DE8317200U1 - Behaelter zur Aufnahme bioschaedlicher Stoffe - Google Patents
Behaelter zur Aufnahme bioschaedlicher StoffeInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
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83 165 KT
Transnuklear GmbH 6450 Hanau
Behälter zur Aufnahme bioschädlichei; Stoffe
Der Gegenstand der Neuerung ist ein Behälter zur Aufnahme bioschädlicher Stoffe, insbesondere zur Aufnahme radioaktiver
Abfälle, bestehend aus einem zweischaligen Grundkörper und einem Deckel, der ebenfalls zweischalig
ausgebildet sein kann.
Bioschädliche Stoffe, wie gefährlicher Industriemüll, und insbesondere radioaktive Abfälle aus kerntechnischen
Anlagen, Industrie und Krankenhäusern, müssen entsprechend den gesetzlichen Erfordernissen verpackt werden,
ehe sie in einer geeigneten Deponie gelagert werden dürfen.
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Vielfach werden dazu Betonbehälter verwendet, in denen
.. die meist von Blechemballagen umschlossenen bioschädli-5
chen Stoffe eingebracht werden. Die Betonbehälter müssen stabil ausgelegt sein und fallweise radioaktive
Strahlung abschirmen, damit die Sicherheit der Biosphäre bei der Handhabung, dem Transport und bei der Zwischen-
und Endlagerung gewährleistet ist. Das gilt insbesondere auch für Unfallsituationen.
Bekannte Betonbehälter, wie in den DE-GM 7736411 und DE-GM 7920754 beschrieben, besitzen den Nachteil,
daß sie stoßempfindlich sind, daß bei unsachgemäßer 15
Handhabung Abplatzungen und Ausbrüche am Beton entstehen können, und daß vor allem bei Transportunfällen oder
Wegeunfällen mit Bränden erhebliche Schaden, wie z.B. Risse dm Betonmantel, auftreten können, wodurch eine
on Gefährdung der Umwelt durch das bioschädliche Behälterinventar,
z.B. durch radioaktive Strahlung, erfolgen kann.
Weiterhin sind Metall-Behälter aus z.B. Gußeisen bekannt, __ DE-GM 7317 984, in die die bioschädlichen Stoffe
eingebracht werden. Diese Behälter sind so stabil ausgeführt, daß sie bei Unfällen, wie Absturz und
Brand widerstehen, ohne daß es zu einer Beschädigung der Behälter kommt, bei der das bioschädliche Inventar
gQ freigesetzt wird. Nachteilig ist bei diesen Behältern
jedoch die aufwendige Ausführung, in vielen Fällen mit Wandstärken von mehr als 20 cm, die aus Abschirmgründen
für eine Vielzahl von weniger stark radioaktiven Abfällen nicht erforderlich ist. Die Behälter sind
- 5-
-δ-daher häufig überdimensioniert, damit Von erheblichem
Gewicht und sehr teuer*
Der vorliegenden Neuerung lag daher die Aufgabe zugrunde, einen Behälter zur Aufnahme bioschädlicher Stoffe, ins-,
[ besondere zur Aufnahme radioaktiver Abfälle zu schaffen,
bestehend aus einem zweischaligen Grundkörper und einem Deckel, der ebenfalls zweischalig ausgebildet sein kann,
der auch bei unsachgemäßer Handhabung, Unfällen und Schadensfeuer den sicheren Einschluß des Behälterinhalts
ohne Gefährdung der Umgebung ermöglicht und darüberhinaus einfach und kostengünstig zu fertigen ist.
Die Aufgabe wurde neuerungsgemäß dadurch gelöst, daß die innere Schale aus Metall und die äußere. Schale aus
Beton besteht.
Vorteilhafterweise beträgt die Dicke der äußeren Schale 10-15 cm. Die innere Schale weist normalerweise nur
eine Dicke von 4 - 10 cm auf und besteht aus Stahlguß
oder Kugelgraphitguß. Es ist auch von Vorteil, wenn
die äußere Betonschale geschäumte Kunststoffkügelchen enthält. Vorzugsweise wird zwischen der inneren Schale
und der äußeren Schale eine Schicht aus nicht brennbarώη
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Kunststoffen, Glasfasern oder Graphitfasern angeordnet.
Kunststoffen, Glasfasern oder Graphitfasern angeordnet.
25
Anhand der schematischen Abbildungen I und II wird eine beispielhafte Ausführungsform des neuerungsgemäßen Behälters
näher beschrieben, wobei die Abbildung I einen Längsschnitt und die Abbildung II Details zwischen den
beiden Schalen wiedergibt.
In dem zylindrisehen, würfelförmigen oder quaderförmigen
Behälter, bestehend aus einem Grundkörper 1 und einem Deckel 5 befindet sich ein Blechfaß 6, das radioaktive
Stoffe enthält. Der Zwischenraum 7 zwischen Blechfaß 6
Grundkörper 1 und Deckel 5 ist mit Verfüllmäteifiäl angefüllt.
Der Behältst besteht aus einer inneren Schale 2
aus Metall und einer äußeren Schale 3 aus Beton. Die
äußere Schale 3 weist gegenüber der inneren Schale 2 eine wesentlich größere Dicke auf. Während die Dicke
der inneren Schale 2, die den wesentlichen Beitrag zur Abschirmung des Inhalts erbringt, oft nur 4 - 8 cm
betragen kann/ ist die Dicke der äußeren Betonschale. 3
größer als 10 cm. Die äußere Schale 3 ist mit einer Bewehrung versehen. Sie hat durch ihre Materialeigenschaften
und Dicke wärmeisolierende Funktion und schützt in einem Schadensfall, zum Beispiel Unfallfeuer, die
innere Schale und damit den radioaktiven Inhalt vor zu starker Temperatureinwirkung. Im Schadensfalle kann die
äußere Schale 3 zwar beschädigt werden, ohne daß jedoch die Sicherheitsfunktion der inneren Schale 2 beeinträchtigt
wird. Als besonders günstig hat es sich erwiesen, wenn die äußere Schale 3 eine Dicke von 10 - 15 cm aufweist. Aus
Gewichts- und Wärmeisolationsgründen ist es vorteilhaft, wenn als Material für die äußere Schale 3 ein poröser
Beton gewählt wird. Dazu geeignet sind unter anderem Gasbeton, Naturbimsbeton, Blähton- und Blähschieferbeton,
Hüttenbimsbeton und Aschesinterbeton. Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Beton der äußeren Schale 3 geschäumte
Kunststoffkügelchen enthält. In manchen Fällen ist es günstig, wenn zwischen der
inneren Schale 2 und der äußeren Schale 3 eine Schicht 4 aus wärmeisolierendem Material, zum Beispiel ein Kunststoff
in geschäumter Form, angeordnet ist.
Der neuerungsgemäße Behälter ist einfach herstellbar. Zunächst kann die innere Schale 2, die mit Ankern 8
oder integrierten Verankerungen 9 versehen ist, gefertigt werden. Dabei ist es möglich, die Anker direkt in die
Oberfläche der inneren Schale 2 mit einzugießen, oder
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sie nachträglich anzuschrauben. Anschließend wird durch
Ausgießen des Zwischenraums zwischen der inneren Schale und einer Betongußform die äußere Schale 3 über die
Anker 8 angegossen. Die Schicht 4 wird vor dem Betonieren der äußeren Schale 3 auf die innere Schale 2 gestrichen
oder gespritzt. Mit der äußeren Schale 3 besitzt der neuerungsgemäße Behälter einen wirksamen und billigen Schutz der
Integrität der inneren Schale 2 bei allen Unfall-Situationen und der normalen Handhabung.
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Claims (3)
1. Behälter zur Aufnahme bioschädlicher Stoffe, insbesondere
zur Aufnahme radioaktiver Abfälle, bestehend aus einem zweischaligen Grundkörper
und einem Deckel, der ebenfalls zweischalig ausgebildet sein kann, dadurch gekennzeichnet, daß
die innere Schale (2) aus Metall und die äußere Schale (3) aus Beton besteht.
2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Schale eine Dicke von 10 - 15 cm
aufweist.
3. Behälter nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der inneren Schale (2) und der
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äußeren Schale (3) eine Schicht (4) aus nichtbrennbaren
Kunststoffen, Glasfasern oder Graphitfasern angeordnet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19838317200 DE8317200U1 (de) | 1983-06-11 | 1983-06-11 | Behaelter zur Aufnahme bioschaedlicher Stoffe |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19838317200 DE8317200U1 (de) | 1983-06-11 | 1983-06-11 | Behaelter zur Aufnahme bioschaedlicher Stoffe |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8317200U1 true DE8317200U1 (de) | 1983-09-22 |
Family
ID=6754198
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19838317200 Expired DE8317200U1 (de) | 1983-06-11 | 1983-06-11 | Behaelter zur Aufnahme bioschaedlicher Stoffe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8317200U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE9005277U1 (de) * | 1990-05-09 | 1991-02-14 | Edelhoff Polytechnik Gmbh & Co, 58640 Iserlohn | Aufnahmeeinrichtung für vorzugsweise gefährdende Substanzen |
-
1983
- 1983-06-11 DE DE19838317200 patent/DE8317200U1/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE9005277U1 (de) * | 1990-05-09 | 1991-02-14 | Edelhoff Polytechnik Gmbh & Co, 58640 Iserlohn | Aufnahmeeinrichtung für vorzugsweise gefährdende Substanzen |
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