DE75654C - Verfahren zur Herstellung von Streckwalzen für Nafsspinnmaschinen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Streckwalzen für NafsspinnmaschinenInfo
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
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- D01H5/00—Drafting machines or arrangements ; Threading of roving into drafting machine
- D01H5/18—Drafting machines or arrangements without fallers or like pinned bars
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-
- D—TEXTILES; PAPER
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Landscapes
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- Textile Engineering (AREA)
- Rolls And Other Rotary Bodies (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das bisherige Verfahren zur Herstellung von Streckwalzen (Verzug-Cylindern) für Nafsspinnmaschinen
bestand entweder darin, dafs eine Kupferlegirung um den Eisenkern herum gegossen
wurde, oder dafs man die Walzen aus einer geeigneten Kupferlegirung herstellte und
sie dann auf den eisernen Walzenkern warm aufzog und entweder den Kern zwischen den
Walzen freiliefs oder vernickelte.
Beide Verfahren besitzen ihre Uebelstände. Bei dem ersteren Verfahren sind Sandlöcher
und Luftblasen in den Walzen nicht immer zu vermeiden, und selbst in den anscheinend
gesunden Walzen zeigt sich beim Nachriffeln immer noch eine Anzahl mehr oder weniger
grofser Poren. Diese Poren müssen ausgeflickt werden, und da das Flickstück in den seltensten
Fällen genau denselben Härtegrad besitzt wie die Walze, so wird eine ungleichmäfsige
Abnutzung stattfinden, was einen ungünstigen Einflufs auf den Spinnprocefs ausübt. Aufserdem
besitzen die nach dieser Art hergestellten Walzen nur an der Oberfläche eine gewisse
Härte, werden nach innen dagegen immer weicher, so dafs sie, wenn einmal nachge- riffelt,
sich schnell abnutzen. Auch werden solche Walzen mit der Zeit unrund, weil das Metall auf der Seite der Einzelwalze, welche
beim Gusse nach unten lag, ein dichteres Gefüge hat als der obere Theil. Der dünnwandige
Ueberzug zwischen den Walzen, welcher den Kern vor dem Verrosten schützen soll, mufs bei dieser Art Herstellung häufig ausgebessert
werden, da er durch Luftblasen oder durch beim Erkalten entstehende Risse unganz wird.
Bei dem zweiten Verfahren zeigt sich wieder der Uebelstand, dafs die Walzenkerne rosten
und namentlich bei feinerer Theilung, bei geringem Abstand der Walzen, neben den
letzteren abbrechen. Man sucht hier dadurch Abhülfe zu schaffen, dafs man die Kerne in
den· Zwischenräumen zwischen den Walzen vernickelt, allein auch das ist nicht rationell,
da die Vernickelung beim Gebrauch abbröckelt.
Die Vorzüge beider Verfahren, unter Vermeidung der Nachtheile derselben, soll das
nachfolgend beschriebene Verfahren in sich vereinigen, welches dadurch gekennzeichnet
ist, dafs zunächst auf den eisernen Walzenkern Rohre von einer weichen, zähen Kupferlegirung
oder einem anderen, das Eisen vor dem Verrosten schützenden Metall oder einer Legirung
daraus warm aufgezogen werden, und dafs man dann einzeln gegossene und bearbeitete
Walzen von gleichmäfsiger Härte und homogenem Gefüge warm auf diesen Ueberzug aufzieht.
Auf den Walzenkern α werden Röhren &1ö2&3... von einer weichen, zähen Kupferlegirung
oder einem anderen geeigneten, das Eisen vor dem Verrosten schützenden Metall oder
einer Legirung warm aufgezogen, und zwar in Längen, welche sich in der Hauptsache nach der
Rohrstärke richten. Im allgemeinen ist es auch vortheilhaft, diese Längen so zu wählen, dafs
die Stöfse derselben in der Mitte einer Walze
zu liegen kommen, nothwendig ist dies jedoch nicht. Die Stöfse werden verlöthet. Darauf
werden die WaIzBnC1C2C3..., welche einzeln
gegossen und durch Bearbeiten auf ihre Fehlerlosigkeit geprüft wurden, warm auf den Kern a
mit dem. Metallüberzug b1 i>2 bf... aufgezogen.
Die Walzen c1 cB c3... pressen nun den an sich
schon fest aufsitzenden Ueberzug b1 b2 b3... so
fest auf den Kern, dafs ein Loslösen des Ueberzuges oder der Walzen, wie es bei aufgegossenen
Walzen vorkommt, unmöglich geworden ist.
Derartig hergestellte Streckwalzen sind von tadelloser Beschaffenheit, die Walzen sind von
gleichmäfsiger Härte und nutzen sich gleichmäfsig ab, ein Einrosten ist zur Unmöglichkeit
geworden und der Ueberzug hält sich beständig dicht.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Verfahren zur Herstellung von Streckwalzen für Flachs-und Hahf-Nafsspinnmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dafs man einzelne, entsprechend lange, das Eisen des Kernes vor dem Verrosten schützende Röhren (b1 b2 b3...) aus einem geeigneten Metall oder aus einer Legirung warm auf den Kern (a) und darauf die fertig bearbeiteten Walzen [C1C2C3...) ebenfalls warm auf den mit dem Ueberzug (b1 b2 b3...) versehenen Kern (a) aufzieht.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE75654C true DE75654C (de) |
Family
ID=348594
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT75654D Expired - Lifetime DE75654C (de) | Verfahren zur Herstellung von Streckwalzen für Nafsspinnmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE75654C (de) |
-
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