrahlung des Objektes verwandte Strahlung in dem gleichen Raum zu erzeugen, in dem sich das Objekt befindet, während das Lichtmikroskop selbst außerhalb dieses Raumes untergebracht ist, wenn bei Verwendung eines planparallelen Plättchens als Lumineszenzträger das Objekt auf diesem adhärent ist und das planparallele Plättchen gleichzeitig als Fenster der die Strahlung erzeugenden Röhre dient. In ganz entsprechender Weise ist es auch möglich, bei Erzeugung des Lumineszenzbildes in der Frontlinse des Objektivs die Fassung des Objektivs so auszugestalten, daß das Objektiv selbst den Verschluß der die Strahlung. erzeugenden Röhre bildet. Eine beispielsweise Ausführungsform einer Anordnung nach diesem Erfindungsgedanken ist in Abb. 6 dargestellt.
  • In den Abb. 5 und 6 bedeutet 7 das Mikroskopobjektiv und 13 die Glaswand der Röhre, auf die die Metallkappe 14 aufgekittet ist. In Abb. 5 stellt 6 den Träger der Lumineszenz dar, der zu gleicher Zeit als Objektträger dient. Die Metallkappe der Röhre ist mit dem als Fenster dienenden Objektträger unter Zuhilfenahme zweier Gummiringe 15 und 16 und eines übergreifenden Gewinderinges 17 gasdicht verbunden.
  • In der Anordnung nach Abb.6 dagegen ist das Objekt 5 direkt auf der Frontlinse des Mikroskopobjektivs 7 aufgebracht. Der gasdichte Ver'sehluß zwischen Röhre 13 und Objektiv 7 wird hier durch den scheibenförmig gestalteten Ansatz 18 der Fassung des Objektivs in Zusammenwirken mit dem Gummiring 15 und dem übergreifenden Gewindering 17 bewirkt.
  • Als besonderer Vorzug des Verfahrens nach der Erfindung unter Verwendung von Elektronenstrahlen zur Durchstrahlung des Objektes ist es zu betrachten, daß es in einfacher Weise gelingt, das Durchdringungsvermögen der zur Durchstrahlung des Objektes verwandten Elektronenstrahlen durch Änderung der Beschleunigungsspannung innerhalb weitester Grenzen zu ändern und damit der jeweiligen Objektdicke anzupassen; so daß einwandfreie Abbildungen massedünner Objekte neben derjenigen relativ massedicker Objekte in raschem Wechsel möglich sind.
  • Auch bei der erfindungsgemäßen Verwendung ultravioletter Strahlung zur Darstellung des Objektes gelingt die Differenzierung der Struktur urvorbehandelter, insbesondere ungefärbter Objekte, wobei die Anordnung nach der Erfindung dem Köhlerschen Ultraviolettmikroskop, abgesehen von der Möglichkeit der unmittelbaren subjektiven Betrachtung des Bildes nach dadurch überlegen ist, daß es nicht erforderlich ist, wie bei dem Köhlerschen Ultraviolettmikroskop ausschließlich monochromatisches Licht zur Durchstrahlung des Objektes zu verwenden und daß es im Gegensatz zum Köhlerschen Ultraviolettmikroskop auch möglich ist, die Untersuchung unter Verwendung der gleichen Optik in raschem Wechsel mit Ultraviolettlicht verschiedener Wellenlänge vorzunehmen, beispielsweise mit demjenigen der Wellenlänge von 28o m,u und dem hinsichtlich der Absorption in dünnen Objektschichten besonders günstigen Flußspatultraviolett, ja sogar im Wechsel zwischen Ultraviolettlicht und Elektronenstrahlen.
  • Andererseits ist es bei dem Verfahren nach der Erfindung entsprechend dem Vorgehen in der Lichtmikroskopie auch möglich, die Absorptionsverhältnisse in der Objektschicht durch geeignete Vorbehandlung, z. B. durch elektive Färbung, Versilberung oder Vergoldung, mit einem der bekannten oder zweckmäßig abgeänderten Verfahren zu ändern.
  • Auch ist es möglich, ultravisible Teilchen, die abgebildet werden sollen, aber selbst wegen zu geringer Absorption bei der verwandten Strahlenart, z. B. Elektronenstrahlen der Geschwindigkeit io' Volt, nicht darstellbar sind oder bei der Abbildung in der bisher beschriebenen Weise durch den stark strählenden Untergrund des Lumineszenzbildes völlig überstrahlt werden würden, dadurch zur Darstellung zu bringen, daß man sie in dünner Schicht in die Erregungsstrahlung stärker absorbierenden Lösungen suspendiert und eintrocknen läßt, so daß sie dann hell auf dunklem Grunde abgebildet werden. . Geeignete Verfahren der Einbettung in solchen dünnen Schichten sind aus der Lichtmikroskopie bekannt, beispielsweise die Negativdarstellung von Bakterien in Collargolpräparaten nach dem von N i e t s c h e angegebenen Verfahren oder die Einbringung in dünner Schicht in Objektkammern, wie sie für die Dunkelfeldmikroskopie angegeben wurde.
  • Bei der Verwendung solcher Strahlenarten zur Durchstrahlung des Objektes, die ein Lenardfenster oder ein dünnes Quarz- oder Flußspat- oder Lithiumfluoridfenster od. dgl. noch zu durchdringen vermögen, sind auch Anordnungen möglich, in denen das darzustellende Objekt sich außerhalb des Vakuumraumes der Röhre in freier Luft befindet, deren Handhabung gegenüber den bekannten Elektronenmikroskopen sehr erleichtert ist. Dies läßt einerseits den Vorteil der Untersuchungsmöglichkeit von ungefärbten Präparaten, z. B. Ausstrichen aus Bakterienkulturen, mit dem Verfahren nach der Erfindung in einem neuen Lichte erscheinen und ermöglicht andererseits die Untersuchung auch solcher Objekte, die bei Einbringung in ein Vakuum in ihren biologischen Eigenschaften verändert werden. Eine beispielsweise Ausführungsform einer Anordnung mit Unterbringung des Objektes in freier Luft ist in Abb. 7 dargestellt. Hierin bedeutet 13 wiederum die Glaswandung der Röhre, i..} eine aufgekittete Metallkappe, die durch das Lenardfenster ig oder ein anderes strahlendurchlässiges Fenster in bekannter `reise verschlossen ist, während 5 das auf dem Objektträger 6 angebrachte Objekt und 7 das Objektiv des Mikroskops darstellt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Darstellung der Struktur dünner mikroskopischer Objekte mit Hilfe von in geeigieten Substanzen sichtbare Lumineszenzstrahlung erzeugenden unsichtbaren Strahlen, bei dem das Objekt in unmittelbaren Kontakt mit der zur Lumineszenz anregbaren Substanz gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, daß zur Durchstrahlung des Objektes Elektronenstrahlen oder Ultraviolettstrahlen verwandt werden und daß das in der zur Lumineszenz anregbaren Substanz in unmittelbarer Berührung mit dem Objekt entstehende Lumineszenzbild des Absorptionsschattens des Objektes lichtmikroskopisch dargestellt wird. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet,daßdas Obj ekt ander zur Lumineszenz anregbaren Substanz adhärent ist, so daß diese Substanz gleichzeitig als Trägerschicht für das Objekt dient. 3. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Lumineszenzbild in einem planparallelen Plättchen von Art der mikroskopischen Deckgläser erzeugt und durch ein Immersionssystem vergrößert dargestellt wird. q.. Verfahren nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Lumineszenzbild in der Planfläche der Frontlinse eines nach der Theorie der homogenen Immersion errechneten 'Mikroskopobjektivs, die mit dem Objekt in Kontakt steht und zu gleicher Zeit Einstellungsebene des Lichtmikroskops ist, erzeugt wird. 5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß durch die zur Lumineszenz anregbare Substanz gleichzeitig der Raum, in dem die Strahlung erzeugt wird, gegenüber dem Beobachtungsraum gasdicht abgeschlossen wird. 6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Kombination einer an sich bekannten Strahlenquelle (i), die Elektronenstrahlen oder Ultraviolettstrahlen aussendet, einer durch die Elektronenstrahlen bzw. Ultraviolettstrahlen zu sichtbarer Lumineszenzstrahlung anregbaren Substanz (6), die mit dem Objekt (5) in flächenhafter Berührung steht, sowie einem Lichtmikroskop (7) zur vergrößerten Abbildung des in der genannten Substanz in der Berührungsebene mit dem Objekt (A-B) erzeugten Lumineszenzbildes des Absorptionsschattens des Objektes. 7. Mikroskopisches Trockenobjektiv vom Typ der homogenen Immersion zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch q., dadurch gekennzeichnet, daß es die Planfläche seiner Frontlinse abbildet, die aus Material hergestellt ist, das durch Elektronenstrahlen oder Ultraviolettstrahlen zu kräftiger, sichtbarer Lumineszenzstrahlung angeregt wird. S. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch die Kombination einerElektronenstrahlung oderUltraviolettstrahlung erzeugenden Röhre mit einem Fenster aus einer durch die in der Röhre erzeugte Strahlung zur Lumineszenz anregbaren Substanz, einem Lichtmikroskop, dessen Einstellungsebene mit der Innenseite des Fensters zusammenfällt und einer Vorrichtung zur gasdichten Verbindung des Fensters mit der Röhre.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP2296027A4 (de) * 2008-06-03 2014-02-26 Univ Shizuoka Nat Univ Corp Optisches mikroskop

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP2296027A4 (de) * 2008-06-03 2014-02-26 Univ Shizuoka Nat Univ Corp Optisches mikroskop

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