DE78201C - Lager mit mehreren Reibflächen verschiedenen Reibungsmomentes - Google Patents

Lager mit mehreren Reibflächen verschiedenen Reibungsmomentes

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Publication number
DE78201C
DE78201C DENDAT78201D DE78201DA DE78201C DE 78201 C DE78201 C DE 78201C DE NDAT78201 D DENDAT78201 D DE NDAT78201D DE 78201D A DE78201D A DE 78201DA DE 78201 C DE78201 C DE 78201C
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DE
Germany
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friction
shaft
bearings
sliding surface
friction surfaces
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT78201D
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English (en)
Original Assignee
gebr. bolzani, Berlin N., Invalidenstr. 118
Publication of DE78201C publication Critical patent/DE78201C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16CSHAFTS; FLEXIBLE SHAFTS; ELEMENTS OR CRANKSHAFT MECHANISMS; ROTARY BODIES OTHER THAN GEARING ELEMENTS; BEARINGS
    • F16C17/00Sliding-contact bearings for exclusively rotary movement
    • F16C17/12Sliding-contact bearings for exclusively rotary movement characterised by features not related to the direction of the load
    • F16C17/18Sliding-contact bearings for exclusively rotary movement characterised by features not related to the direction of the load with floating brasses or brushing, rotatable at a reduced speed

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Sliding-Contact Bearings (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei axial belasteten Wellen tritt bekanntlich sehr häufig aus dem Grunde ein Fressen der Lagerfläche ein, weil man bei Bestimmung der Gröfsenverhältnisse dieser Flächen in der Regel ziemlich beschränkt ist, so dafs sich meistens verhältnifsmäfsig bedeutende specifische Flächendrucke ergeben. Da diesem Uebelstande auf constructivem Wege nur durch die theuren und auch nur bei vorzüglicher Ausführung hinreichend zuverlässigen Kammlager zu begegnen ist, so begnügt man sich vielfach damit, einfache Spurlager zwar anzuordnen, dabei jedoch für möglichst reichliche Schmierung der reibenden Flächen zu sorgen.
Trotzdem ist ein Fressen dieser Flächen und damit in der Regel Betriebsstörung nie ganz zu vermeiden.
Nach der vorliegenden Erfindung wird diesem Uebelstande dadurch begegnet, dafs man das dem Spurlager zunächst gelegene Wellenstück, wie in den Fig. 1 und 2 der beiliegenden Zeichnung dargestellt, entweder nochmals in zwei besondere Theile α und b trennt, deren letzteres in dem eigentlichen .Spurlager c ruht, oder dafs man das gewöhnlich im Spurlager ruhende Ende α der Welle mit einer oder mehreren Büchsen d umgiebt (Fig. 3 bis 5), welche ihrerseits in dem eigentlichen Spurlager ruhen. Unter normalen Verhältnissen wird die Büchse d allein bezw. wenn mehrere derselben angeordnet sind, wie in Fig. 5 dargestellt, nur die äufserste geschmiert, während die Fläche e, mit der sich die Welle α auf die geschmierte Büchse in axialer Richtung stützt, ungeschmiert bleibt, jedoch mit einer Schmiervorrichtung derart in Verbindung gebracht werden kann, dafs sie jederzeit mit OeI versorgt werden kann. In die Oelleitung zu den Hülfsspurflächen e wird ein Hahn oder dergl. eingeschaltet, welcher, sobald die Büchse d, Fig. 3, bezw. das Wellenstück b, Fig. 1 und 2, zu fressen beginnt und dadurch trotz normaler Weiterdrehung der Welle a in langsamere Bewegung oder zum Stillstand übergeht, selbstthätig geöffnet wird und den Hülfsspurflächen e OeI zuführt. Gleichzeitig kann auch durch die zum Oeffnen des erwähnten Hülfsschmierhahnes dienende mechanische oder elektrische Einrichtung eine Signalglocke oder ein Wecker bethätigt werden, .um anzuzeigen, dafs sich das Lager nicht im normalen Zustand befindet. Werden mehrere in einander sitzende Spurbüchsen angeordnet, welche sich selbstverständlich ebenfalls sowohl gegen die Welle als auch gegen einander bei unbelasteter Welle frei verdrehen lassen, so wird beim selbsttätigen Festsetzen der einen Büchse, z. B. d, stets erst die Fläche e1 der nächst inneren, z. B. d1, Fig. 5, geschmiert und so fort.
Die Fig. 3 zeigt ein Beispiel, wie man auf einfache Weise beim Stillstand oder zu langsamen Mitlaufen des Wellenstückes b bezw. der Büchse d auf elektrischem Wege sowohl die Hülfsschmiervorrichtung, .als auch den Wecker in Thätigkeit setzen kann., während die Fig. 4 ein Beispiel für mechanische Bethätigung einer Signalglocke giebt.
In Fig. 3 sind f auf der Welle α und der Büchse d isolirt befestigte Ringe, welche durch einen Draht g mit einander leitend verbunden sind; h sind auf den Ringen f schleifende Bürsten, an welchen die über eine Strom-
quelle ζ und einen oder mehrere Elektromagnet^ k geführte Leitung / angeschlossen ist. Der so gebildete Ruhestrom kreist fortwährend, so. lange die Welle α und die Büchse d gleich schnell rotiren; sobald jedoch die Büchse d infolge »Fressens« langsamer läuft als die Welle a, wickelt sich der Draht je nach seiner Länge anfangs schraubenförmig auf, um, sobald er sich nicht mehr strecken kann, zu zerreifsen und dadurch den Stromkreis zu unterbrechen. Die Anker der Elektromagnete k reifsen infolge dessen sofort ab und lösen dadurch die Weckerhemmung aus bezw. öffnen die Hülfsölleitung.
In Fig. 4 besitzt die Welle α einen festen Zahnkranz m, während die Büchse oder das Wellenstück b ein am besten unrundes Getriebe n, dem auch der Zahnkranz m entspricht, trägt. Bleibt das Wellenstück d stehen oder dreht es sich wesentlich langsamer als die Welle a, so wird die Glocke ο mittels des Zahnrades η mit veränderlicher Beschleunigung herumbewegt, so dafs der Klöppel bald gegen die eine, bald gegen die ändere Seite der Glocke anschlägt. Bei dieser Construction kann eine selbstthätige Schmierung der Fläche e leicht durch ein bei etwa 3 5 bis 40 ° flüssiges Schmiermaterial bewirkt werden, welches in eine Pfanne ρ der Welle α eingefüllt wird.
Anstatt, wie vorstehend beschrieben, das Hülfslager für axial belastete Wellen zu verwenden, kann es auch, wie die Fig. 7 bis 10. zeigen, für radial belastete Wellen verwendet werden. Hierbei wird die Verlängerung b bezw. die Büchse d der belasteten Welle a durch eine radial belastete Büchse q ersetzt (Fig. 7. und 8), welche sich ihrerseits in dem eigentlichen Lagergehäuse r dreht. Es wird ebenfalls unter normalen Verhältnissen die gewöhnliche Lagerfläche geschmiert; sobald aber ein Fressen und dementsprechend eine wesentlich verstärkte Reibung zwischen dem rotirenden Zapfen und der feststehenden Büchse q eintritt, wird die letztere ebenfalls mit herumgenommen und hierbei ihre cylindrische oder nach sonst einem Rotationskörper geformte Aufsenfläche s, mit welcher sie in dem Lagergehäuse ruht, geschmiert. Die Relativbewegung der Büchse q gegen das Lagergehäuse r kann ebenfalls, wie für das axial belastete Lager beschrieben, zur Bethätigung einer Signalvorrichtung verwendet werden.
Auch bei dieser Ausführungsform des Hülfslagers lassen sich, wie die Fig. 9 und 10 darstellen, in ähnlicher Weise, wie unter Fig. 5 beschrieben, mehrere Büchsen in einander anordnen, welche ebenfalls in der in der genannten Figur beschriebenen Weise nach einander zur Wirksamkeit gelangen.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Ein Lager mit mehreren Reibflächen von verschiedener Gröfse, bei welchem unter normalen Betriebsverhältnissen die mit dem kleinsten Reibungsmomente behaftete Reibfläche allein als Zapfengleitfläche dient, sobald aber infolge von Betriebsstörungen ein erhöhter Reibungswiderstand an dieser Gleitfläche auftritt, eine mit gröfserem Reibungsmomente behaftete Reibfläche als Gleitfläche zur Wirkung gelangt.
  2. 2. Bei dem durch Anspruch 1. gekennzeichneten Lager die Hinzufügung einer Signalvorrichtung, welche bethätigt wird, sobald eine andere als die Reibfläche des kleinsten Reibungsmomentes zur Gleitfläche wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT78201D Lager mit mehreren Reibflächen verschiedenen Reibungsmomentes Expired - Lifetime DE78201C (de)

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Country Status (1)

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DE (1) DE78201C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0237743A3 (en) * 1986-03-14 1988-01-07 Ford-Werke Aktiengesellschaft Plane bearing for a radial and axial load, particularly for automatic transmissions in automotive vehicles
US6534303B2 (en) * 2001-03-13 2003-03-18 Council Of Scientific & Industrial Research Process for the preparation of acidic lipase

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0237743A3 (en) * 1986-03-14 1988-01-07 Ford-Werke Aktiengesellschaft Plane bearing for a radial and axial load, particularly for automatic transmissions in automotive vehicles
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