DE83170C - - Google Patents
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H10—SEMICONDUCTOR DEVICES; ELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H10N—ELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H10N15/00—Thermoelectric devices without a junction of dissimilar materials; Thermomagnetic devices, e.g. using the Nernst-Ettingshausen effect
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. November 1894 ab.
Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Verfahren zum Erzeugen thermo - elektrischer
Ströme. Dasselbe soll des Näheren mit Bezugnahme auf beiliegende Zeichnung beschrieben
werden, welche mehrere Anordnungen eines Thermoelementes darstellt, wie dasselbe
zur Ausführung dieses Verfahrens dienen soll. Eigenartig ist dieses Verfahren insofern, als
dasselbe Ströme von hoher Periode'nzahl zu erzeugen gestattet. Diese Wirkung wird im
wesentlichen dadurch erzielt, dafs eine intermittirende Beheizung der einzelnen Löthstellen
in selbstthätiger Weise bewirkt wird. Der erzeugte Wechselstrom kann ein- oder mehrphasig
sein oder auch zu Gleichstrom gewendet werden.
Die Fig. 1 zeigt theilweise in der Seitenansicht, theilweise im senkrechten Schnitt und
die Fig. 2 im Grundrifs ein Thermoelement für Wechselstrom, bei welchem diese Wirkung
dadurch hervorgebracht wird, dafs die Wärmequellen gegen das Thermoelement sich bewegen.
Beispielsweise sind ■■ acht Wärmequellen
(Spiritusbrenner) α α1 vorhanden, von denen
die vier mit α bezeichneten am Boden eines um eine senkrechte Achse drehbaren Gehäuses
b befestigt sind, derart, dafs die unteren Löthstellen I bis IV in den Bereich derselben
fallen. Die Wärmequellen al für die oberen
Löthstellen V bis VIII werden von Consolen c am Mäntel des Gehäuses b getragen. Die
Wärmequellen α α1 sind aber so weit gegen
einander verschoben, dafs eine Beheizung der Löthstellen I bis IV und derjenigen V bis VIII
abwechselnd stattfindet. Die jeweilig unbeheizten Löthstellen befinden sich im Bereiche
von Strahlen kalter Luft, die den Rohren d d1 entströmen. Dies setzt voraus, dafs vier tiefer
gelegene Rohre d und vier höher gelegene derselben d1 vorhanden sind. Diese Rohre
verlaufen nun radial und stehen durch ein Rohr e mit einander, sowie mit einem am
Boden des Gehäuses b befestigten halbkugeligen Behälter f in Verbindung. In den letzteren
mündet ein von einem Gebläse herkommendes Rohr g ein. In dieses Rohr reicht eine am Boden des Gehäuses b befestigte
Turbine h hinein, um die Drehung des letzteren herbeizuführen. Das Thermoelement
wird schliefslich durch die Stange i mit Kreuz k getragen, während der Hohlzapfen
h1 des Gehäuses b zusammen mit dem Luftzuführungsrohre g die Stützung des Gehäuses
b bewirken.
Bei der zweiten, ebenfalls für Wechselstrom bestimmten Ausführungsform, welche in der
Fig. 3 im Grundrifs, in der Fig. 4 im Schaubilde schematisch dargestellt ist, hat man die
Kühlrohre d dl und Brenner α al als feststehend
vorausgesetzt, während das Element I bis VIII mittelst einer Welle / drehbar gemacht
ist. Wie aus Fig. 5 bis 7 ersichtlich, welche eine fernere, auch für Wechselstrom bestimmte
Ausführungsform in zwei Stirnansichten und einer Seitenansicht veranschaulichen, stehen
Thermoelement, Brenner und Kühlrohre fest. Dafür ist eine Welle m vorgesehen, welche
zwei Schirme nn1 trägt. Die letzteren sind
mit Lücken n1 derart ausgerüstet, dafs die Löthstellen I bis IV an dem einen Ende des
Elementes beheizt werden, während diejenigen
V bis VIII an dem anderen Ende dem Einflufs der Kühlrohre ausgesetzt sind.
Es ist klar, dafs man aus diesen Elementen solche für Gleichstrom und Mehrphasenstrom
bilden kann, wenn man die Löthstellen und Wärmequellen in derselben Weise schaltet,
wie dies bei dynamo-elektrischen Stromerzeugern gebräuchlich ist.
Bemerkt sei noch, dafs die drehende Bewegung der Löthstellen oder Wärmequellen
bezw. beider durch den thermo - elektrischen Strom selbst bewirkt werden kann. Dabei
kann man entweder den thermo - elektrischen Wechselstrom unmittelbar verwenden, oder
aber denselben vorher durch geeignete Stromwendevorrichtungen in Gleichstrom verwandeln.
Die einzelnen elektrischen Antriebvorrichtungen werden am besten parallel geschaltet.
Schliefslich sei erwähnt, dafs die zeitweise Kühlung der Löthstellen mit Luft unter Umständen
unterlassen werden kann. Zuweilen läfst sich anstatt der Luft auch ein anderes
Kühlmittel bezw. Wasser verwenden.
Es lassen sich ferner aus den oben beschriebenen Anordnungen noch die folgenden
herausbilden:
Unter der Voraussetzung, dafs die Löthstellen stillstehen, kann man entweder die
Brenner beweglich machen, die Kühlvorrichtungen aber feststehend voraussetzen. Dabei
mufs jedoch die Bedingung erfüllt sein, dafs die Brenner mehr Wärme zuführen, als die Kühlvorrichtungen
abzuleiten vermögen, bei gegenüberstehenden Heiz- und Kühlvorrichtungen also eine Beheizung stattfindet. Ebenso können
auch die Kühlvorrichtungen als vorwiegender Theil zeitweise an die dauernd einander gegenüberstehenden
Löthstellen und Brenner herangedreht werden, so dafs zeitweise eine Unterbrechung
der Beheizung stattfindet.
Man kann auch alle drei Theile, nämlich die Löthstellen, die Brenner und die Kühlvorrichtungen
feststehend anordnen. Dabei sind wiederum drei Möglichkeiten vorhanden. Nämlich erstens können die Brenner und
Kühlvorrichtungen (beispielsweise durch Ventilsteuerungen) abwechselnd in Wirkung gesetzt
werden. Zweitens können auch die Brenner dauernd wirken und die Wirkung der Kühlvorrichtung
verändert werden oder umgekehrt.
Als Wärmequelle können schliefslich noch Dampf oder mittelst Hohlspiegel gesammelte
Sonnenstrahlen benutzt werden.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Verfahren zum Erzeugen thermo - elektrischer Ströme, dadurch gekennzeichnet, dafs die Wärmequellen und Löthstellen gegen einander verschoben werden bezw. ein zwischen dieselben eingefügter Schirm abwechselnd eine Lücke und eine volle Stelle darbietet, zum Zweck, unterbrochene Gleichströme oder Wechselströme bezw. Mehrphasenströme zu erzeugen.
- 2. Bei dem unter i. angegebenen Verfahren die Abänderung dahin, dafs die Wärmequellen, anstatt sich gegen die Löthstellen zu bewegen, zeitweise von Kühlvorrichtungen mit veränderlicher Wirkung aufser Einflufs gesetzt werden, oder — in ihrer Wirkung veränderlich — diese Kühlvorrichtungen aufser Einflufs setzen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE83170C true DE83170C (de) |
Family
ID=355510
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT83170D Active DE83170C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE83170C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3064063A (en) * | 1959-11-05 | 1962-11-13 | Thermo Power Inc | Thermoelectric generator |
| DE1185263B (de) * | 1962-06-05 | 1965-01-14 | Metin Oezaras | Verfahren und Vorrichtung zur Umwandlung von Waermeenergie in elektrische Energie unter Ausnutzung von mechanischer Bewegungsenergie |
| DE1269217B (de) * | 1964-10-14 | 1968-05-30 | Ludwig Huber Dr Ing | Thermoelektrischer Generator |
| DE102006053220B3 (de) * | 2006-11-11 | 2008-02-28 | Lämmle, Kurt | Thermogenerator-Vorrichtung zum Erzeugen von Wechselstrom |
-
0
- DE DENDAT83170D patent/DE83170C/de active Active
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3064063A (en) * | 1959-11-05 | 1962-11-13 | Thermo Power Inc | Thermoelectric generator |
| DE1185263B (de) * | 1962-06-05 | 1965-01-14 | Metin Oezaras | Verfahren und Vorrichtung zur Umwandlung von Waermeenergie in elektrische Energie unter Ausnutzung von mechanischer Bewegungsenergie |
| DE1269217B (de) * | 1964-10-14 | 1968-05-30 | Ludwig Huber Dr Ing | Thermoelektrischer Generator |
| DE102006053220B3 (de) * | 2006-11-11 | 2008-02-28 | Lämmle, Kurt | Thermogenerator-Vorrichtung zum Erzeugen von Wechselstrom |
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