DE8803663U1 - Als Spielwürfel geeigneter polyederförmiger Gegenstand - Google Patents
Als Spielwürfel geeigneter polyederförmiger GegenstandInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft einen polyederförmigen
Gegenstand, der als Spielwürfel geeignet ist.
Spielwürfel weisen, wie bekannt ist. einen massiven sechsseitigen
Würfelkörper auf, der kleiner ist als die Schachtel, mit der der Würfel zum Verkauf bspw. als Teil eines Spiels
verpackt werden soll. Die Seitenlange solcher Würfel beträgt gwöhnlich 10 bis 30 mm. Wo größere Würfel gefordert sind, muß
daher die Verpackung so ausgelegt sein, daß sie sie aufnehmen kann, wodurch die Fertigungskosten steigen. Es besteht jedoch
Bedarf an derartigen Spielwürfeln mit einer Seitenlängen von 60 mm und mehr ohne den Nachteil höherer Verpackungskosten.
Die vorliegende Erfindung ist auf eine Lösung dieses Problems gerichtet.
Die Erfindung schafft einen Polyeder-Gegenstand zur Verwendung als Würfel, der aus einem starren Materialbogen hergestellt
wird, der so zugeschnitten und mit Schwächungs- bzw. Faltlinien versehen ist, daß Facetten entstehen. Der Bogen
läßt sich also zu einem Polyeder aufrichten, dessen Seitenflächen diese Facetten bilden; weiterhin sind Mittel vorgesehen,
um das Polyeder im aufgerichteten Zustand zu halten.
Bei einem bevorzugten erfindungsgemäßen Polyeder handelt es
sich bei der dieses im aufgerichteten Zustand haltenden Einrichtung um ein elastisches Element, das im Inneren des
Polyeders zwischen gegenüberlxegenden Facetten oder zwischen mit diesen verbundenen Teilen verläuft. Zweckmäßigerweise ist
das Polyeder ein Octaeder aus einem steifen Materialbogen,
der zugeschnitten, mit Schwächungslinien versehen und aufgerichtet zu einem Octaeder mit dreieckigen Spielfacetten
zusammengesetzt ist. Der Würfel wird von einem elastischen Element im aufgerichteten Zustand gehalten, das zwei gegenüberliegende Facetten verbindet und so angeordnet ist, daß
der Würfel gegen die Kraft dieses elastischen Elemente flach zusammengelegt werden kann. Der zugeschnittene und mit
Schwächungs- bzw. Faltlinien versehene Materialbogen kann mit Ausschnitten versehen sein, die im aufgerichteten Zustand ein
Octaeder ohne Scheitel ergeben.
beliebiger Seitenlänge von 60 mm oder mehr ausgeführt sein
und in Schachteln herkömmlicher Größe verpackt werden, ist
aber robust und fest und kann auch häufiger Benutzung und
zahlreichen Würfen widerstehen.
Es soll nun unter Bezug auf die beigefügten Zeichnungen eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung erläutert werden.
Es zeigen:
Fig. 1 einen aus einem Materialbogen in der Sollform ausgeschnittenen Zuschnitt;
Fig. 2a einen Würfel im aufgerichteten Zustand in der Hand eines Benutzers,
Fig. 2b das Octaeder der Fig. 2a zwischen dem voll aufgerichteten und dem zusammengelegten Zustand, und
Fig. 3 eine Perspektivdarstellung eines aus dem Zuschnitt nach Fig. 1 aufgebauten Octaeders.
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ders. Pig. 1 zeigt einen Zuschnitt 1 mit einer Vielzahl von allgemein gleichseitigen dreieckigen Facetten (Teilflächen)
2, die auf einem einzigen Bogen aus steifem Material wie Pappe oder Kunststoff mittels der Schwächungs- oder Faltlinien
3 und freien Kanten 4 ausgebildet sind.
Die Scheitel der dreieckigen Facetten sind fortgelassen, wie an der Kante 5 gezeigt, und eine Lasche A, B, C oder D ist
entlang jeder Seite 6 einem mittigen Scheitel gegenüber angeordnet. Die Lasche C ist mit einem Haken E mit einem
Schlitz 7 versehen, in den beim fertigen Gegenstand ein elastisches Band eingelegt wird, das das Octaeder in den
aufgerichteten Zustand vorspannt.
Der Zuschnitt nach Fig. 1 ist im wesentlichen symmetrisch zu einer Mittelinie 8, wobei der einzige Unterschied darin
liegt, daß der Haken E und der Schlitz 7 sich an der Lasche D befindet, nicht an der Lasche C, so daß die Angriffspunkte
für die Würfe!spannung (nicht dargestellt) auf gegenüberliegenden
Facetten des Octaeders liegen.
Die Fig. 2a zeigt einen octaederförmigen Spielwürfel, den ein Benutzer zwischen dem Zeigefinger und dem Daumen hält. Werden
die Finger und der Daumen zusammengedrückt, wie mit den Pfeilen 8 in Fig. 2b angedeutet, legt das Octaeder sich
zusammen, indem es sich entlang den Kanten 4 teilt und entlang der Faltlinien faltet, bis es flachliegt, wobei der
obere symmetrische Teil über den Facetten des zweiten symmetrischen Teils liegt. Entfällt der Druck, richtet der vom
elastischen Band ausgeübte Zug das Octaeder wieder auf.
Das Fortlassen der Scheitel des Octaeders verbessert die Rolleigenschaftewn des Spielwürfels, da dieser ohne die
Spitzen oder Ecken weitaus leichter rollt als mit diesen.
Somit wird ein Octaüder zur Verwendung für Spiele beschrieben,
der aus einem zugeschnittenen und mit Leitlinien versehenen
steifen Bogen besteht, der sich zu einem Octaeder mit dreieckigen ebenen Seitenflächen aufrichten laßt. Eine
Trennungslinie verläuft zwischen zwei gegenübrliegenden Ecken, so daß sich mit einer zwischen diesen Ecken aufgebrachten
Kraft das Octaeder flach zusammenlegen läßt. Ein elastisches Element verbindet im warfelinneren die gegenüberliegenden
Teile beiderseits der Trennungslinie und richtet das Octaeder auf.
Der erfindungsgemäße Spielwürfel kann also in beliebiger
Größe und aus beliebigem geeignetem steifem Bogenmaterial wie Pappe oder Kusntstoff gefertigt werden. Weiterhin wird zwar
ein achtseitiger Würfel beschrieben; es lassen sich auf die gleiche Weise: jedoch auch Würfel mit beliebiger Seitenzahl
ausbilden.
In einer alternativen Ausbildungsform läßt sich anstelle des Vorspannelements eine Festlegungseinrichtung bspw. in Form
ineinandergreifender Laschen entlang der freien Kanten 4 vorsehen, um den Würfel für die Dauer seiner Benutzung
aufgerichtet zu halten. Im verpackten Zusatnd sind die Laschen vorneinander gelöst und der Würfel zusammenbiegt,
wie beschrieben.
Ein mit dem Octaeder-Spielwürfel aus Pappe u.a. erreichbarer
Vorteil ist, daß man Informationen und Anweisungen zum Spielverlauf auf die Pappe aufdrucken kann; derartige Informationen
und Anweisungen stehen in dieser Weise für normale Spielwürfel nicht zur Verfügung. Der Würfel läßt sich folglich
vielseitiger einsetzen.
Claims (5)
1. Polyederförmiger Gegenstand zur Verwendung als Würfel,
der aus einem steifen Materialbogen zugeschnitten und mit FaIt- bzw. Schwächungslinien versehen ist, die Facetten
(Teilflächen) bilden, dadurch gekennzeichnet, daß der
Materialbogen zu einem Polyeder aufrichtbar ist, dessen Seitenflächen jeweils von einer Facette (Teilfläche) gebildet
sind, und eine Einrichtung vorgesehen ist,, die das Polyeder im aufgerichteten Zustand hält.
2. Gegenstand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die das Polyeder aufgerichtet haltende Einrichtung ein elastisches Element ist, das im Inneren zwischen zwei gegenüberliegenden Facetten oder mit dessen verbundenen Teilen verläuft .
3. Polyederförmiger Gegenstand zur Verwendung als Würfel, der aus einem steifen Materialbogen hergestellt, zugeschnitten und zusammengefügt ist, dadurch gekennzeichnet, daß
er im zusammengesetzten Zustand ein Octaeder mit dreieckigen ebenen Facetten (Teilflächen) bildet, daß der Gegenstand von
einem elastischen Element im aufgerichteten Zustand gehalten wird, das zwischen rwei gegenüberliegenden Facetten verlaufend so angeordnet ist, daß der Würfel sich gegen die Spannkraft des elastischen Elements flach zusammenlegen läßt.
4. Gegenstand nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
der zugeschnittene und mit FaItlinien versehene steife Materialbogen Ausschnitte enthält derart, daß das Octaeder im
aufgerichteten Zustand keinerlei Scheitel enthält.
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5. Octaederförmiger Gegenstand für Spiele aus einem zugeschnittenen
und mit FaItlinien versehenen steifen Materialbogen, der sich zu einem Octaeder mit dreieckigen ebenen
Facetten (Teilflächen) aufrichten läßt, dadurch gekennzeichnet, daß eine Trennungslinie zwischen zwei gegenüberliegenden
Ecken verläuft, so daß mit einer zwischen den Ecken aufgebrachten Kraft das Octaeder sich flach zusammenlegen läßt,
und daß ein im Inneren angeodnetes elastisches Element beiderseits der Trennungslinie gegenüberliegende Teile verbindet
und das Octaeder im aufgerichteten Zustand hält
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